Blogtour „Das Pubertier“

Hallo und Herzlich Willkommen zum letzten Tag unserer Blogtour zu Jan Weilers Buch „Das Pubertier“. Ich hoffe sehr, euch haben die bisherigen Beiträge gefallen und ihr seid immer noch gerne mit dabei. Bei mir wird es heute ein kleines bisschen trockener, da ich mich einfach ein wenig mit der Pubertät an sich beschäftigt habe, ich versuche aber alles ein wenig zu lockern.

Die Pubertät beginnt und zeigt sich bei jedem Menschen anders, man kann also nicht pauschal sagen, dass sie DANN beginnt und DANN endet. Grob kann man sagen, dass die Pubertät bei Mädchen ca. mit dem 10. Lebensjahr beginnt und etwa mit 18 Jahren endet, während sie bei Jungen erst mit 12 Jahren beginnt und mit ca. 21 Jahren endet. Jungs entwickeln sich einfach ein wenig später als Mädchen, wobei ich aus eigener Erfahrung sagen kann, bei mir stimmt die Angabe auch nicht, ich war auch erst später in der Pubertät. Laut meinem guten Sigmund Freud befinden wir uns ab etwa dem 13. Lebensjahr in der Pubertät, ihr könnt also einen Trend sehen, wohin uns die Altersangaben führen. Natürlich gibt es auch immer wieder Ausnahmen, aber das würde nun für einen Blogbeitrag etwas zu weit reichen.

Was genau passiert denn in der Pubertät? Auch hier kann ich wieder nur ein wenig darauf eingehen, denn dieses Thema ist einfach viel zu komplex und würde definitiv auch viel zu weit wegführen. Im Grunde kann man sagen, dass in allererster Linie der Körper heranreift, die Körperbehaarung entwickelt sich (Schambehaarung, Bartwuchs, Achselhaare). Ausgelöst wird dies durch die erhöhte Hormonausschüttung, bei den Mädchen handelt es sich dabei hauptsächlich um Östrogen, während bei den Jungs hauptsächlich Testosteron ausgeschüttet wird. Hier gilt natürlich auch wieder, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Vor allem aber beginnt bei den Mädchen die Menstruation und bei den Jungen setzt die Spermienproduktion ein.

Erik H. Eriksons Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung gibt uns auch noch eine Ahnung davon,  was im Innern der Kinder/Jugendlichen passiert. Zunächst sollte ich erklären, dass Erikson davon ausgeht, dass die Psyche des Menschen sich innerhalb von Krisen entwickelt, es gibt also immer zwei große Aspekte, die gegeneinander wirken und in die die Kinder/Jugendlichen eine Balance bringen müssen. Im Alter von 13-16 Jahren geht Erikson hier von der Krise „Identität gegen Identitätsdiffusion“ aus, was man denke ich bestätigen kann. Die Jugendlichen versuchen, sich selbst zu finden, werden aber von ihrer Umwelt teilweise eingeschränkt, lassen sich vielleicht auch beeinflussen und müssen versuchen, die Erwartungen an sich selbst und die Erwartungen von außen zu erfüllen, ohne dabei zu kurz zu kommen. Dies kann auch die schlechte Laune bzw. die Launenhaftigkeit der Jugendlichen erklären, denn es muss schon sehr schwierig sein, in ein Muster zu passen, wenn man selbst noch gar nicht weiß, was für ein Muster das sein soll bzw. werden könnte.

Ich habe selbst noch keine Kinder, arbeite aber mit Kindern und habe auch die pubertären Phasen meiner beiden Geschwister miterlebt und ich glaube, man kann ihnen nur mit Verständnis entgegenkommen, versuchen, sie zu unterstützen und gleichzeitig auch Freiraum geben. Auch für die Eltern ist diese Zeit keine leichte Zeit, ihre „Babys“ werden erwachsen, was auch zu Problemen bei ihnen führen kann, daher sollte man möglichst aufeinander achten und immer wieder versuchen, zusammen zu kommen. Jugendliche brauchen Grenzen und Freiraum, sie brauchen Sicherheit zu Hause und versuchen dennoch, sich „in Gefahr“ zu begeben. Vielleicht sollte man bereits vor der Pubertät dafür sorgen, dass das Kind sich sicher fühlt und einen Hafen hat, um die Krise der Pubertät zu erleichtern. Dies ist mir im Buch vor allem aufgefallen, egal was die Kinder von Jan Weiler taten, sie wussten immer, dass sie zu ihren Eltern kommen konnten und Hilfe bekommen würden und ich glaube, dass ist im Endeffekt das Allerwichtigste.

Das Gewinnspiel

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Die Gewinne

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– Die Gewinne werden direkt vom Verlag verschickt. –


Blogtour-Fahrplan

25.07 Popcorn & Coke mit Sonja
26.07 Hormon Talk mit Svenja
27.07 Pubertiers Mix-Tape von Sharon
28.07 „Schummeln heute“ mit Anna-Maria
29.07 Das weibliche Pubertier bei Wencke
30.07 Mein Poisiealbum hat Sandy
31.07 Jungshumor & Mädchengekicher bei Kathrin
01.08 Guru im Labor bei Mir

 

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Ein Kommentar zu „Blogtour „Das Pubertier“

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