Ich und die Menschen

20170709_165705Ich und die Menschen

Matt Haig

dtv Verlagsgesellschaft (21. August 2015)

352 Seiten

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Rückentext

In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?

Allgemeines zu Buch und Autor

Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. (Quelle: Amazon.de)

Ich möchte euch dieses Buch als erstes Buch nach meiner Auszeit vorstellen, da es mich sehr berührt hat, nicht weil es traurig oder emotional war, sondern weil ich noch tagelang nach dem Zuschlagen daran denken musste. Es hat etwas in mir bewegt, es hat mich zum Nachdenken gebracht und ist mein bisheriges Jahreshighlight.

Kritische Auseinandersetzung

Auch wenn mir das Buch am Ende unwahrscheinlich gut gefallen hat, muss ich zugeben, dass ich anfangs Probleme mit dem Schreibstil hatte und auch damit, mich auf die Geschichte einzulassen. Ich will nicht zu viel verraten, aber ein Alien, dass auf unseren Planeten kommt und dafür den Körper eines Menschen stiehlt, kam mir doch etwas seltsam vor. Wenn man jedoch durchhält, sich auf die Geschichte einlässt, kommt man doch noch in die Geschichte rein und versteht immer mehr, warum alles so passiert, wie es passiert und dass alles doch nicht so „albern“ ist, wie man anfangs vielleicht denkt.

In die Hauptfigur konnte ich mich aus den oben genannten Gründen nicht direkt hineinversetzen, doch man baut eine Sympathie zu ihm auf und ich war am Ende doch sehr mitgenommen von seinem Weg. Ich habe einfach mit gelitten und mit gelacht, da ein Alien auf der Erde durchaus auch zu lustigen Szenen führt, wenn der Alien unsere Gepflogenheiten noch nicht übernommen hat. Andrew als Alien ist mir wirklich ans Herz gewachsen.

Vor allem gefällt mir die Botschaft des Buches und wie es auf das eigene Leben einwirkt. Denn aus den kritischen Augen eines Aliens wirken doch einige menschliche und weltliche Dinge seltsam und unpassend, man kann darüber lachen, schmunzeln aber auch in Grübeln verfallen. Ich hatte das Gefühl, ein wenig zu mir selbst zu finden und in den letzten Monaten konnte ich das gut gebrauchen. Vielleicht bedeutet mir dieses Buch auch deshalb so viel, weil es zur richtigen zeit am richtigen Ort war. Grundsätzlich glaube ich aber, dass Jeder etwas aus diesem Buch für sich mitnehmen kann und wenn es „nur“ dazu führt, dass man über sein eigenes Leben und sein Umfeld nachdenkt.

Fazit

Ich kann euch nur empfehlen, diesem Buch eine Chance zu geben und an die ganze Sache mit offenem Herzen und offenem Geist heranzugehen. Das Buch hat großes Potenzial, für mich ist es wirklich eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, wenn nicht sogar eines der Besten, die ich je gelesen habe. Schaut es euch einfach mal an, meiner Meinung nach könnt ihr damit nichts falsch machen.

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