Blogtour „Kripo Bodensee“ Tag 7

wp-1479246952562.jpg

Herzlich Willkommen zum letzten Tag unserer Blogtour zu den beiden Büchern „Mit mörderischem Kalkül“ und „Per Deadline Mord“ von Janette John. Ich hoffe, dass euch die bisherigen Beiträge gefallen haben und ihr fleißig bei unserem Gewinnspiel mitgemacht habt. Heute werde ich mich mit einem ziemlich schwierigen Thema auseinandersetzen, dem Tod des Kindes nach der Geburt. Dazu nun mehr.

Wichtig ist es mir, euch am Anfang direkt zu sagen, dass ich Gott sei dank noch nie so etwas erlebt habe, weder bei noch bei meinem Umfeld und ich wünsche mir sehr, dass es so bleibt. Ich kann dem entsprechend nur objektiv betrachten und ich möchte niemanden angreifen oder unterstellen, etwas nicht richtig gemacht zu haben oder was auch immer. Mir ist wichtig, dass sich niemand von diesem Beitrag gestört fühlt, hier steht nur meine Meinung und das, was meiner Meinung nach wichtig ist, dazu zu schreiben.

Der Tod des Kindes

Die Situation, dass ein Kind kurz nach der Geburt stirbt, ist natürlich eine ganz Schreckliche und wahrscheinlich das Allerschlimmste, was Eltern passieren kann. Ich vermute, dass Jeder, der gesagt bekommt, dass er ein Kind bekommen wird, genau solche Ängste hat und man die die ganze Schwangerschaft über aushalten muss, natürlich auch noch später. Ich kann mir keine schlimmere Situation vorstellen, als sein eigenes Kind nicht retten zu können und es zu Grabe tragen zu müssen.

Nun zu ein paar Fakten. Wenn ein Kind innerhalb des ersten Lebensmonats stirbt, spricht man von einem Neugeborenentod. Leider sterben circa 3 von 1000 Kindern schon in dieser Zeit, meistens sogar noch in der ersten Woche. Eine schreckliche Zahl. Für die Eltern bricht eine Welt zusammen und sie werden mit Dingen konfrontiert, die sie nicht erwartet haben. Während die meisten Eltern (es gibt sicher Fälle, in denen schon während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko besteht) damit rechnen, ein Kind mit nach Hause zu nehmen, es aufzuziehen, mit ihm zu spielen, müssen sie nun einen Sarg kaufen, sich um die Beerdigung kümmern und ihren Bekannten keine schöne, sondern eine schreckliche Nachricht überbringen.

Diese Zeit ist rein persönlicher Natur, jeder Mensch und auch jedes Elternpaar muss ganz individuell damit umzugehen lernen, mit sich selber und der Situation klar kommen. Häufig kommt es früher oder später zu Schuldzuweisungen, wenn auch eigentlich fast nie die Eltern schuld sind, dass das Kind stirbt. Vielleicht werden die Eltern auch den Ärzten die Schuld geben, was eine ganz natürliche Reaktion ist, auch wenn diese auch nicht dafür können müssen.

Ich glaube, das hierin auch schon ein sehr großes Problem liegt, der Grund. Es gibt leider nicht immer einen Grund für den Tod eines Babys und das macht es für die Eltern noch schwieriger, damit umzugehen. Niemand ist schuld, niemand hätte etwas tun können und sie wissen nicht einmal, warum das ganze geschieht. Das „Warum“ ist in jedem Fall eine große Frage, warum ist das Kind gestorben, warum ist aus gerechnet IHR Kind gestorben und warum konnte man als Eltern, besonders als Mutter, diesen Tod nicht aufhalten und etwas dagegen tun. Alles Fragen, die sich die Eltern mit Sicherheit stellen und die sie nie beantworten können.

Die Mutter bekommt auch im Todesfall den Mutterschutz, denn sie muss sich, genau wie der Vater, von diesen schrecklichen Strapazen sowohl physisch als auch psychisch erst einmal erholen. Die Trauer muss bewältigt werden, was aber mit Sicherheit länger als acht Wochen dauert. Doch auch der Tod eines Kindes hat einige Formalitäten zur Folge, wenn das Kind allerdings im Krankenhaus gestorben ist, wird vieles von Krankhaus selbst abgenommen, ansonsten muss beim Standesamt von den Eltern die Geburt und der Tod registriert werden, mit dem Totenschein ist es dann auch möglich, die Beerdigung zu planen.

Wo findet man Hilfe?

Manche Eltern wollen schnell wieder den Alltag aufnehmen und arbeiten gehen, andere Menschen brauchen erst einmal Zeit um dieses schlimme Trauma zu verarbeiten. Hierbei werden einem Hilfestellungen geboten, beispielsweise beim „Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.„. Doch bei Babycenter habe ich noch eine ganze Liste mit anderen Hilfemöglichkeiten gefunden, die ich euch hier verlinke.

Ich kann auch hier nur meine persönliche Meinung schreiben, ich denke, Jeder, der sich in dieser Situation befindet, sollte sich nicht davor scheuen, Hilfe zu suchen. Das ist überhaupt nichts Schlimmes und ein so einschneidendes Erlebnis kann man manchmal einfach nicht alleine bewältigen, verstehen und bearbeiten. Menschen, denen dies nicht passiert ist, können nur ahnen und sich davor fürchten, was diese Elternpaare durchmachen müssen und niemand hat das Recht, sich in die Trauerbewältigung anderer Menschen einzumischen. Egal wie lange sie dauert, egal auf welche Weise sie geschieht und egal, was man tun muss, um damit klar zu kommen. Man sollte sich die Hilfe suchen, die man braucht und sich auch bei der Beerdigung, die ein sehr wichtiges Ereignis ist, um die Trauer zu bewältigen, von Niemandem etwas einreden lassen. Wenn man dem Kind schon nicht das Leben bieten kann, was man gern getan hätte, sollte man doch wenigstens „den Tod“ oder auch „die ewige Ruhe“ so gestalten, wie man es als Eltern gern würde.

Mehr habe ich an dieser Stelle auch wirklich nicht mehr dazu zu sagen, mir fiel das diesmal wirklich nicht ganz leicht und ich hoffe, ihr habt zumindest den Eindruck meiner Meinung zu diesem Thema gewinnen können.

Der Übergang zu einem Gewinnspiel fällt mir hier nun auch etwas schwer, aber das muss natürlich sein. Die Frage wird sicher aber heute nicht direkt auf das Thema beziehen, da ich einfach keine Frage dazu stellen möchte und kann.

Die Gewinne

1. Preis: 7 mal 1 Tasche

 

14702232_1686156801701134_4061780798592125551_n

 2. Preis: 14 mal 1 signiertes Lesezeichen

14650121_1686156845034463_4213697923280807347_n

Und hier nun die Frage, die ihr beantworten müsst, um noch ein Los für das gewinnspiel zu erlangen:

Was ist eure größte Angst?

Blogtourfahrplan

16.11. Kripo Bodensee Vorstellung bei Tine
17.11. Thema Organspende bei Yvonne
18.11. Berlin in den 60er Jahren bei Jens
19.11. Thema Organhändler bei Stefanie
20.11. Familienfehde bei Babs
21.11. Gerüchte, Tratsch und falsche Anschuldigungen bei Nadja
22.11. Tod des Kindes nach der Geburt bei mir
23.11. Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Advertisements

5 Kommentare zu „Blogtour „Kripo Bodensee“ Tag 7

  1. Hallo,
    vielen Dank für deinen tollen Abschluss der Blogtour. Dein Beitrag zu diesem doch recht ,,speziellen/heiklen“ Thema war sehr spannend und du hast alles sehr schön formuliert und erklärt.

    Ich denke, meine größte Angst, ist es zu Versagen. Auf schulischer-, familiärer- oder auch freundschaflicher Ebene. Ich bin ein Mensch, bei dem immer alles so laufen muss, wie es geplant ist und sobald genau das nicht der Fall ist, sind meine Nerven bis zum zerreißen gespannt und egal wo ich hingehe, dieser Gedanke, in der Sache, die ich als nächstes mache zu versagen, ist immer dabei(uns gibt es praktisch nur im Doppelpack). Es ist ja nicht mal so, dass durch mein Umfeld viel Druck auf mich ausgeübt wird etc. Ich bin einfach von Natur aus so, was natürlich auch mal Auswirkungen auf andere hat.
    LG und einen schönen Nachmittag noch
    -Sarah

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo,
    Danke für deinen tollen Beitrag. Meine größte Angst ist auch, dass meiner Familie etwas schlimmes zustoßen könnte, sie krank werden etc. Davor dass ich unheilbar krank werden könnte, ängstligt mich auch sehr.
    LG Bettina Hertz

    Gefällt 1 Person

Mir einen Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s