Nach dem Sturm

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Maryanne Becker

Books on Demand; Auflage: 1 (23. August 2016)

144 Seiten

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Rückentext

Friedenskinder, das sind die Kinder, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs geboren wurden und in der Nachkriegszeit aufwuchsen. Die Autorin hat 13 Frauen und Männer porträtiert. Gemeinsamkeiten und Unterschiede treten zu Tage. Es wird deutlich, dass Kinder von Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ihre Fremdheit zu spüren bekamen und nicht selten das Gefühl von Diskriminierung hatten.

Allgemeines zum Autor

Maryanne Becker, geboren und aufgewachsen in Ostbelgien, lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in Berlin. Neben Sach- bzw. Fachbüchern zum Thema Hörschädigung schreibt sie Romane, die in der belgisch-deutschen Grenzregion spielen und auf den Zeitraum 1914 bis 1960 fokussieren. Darüber hinaus ist sie in einigen Anthologien mit Kurzgeschichten präsent. (Quelle: Amazon.de)

Kritische Auseinandersetzung

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, werde ich diese Rezension ein wenig abkürzen, da wir hier nicht von einem Roman sprechen, sondern von einem Buch, in dem 12 Lebensgeschichten von unterschiedlichen Menschen während der Nachkriegszeit aufgezeigt sind. Demnach ist diese Rezension ein wenig anders, als ich es sonst mache.

Auch in diesem Buch ist mir aufgefallen, wie schön und angenehm Maryanne Becker schreibt. Man ist in jeder Geschichte mittendrin, sie zieht einen mit und es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Maryanne schafft es, innerhalb von ein paar Seiten eine ganze Lebensgeschichte so aufzuzeigen, dass man zumindest eine Ahnung davon hat, wie es für den jeweiligen Menschen in seiner Kindheit gewesen sein muss. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen und allein deswegen, kann ich dieses Buch empfehlen.

Die Geschichten selbst sind sehr informativ, zwar teilweise recht kurz, aber lang genug, um einen Eindruck zu gewinnen, worum es ja letzten Endes ja auch geht. Der Leser kann spüren, dass Maryanne Becker sich intensiv mit den „Geschichtenerzählern“ auseinandergesetzt hat und es ihr wichtig war, wirklich ihre Geschichte umzusetzen und auch möglichst vielfältige Meinungen oder Erlebnisse aufzuzeigen.

An dieser Stelle möchte ich auch noch mal sagen, dass ich es sehr vorteilhaft fand, dass sowohl sechs Männer als auch sechs Frauen in diesem Buch ihre Geschichte erzählen, denn so hat man aus allen Sichten die Möglichkeit, zu erfahren, wie das Leben in der Nachkriegszeit war. Wer sich also dafür interessiert, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen, denn hier ist es ganz anders, als es vielleicht in einem Roman wäre, hier bekommt der Leser zwölf wahre Kindheiten erzählt, die wirklich teilweise ans Herz gehen.

Fazit

Ganz große Leseempfehlung!

 

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