Das Böse schläft nie

wp-1478377346821.jpgDas Böse schläft nie

Sandra M. Wolf

Amazon Media EU S.à r.l.

284 Seiten

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Beschreibung

SIEBEN FRAUEN. SIEBEN MÖGLICHE OPFER. EIN MÖRDER, DER AUF SIE JAGD MACHT.
Johann Bauer war ein böser Mann. Alles, was seiner Mutter kurz vor seinem Tod blieb, war der Wunsch, ihr Sohn sollte einmal in seinem Leben etwas Gutes tun.. Eine Organspende erschien ihr die beste Option. Sie wusste nicht, dass sie damit das entsetzliche Tun ihres Sohnes leidvoll verlängern würde.
Ein toter und ein neu erwachter Mörder. Ein Killer, der nur ein Bedürfnis hat – seinen Hunger nach Morden zu stillen.

Allgemeines zu Buch und Autor

Wenn ihr Partner ihr beim Schreiben zusieht, wird ihm meist angst und bange. In ihrem Erstlingswerk „Das Böse schläft nie“ hat sie sich an einigen unangenehmen Zeitgenossen gerächt und es genossen, diese ungestraft auf dem Papier töten zu können.
Im wirklichen Leben würde man Sandra M. Wolf das nie zutrauen.
Als Autorin ist sie sehr versatil. Sie schreibt Jugendromane, Thriller und Gegenwartsliteratur.
Sie ist selbst eine unersättliche Leserin. Bücher waren und sind noch immer ihre größte Motivation und Quelle der Inspiration.
Zur Zeit arbeitet sie an zwei weiteren Thrillern. Eine Krimi-Reihe soll spätestens 2017 folgen.
Sandra M. Wolf lebt mit ihrer Tochter, ihrem Lebensgefährten und einem Hund in Wien und Niederösterreich. (Quelle: Amazon.de)

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich nicht so ganz genau weiß, was ich über dieses Buch denken soll. Es hat viele gute Aspekte, doch es gab auch Etwas, das mir nicht ganz so gut gefallen hat. Ich habe mich schon sehr gut unterhalten gefühlt, doch die Umsetzung war meiner Meinung nach nicht immer optimal.

Kritische Auseinandersetzung

Ich werde erst einmal hervorheben, was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat und dann auf das eingehen, was mir leider nicht so gut gefallen hat. Am besten muss ich sagen, hat mir wirklich die Idee hinter dem Buch gefallen. Ich finde den Gedanken so gruselig, dass man Organe von einem Mörder bekommt und somit durch jemanden weiterlebt, der vorher Leben genommen hat und nun Leben gibt. Ganz großes Lob an die Autorin dafür, so etwas habe ich noch nie gelesen oder gesehen (mag sein, dass es so etwas ähnliches trotzdem schon gibt) und das hat mir richtig gut gefallen. Dieses „ungute“ Gefühl, dass dem Leser allein schon durch diese Tatsache gegeben wird, da man es schon direkt a Anfang erfährt, finde ich einfach unbeschreiblich und genau so etwas macht für mich einen Thriller aus.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, war der Schreibstil. Er war sehr leicht und flüssig zu lesen, nicht langweilig oder fade, sondern interessant und vor allem teilweise auch rasant. Ich wurde immer wieder bei der Stange gehalten und jedes Mal, wenn ich das Gefühl hatte, mir würde langweilig werden, konnte der nächste Satz mich dann doch wieder eines Besseren belehren und mich wieder zur Geschichte hinziehen.

Atmosphärisch gesehen hat mir demnach das Buch wirklich sehr gut gefallen. Auch die Charaktere fand ich unheimlich gut umgesetzt für so ein verhältnismäßig „kurzes“ Buch. Zu jedem Charakter bekommt man einen guten  Eindruck (die Eine ist sympathischer, die Andere weniger) und man leidet teilweise wirklich mit. Sie sind alle sehr authentisch und man kann sich alles sehr gut vorstellen, gleichzeitig bekommt der Leser so einen Bezug zur Geschichte.

Doch leider kommen wir hiermit auch schon zu dem Punkt, der mir leider gar nicht gefallen hat, beziehungsweise der mich einfach sehr gestört hat. Es gibt einfach zu viele Charaktere für mich, Ich bin teilweise völlig durcheinander gekommen und den Einstieg hat es auch nicht gerade erleichtert, da es immer wieder um eine andere Frau geht. Die Autorin hat es zwar ganz gut gelöst, indem jede Frau zu Beginn einzeln vorgestellt wurde, doch mir persönlich hat das einfach nicht gereicht. Ich habe mich teilweise etwas verlassen gefühlt, weil ich einfach immer wieder nachschauen musste, wer denn jetzt wieder wer war. Für mich war das einfach unheimlich schwierig und es hat meinen Lesefluss extrem beeinträchtigt, was schade war, da sowohl die Geschichte selbst als auch der Schreibstil mich eigentlich überzeugen konnten. Jemand dem so etwas nichts ausmacht, der wird diese Probleme beim Lesen natürlich nicht bekommen, aber ich bin dafür einfach nicht gemacht (ein Grund, warum ich mich so schwer mit Game of Thrones getan habe, bevor ich die Serie geschaut habe).

Ich weiß, das ist jetzt eigentlich nur ein negativer Punkt, aber dieser Punkt hat für mich einfach immer wieder meine Lesefreude unterbrochen und deswegen kann ich einfach nicht so darüber hinweg sehen. Es ist nur schade, denn ich glaube, wenn das nicht so gewesen wäre, hätte mich dieses Buch absolut überzeugt, andersherum muss ich ja auch zugeben, dass man daran eigentlich nichts ändern kann, denn sonst gehen andere gute Aspekte der Geschichte verloren.

Fazit

Unterm Strich kann ich dieses Buch durchaus weiterempfehlen, zumindest an alle, die sich nicht so leicht von zu vielen Charakteren beeinflussen und verwirren lassen und vor allen an Jene, die mal wieder einen richtig guten Thriller lesen wollen, mit einer Idee dahinter, die zumindest ich so noch nie gesehen habe.

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