Blogtour „Münchausen“ Tag 3

wp-1474362944254.jpeg

Hallo und „Herzlich Willkommen“ zum dritten Tag unserer Blogtour zu „Münchausen – Die Wahrheit über das Lügen“.  Ich hoffe sehr, die bisherigen Beiträge haben euch gut gefallen und ihr erfahrt auch heute wieder etwas Spannendes.

Da im Buch Münchhausen mit Sigmund Freud ein intensives Gespräch führt, habe ich überlegt, euch den guten „Siggi“ mal vorzustellen. Ich durfte ihn bereits im Pädagogik Leistungskurs und natürlich auch in meiner Ausbildung zur Erzieherin kennen lernen und hoffe daher, ihn euch etwas näher bringen zu können. Natürlich kann ich euch nicht das gesamte Leben Freuds in einem Beitrag niederschreiben, dafür ist es selbstverständlich viel zu komplex und vor allem auch zu weitreichend. Dennoch denke ich, dass es einige Eckpunkte gibt, die man wissen kann und sollte und die auch beim Buch unter Umständen hilfreich sein können.

sigmund-freud-400399_640.jpgGeboren wurde Sigmund Freud (Sigismund Schlomo Freud) am 6. Mai 1856 in Mähren, welches in Österreich liegt. Er stammt aus einer sehr kinderreichen Familie, sein Vater hatte zwei ältere Söhne aus erster Ehe (insgesamt war er dreimal verheiratet) und nach Sigmund folgten noch sieben weitere Kinder, so dass die Familie insgesamt auf zehn Kinder kam.

1873 beginnt Freud sein Studium der Medizin an der Universität Wien und promovierte im Jahre 1881 zum Doktor der Medizin. Von 1882 bis 1885 arbeitete er als Arzt am Wiener Allgemeinen Krankenhaus im Bereich Neurophsysiologie, doch im Grunde interessiert er sich von Anfang an vor allem für die Psyche des Menschen.

Er besucht 1885 den Pariser Arzt Jean-Martin Charcot, welcher in der Salpêtière arbeitete, der Hypnose zur Behandlung der Krankheit „Hysterie“ anwendet, doch er entscheidet sich am Ende für die Anwendung von Traumdeutung und freien Assoziationen. Die Psychoanalyse nahm ihre Anfänge. 1886 lässt er sich dann als Arzt in Wien nieder. Im gleichen Jahr heiratet er auch seine Frau Martha, mit der er sechs Kinder bekommen soll. Freud erfährt von Versuchen mit posthypnotischer Suggestion und schließt darauf, dass es ein Unterbewusstsein geben muss, ein weiterer Schritt für die Psychoanalyse ist getan.

Für mich ist es etwas schwer, euch die Psychoanalyse zu erklären, ich weiß zwar durchaus, was das ist, aber in meinen eigenen Worten ist es doch gar nicht so leicht. Grundsätzlich war es natürlich ein tiefes Vordringen in die menschliche Psyche, mit deren Hilfe Freud versuchen wollte, dass der Patient alleine auf seine eigentliche Traumatisierung stößt und diese dann eben auch benennen kann. Er vermutet zunächst, dass es dabei hauptsächlich um Gewalt sexueller Natur in den frühen Kinderjahren geht, später macht er dann auch den „Ödipus-Komplex“ für etwaige Traumatisierungen verantwortlich. Dieser besagt letzten Endes, dass man als Kind in das andersgeschlechtliche Elternteil „verliebt“ ist und den gleichgeschlechtlichen Elternteil als Rivalen sieht. Die Liebe zum einen Elternteil wird aber natürlich nicht so erwidert, wie man es sich wünscht, da die Eltern ja das Liebespaar sind, wofür man den anderen Elternteil verantwortlich macht. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, lest doch mal hier die Sage um Ödipus.

1910 gibt es schon viele Anhänger der Psychoanalyse und Freud gründet mehrere Vereinigungen, unter anderem die Internationale Psychoanalytische Vereinigung. Innerhalb der Vereinigung gibt es immer wieder Unstimmigkeiten und Freud sorgt dafür, dass Einige wieder austreten müssen, aber das ist für unsere Geschichte an dieser Stelle jetzt nicht wichtig.

In seiner ganzen Zeit als Arzt hat Freud jede Menge Bücher und Werke verfasst, doch auch diese werden Opfer der Bücherverbrennung der deutschen Nationalsozialisten im Jahre 1933. Da Freud in Österreich lebt, sieht er die Gefahr als äußerst gering, doch 1938 merkt er, dass er aufgrund seiner Arbeiten und auch seiner öffentlich bekannten „Zuneigung zum Judentum“ (grundsätzlich ist Freud Atheist, doch er fühlt eine Verbundenheit zum Judentum, da dort eine klare Bewusstheit der inneren Identität herrscht) eben doch in Gefahr ist. Seine Schülerin und Patientin Marie Bonaparte streckt das Geld für ihn und seine Familievor, um die „Reichsfluchtsteuer“ zu zahlen und 1938 fliehen er und seine Familie nach London.

Ein Jahr später ist Freud schwer an Krebs erkrankt und geht zu einem Hausarzt, den er um Sterbehilfe bittet. Mit einer zu hohen Dosis Morphin wird diese geleistet und Freud stirbt am 23. September 1939 in London.

So, ich hoffe, euch hat dieser Beitrag gefallen und ihr konntet ein wenig Neues über einen meiner liebsten Theoretiker erfahren. Ich habe ihn sowohl auf dem Gymnasium, als auch später während der Ausbildung sehr gerne „gelernt“, also seine Theorien, denn ich finde seine Arbeiten und seine Gedanken einfach unheimlich spannend und interessant.

Das Gewinnspiel

Münchhausen

Bei dieser Blogtour könnt ihr ein Exemplar dieses Graphic Novels gewinnen, wozu ihr einfach die Fragen unter den einzelnen Beiträgen beantworten müsst. Meine Frage lautet:

Was haltet ihr von Sigmund Freud?

Mit Eurer Teilnahme am Gewinnspiel erklärt Ihr Euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden. Die Gewinner werden nach der Tour hier zu finden sein.

20.09. – Grafic Novel

http://derbuecherkessel.blogspot.de/

21.09. – Pseudologia Phantastica

http://die-fantastische-buecherwelt.de/

22.09. – Was Freud dazu sagt bei Tamara

https://tamysbuecherwelt.wordpress.com/

23.09. Münchhausens Meinung bei Sabrina

http://buechertraum.com/

24.09. Monderdbeeren & Granatenritt bei Sonja

http://buchreisender.de/

25.09. *ohne Worte* bei Ricarda

http://die-fantastische-buecherwelt.de/

26.09. Die Macher bei Svenja

http://buechertraum.com/

 

 

Advertisements

3 Kommentare zu „Blogtour „Münchausen“ Tag 3

  1. Hallo und guten Tag,

    herzlichen Dank für den heutigen Beitrag zu Herrn Freud.

    Wirklich ein interessanter Lebenslauf. Die menschliche Psyche scheint wirklich eine interessante und zugleich spannendes Arbeits-und Forschungsgebiet zu sein.

    Interessanterweise wenn man an Freuds Ableben denkt….ist es schon bemerkenswert, wie einfach damals Sterbehilfe gehändelt wurde.

    LG..Karin..

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo,
    ein sehr interessanter und wirklich ausführlicher Beitrag. Bei Freud bin ich immer ein wenig zwiegespalten. Wir haben ihm viel zu verdanken, dennoch ist aus heutiger Sicht nicht alles kritiklos zu übernehmen.

    lg, Jutta

    Gefällt 1 Person

  3. Hallo,

    ich bin ein großer „Fan“ von Freud 😀 Ich finde seine Ansicht der Psyche sehr interessant und bewundere ihn dafür, dass er einer der ersten großen Vordenker in der Psychiatrie/Psychologie war, auch wenn seine Methodik kritisch zu betrachten ist… dennoch muss man meiner Meinung nach dabei auch immer wieder die Zeit, zu der die Theorie entwickelt wurde, berücksichtigen 🙂

    LG

    Gefällt 1 Person

Mir einen Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s