Blogtour „Scherbenkind“ Gewinner

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Am 08.08.2016 erschien „Scherbenkind“, der zweite Kriminalroman bei Diana Verlag und somit ihr insgesammt sechster Kriminalroman von Britt Reißmann. Wir vom buchreisender.de – Team durften Euch bei dieser Blogtour spezielle Einblicke in das Buch gewähren.

 

Bei unserem Gewinnspiel galt dieses Mal: Finde jeden Tag das markierte Wort, verfasse eine Kurzgeschichte mit den gefundenen Wörtern und überzeuge die Autorin von „Scherbenkind“.

 

Gewinner Scherbenkind

 

Karriere, Karriere…

von Ilse Benders-Rexin

Dies war wieder mal ein Start in den Tag, den kein Mensch braucht. Bei Minusgraden war es alles andere als ein Vergnügen sich mit nassen Haaren auf den Weg zur Arbeit zu machen. War nicht das erste Mal, so ein morgendlicher Stromausfall. So saß sie nun mit dicker Mütze in der Trambahn und sehnte sich danach sich noch einmal auf dem KOPFKISSEN umzudrehen und die Daunendecke nochmals über die Schulter zu ziehen.

Sie konnte jetzt schon die süffisanten Kommentare hören, die die männlichen KOMMISSARsanwärter hinter ihrem Rücken, aber dennoch hörbar abließen. Sie schüttelte sich. da mußt Du nun heute mal durch.
„Dies ist mein Tag“

Seit langem war es ein Gerücht, daß sie auf der Beförderungsliste stand, aber nur sie wußte, daß es jetzt wirklich anstand, ein weiterer Stern auf der Schulterklappe – ach nein, sie arbeite ja in Zivilkleidung – und ein ganz kleines bißchen mehr auf dem Gehaltszettel. Eigentlich ein Grund sich zu freuen. Aber durfte sie in der Abteilung bleiben?

Die Trambahn hielt genau vor dem Polizeipräsidium, beim Aussteigen bemerkte sie, daß sie noch ein paar HUNDEHAARe vom dunkelblauen Wollflanellmantel bürsten mußte, um einen tadellosen Eindruck zu machen. Deswegen war sie einen kleinen Augenblick unaufmerksam und mußte überrascht beiseite springen, als die uniformierten Kollegen mit TaTüTaTa an ihr vorbeirauschten.

Endlich ins Warme. Eine Dame, die sie für heute als ZEUGIN geladen hatte stand schon vor der Bürotür als sie aus dem Aufzug stieg. Sie bat sie kurz zu warten und holte sich und der Dame noch kurz einen Kaffee. Das Befragungsgespräch wurde freundlich geführt, schließlich ist die Polizei auf eine gute Zusammenarbeit mit den ZEUGEN angewiesen. Das war ihre Stärke, einfühlsame Gespräche zu führen. Es war ja schon entsetzlich genug, eine LEICHE zu finden. Jetzt kam es darauf an die ZEUGIN nicht zu verwirren und damit beizutragen, daß TÄTER überführt werden.

Ein Blick zur Uhr, in ein paar Minuten sollte sich die Abteilung im Konferenzraum versammeln. Die Sekretärin mußte noch den den Protokollausdruck bringen, die Zeugin unterschrieb und wurde freundlich verabschiedet, bekam auch noch eine Visitenkarte mit auf den Weg, falls ihr noch irgendwelche relevanten Fakten erinnerlich waren.

Wieder einmal war der Kaffee nun doch kalt geworden. Ist doch egal, bei der Beförderungsfeier könnte es ja etwas noch leckereres geben. Sie ahnte es nicht nur sondern sie wußte es. Denn sie hatte gestern im Supermarkt den Kollegen aus der Asservatenkammer, wo alle möglichen Beweisstücke wie MORDWAFFEn aufbewahrt werden getroffen. Er versuchte hinter seinem Rücken zwei Champagnerflaschen zu verbergen, die sich allerdings in der Scheibe der Kühlzone spiegelten. Vielsagend hatte er ihr zugezwinkert. – Ja – er war einer der angenehmeren Kollegen in dem Chauvinistenhaufen, dem sich sich unbedingt beruflich untermischen wollte.
Die Türe zum Konferrenzraum brauchte sie noch nicht einmal selber zu öffnen, der Verwaltungschef ließ ihr den Vortritt. . Es waren zwar noch nicht alle anwesend, aber die, die schon da waren ließen einen kräftigen Applaus hören.

„Unsere neue Chefn kommt!“
Sie war ein bißchen stolz auf sich die Karriererleiter ein bißchen häher erklommen zu haben. Und sage bloß keiner, daß sich in einem Kopf mit blondem nassen Haar nicht ein kluges Hirn verstecken kann.

Man muß es nur finden wollen!

 

Platz 2 und 3

Überraschender Mordfall von Pegah B.

London 16.12.1988
Es war eine späte Sommernacht als ich um 4:30 Uhr aus meinem Bett gerufen wurde.
Herr Kommissar, kommen Sie schnell , eine junge Frau liegt hier tot auf der Gasse.
Ich griff noch etwas benebelt vom Schlaf nach meinem Notizblock und notierte mir schnell die Adresse. Dann sprang ich aus dem Bett , zog mir meine verwaschene Jeans und mein Hemd an und griff zu meiner Dienstmarke und meinem Autoschlüssel. Der Motor jaulte laut auf und ich rauschte in Windeseile durch die Londoner Straßen. Als ich am Tatort ankam erblickte ich eine junge Frau blasses Gesicht , leicht gerötete Wangen , blaue Augen die erstarrt waren, ihr blondes Haar war etwas verwuschelt. Sie war wohl noch nicht sehr lange tot. Ihr Körper fühlte sich noch warm an. Wer wohl der Täter war? Ich versuchte weitere Indizien zu finden und suchte den Tatort nach nützlichen spuren ab. „Kommissar Rouge „ schauen sie doch sagte einer der Frischlinge der seit einem Jahr bei der Kripo arbeitete zu mir und zeigte auf eine Litfaßsäule. Ich ging hinüber sie war Blutverschmiert und wir fanden auf dem Boden die vermutliche Mordwaffe eine Pistole Kaliber 28 . „Gute Arbeit , James“ Der junge Bursche strahlte übers ganze Gesicht. „Gab es irgendwelche Zeugen?“ fragte ich . Ja die Bibliothekarin von neben an sie meine was gesehen zu haben. „ gut dann führen sie mich bitte zu ihr, ich habe ein paar Fragen an die Zeugin. Eine ältere Frau Mitte 70 , runzlige Stirn, ein faltiges Gesicht, glasige graue Augen und eine Brille die wie man sah ihr viel zu groß war , schaute mich an als ob sie ein Gespenst erblickt hatte. „ Geehrte Frau , können sie mir bitte genau schildern was sie gesehen haben ?“ Ja ich hörte ein Bellen , dann geschah alles sehr schnell, Frau Kalle , so hieß die junge verstorbene, sie wohnte ihm ersten Stock , sie zeigte zu dem Apartment mit dem Balkon. Sie versuchte ihren Hund zu beruhigen , er war immer etwas hysterisch, naja dann ging irgendwie alles schnell, ich hörte eine Art stolpern. Und der Hund sprang wohl hin und her. Ich hörte Schreie und irgendwas viel in der Wohnung um , es knallte laut und ich wusste nicht was ich machen sollte. Hatte Angst das da noch jemand wäre. Der Hund sprang aus der offenen Balkontüre und Frau Kalle so hieß sie, einen kurzen Moment blickte Frau Kirsch auf den Boden. „ Was passierte dann?“ Sie schaute wieder zu mir hoch und ich hörte plötzlich eine tiefe Männerstimme die sehr wütend war und schnell sprach. Ich verstand nicht was ich sah nur wie Frau Kalle aus dem Fenster stürzte. Und sich nicht mehr rührte. Und dann hörte ich die Schüsse, erst einer dann zwei , ein leises winseln war zu hören und dann stille. Ich weiß nicht wohin der Täter verschwunden war aber seine Stimme werde ich nicht vergessen. Der Kommissar gab zu Befehl die Wohnung der jungen Frau zu durchsuchen. An der Frau selbst fand man keine Schusswunde oder ähnliches . Sie war durch den Sturz auf den Kopf verunglückt. Lediglich ein paar Hundehaare, ihr armer Hund wollte sie wohl beschützen und musste ebenso sein Leben dafür geben. Ich bat die noch immer in Angst und Trauer erschütterte Zeugin abzuführen und vorerst seelisch versorgen zu lassen. Kommissar Rouge, also sie meinen die junge Frau ist durch den Sturz durch das Fester gestorben? „Danach sieht es aus „ sagte ich traurig. Wir werden den Leichnam zur Obduktion freigeben und spätestens übermorgen werden wir etwas mehr erfahren. Die Wohnung von Frau Kalle war gepflegt, Rosen standen in einer Vase auf dem Tisch, eine Karte befand sich dort, ich nahm sie und las „ meine liebste Emilia bitte komm zu mir zurück, es tut mir leid was passiert ist und ich liebe dich immer noch , in liebe dein Jonas. „ Ich gab zu Befehl jenen Jonas in näherer Umgebung von hier ausfindig zu machen. Die Mordwaffe wurde untersucht, und wir fanden zum Glück einen Fingerabdruck. Der Täter der wirklich Jonas Wolff hieß, war schnell gefasst. Er gestand das verbrechen, den Hund ermordet zu haben, Emilia jedoch sei blöd gestürzt als sie versuchte ihren Hund zu retten. Wir erfuhren das Jonas Emilias große Liebe war , er sie aber betrog mit einer anderen und sie ihm nie wirklich dafür verzieh. Er wollte alles wieder gut machen in jener Nacht und dann griff der Hund plötzlich zu. Er erschrak und zog nach der Waffe. Die Waffe hatte er übrigens gestohlen von einem Juwelierdieb namens Rob. Auch dieser wurde dann gefangen genommen. So hatten wir zwei Verbrecher auf einen Schlag in einer Nacht. Was für eine Nacht dachte ich mir , ich war froh wenn ich wieder Daheim in meinem Bett lag mich in mein Kopfkissen einschlummern konnte und von Katzen und Kirschbäumen träumen durfte. So war es dann auch.

 

Zimmer 104 von Wolfgang W.

An einem regnerischen Tag im Frühling ging das Zimmermädchen Tara wie immer zur Arbeit im Hotel. Doch dieser Tag war nicht wie die anderen Tage. Bei der Reinigung des Zimmer 104 fand sie beim aufschütteln des Bettes ein mit Blut getränkten Kopfkissen. Vor entsetzen verließ sie das Zimmer und verständigte die Polizei. Die Polizei schaute sich das Zimmer an und fand eine Leiche im Badezimmer. Als der Kommissar mit der Spurensicherung eintraf wurde auch die Mordwaffe gefunden. Ein Messer welches dem Opfer gehörte. Neben dem Bett fanden sich auch Hundehaare, aber das Opfer hatte laut Hotelleitung keinen Hund dabei. Der Kommissar fing an nach Zeugen zu suchen und befragte alle angestellten sowie Hotelgäste. Eine Frau aus einem der Zimmer des Stockwerks hatte das Opfer am Abend zuvor mit einem Mann mit Hund auf ihr Zimmer gehen sehen. Die Zeugin beschrieb den Mann sowie den Hund. Der Kommissar nahm an das dieser Mann der Täter ist und ließ nach ihm fanden.

 

Herzlichen Glückwunsch an unsere Gewinner.

Eure Gewinne werden im Laufe der nächsten Woche verschickt.

Scherbenkind von Britt Reissmann

Scherbenkind von Britt Reissmann

 

 

 

Scherbenkind von Britt Reißmann
Diana-Taschenbücher Nr.35874
Verlag: Diana
Seitenzahl: 448
ISBN-13: 9783453358744
ISBN-10: 3453358740

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