Blogtour „Münchausen“ Tag 3


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Hallo und „Herzlich Willkommen“ zum dritten Tag unserer Blogtour zu „Münchausen – Die Wahrheit über das Lügen“.  Ich hoffe sehr, die bisherigen Beiträge haben euch gut gefallen und ihr erfahrt auch heute wieder etwas Spannendes.

Da im Buch Münchhausen mit Sigmund Freud ein intensives Gespräch führt, habe ich überlegt, euch den guten „Siggi“ mal vorzustellen. Ich durfte ihn bereits im Pädagogik Leistungskurs und natürlich auch in meiner Ausbildung zur Erzieherin kennen lernen und hoffe daher, ihn euch etwas näher bringen zu können. Natürlich kann ich euch nicht das gesamte Leben Freuds in einem Beitrag niederschreiben, dafür ist es selbstverständlich viel zu komplex und vor allem auch zu weitreichend. Dennoch denke ich, dass es einige Eckpunkte gibt, die man wissen kann und sollte und die auch beim Buch unter Umständen hilfreich sein können.

sigmund-freud-400399_640.jpgGeboren wurde Sigmund Freud (Sigismund Schlomo Freud) am 6. Mai 1856 in Mähren, welches in Österreich liegt. Er stammt aus einer sehr kinderreichen Familie, sein Vater hatte zwei ältere Söhne aus erster Ehe (insgesamt war er dreimal verheiratet) und nach Sigmund folgten noch sieben weitere Kinder, so dass die Familie insgesamt auf zehn Kinder kam.

1873 beginnt Freud sein Studium der Medizin an der Universität Wien und promovierte im Jahre 1881 zum Doktor der Medizin. Von 1882 bis 1885 arbeitete er als Arzt am Wiener Allgemeinen Krankenhaus im Bereich Neurophsysiologie, doch im Grunde interessiert er sich von Anfang an vor allem für die Psyche des Menschen.

Er besucht 1885 den Pariser Arzt Jean-Martin Charcot, welcher in der Salpêtière arbeitete, der Hypnose zur Behandlung der Krankheit „Hysterie“ anwendet, doch er entscheidet sich am Ende für die Anwendung von Traumdeutung und freien Assoziationen. Die Psychoanalyse nahm ihre Anfänge. 1886 lässt er sich dann als Arzt in Wien nieder. Im gleichen Jahr heiratet er auch seine Frau Martha, mit der er sechs Kinder bekommen soll. Freud erfährt von Versuchen mit posthypnotischer Suggestion und schließt darauf, dass es ein Unterbewusstsein geben muss, ein weiterer Schritt für die Psychoanalyse ist getan.

Für mich ist es etwas schwer, euch die Psychoanalyse zu erklären, ich weiß zwar durchaus, was das ist, aber in meinen eigenen Worten ist es doch gar nicht so leicht. Grundsätzlich war es natürlich ein tiefes Vordringen in die menschliche Psyche, mit deren Hilfe Freud versuchen wollte, dass der Patient alleine auf seine eigentliche Traumatisierung stößt und diese dann eben auch benennen kann. Er vermutet zunächst, dass es dabei hauptsächlich um Gewalt sexueller Natur in den frühen Kinderjahren geht, später macht er dann auch den „Ödipus-Komplex“ für etwaige Traumatisierungen verantwortlich. Dieser besagt letzten Endes, dass man als Kind in das andersgeschlechtliche Elternteil „verliebt“ ist und den gleichgeschlechtlichen Elternteil als Rivalen sieht. Die Liebe zum einen Elternteil wird aber natürlich nicht so erwidert, wie man es sich wünscht, da die Eltern ja das Liebespaar sind, wofür man den anderen Elternteil verantwortlich macht. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, lest doch mal hier die Sage um Ödipus.

1910 gibt es schon viele Anhänger der Psychoanalyse und Freud gründet mehrere Vereinigungen, unter anderem die Internationale Psychoanalytische Vereinigung. Innerhalb der Vereinigung gibt es immer wieder Unstimmigkeiten und Freud sorgt dafür, dass Einige wieder austreten müssen, aber das ist für unsere Geschichte an dieser Stelle jetzt nicht wichtig.

In seiner ganzen Zeit als Arzt hat Freud jede Menge Bücher und Werke verfasst, doch auch diese werden Opfer der Bücherverbrennung der deutschen Nationalsozialisten im Jahre 1933. Da Freud in Österreich lebt, sieht er die Gefahr als äußerst gering, doch 1938 merkt er, dass er aufgrund seiner Arbeiten und auch seiner öffentlich bekannten „Zuneigung zum Judentum“ (grundsätzlich ist Freud Atheist, doch er fühlt eine Verbundenheit zum Judentum, da dort eine klare Bewusstheit der inneren Identität herrscht) eben doch in Gefahr ist. Seine Schülerin und Patientin Marie Bonaparte streckt das Geld für ihn und seine Familievor, um die „Reichsfluchtsteuer“ zu zahlen und 1938 fliehen er und seine Familie nach London.

Ein Jahr später ist Freud schwer an Krebs erkrankt und geht zu einem Hausarzt, den er um Sterbehilfe bittet. Mit einer zu hohen Dosis Morphin wird diese geleistet und Freud stirbt am 23. September 1939 in London.

So, ich hoffe, euch hat dieser Beitrag gefallen und ihr konntet ein wenig Neues über einen meiner liebsten Theoretiker erfahren. Ich habe ihn sowohl auf dem Gymnasium, als auch später während der Ausbildung sehr gerne „gelernt“, also seine Theorien, denn ich finde seine Arbeiten und seine Gedanken einfach unheimlich spannend und interessant.

Das Gewinnspiel

Münchhausen

Bei dieser Blogtour könnt ihr ein Exemplar dieses Graphic Novels gewinnen, wozu ihr einfach die Fragen unter den einzelnen Beiträgen beantworten müsst. Meine Frage lautet:

Was haltet ihr von Sigmund Freud?

Mit Eurer Teilnahme am Gewinnspiel erklärt Ihr Euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden. Die Gewinner werden nach der Tour hier zu finden sein.

20.09. – Grafic Novel

http://derbuecherkessel.blogspot.de/

21.09. – Pseudologia Phantastica

http://die-fantastische-buecherwelt.de/

22.09. – Was Freud dazu sagt bei Tamara

https://tamysbuecherwelt.wordpress.com/

23.09. Münchhausens Meinung bei Sabrina

http://buechertraum.com/

24.09. Monderdbeeren & Granatenritt bei Sonja

http://buchreisender.de/

25.09. *ohne Worte* bei Ricarda

http://die-fantastische-buecherwelt.de/

26.09. Die Macher bei Svenja

http://buechertraum.com/

 

 

Blogtour „Der Psi-Effekt-6:42 Uhr“ Tag 3


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Heute begrüße ich euch zum dritten Tag der Blogtour zu „Der Psi-Effekt-6:42“ von Alva Furisto. Ich hoffe, die bisherigen Beiträge haben euch gefallen. Auf meinem Blog werdet ihr heute etwas zum Thema Verschwörung und Religion erfahren.

Was ist eine Verschwörungstheorie?

Eine Verschwörungstheorie ist grundsätzlich der Versuch, ein Ereignis, eine Entwicklung oder einen Zustand mittels einer Verschwörung zu erklären. Man kann sagen, es ist ein zielgerichtetes Wirken zu einem illegalen oder illegitimen Zweck. Doch es gilt zu unterscheiden zwischen Verschwörungshypothese und Verschwörungsideologie. Eine Verschwörungshypothese ist es, wenn rationale und überprüfbare Fakten über eine angenommene Verschwörung erläutert werden, eine Verschwörungsideologie liegt vor, wenn man eine ganz klare stereotype Vorstellung über eine vermeintliche Verschwörung hat, die weder auf ersichtliche Fakten beruht, noch eine Widerlegung mit entsprechenden zulässt.

Man kann sagen, dass eine Verschwörungshypothese häufig von einem einzigen oder eher wenigen Menschen „zusammengereimt“ wird und sie sich entweder dahin entwickelt, dass viele an sie glauben oder eben kaum jemand. Eine Verschwörungsideologie geht auch häufig von einem oder wenigen Menschen aus, doch gibt es hier schon fast eine Kultur, die sich darum herumentwickelt.

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Verschwörung und Religion

Ich möchte mit meinem Beitrag natürlich Niemanden angreifen oder ihm sprichwörtlich auf die Füße treten, deshalb werde ich das ganze sehr allgemein halten.

Eine Verschwörungshypothese, die zu einer Religion „ausartet“, wäre natürlich eine Verschwörungsideologie. Es gäbe viele Menschen, die an diese Theorie glauben und auch bereit wären, diese zu verteidigen. Es gibt dafür natürlich einige Beispiele und jeder hat schon mal von Menschen gehört, die sich selbst beispielsweise für den Messias halten und den Menschen, die Demjenigen glauben. Es gibt auch immer wieder Leute, die mit ihrer Weltansicht oder ihrem Lebensstil viele Menschen begeistern und zum Beispiel denken, dass die Regierung etwas planen würde. Auch diesen Menschen wird geglaubt (es gibt immer welche, die Irgendjemandem glauben) und so etwas kann sich durchaus auch in eine eigenständige „Religion“ (ich würde es nicht unbedingt als solche bezeichnen) entwickeln. Auch innerhalb einer Religion können sich Abspaltungen entwickeln, die auf einer Verschwörungstheorie beruhen.

Wichtig ist natürlich immer zu unterscheiden, welches „Grüppchen“ einfach seinem Glauben nachgeht, der für Außenstehende vielleicht keinen Sinn ergibt, eben weil er auf einer Verschwörungstheorie aufbaut und welche Abspaltungen sich unter Umständen illegaler und vielleicht auch gewalttätiger Mittel annehmen, um ihren persönlichen Glauben durchzusetzen, andere Menschen zu bekehren und „Andersgläubige“ zu unterjochen oder zu vernichten.

Nun könnt ihr natürlich auch bei dieser Blogtour wieder etwas gewinnen und zwar:

Gewinne:

 
1. Preis – 1 Krimiweinpaket


2. Preis – 1 signiertes Print


Um zu gewinnen müsst ihr auch gar nicht viel tun, nur meine Frage beantworten und um euch mehr Lose zu sichern, auch die Fragen meiner Mitblogger 🙂
Gibt es eine Verschwörungstheorie, an die ihr glaubt?
 
Teilnahmebedingungen:
  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn. 
  • Das Gewinnspiel endet am 22.9.2016 um 23:59 Uhr.

 

Blogtour-Fahrplan

  • 16.9. Der Psi-Effekt – 6:42 Uhr bei Tine
  • 17.9. Terror bei Nadja 
  • 18.9. Verschwörung und Religion bei mir 🙂
  • 19.9. Überwachung bei Babs
  • 20.8. Erpressung bei Steffy
  • 21.9. Von der Idee bis zum Buch bei Stefanie
  • 22.9.  Alva Furisto bei Nadja 
  • 23.9. Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Die Lügen der Anderen


img_20160813_161438.jpgDie Lügen der Anderen

Mark Billingham

Heyne Verlag (8. Februar 2016)

416 Seiten

Bestellen bei Amazon

Rückentext

In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an; es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot aufgefunden wird. Zurück in England laden sich die drei Paare reihum nach Hause ein. So kommt es zu drei Begegnungen, die zunehmend geprägt sind von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint. Je mehr sich die neuen Freunde voneinander erzählen, desto unheimlicher werden sie sich.

Allgemeines zu Buch und Autor

Mark Billingham, geboren in Birmingham, ist als Autor von Drehbüchern und TV-Serien äußerst erfolgreich und wurde bereits mit dem „Royal Television Award“ ausgezeichnet. Die Krimi-Serie um den eigenwilligen Detective Inspector Tom Thorne ist international ein großer Erfolg. Neben dem BCA-Award, dem Theakston’s Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde die Serie um Tom Thorne mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Sie wird außerdem derzeit von der BBC für das englische Fernsehen verfilmt. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in London. (Quelle: Amazon.de)

Ich muss leider sagen, dass mir dieses Buch nicht besonders gefallen hat. Nach „Zeit zum Sterben“ hatte ich mich so auf ein weiteres Buch von Mark Billingham gefreut, aber bin doch etwas enttäuscht. Das es anders ist, das war mir klar, aber es war so verwirrend und die Charaktere waren mir ehrlich gesagt alle sehr unsympathisch.

Kritische Auseinandersetzung

Also zunächst zu den Charakteren: Es gibt sechs Hauptcharaktere, drei Männer und drei Frauen. Sie haben auch jeden Fall alle unterschiedliche Persönlichkeiten und ich finde, dass der Autor sie wirklich gut dargestellt hat und niemand aus „seiner Rolle“ gefallen ist. Doch leider hat mir niemand von ihnen zugesagt, ich fand sie alle sehr unsympathisch und ich konnte mich auch mit niemandem identifizieren. Die Einzige, die ich zumindest ein kleines bisschen nett fand, war Angie, doch auch sie ist etwas komisch. Ich kann es nicht so richtig beschreiben, alle Charaktere hatten einen faden Beigeschmack, aber das kann mir durchaus auch nur so vorgekommen sein, weil man ja eben nicht weiß, wer eigentlich lügt. Ich werde das Buch vielleicht noch einmal lesen, um das herauszufinden.

Auch der Schreibstil hat mir bei diesem Buch eher weniger zugesagt. Es war recht mühsam, obwohl keine hochgestochene Sprache verwendet wurde, doch ich habe ewig für ein Kapitel gebraucht, vermutlich auch, weil ich es sehr langatmig gefunden habe. Obwohl ich wissen wollte, was passiert war und wer dafür verantwortlich war, hat es einfach unheimlich lange gedauert, bis der Autor mal auf den Punkt kam. Ich hatte das Gefühl, was sehr viel Drumherum erzählt wurde, einiges auch, was meiner Meinung nach nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hatte. Es ist schade, aber ich hatte irgendwie etwas anderes erwartet.

Es gibt auch etwas, dass mir sehr gut gefallen hat und zwar die Dialoge. Ich konnte auch ohne Angabe, wer denn da gerade spricht, immer verfolgen, wer es denn gesagt hat, da die Charaktere von Anfang bis Ende absolut authentisch umgesetzt wurden. Durch die Dialoge hatte man das Gefühl, den Tisch, an dem die Charaktere saßen, beobachten zu können, als sein man dabei. Außerdem finde ich es sehr gut, dass hier die kleinen Abgründe des Alltags sehr schön dargestellt werden, zum Beispiel treffen sich zwei der Frauen heimlich, weil sie die dritte Frau nicht einladen wollen. Meiner Meinung nach etwas, dass sicher dauernd vorkommt.

Fazit

Mich konnte dieses Buch leider gar nicht überzeugen und ich kann es daher auch nicht unbedingt weiter empfehlen. Ich werde mir jetzt einfach noch mal ein anderes Buch von Mark Billingham kaufen, denn ich wollte ja eigentlich wieder so was Tolles von ihm lesen. Wenn ihr das Buch gelesen habt, dann schreibt doch malm, wie es euch gefallen hat. Vielleicht ist es ja nur meine persönliche Wahrnehmung.

 

Harry Potter FanFiction Tour


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Heute beginnt unsere Tour zu Harry Potter! Ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut und bin schon gespannt, wie euch diese Tour gefallen wird. Unser heutiger Tag steht ganz unter dem Zeichen #mylifewithHarry und ich hoffe sehr, das auch einige von euch sich unter diesem Hashtag anschließen werden 😉 .

Nun soll ich euch also etwas zu meinem Leben mit Harry Potter erzählen. Eigentlich ziemlich schwierig, wie soll ich ca. 15 Jahre in einen Beitrag packen? Und vor allem. was ist denn eigentlich mein Leben mit Harry Potter? Ich wüsste nämlich gar nicht, wie es ohne diese Bücher, ohne diese Welt sein sollte. Dennoch sitze ich jetzt an meinem Schreibtisch, Jahre später und werde es zumindest versuchen. Am besten fange ich wohl vorne an, aber ich muss euch warnen! Das hier könnte etwas länger dauern…

Als ich neun Jahre alt war, bekam ich von meiner Patencousine zu Weihnachten ein Buch. „Harry Potter und der Stein der Weisen“ hieß es und ganz ehrlich? Ich habe mich kein bisschen gefreut. Der Höflichkeit wegen tat ich natürlich so, doch noch am gleichen Abend stellte ich es in mein Regal, wo es auch erst mal eine Weile verbringen sollte. Versteht mich nicht falsch, ich habe schon immer gerne gelesen (danke, Mama ❤ ), doch ein Junge, zwei Jahre älter als ich, geht auf eine Schule, um Zauberer zu werden? Also bitte, das klingt ja ätzend. So dachte ich zumindest zu dieser Zeit. Doch wie das im Leben so ist, wurde ich immer wieder gefragt, wie mir denn dieses Buch gefällt und irgendwann kam ich nicht mehr darum herum, zumindest anzufangen. Doch dieses Buch zog und zog sich und dann noch diese schrecklichen Namen der Charaktere! Ganze sieben Monate brauchte ich, um bis zum vorletzten Kapitel zu lesen. Währenddessen kam ich dann auf das Gymnasium und Jeder hatte dieses Buch gelesen und war begeistert, doch ich fand es einfach nur doof.

Irgendwann stand dann der Termin fest, an dem der Film des ersten Bandes in den deutschen Kinos anlaufen sollte und meine Patentante wollte unbedingt mit mir in diesen Film, obwohl ich ihn eigentlich gar nicht sehen wollte. Sie hatte es dann geschafft, für den ersten Tag, an dem der Film lief, ein Donnerstag, Karten zu bekommen und ich bin mitgegangen. „Alle Kinder schauen ihn und du kannst dann nicht mitreden, wenn du ihn nicht anschaust.“ Nun, sie wusste wohl nicht, dass mir das, was andere taten, schon immer herzlich egal war, aber naja, wenigstens gab es Nachos. Ich konnte nicht wissen, dass dieser Film alles verändern sollte…

Als wir aus dem Kino rauskamen wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt zu Ende lesen musste, denn ich hatte endlich einen Zugang zu dieser Welt gefunden. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus und erzählte meiner Mutter alles über den Film, die sich über diesen Sinneswandel wohl mehr als wundern musste. Die halbe Nacht verbrachte ich damit, dass Buch zu Ende zu lesen und es dann gleich nochmal zu lesen. Gott sei dank hatten wir am Tag danach nur Elternsprechtag. Während meine Eltern am nächsten Tag also den Lehrern zuhörten, überlegte ich mir, wie es mit mir und Harry nun weitergehen sollte. In der Nähe unseres Hauses hab es einen Second-Hand-Laden und ich hatte bereits gesehen, dass er einige Bände zum Verkauf stehen hatte. Also ging es nach den Gesprächen gleich dorthin und ich kaufte mir Band zwei. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich gerade mal drei Tage für diesen Band brauchte und gleich danach den dritten Band kaufte, kurze Zeit später den vierten Band. Hier begannen dann auch die Fragen meiner Mutter, ob ich die Bücher überhaupt lesen würde 😀 (die Frage kommt übrigens heute noch manchmal) .

In der Schule strengte ich mich besonders in Englisch an, weil ich wusste, dass ich nicht auf den fünften Teil in Deutsch warten können würde, sondern ihn auf Englisch lesen wollte, auch wenn der Erscheinungstermin noch in einiger Entfernung lag. Vom Tag des Kinobesuches an sollte ich jeden Zeitungsschnipsel, jeden Artikel und alles, was irgendwie mit Harry Potter zu tun hatte, sammeln. In meinem doch recht kleinen Zimmer hingen zeitweise an die 150 Poster von Harry Potter und da sind nicht die unzähligen Sticker eingerechnet, die ich auf so gut wie alles klebte. Im Laufe der Jahre sammelte sich einiges an, Bettwäsche, Lego, Zauberstäbe (gekauft und selbst gemacht), Godric Gryffindors Schwert und einen Umhang, natürlich mit aufgebügeltem Gryffindor-Zeichen. Alles musste Gold/gelb und rot sein, ich sammelte sogar gelbe und rote Büroklammern 😀 . Ich hatte wirklich alles von Harry Potter (ja, ich bin wohl ein „Opfer“ 😀 ), Füller, Mappe und das sogar, als ich schon in der Oberstufe war. Aber wie ich bereits erwähnte, was andere über mich dachten oder selber taten, interessierte mich nicht. (Übrigens hatte ich auch die Haare wie Harry, bin aber heute froh, dass das wieder aufgehört hat 😀 )

Ich sprach also den ganzen Tag von nichts anderem, machte Witze die mit Harry Potter zusammenhingen und irgendwann wurde es meiner Mutter zu bunt, denn sie konnte davon ja gar nichts verstehen. Also tat sie etwas, wofür ich ihr heute noch dankbar bin, sie ließ mich ihr alle Teile von Harry Potter vorlesen. Sie kochte manchmal extra lange, damit ich vorlesen konnte und auch beim bügeln blieb sie nicht verschont. Wenn ich mich recht erinnere, begannen wir damit, bevor der sechste Teil raus kam und sogar sie war aufgeregt, als wir auf den siebten Band noch warten mussten. Heute im Nachhinein finde ich es einfach unheimlich toll, dass sie sich darauf eingelassen hat und sich für meine Dinge interessiert hat.

Nun, als ich dann meinen ersten Freund hatte und dann auch arbeiten ging, ging das ganze natürlich etwas zurück. Die Poster kamen dann doch mal ab (ich habe jedes Einzelne noch im Keller) und auch die Haare wurden wieder länger. Ich versuchte nicht mehr, mich wie Harry, Ron und Hermine anzuziehen und meine Gedanken kreisten nicht mehr nur noch darum. Doch auch heute, mit 25 Jahren, einer eigenen Wohnung und einem Job, einem Verlobten und einem Auto hat Harry mich immer noch nicht losgelassen. Es ist immer wieder Thema (wobei ich die Filme heute nicht mehr sooo gerne anschaue), die Bücher werden immer wieder rausgeholt und wenn dann doch mal was Neues kommt, dann spüre ich tief in mir, dass ich es immer noch genauso liebe wie zuvor. Ich bin sogar fast sicher, dass meine Augen anfangen zu leuchten, sobald es doch wieder irgendwie um Harry geht. Mein Lieblingsschlafanzug ist meine Hogwarts-Jogginghose, wahlweise mit einem Hogwarts-Tshirt oder einem Gryffindor-Tshirt, Die Bücher haben immer noch einen Ehrenplatz und wehe dem, der sie verrutscht, oder ihnen sonst irgendetwas antut. Meine Lego-Sachen sind mittlerweile auch im Keller (Ich hab einfach keinen Platz, sie aufzustellen, aber dass müsst ihr ja meinem Freund nicht sagen, er soll ruhig denken, ich würde sie gar nicht aufstellen wollen 😉 )und ich habe natürlich auch keine Poster mehr an der Wand. Diese Liebe, ich wüsste nicht, wie ich es sonst nennen sollte, wird wohl nie vergehen. Es war so, seit diesem Tag, an dem ich den Film sah und es ist immer noch genauso.

Durch das Bloggen habe ich endlich gelernt, dass nicht nur ich so denke, dass es jede Menge Leser gibt, die an diese Welt glauben, die auch immer noch hoffen, dass sie eines Tages dazugehören (übrigens: Ich habe mal einen Brief an Dumbledore geschrieben und ihn an einem Faden aus dem Fenster hängen lassen, weil ich dachte, dass irgendeine Eule ihn mitnehmen würde und zu ihm bringen würde 😀 ). Harry Potter ist nicht nur eine Geschichte, es ist so viel mehr. Ich kann es nicht in Worte fassen und ich will es auch gar nicht, denn ist es nicht genau das, was den Zauber ausmacht? Wir haben eine Gemeinschaft, alle, auch die, die sich gar nicht kennen, weil wir im Herzen alle nach Hogwarts gehören. Das klingt jetzt sicher bescheuert, aber genauso empfinde ich es. Und ich weiß, dass ich da nicht alleine bin. Harry Potter hat eine ganze Generation und mittlerweile noch eine verbunden, ihnen etwas gegeben, was ihnen nichts anderes geben konnte und ich bin dafür einfach nur dankbar. Es hat mein Leben bereichert, mich Lektionen gelehrt, die meine Eltern mir nicht hätten lehren können und mir gezeigt, was im Leben wirklich wichtig ist, auch wenn die Bücher es auf ihre ganz eigene Weise tun. Je öfter ich die Bücher lese, desto mehr glaube ich, hinter den Zeilen lesen zu können, worauf ich das mal davor vielleicht noch nicht geachtet hatte und ich weiß, dass dies immer so bleiben wird.

Always.

Interview mit einem Mörder


img_20160813_161447.jpgInterview mit einem Mörder

Bernhard Aichner

Haymon Verlag (20. Juli 2016)

288 Seiten

Bestellen bei Amazon

Beschreibung

Dramatische Szenen bei der Eröffnung des neuen Würstelstandes von Ex-Fußballstar Johann Baroni: Mitten in dem fröhlichen Geschehen fällt ein Schuss – und Baroni sinkt zu Boden. Totengräber Max Broll ist verzweifelt: Sein bester Freund darf nicht sterben!
Als er wieder zur Besinnung kommt, erinnert sich Max: Er hat den Schützen gesehen. Doch der vermeintliche Täter entpuppt sich als harmloser Tourist. Es gibt kein Motiv, keine Tatwaffe, keine weiteren Zeugen – niemand schenkt Max Glauben. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen und sich an die Fersen des Mannes zu heften.
Und tatsächlich sitzt er dem Mörder bald Auge in Auge gegenüber – doch der ist klug, nichts kann seine Schuld beweisen. Max folgt ihm in einer atemlos spannenden Verfolgungsjagd, die ihn bis auf ein Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer bringt. Er ist überzeugt: Nur er kann den Verrückten zur Strecke bringen, um weitere Gräueltaten zu verhindern …

Allgemeines zu Buch und Autor

Bernhard Aichner (geb. 1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck/Österreich. Aichner schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Nach den Spannungsromanen Nur Blau (2006) und Schnee kommt (2009) erschienen bei Haymon die Max-Broll-Krimis Die Schöne und der Tod (2010), Für immer tot (2011) und Leichenspiele (2012). (Quelle: Amazon.de)
Zunächst muss ich sagen, dass dies mein erstes Buch von Bernhard Aichner war, aber ganz sicher nicht mein Letztes. Ich hatte schon einiges über ihn von anderen Bloggern gelesen, umso größer war die Freude, als der Haymon Verlag mich fragte, ob ich Interesse an einem Rezensionsexemplar hätte. Doch das es so gut werden würde, konnte ich zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht wissen. Was mich so begeistert hat, erfahrt ihr nun im Folgenden.
Kritische Auseinandersetzung
Das Beste an diesem Buch waren meiner Meinung nach diese unglaublichen Dialoge. War deren Aufbau für mich anfangs noch etwas neu, verwirrend und auch fremd, so konnte ich mich doch sehr schnell hineinfinden und auch gut mit kommen. Doch nicht nur der Aufbau war ganz anders, vor allem der Inhalt der Dialoge ist einfach unfassbar. Sie sind auf der einen Seite fast schon subtil, doch es steckt so viel mehr dahinter, wenn man zwischen den Zeilen liest und vor allem genau aufpasst. Viele Abschnitte habe ich einfach aus Spaß mehrmals gelesen, weil ich einfach so begeistert war, wie der Autor die Figuren zum Leben erweckt und vor allem, mit welch einfachen Mitteln er einen so großen Effekt erzielt. Da ich noch kein anderes Buch von ihm gelesen habe, bin ich sehr neugierig, ob es in allen Büchern so gehandhabt wird, denn das war einfach nur großartig. Irgendwo fehlen mir die Worte, um euch das begreiflich zu machen, aber ich denke, wenn ihr den Autor schon kennt und er es immer so macht, dann wisst ihr, was ich meine.
Wenn die Dialoge so gut sind, dann müssen es natürlich auch die Figuren sein und ja, das sind sie. Max Boll ist natürlich allen voran, er ist sehr sympathisch, wenn vielleicht auch etwas skurril, aber gerade das hat mir an ihm sehr gut gefallen. Er ist so ganz anders, als man sich einen Protagonisten vorstellt würde, doch ich mag es, wie intelligent er ist, wie lebensklug und dabei doch auch etwas tollpatschig (ich weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll) und auf jeden Fall liebenswert. Doch auch sein Gegenspieler hat mir unheimlich gut gefallen. Er besticht vor allem durch seine kluge Ausdrucksweise und auch wenn er natürlich „der Böse“ ist, kann man als Leser nicht umhin, ihn auf seine eigene Weise auch gut zu finden. Ein wenig hat er mich an Hannibal Lecter erinnert und da ich auch ein großer Fan von ihm bin (keine Ahnung, was das über mich aussagt 😀 ), konnte er mich natürlich auch begeistern.
Zur Geschichte möchte ich euch natürlich nichts verraten, nur so viel, das Konzept hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und lebt natürlich von Max Bolls Art, denn sonst wäre er nicht auf die Idee gekommen, dem vermeintlichen Mörder seines Freundes zu folgen. Es macht auf jeden Fall unheimlich Spaß, dieses Buch zu lesen, wenn man über die Hürden des anfangs hinweg ist, wird man völlig mitgerissen und es ist schwer aufzuhören, bevor man weiß, was passiert ist und ob Max sein Vorhaben gelingt.
Fazit
Ich kann dieses Buch absolut und uneingeschränkt empfehlen, an alle, die gern Krimis lesen, aber auch an jede, die gern gut gemachte Charaktere in ihren Büchern finden wollen und sich von tollen Konversationen zwischen Bücherfiguren begeistern lassen wollen.

Blogtour „Scherbenkind“ Gewinner


Banner Scherbenkind

Am 08.08.2016 erschien „Scherbenkind“, der zweite Kriminalroman bei Diana Verlag und somit ihr insgesammt sechster Kriminalroman von Britt Reißmann. Wir vom buchreisender.de – Team durften Euch bei dieser Blogtour spezielle Einblicke in das Buch gewähren.

 

Bei unserem Gewinnspiel galt dieses Mal: Finde jeden Tag das markierte Wort, verfasse eine Kurzgeschichte mit den gefundenen Wörtern und überzeuge die Autorin von „Scherbenkind“.

 

Gewinner Scherbenkind

 

Karriere, Karriere…

von Ilse Benders-Rexin

Dies war wieder mal ein Start in den Tag, den kein Mensch braucht. Bei Minusgraden war es alles andere als ein Vergnügen sich mit nassen Haaren auf den Weg zur Arbeit zu machen. War nicht das erste Mal, so ein morgendlicher Stromausfall. So saß sie nun mit dicker Mütze in der Trambahn und sehnte sich danach sich noch einmal auf dem KOPFKISSEN umzudrehen und die Daunendecke nochmals über die Schulter zu ziehen.

Sie konnte jetzt schon die süffisanten Kommentare hören, die die männlichen KOMMISSARsanwärter hinter ihrem Rücken, aber dennoch hörbar abließen. Sie schüttelte sich. da mußt Du nun heute mal durch.
„Dies ist mein Tag“

Seit langem war es ein Gerücht, daß sie auf der Beförderungsliste stand, aber nur sie wußte, daß es jetzt wirklich anstand, ein weiterer Stern auf der Schulterklappe – ach nein, sie arbeite ja in Zivilkleidung – und ein ganz kleines bißchen mehr auf dem Gehaltszettel. Eigentlich ein Grund sich zu freuen. Aber durfte sie in der Abteilung bleiben?

Die Trambahn hielt genau vor dem Polizeipräsidium, beim Aussteigen bemerkte sie, daß sie noch ein paar HUNDEHAARe vom dunkelblauen Wollflanellmantel bürsten mußte, um einen tadellosen Eindruck zu machen. Deswegen war sie einen kleinen Augenblick unaufmerksam und mußte überrascht beiseite springen, als die uniformierten Kollegen mit TaTüTaTa an ihr vorbeirauschten.

Endlich ins Warme. Eine Dame, die sie für heute als ZEUGIN geladen hatte stand schon vor der Bürotür als sie aus dem Aufzug stieg. Sie bat sie kurz zu warten und holte sich und der Dame noch kurz einen Kaffee. Das Befragungsgespräch wurde freundlich geführt, schließlich ist die Polizei auf eine gute Zusammenarbeit mit den ZEUGEN angewiesen. Das war ihre Stärke, einfühlsame Gespräche zu führen. Es war ja schon entsetzlich genug, eine LEICHE zu finden. Jetzt kam es darauf an die ZEUGIN nicht zu verwirren und damit beizutragen, daß TÄTER überführt werden.

Ein Blick zur Uhr, in ein paar Minuten sollte sich die Abteilung im Konferenzraum versammeln. Die Sekretärin mußte noch den den Protokollausdruck bringen, die Zeugin unterschrieb und wurde freundlich verabschiedet, bekam auch noch eine Visitenkarte mit auf den Weg, falls ihr noch irgendwelche relevanten Fakten erinnerlich waren.

Wieder einmal war der Kaffee nun doch kalt geworden. Ist doch egal, bei der Beförderungsfeier könnte es ja etwas noch leckereres geben. Sie ahnte es nicht nur sondern sie wußte es. Denn sie hatte gestern im Supermarkt den Kollegen aus der Asservatenkammer, wo alle möglichen Beweisstücke wie MORDWAFFEn aufbewahrt werden getroffen. Er versuchte hinter seinem Rücken zwei Champagnerflaschen zu verbergen, die sich allerdings in der Scheibe der Kühlzone spiegelten. Vielsagend hatte er ihr zugezwinkert. – Ja – er war einer der angenehmeren Kollegen in dem Chauvinistenhaufen, dem sich sich unbedingt beruflich untermischen wollte.
Die Türe zum Konferrenzraum brauchte sie noch nicht einmal selber zu öffnen, der Verwaltungschef ließ ihr den Vortritt. . Es waren zwar noch nicht alle anwesend, aber die, die schon da waren ließen einen kräftigen Applaus hören.

„Unsere neue Chefn kommt!“
Sie war ein bißchen stolz auf sich die Karriererleiter ein bißchen häher erklommen zu haben. Und sage bloß keiner, daß sich in einem Kopf mit blondem nassen Haar nicht ein kluges Hirn verstecken kann.

Man muß es nur finden wollen!

 

Platz 2 und 3

Überraschender Mordfall von Pegah B.

London 16.12.1988
Es war eine späte Sommernacht als ich um 4:30 Uhr aus meinem Bett gerufen wurde.
Herr Kommissar, kommen Sie schnell , eine junge Frau liegt hier tot auf der Gasse.
Ich griff noch etwas benebelt vom Schlaf nach meinem Notizblock und notierte mir schnell die Adresse. Dann sprang ich aus dem Bett , zog mir meine verwaschene Jeans und mein Hemd an und griff zu meiner Dienstmarke und meinem Autoschlüssel. Der Motor jaulte laut auf und ich rauschte in Windeseile durch die Londoner Straßen. Als ich am Tatort ankam erblickte ich eine junge Frau blasses Gesicht , leicht gerötete Wangen , blaue Augen die erstarrt waren, ihr blondes Haar war etwas verwuschelt. Sie war wohl noch nicht sehr lange tot. Ihr Körper fühlte sich noch warm an. Wer wohl der Täter war? Ich versuchte weitere Indizien zu finden und suchte den Tatort nach nützlichen spuren ab. „Kommissar Rouge „ schauen sie doch sagte einer der Frischlinge der seit einem Jahr bei der Kripo arbeitete zu mir und zeigte auf eine Litfaßsäule. Ich ging hinüber sie war Blutverschmiert und wir fanden auf dem Boden die vermutliche Mordwaffe eine Pistole Kaliber 28 . „Gute Arbeit , James“ Der junge Bursche strahlte übers ganze Gesicht. „Gab es irgendwelche Zeugen?“ fragte ich . Ja die Bibliothekarin von neben an sie meine was gesehen zu haben. „ gut dann führen sie mich bitte zu ihr, ich habe ein paar Fragen an die Zeugin. Eine ältere Frau Mitte 70 , runzlige Stirn, ein faltiges Gesicht, glasige graue Augen und eine Brille die wie man sah ihr viel zu groß war , schaute mich an als ob sie ein Gespenst erblickt hatte. „ Geehrte Frau , können sie mir bitte genau schildern was sie gesehen haben ?“ Ja ich hörte ein Bellen , dann geschah alles sehr schnell, Frau Kalle , so hieß die junge verstorbene, sie wohnte ihm ersten Stock , sie zeigte zu dem Apartment mit dem Balkon. Sie versuchte ihren Hund zu beruhigen , er war immer etwas hysterisch, naja dann ging irgendwie alles schnell, ich hörte eine Art stolpern. Und der Hund sprang wohl hin und her. Ich hörte Schreie und irgendwas viel in der Wohnung um , es knallte laut und ich wusste nicht was ich machen sollte. Hatte Angst das da noch jemand wäre. Der Hund sprang aus der offenen Balkontüre und Frau Kalle so hieß sie, einen kurzen Moment blickte Frau Kirsch auf den Boden. „ Was passierte dann?“ Sie schaute wieder zu mir hoch und ich hörte plötzlich eine tiefe Männerstimme die sehr wütend war und schnell sprach. Ich verstand nicht was ich sah nur wie Frau Kalle aus dem Fenster stürzte. Und sich nicht mehr rührte. Und dann hörte ich die Schüsse, erst einer dann zwei , ein leises winseln war zu hören und dann stille. Ich weiß nicht wohin der Täter verschwunden war aber seine Stimme werde ich nicht vergessen. Der Kommissar gab zu Befehl die Wohnung der jungen Frau zu durchsuchen. An der Frau selbst fand man keine Schusswunde oder ähnliches . Sie war durch den Sturz auf den Kopf verunglückt. Lediglich ein paar Hundehaare, ihr armer Hund wollte sie wohl beschützen und musste ebenso sein Leben dafür geben. Ich bat die noch immer in Angst und Trauer erschütterte Zeugin abzuführen und vorerst seelisch versorgen zu lassen. Kommissar Rouge, also sie meinen die junge Frau ist durch den Sturz durch das Fester gestorben? „Danach sieht es aus „ sagte ich traurig. Wir werden den Leichnam zur Obduktion freigeben und spätestens übermorgen werden wir etwas mehr erfahren. Die Wohnung von Frau Kalle war gepflegt, Rosen standen in einer Vase auf dem Tisch, eine Karte befand sich dort, ich nahm sie und las „ meine liebste Emilia bitte komm zu mir zurück, es tut mir leid was passiert ist und ich liebe dich immer noch , in liebe dein Jonas. „ Ich gab zu Befehl jenen Jonas in näherer Umgebung von hier ausfindig zu machen. Die Mordwaffe wurde untersucht, und wir fanden zum Glück einen Fingerabdruck. Der Täter der wirklich Jonas Wolff hieß, war schnell gefasst. Er gestand das verbrechen, den Hund ermordet zu haben, Emilia jedoch sei blöd gestürzt als sie versuchte ihren Hund zu retten. Wir erfuhren das Jonas Emilias große Liebe war , er sie aber betrog mit einer anderen und sie ihm nie wirklich dafür verzieh. Er wollte alles wieder gut machen in jener Nacht und dann griff der Hund plötzlich zu. Er erschrak und zog nach der Waffe. Die Waffe hatte er übrigens gestohlen von einem Juwelierdieb namens Rob. Auch dieser wurde dann gefangen genommen. So hatten wir zwei Verbrecher auf einen Schlag in einer Nacht. Was für eine Nacht dachte ich mir , ich war froh wenn ich wieder Daheim in meinem Bett lag mich in mein Kopfkissen einschlummern konnte und von Katzen und Kirschbäumen träumen durfte. So war es dann auch.

 

Zimmer 104 von Wolfgang W.

An einem regnerischen Tag im Frühling ging das Zimmermädchen Tara wie immer zur Arbeit im Hotel. Doch dieser Tag war nicht wie die anderen Tage. Bei der Reinigung des Zimmer 104 fand sie beim aufschütteln des Bettes ein mit Blut getränkten Kopfkissen. Vor entsetzen verließ sie das Zimmer und verständigte die Polizei. Die Polizei schaute sich das Zimmer an und fand eine Leiche im Badezimmer. Als der Kommissar mit der Spurensicherung eintraf wurde auch die Mordwaffe gefunden. Ein Messer welches dem Opfer gehörte. Neben dem Bett fanden sich auch Hundehaare, aber das Opfer hatte laut Hotelleitung keinen Hund dabei. Der Kommissar fing an nach Zeugen zu suchen und befragte alle angestellten sowie Hotelgäste. Eine Frau aus einem der Zimmer des Stockwerks hatte das Opfer am Abend zuvor mit einem Mann mit Hund auf ihr Zimmer gehen sehen. Die Zeugin beschrieb den Mann sowie den Hund. Der Kommissar nahm an das dieser Mann der Täter ist und ließ nach ihm fanden.

 

Herzlichen Glückwunsch an unsere Gewinner.

Eure Gewinne werden im Laufe der nächsten Woche verschickt.

Scherbenkind von Britt Reissmann

Scherbenkind von Britt Reissmann

 

 

 

Scherbenkind von Britt Reißmann
Diana-Taschenbücher Nr.35874
Verlag: Diana
Seitenzahl: 448
ISBN-13: 9783453358744
ISBN-10: 3453358740

Back to Hogwarts


Hallo ihr Lieben 🙂

Ihr habt es sicher schon gemerkt, heute ist der erste September, also werden wir heute wieder alle (wie jedes Jahr) nach Hogwarts zurückkehren 😉 . Wie jedes Jahr habe ich mich wieder sehr auf heute gefreut, denn an einem Tag wie heute sieht man immer, wer genauso verrückt ist, wie man selbst 😀 .

Da ich ja leider immer noch keinen Brief bekommen habe ( 😦 ), werde ich mich heute in meinen Büchern mit Harry, Ron, Hermine und all den Anderen an Gleis 9 3/4 treffen, denn auch dies ist mir immer wieder eine große Freude 🙂 .

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Seit dem letzten Jahr hat sich auch mein „Harry Potter Regal“ auch etwas verändert 🙂

 

Bisher war das Jahr für uns Fans ja doch ganz gut, das Theaterstück wurde in London uraufgeführt, das Script ist bereits auf englisch erschienen, auf deutsch kommt es jetzt noch. Es wird weitere Kurzgeschichten aus unserer allerliebsten Welt geben und dann kommt ja am Ende des Jahres auch noch „Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ in die Kinos 🙂 . Darauf bin ich wirklich schon sehr gespannt, vor allem, weil hier ja doch einiges etwas anders sein soll und dann gibt es auch noch eine neue Schule und neue Häuser… Hachja, ihr merkt schon, ich komme ins schwärmen 🙂 .

Fakt ist, es ist wieder ein Jahr rum, ein Jahr voller Arbeit, Bloggen, Büchern und immer wieder Harry Potter mittendrin 🙂 . Ich kann mir gar nicht vorstellen wie es wäre, wenn Harry mich nicht immer begleiten würde. Ehrlich gesagt, ich will es mir gar nicht vorstellen. Vermutlich wird sich daran eh nie etwas ändern und ich freue mich immer wieder wie ein Schneekönig, wenn die Kinder auf der Arbeit von Harry reden und ich sehe, das auch die nächste Generation nicht völlig ohne ihn aufwachsen müssen.

Ich habe aber auch noch eine Möglichkeit für euch, mit mir und meinen Blogger-Kollegen nach Hogwarts zurückzukehren, denn ab dem 13. September machen wir eine Blogtour zu Harry Potter, bei der wir alle unser Herzblut hineingesteckt haben und die uns alle unglaublich glücklich macht 😉 . Wenn ihr auch hier wieder dabei seid, würde mich das unwahrscheinlich freuen.

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Es ist also immer noch alles beim alten, immer noch kein Brief und dennoch immer noch der dringende Wunsch danach. Ich hoffe, auch ihr kommt heute wieder alle gut in Hogwarts an, wobei, haben wir es denn je wirklich verlassen?

Eure Tamy