Weil wir Flügel haben

img_20160801_153904.jpgWeil wir Flügel haben

Vanessa Diffenbaugh

Limes Verlag (24. Mai 2016)

416 Seiten

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Rückentext

Das Herz kann sich irren, aber es hört nie auf zu lieben

Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?

Allgemeines zu Buch und Autor

Vanessa Diffenbaugh ist eine verheiratete, 32 jährige Kunsterzieherin und Schriftstellerin. Neben ihrem künstlerischen Engagement ist sie auch sozial sehr engagiert und betreute eine lange Zeit Pflegekinder, welche sie auch in ihrer Familie aufnahm. Dadurch, dass sie selbst lange Zeit in diesem Bereich aktiv war, besitzt ihr Debüt, „die verborgene Sprache der Blumen“, die nötige Authentizität, da sie sich hier des Themas bedient, was es heißt, in Pflegefamilien und Waisenhäusern aufzuwachsen. Zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt Diffenbaugh in Boston. (Quelle: Lovelybooks.de)

Anfangs war es für mich sehr schwer, einen Zugang zu diesem Buch zu finden, da ich die Protagonistin Letty ziemlich unsympathisch fand, doch im Laufe des Buches konnte mich sowohl die Geschichte als auch Letty davon überzeugen, dass mein erster Eindruck der falsche war und ich richtig daran getan habe, dran zu bleiben.

Kritische Auseinandersetzung

Ja, dieses Buch war anfangs für mich wirklich ein rotes Tuch. Ich habe einfach keinen Zugang gefunden, fand die Protagonistin schrecklich und auch der Schreibstil hat mir zunächst nicht zugesagt. Sollte das bei euch auch der Fall sein, bitte, beißt die Zähne zusammen und lest weiter, denn es lohnt sich. Ich konnte es selbst kaum glauben, doch ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen und habe es als sehr gelungen und interessant empfunden. Vor allen der Teil, der aus Alex‘ Sicht geschrieben ist hat mir sehr gut gefallen und er war mir auch von Anfang an sympathisch. Generell sind die Charaktere alle sehr ausführlich und gut beschrieben, jede Figur hat ihre Besonderheiten und mir sind am Ende doch alle ein kleines bisschen ans Herz gewachsen.

Es geht um eine Familiengeschichte, scheint sie anfangs noch verwirrend und teilweise sogar etwas trocken, nimmt sie doch immer mehr an Fahrt auf bis das ganze sich zu einem großen, dramatischen Höhepunkt zusammenrauft, bei dem der Leser keine Ahnung hat, wie das ganze ausgehen könnte. Die Autorin hat mich damit wirklich überrascht, denn auch nach dem ich einen Zugang zum Buch gefunden hatte, hätte ich trotzdem nicht erwartet, dass es dann noch so spannend werden würde.

Was mir im Nachhinein besonders am Buch gefallen hat, sind die beiden hochaktuellen Grundthemen im Buch: junge Mutterschaft und illegale Einwanderer aus Mexiko in Amerika. Zwei Themen, nimmt man das zweite allgemein als Einwanderer, die in der heutigen Zeit immer wieder besprochen werden und uns im Alltag begegnen. Durch dieses Buch hat man die Möglichkeit, beides von der anderen Perspektive aus kennen zu lernen, wie ist es denn, wenn man ein illegaler Einwanderer ist? Und wie ist es, sehr jung Mutter zu werden? Auch wenn man Hilfe bekommt, ist diese Hilfe immer nur gut oder wäre es besser, sich auch mal auf sich selbst zu verlassen? Genau diese Dinge werden hier sehr schön beschrieben und aufgezeigt, weshalb ich glaube, dass dieses Buch definitiv sehr gute Gründe hat, um gelesen zu werden.

Fazit

Wenn man am Anfang durchhält, ein durchaus sehr lesenswertes Buch, mit aktuellen Themen und Blickwinkeln, die man sonst nicht erhält. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm, wenn man sich einmal an ihn gewöhnt hat, außerdem gibt es viele gut beschrieben Entwicklungen der Charaktere, die einen sehr froh machen, wenn man bisschen besser kennt.

 

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