Zeit zum Sterben

img_20160626_181743_688.jpgAmazon.deZeit zum Sterben

Mark Billingham

Heyne Verlag (13. Juni 2016)

560 Seiten

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Rückentext

Die Wahrheit schneidet tief

In einem einsamen Landstrich Englands werden zwei Schülerinnen als vermisst gemeldet – die Bewohner von Warwickshire sind erschüttert. Als der Familienvater Stephen Bates verdächtigt wird, beginnt die Presse eine gnadenlose Hetzkampagne. Dann wird im Wald eine verweste Leiche gefunden. Doch wo ist das andere Mädchen? Der legendäre Ermittler Tom Thorne und seine Partnerin Helen wollen die Wahrheit – wie schrecklich sie auch sein mag.

Allgemeines zu Buch und Autor

Mark Billingham, geboren in Birmingham, ist als Autor von Drehbüchern und TV-Serien äußerst erfolgreich und wurde bereits mit dem „Royal Television Award“ ausgezeichnet. Die Krimi-Serie um den eigenwilligen Detective Inspector Tom Thorne ist international ein großer Erfolg. Neben dem BCA-Award, dem Theakston’s Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde die Serie um Tom Thorne mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Sie wird außerdem derzeit von der BBC für das englische Fernsehen verfilmt. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in London. (Quelle: Amazon.de)

Dieses Buch hat mich von seiner ersten Seite an in den bann gezogen und ich fand es total spannend und toll geschrieben. Die Geschichte selbst hat mir ebenfalls gut gefallen und dies war nicht das letzte Buch von Mark Billingham, dass ich lese!

Kritische Auseinandersetzung

Zunächst zum Schreibstil: Dieser lässt sich sehr gut, leicht und flüssig lesen, trotz des ernsten Themas gibt es immer wieder Stellen, die mich zum schmunzeln oder gar lachen gebracht haben. Mark Billingham hat mich auf der ersten Seite abgeholt und mich bis zum Ende mitgenommen, ich wollte gar nicht aufhören zu lesen, da es einfach so spannend war und ich unbedingt wissen wollte, wer der wahre Mörder ist oder ob ich nur glauben soll, dass Bates eben nicht der Mörder ist und am Ende doch schuld hat. Denn wie ihr euch denken könnt, hatte ich von Anfang an, eigentlich schon nach der Lektüre des Klappentextes, das Gefühl, dass Bates nicht der Mörder ist, aber ob mein Gefühl mich betrogen hat, müsst ihr schon selber lesen 😉 .

Nun zu den Figuren. Ich habe noch nie ein Buch von Mark Billingham gelesen und erst im Nachhinein herausgefunden, dass es sich um eine Reihe rundum den Ermittler Thorne handelt. Tja, ich glaube, ich sollte langsam mal anfangen, mich vorher schlau zu machen, da mir das gleiche ja erst vor kurzem bei Chris Carter passiert ist… Nun gut, bis auf einige Rückblicke hatte ich auch hier nicht das Gefühl, etwas überhaupt nicht verstehen zu können und habe mich auf die Geschichte eingelassen. Thorne als Hauptcharakter gefällt mir sehr gut, er ist leicht mürrisch, aber irgendwie auch humorvoll und sehr sympathisch. Helen, seine Freundin, ist da etwas anders, sie ist ziemlich launisch und teilweise wirklich unsympathisch, nach einer Enthüllung ihrerseits kann ich sie aber sehr gut verstehen und habe meine Meinung über sie geändert. Um einen richtigen Eindruck von den Beiden zu bekommen, werde ich aber wohl erst noch ein paar andere Bücher dieser Reihe lesen müssen.

Das Buch wechselt immer wieder im Blickwinkel, es wird aus der Sicht von Thorne, Helen, eines der Opfer und aus der Sicht des Täters geschrieben. Auch die Stiefkinder des „Täters“ werden zwischenzeitig zum Erzähler. Das hat mir sehr gut gefallen, denn das hält die Spannung bei, außerdem ist es immer sehr interessant, auch etwas aus der Sicht der Täters zu erfahren, denn nur so kann man sich auch ein Bild von ihm machen.

Der Fall selbst ist ebenfalls sehr spannend und ich fürchte, auch immer aktuell, wenn so etwas vielleicht auch nicht immer mit Mord enden muss, so ist es auch ohne schon grausam genug. Ihr werdet verstehen, was ich meine, wenn ihr das Buch gelesen habt. Ich mag solche Thriller, in denen es nicht um irgendeinen Serienkiller geht (was ja relativ „unwahrscheinlich“ ist), sondern um Dinge, die im realen Leben ständig passieren, nicht unbedingt in diesem Ausmaß, wie es in Büchern beschrieben wird, aber immer wieder in kleinen Teilen.

Fazit

Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen, es hat mich sehr gut unterhalten und ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil es mich einfach nur gepackt hat. Und in den letzten Wochen haben mich nur wenige Bücher so richtig packen können, doch mit diesem Buch hat meine „Leseflaute“ zumindest für kurze Zeit Pause gehabt.

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