Ostfriesland-Krimis

img_20160629_173533.jpgTod im Moormerland

Susanne Ptak

116 Seiten

Klarant Verlag (18. Mai 2016)

Bestellen bei Amazon

Kurzbeschreibung

Die Freude ist groß im Moormerland in Ostfriesland – Jelte ist wieder da! Vor 15 Jahren war er als kleines Kind entführt und sein Vater ermordet worden, seine Mutter Okka hatte ihn nie aufgegeben. Doch kaum ist der Junge zurück, tauchen die tödlichen Schatten der Vergangenheit über der friesischen Ortschaft wieder auf: Ein LKW-Fahrer, der vermutlich in die damalige Entführung verwickelt war, wird ermordet aufgefunden.
Für die Kommissarin Lena Smidt ist der Fall eine persönliche Angelegenheit und sie setzt alles daran, die Hintergründe aufzuklären. Das Motiv ist rätselhaft und es gibt nur wenige Verdächtige, doch schnell wird klar: Jelte ist in größerer Gefahr als je zuvor…

Allgemeines zu Buch und Autor

1964 kam ich in Düsseldorf zur Welt.
Meine ersten Autoren-Erfahrungen machte ich von 1996 bis 2002 als Bastelbuch-Autorin für den Vielseidig-Verlag.
2003 zog ich mit meinem Mann ins schöne Ostfriesland. Hier erfüllte ich mir 2010 einen Traum, meine eigene kleine Schafskäserei. Doch im Winter 2013 musste ich herausfinden, dass ich keine 25 mehr bin. Mein Rücken setzte mich außer Gefecht. Und wenn man plötzlich viel Zeit hat, hat man auch viele Ideen. So kam ich wieder zum Schreiben.
Ich wollte immer schon Krimis schreiben, aber irgendwie war da nie Zeit und auch nicht die richtige Geschichte. Bis ich den ersten amerikanischen „Handarbeits-Krimi“ In die Finger bekam. Genau das war es! Nur würde ich kein Häkel-Kränzchen ermitteln lassen, sondern eine Spinngruppe in Ostfriesland. Das war die Möglichkeit, über alle meine Leidenschaften zu schreiben, denn außer dass ich Krimis mag, bin ich auch noch schaf- und wollsüchtig.
Wer mehr über meine Schafe und mich erfahren möchte, kann das hier:
crazy-sheep-farm.blogspot.com und http://www.susanne-ptak.de (Quelle: Amazon.de)

Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen, es ist zwar recht kurz, aber für diese Geschichte hat es genau die richtige Länge und sie hat mich gut unterhalten.

Kritische Auseinandersetzung

Wie gesagt, das Buch ist natürlich recht kurz, ich finde es aber genau richtig. Alles andere hätte die Geschichte meiner Meinung nach zu sehr in die Länge gezogen, sie ist kurz und knackig, auf den Punkt gebracht und unterhaltsam. Natürlich passieren dadurch einige Dinge ziemlich schnell, zum Beispiel baut sich innerhalb von ein paar Seiten eine Beziehung zwischen Jelte und seiner Mutter auf, aber bei so wenig Seiten muss ja alles etwas schneller gehen.

Die Figuren gefallen mir sehr gut, sie sind sehr sympathisch und besonders Okka hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es, auf wenigen Seiten dem Leser die Figuren näher zu bringen. man kann mit ihnen mitfühlen und wird am Ende wirklich sehr überrascht, ich zumindest hätte damit nicht gerechnet.

Auch die Geschichte an sich finde ich sehr spannend und interessant, es gibt einige Wendungen und Überraschungen und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Es gelingt der Autorin, einen völlig in den Bann zu ziehen und man ist fast etwas traurig, dass es so schnell zu Ende ist. Aber lieber ein schnelles Ende als ein Buch, das künstlich in die Länge gezogen ist. Der Schreibstil hat mir auch wirklich sehr gut gefallen, er ließ sich sehr flüssig lesen und trug zum großen Teil zu Spannung bei.

Fazit

Wer Lust auf einen spannenden Krimi hat, mit tollen Charakteren und einer einnehmenden Geschichte, der aber auch was für zwischendurch sein soll, kann hier getrost zugreifen 🙂 .

img_20160705_111438.jpgEin Septembertag in Leer

Ele Wolff

Klarant Verlag (15. Juni 2016)

158 Seiten

Bei Amazon bestellen

Beschreibung

An einem Septembertag verschwindet die vierjährige Kyra spurlos – ein Ereignis, welches die Welt ihrer Mutter Caroline völlig aus den Angeln hebt. Sie und ihr Mann Enno entfremden sich zunehmend, und erst nach Jahren gelingt es Caroline, einen Neuanfang zu starten. Doch die Trauer und die Ungewissheit über das Schicksal ihrer Tochter bleiben. Dann – fast 20 Jahre später – trifft sie Theo Schneider wieder, beide arbeiten im selben Hotel in Leer. Er war damals verdächtig, etwas mit dem Verschwinden der kleinen Kyra zu tun zu haben. Wie in einem Wahn spioniert Caroline Theo Schneider hinterher. Was ist damals wirklich passiert? Ist Kyra womöglich noch am Leben? Caroline ist fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, egal wie…

Allgemeines zu Buch und Autor

Nach dreißig Berufsjahren als Krankenschwester, nach einem Umweg als Galeristin und Vermieterin von Ferienwohnungen auf der Insel Borkum lebt Ele Wolff heute in Leer/Ostfriesland.
Auch wenn sie keine waschechte Ostfriesin ist, (in Frankfurt/Main geboren) betrachtet sie sich doch als Gesinnungsostfriesin und gibt sich ganz ihren kriminellen Energien hin.
Ele Wolff: „In Ostfriesland, hinter den Deichen, im Watt und auf den Inseln geschehen manche unheimlichen Dinge, von denen niemand etwas weiß. Das ist genau die Umgebung, die die Fantasie anregt.
In den Geschichten kann ich Gedanken ausleben, die man im wahren Leben nicht so leicht findet oder die unangebracht sind. Ich kann unliebsame Ehemänner oder Chefs entsorgen, reich durch Erbschaft werden oder einfach in einen anderen Erdteil flüchten.
Und was besonders von Vorteil ist: Schreiben ist spannend und es macht nicht dick.“ (Quelle: Amazon.de)

Auch dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen, er war ebenfalls recht kurz, hatte aber genau die richtige Länge, um mich zu unterhalten und spannend zu sein, ohne unnötig in die Länge gezogen zu sein.

Kritische Auseinandersetzung

In diesem Buch stechen vor allem die Protagonisten hervor. Sie sind sehr sympathisch und vor allem so beschrieben, dass man sich von Anfang an in sie hineinversetzen kann. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber ich kann mir vorstellen, dass es nicht schlimmeres gibt, als sein Kind zu verlieren und nicht zu wissen, wo es ist. Die Autorin beschreibt die beiden Eltern so, dass man wirklich mitfühlt und es zieht einen sogar schon fast ein bisschen runter. Es gibt einfach sofort eine Bindung.

Ich finde es sehr gut, wie die Autorin die verschiedenen Wege, mit dem Verlust des Kindes umzugehen, aufzeigt und wie man eben genau „weiß“, wie die Protagonisten sich fühlen. Es zeigt, wie schwer so etwas ist und wie schwer es auch ist, danach weiterzumachen, egal wie sehr man sich als Eltern auch liebt. Es verändert einen und das kann man hier absolut sehen. Aber auch, wie schnell Hoffnung aufkeimen kann, gibt es nur irgendeine Ahnung im Zusammenhang mit dem eigenen Kind. Mir persönlich kam das Buch oft sehr psychologisch vor, aber nicht, weil viel über die Psyche geschrieben wird, sondern eher, weil es etwas beklemmend ist und eben viel mit den Handlungen zu tun hat.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, man kann ihn sehr schnell und flüssig lesen und wie ich bereits sagte, ist dieses Buch einfach nicht zu lang, es gibt keine Möglichkeit, sich zu langweilen und man ist von Anfang an dabei. Die Autorin holt einen auf der ersten Seite ab, was ich sehr gern mag.

Fazit

Ich kann auch dieses Buch nur weiterempfehlen, es ist ein kurzes Buch, aber ein umso größeres Vergnügen und ich denke, gerade jetzt in der Urlaubszeit, kann man sich so etwas mal sehr gut durchlesen, da es auch nicht allzu lang ist und somit perfekt für den Strand 🙂 .

 

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