Ostfriesland-Krimis


img_20160629_173533.jpgTod im Moormerland

Susanne Ptak

116 Seiten

Klarant Verlag (18. Mai 2016)

Bestellen bei Amazon

Kurzbeschreibung

Die Freude ist groß im Moormerland in Ostfriesland – Jelte ist wieder da! Vor 15 Jahren war er als kleines Kind entführt und sein Vater ermordet worden, seine Mutter Okka hatte ihn nie aufgegeben. Doch kaum ist der Junge zurück, tauchen die tödlichen Schatten der Vergangenheit über der friesischen Ortschaft wieder auf: Ein LKW-Fahrer, der vermutlich in die damalige Entführung verwickelt war, wird ermordet aufgefunden.
Für die Kommissarin Lena Smidt ist der Fall eine persönliche Angelegenheit und sie setzt alles daran, die Hintergründe aufzuklären. Das Motiv ist rätselhaft und es gibt nur wenige Verdächtige, doch schnell wird klar: Jelte ist in größerer Gefahr als je zuvor…

Allgemeines zu Buch und Autor

1964 kam ich in Düsseldorf zur Welt.
Meine ersten Autoren-Erfahrungen machte ich von 1996 bis 2002 als Bastelbuch-Autorin für den Vielseidig-Verlag.
2003 zog ich mit meinem Mann ins schöne Ostfriesland. Hier erfüllte ich mir 2010 einen Traum, meine eigene kleine Schafskäserei. Doch im Winter 2013 musste ich herausfinden, dass ich keine 25 mehr bin. Mein Rücken setzte mich außer Gefecht. Und wenn man plötzlich viel Zeit hat, hat man auch viele Ideen. So kam ich wieder zum Schreiben.
Ich wollte immer schon Krimis schreiben, aber irgendwie war da nie Zeit und auch nicht die richtige Geschichte. Bis ich den ersten amerikanischen „Handarbeits-Krimi“ In die Finger bekam. Genau das war es! Nur würde ich kein Häkel-Kränzchen ermitteln lassen, sondern eine Spinngruppe in Ostfriesland. Das war die Möglichkeit, über alle meine Leidenschaften zu schreiben, denn außer dass ich Krimis mag, bin ich auch noch schaf- und wollsüchtig.
Wer mehr über meine Schafe und mich erfahren möchte, kann das hier:
crazy-sheep-farm.blogspot.com und http://www.susanne-ptak.de (Quelle: Amazon.de)

Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen, es ist zwar recht kurz, aber für diese Geschichte hat es genau die richtige Länge und sie hat mich gut unterhalten.

Kritische Auseinandersetzung

Wie gesagt, das Buch ist natürlich recht kurz, ich finde es aber genau richtig. Alles andere hätte die Geschichte meiner Meinung nach zu sehr in die Länge gezogen, sie ist kurz und knackig, auf den Punkt gebracht und unterhaltsam. Natürlich passieren dadurch einige Dinge ziemlich schnell, zum Beispiel baut sich innerhalb von ein paar Seiten eine Beziehung zwischen Jelte und seiner Mutter auf, aber bei so wenig Seiten muss ja alles etwas schneller gehen.

Die Figuren gefallen mir sehr gut, sie sind sehr sympathisch und besonders Okka hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es, auf wenigen Seiten dem Leser die Figuren näher zu bringen. man kann mit ihnen mitfühlen und wird am Ende wirklich sehr überrascht, ich zumindest hätte damit nicht gerechnet.

Auch die Geschichte an sich finde ich sehr spannend und interessant, es gibt einige Wendungen und Überraschungen und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Es gelingt der Autorin, einen völlig in den Bann zu ziehen und man ist fast etwas traurig, dass es so schnell zu Ende ist. Aber lieber ein schnelles Ende als ein Buch, das künstlich in die Länge gezogen ist. Der Schreibstil hat mir auch wirklich sehr gut gefallen, er ließ sich sehr flüssig lesen und trug zum großen Teil zu Spannung bei.

Fazit

Wer Lust auf einen spannenden Krimi hat, mit tollen Charakteren und einer einnehmenden Geschichte, der aber auch was für zwischendurch sein soll, kann hier getrost zugreifen 🙂 .

img_20160705_111438.jpgEin Septembertag in Leer

Ele Wolff

Klarant Verlag (15. Juni 2016)

158 Seiten

Bei Amazon bestellen

Beschreibung

An einem Septembertag verschwindet die vierjährige Kyra spurlos – ein Ereignis, welches die Welt ihrer Mutter Caroline völlig aus den Angeln hebt. Sie und ihr Mann Enno entfremden sich zunehmend, und erst nach Jahren gelingt es Caroline, einen Neuanfang zu starten. Doch die Trauer und die Ungewissheit über das Schicksal ihrer Tochter bleiben. Dann – fast 20 Jahre später – trifft sie Theo Schneider wieder, beide arbeiten im selben Hotel in Leer. Er war damals verdächtig, etwas mit dem Verschwinden der kleinen Kyra zu tun zu haben. Wie in einem Wahn spioniert Caroline Theo Schneider hinterher. Was ist damals wirklich passiert? Ist Kyra womöglich noch am Leben? Caroline ist fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, egal wie…

Allgemeines zu Buch und Autor

Nach dreißig Berufsjahren als Krankenschwester, nach einem Umweg als Galeristin und Vermieterin von Ferienwohnungen auf der Insel Borkum lebt Ele Wolff heute in Leer/Ostfriesland.
Auch wenn sie keine waschechte Ostfriesin ist, (in Frankfurt/Main geboren) betrachtet sie sich doch als Gesinnungsostfriesin und gibt sich ganz ihren kriminellen Energien hin.
Ele Wolff: „In Ostfriesland, hinter den Deichen, im Watt und auf den Inseln geschehen manche unheimlichen Dinge, von denen niemand etwas weiß. Das ist genau die Umgebung, die die Fantasie anregt.
In den Geschichten kann ich Gedanken ausleben, die man im wahren Leben nicht so leicht findet oder die unangebracht sind. Ich kann unliebsame Ehemänner oder Chefs entsorgen, reich durch Erbschaft werden oder einfach in einen anderen Erdteil flüchten.
Und was besonders von Vorteil ist: Schreiben ist spannend und es macht nicht dick.“ (Quelle: Amazon.de)

Auch dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen, er war ebenfalls recht kurz, hatte aber genau die richtige Länge, um mich zu unterhalten und spannend zu sein, ohne unnötig in die Länge gezogen zu sein.

Kritische Auseinandersetzung

In diesem Buch stechen vor allem die Protagonisten hervor. Sie sind sehr sympathisch und vor allem so beschrieben, dass man sich von Anfang an in sie hineinversetzen kann. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber ich kann mir vorstellen, dass es nicht schlimmeres gibt, als sein Kind zu verlieren und nicht zu wissen, wo es ist. Die Autorin beschreibt die beiden Eltern so, dass man wirklich mitfühlt und es zieht einen sogar schon fast ein bisschen runter. Es gibt einfach sofort eine Bindung.

Ich finde es sehr gut, wie die Autorin die verschiedenen Wege, mit dem Verlust des Kindes umzugehen, aufzeigt und wie man eben genau „weiß“, wie die Protagonisten sich fühlen. Es zeigt, wie schwer so etwas ist und wie schwer es auch ist, danach weiterzumachen, egal wie sehr man sich als Eltern auch liebt. Es verändert einen und das kann man hier absolut sehen. Aber auch, wie schnell Hoffnung aufkeimen kann, gibt es nur irgendeine Ahnung im Zusammenhang mit dem eigenen Kind. Mir persönlich kam das Buch oft sehr psychologisch vor, aber nicht, weil viel über die Psyche geschrieben wird, sondern eher, weil es etwas beklemmend ist und eben viel mit den Handlungen zu tun hat.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, man kann ihn sehr schnell und flüssig lesen und wie ich bereits sagte, ist dieses Buch einfach nicht zu lang, es gibt keine Möglichkeit, sich zu langweilen und man ist von Anfang an dabei. Die Autorin holt einen auf der ersten Seite ab, was ich sehr gern mag.

Fazit

Ich kann auch dieses Buch nur weiterempfehlen, es ist ein kurzes Buch, aber ein umso größeres Vergnügen und ich denke, gerade jetzt in der Urlaubszeit, kann man sich so etwas mal sehr gut durchlesen, da es auch nicht allzu lang ist und somit perfekt für den Strand 🙂 .

 

Blogtour „Geweihtes Blut“ Tag 3


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Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zur Blogtour zu „Geweihtes Blut“ von Sandy A. Farmer. Ich hoffe die bisherige Tour hat euch gefallen und es geht genauso weiter 🙂 . Heute werde ich euch etwas über den Kampf gegen die Vergangenheit erzählen, denn unsere Protagonistin hat in ihrer Vergangenheit etwas sehr schlimmes erlebt.

Schlimme Dinge stoßen jedem Menschen irgendwann in seinem Leben zu und sicher haben viele Menschen noch Altlasten aus ihrer Vergangenheit. Dabei sind Einige jedoch präsenter als Andere, was nicht bedeutet, dass nicht auch Verdrängtes Einfluss auf unser Leben in der Gegenwart nimmt. Außerdem muss man auch immer daran denken, dass alles individuell ist, es gibt „Schlimmere“ und „weniger schlimme“ Ereignisse und jeder Mensch ist anders gestrickt, geht dementsprechend also auch anders mit seinem Leben, insbesondere seiner Vergangenheit, um.

In unserem Buch hat die Protagonistin Jessica damit zu kämpfen, dass sie vor zwei Jahren entführt wurde. Dies kann man natürlich als sehr schlimmes Ereignis im Leben eines Menschen bezeichnen, da es einen großen Einschnitt in die persönlichen Rechte bedeutet. Es ist also nicht einfach, damit klar zu kommen, denn man bekommt diese Zeit nie wieder zurück. Außerdem bedeutet dies für die Betroffenen ständige Angst, dass so etwas wieder passieren könnte, was sie im Alltag ungemein einschränkt.

Auch bei anderen einschneidenden Erlebnissen stellt sich immer wieder die Frage: Wie soll ich damit umgehen? Was kann ich tun, damit meine Zukunft nicht von diesen Ereignissen bestimmt wird?

Wichtig ist zunächst einmal der Gedanke: Soll ich mir professionelle Hilfe suchen? JA! Unbedingt, denn es ist überhaupt nichts schlimmes, zu einem Psychologen oder Therapeuten zu gehen und sich helfen zu lassen. Manche Dinge kann man einfach nicht alleine bewältigen. Wie ihr gestern schon bei Yvonne gelesen habt, versucht Jessica es mit Schlaftabletten (ob bewusst oder unbewusst ist jetzt an dieser Stelle mal egal), was eindeutig nicht der richtige Weg ist. Gleiches gilt für Selbstverletzungen. Die Seele ist krank und braucht Hilfe, da kann man von außen kaum helfen. Natürlich gibt es Tabletten, die einen zumindest ruhiger machen, aber die eigentliche Hilfe sind Gespräche und Therapien, in denen die Betroffenen neue Umgangsmöglichkeiten mit ihrer Vergangenheit lernen, in denen sie Menschen kennen lernen, denen es genauso geht. Sie können sich austauschen, Hilfe holen, neue Ansätze erkennen und sich so auf eine gewisse Art und Weise selbst helfen.

Es gibt natürlich auch andere Dinge, die nicht ganz so schlimm wie beispielsweise eine Entführung sind, uns aber trotzdem einschränken, weil uns die Vergangenheit immer wieder einholt. Auch hier hilft meistens reden, reden, reden! Spricht man mit anderen Menschen über seine Probleme, haben diese vielleicht eine Lösung oder eigene Erfahrungen im Umgang mit der Vergangenheit gemacht. Manchmal hilft auch schon das Reden an sich, weil man spürt, dass man nicht mehr alleine ist.

Ihr seht, der Kampf gegen die Vergangenheit ist nicht der Einfachste, aber es gibt immer Möglichkeiten und Stellen, an denen man sich Hilfe holen kann. Man darf nicht aufgeben und muss versuchen, seine Probleme mit Hilfe von anderen zu bewältigen und nicht nur in den Hintergrund zu drängen.

Zu gewinnen gibt es bei dieser Blogtour natürlich auch wieder etwas und zwar:

Unbenannt
Cover

1. Preis – 2×1 signiertes Print
2. Preis – 2×1 E-Book im Wunschformat
3. Preis – 4×1 signiertes Lesezeichen

Um zu gewinnen müsst ihr die Fragen unter den Beiträgen beantworten. Meine Frage lautet:

Wie würdet ihr anderen Mensche helfen, schlimme Ereignisse zu verarbeiten?

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
Das Gewinnspiel endet am 1.7.2016 um 23:59 Uhr.

Blogtour-Fahrplan

27.06. „Geweihtes Blut“ bei Jasmin
28.06. „Tablettenabhängigkeit“ bei Yvonne
29.06. „der Kampf gegen die Vergangenheit“ bei mir
30.06. „Die Veränderung eines Menschen“ bei Nadine
01.07. „Sandy A. Farmer stellt sich vor“ bei Nadja
02.07. Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Vierundzwanzig Stunden


img_20160626_181549_334.jpgVierundzwanzig Stunden

Guillaume Musso          

Piper ebooks (1. Juni 2016)     

187 Seiten

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Rückentext

Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Se lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind – die Zeit …

Allgemeines zu Buch und Autor

Guillaume Musso, 1974 in Antibes geboren, arbeitete als Gymnasiallehrer und Universitätsdozent, bis er 2001 den von der Kritik hoch gelobten Debütroman veröffentlichte. Der große Durchbruch gelang ihm mit seinem zweiten Roman „Ein Engel im Winter“, den er nach einem schweren Autounfall geschrieben hatte. Auch sein dritter Roman „Eine himmlische Begegnung“ stürmte auf Anhieb die französischen Bestsellerlisten. (Quelle: Amazon.de)

Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es ist großartig geschrieben und vor alle die Geschichte konnte mich sehr begeistern, auch wenn ich nicht mit dem Protagonisten tauschen möchte. Doch das Beste am Buch, war das Ende und das ist absolut positiv gemeint.

Kritische Auseinandersetzung

Die Figuren sind gut ausgearbeitet und sympathisch, wenn es auch einige vor allem innere Konflikte gibt, die sich aber der Situation entsprechend gut nachvollziehen lassen. Es gibt nicht zu viele Personen, man hat einen guten Überblick und braucht auch nicht mehr Figuren. Man kann wirklich gut mit ihnen mitfühlen. Und an manchen Stellen leidet man wirklich, aber das sehr ihr dann während des Lesens.

Der Autor baut viele Wendungen ein, doch die größte Wendung ist sicher das Ende, dass mich einfach völlig sprachlos zurückgelassen hat. Ihr werdet sehen was ich meine, es ist einfach großartig. Ich möchte eigentlich gar nicht mehr zu diesem Buch sagen, denn ich glaube, es wirkt am besten, wenn man eben nicht zu viel weiß.

Spoiler enthalten!! Alles, was rot ist, solltet ihr nicht lesen, wenn ihr GAR NICHTS über den Inhalt wissen wollt. Ich nehme nichts aus der Geschichte vorweg, aber dennoch ist das der Dreh und Angelpunkt des Buches und manch einer möchte ihn vielleicht lieber allein herausfinden.

Nun möchte ich den Schreibstil hevorheben. Einfach großartig! Er lässt sich sehr flüssig und schnell lesen, obwohl ich gar nicht wollte, dass das Buch so schnell zum Ende hingeht. Auch der Aufbau der Kapitel ist sehr übersichtlich und gut gestaltet. Da der Protagonist immer nur einen Tag pro Jahr erlebt, war es sicher recht schwer für den Autor, eine Entwicklung des Charakters innerhalb von nur 24 Tagen aufzubauen, denn auch wenn er nur je einen Tag erlebt, wird er ja trotzdem immer ein Jahr älter und dementsprechend entwickelt er sich auch. Das klingt jetzt sicher erst mal kompliziert, wenn ihr das Buch aber selbst lest, werdet ihr sehr schnell dahinter kommen.

Fazit

Genauso kurz wie diese Rezension ist auch das Fazit: Lest dieses Buch!

I am death


img_20160626_181456_434.jpgDer Totmacher – I am death

Chris Carter

Ullstein eBooks (17. Juni 2016)

385 Seiten

Bei Amazon bestellen

Rückentext

Eine brutal zugerichtete Leiche wird vor dem Los Angeles International Airport gefunden. Sie wurde wie ein Hexagramm in Menschenform hindrapiert. In ihrem Hals steckt ein Zettel mit einer Botschaft: Ich bin der Tod.

Detective Robert Hunter ist sich sicher, den Mörder zu kennen. Doch langsam kommt ihm der Verdacht, dass er den Falschen jagt. Und der wahre Täter ein Geheimnis verbirgt, so entsetzlich, dass kein Mord seinen Hunger nach fremdem Leid jemals stillen kann.

Allgemeines zu Buch und Autor

Chris Carter, geboren 1965, studierte in Michigan forensische Psychologie und beriet viele Jahre die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, dem Schauplatz seiner Thriller-Serie um Detective Robert Hunter. (Quelle: Amazon.de)

Ich sag es euch gleich: Das Buch ist absolut großartig! Das war nun mein erstes Buch von Chris Carter, aber ich bin ganz sicher, dass es nicht das letzte Buch von ihm war! Er hat auf jeden Fall Potenzial, einer meiner liebsten Autoren zu werden 🙂 .

Kritische Auseinandersetzung

„Der Totmacher“ ist definitiv einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe, ich muss aber zwei Sachen dazu sagen. Zunächst gehört dieses Buch zu einer Reihe um den Protagonisten Robert Hunter und ist das neueste Buch  von Chris Carter. Ich hatte vorher noch kein Buch dieser Reihe gelesen, wer also gern Reihen nacheinander liest, sollte nicht mit diesem anfangen. Ich wusste das vorher nicht, würde aber mal behaupten, dass es nicht ganz so schlimm war. Es gab zwar immer wieder Rückblicke, die ich natürlich nicht einordnen konnte, aber das hole ich ja jetzt nach 🙂 . Zweitens ist dieses Buch nicht unbedingt für zartbesaitete Menschen geeignet. Es ist schon verdammt brutal und auch durchaus verstörend, wer das nicht mag, sollte sich lieber ein anderes Buch aussuchen. Ich musste teilweise wirklich schlucken und ich würde mal sagen, dass ich schon einiges gewohnt bin.

Der Schreibstil von Chris Carter hat mir äußerst gut gefallen, er war flüssig lesbar und es gab viele Hintergrundinformationen, aber nicht zu viele, es war eine leicht zu verstehende Sprache, dennoch gab es auch immer wieder Fachbegriffe. Man konnte also noch etwas dazu lernen. Obwohl die Perspektive zwischendurch wechselt, kommt man gut rein und ich wusste eigentlich immer, an welcher Stelle ich gerade war. Durchaus auch, weil der Schreibstil ein wenig abwich, wenn aus der Sicht einer anderen Figur geschrieben wurde.

Die Figuren haben mir sehr gut gefallen, besonders Garcia und Hunter waren mir sehr sympathisch. Man konnte sich gut in sie hineinfühlen und alle Schritte waren nachvollziehbar. Es gibt nicht zu viele Charaktere, so dass man auch nicht durcheinander gerät. An manchen Stellen wäre es aber auch nicht schlecht gewesen, wenn ein klein wenig weniger genau beschrieben worden wäre, denn wie bereits erwähnt, dass Buch ist unheimlich brutal und keine leichte Kost, aber im Grunde ist es wirklich gut auszuhalten, wenn man eben auch so etwas aushalten kann.

Doch nicht nur die Figuren und der Schreibstil machen dieses Buch zu einem Genuss, auch der Geschichte an sich ist sehr gut ausgearbeitet und wartet am Ende mit einer großen Überraschung auf, wenn ich aber ehrlich zugeben muss, dass ich zwischendurch schon so einen Verdacht hatte. Ich werde da jetzt nicht genauer drauf eingehen, aber wenn ihr das Buch auch gelesen haben solltet, könnt ihr ja mal schreiben, ob ihr euch so was auch gedacht habt.

Fazit

„Der Totmacher“ ist ein Buch, das ich absolut empfehlen kann, an jeden Thriller-Fan, denn es hat mich einfach restlos begeistert. Ich möchte noch mehr Bücher von Chris Carter lesen, könnt ihr mir vielleicht welche empfehlen? Oder sollte ich einfach mit dem ersten Band der Reihe weiter machen?

Blogtour „Black Rabbit Hall“ Tag 6


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Ich begrüße euch heute zum sechsten Tag der Blogtour zu „Black Rabbit Hall“. Da mir das Buch sehr gut gefallen hat, habe ich mich gefreut, an dieser Tour teilnehmen zu dürfen und werde euch heute etwas über Caroline und Lucian erzählen. Wenn ihr danach Lust habt, könnt ihr ja auch mal meine Rezension anschauen.

Caroline Shawcross

Caroline ist der Inbegriff der versnobten Engländerin und lässt diese im Buch auch stark durchblicken. Sie ist eine sehr „feine“ Dame (ja, das ist das Wort, an das man zuerst denkt), ist sehr höflich und auch sehr auf den Schein bedacht, also sprich auf das, was Andere über sie und ihren Sohn denken.  Ihr Haar ist blond und wird als sehr fein und sanft gewellt beschrieben, außerdem ist sie älter als Nancy Alton, was Amber Alton direkt auffällt. Ihren Sohn liebt sie schon sehr, eben auf ihre eigene Art und Weise und führt ihn  auf den ihrer Meinung nach richtigen Weg. Außerdem denkt sie auch recht materiell und oberflächlich, sie ist sehr herrisch und dominant, am liebsten hätte sie Hugo ganz für sich alleine, was man schon am ersten Abend merkt. Denn bei diesem Weihnachtsfest sollte noch eine Familie teilnehmen, der Caroline aber dringend rät, aufgrund einer Krankheit zu Hause zu bleiben, genauso wie der Tante der Kinder, auch wenn sie dies nur indirekt tut, indem sie Hugo davon überzeugt, der Tante zu erklären, dass sie aufgrund von Turbulenzen nicht nach England fliegen solle. Man merkt, Caroline nimmt das Zepter in die Hand und alle um sie herum sollten nach ihrer Pfeife tanzen, denn sie kann ziemlich ungemütlich werden. Am besagten ersten Abend kam mir auch der Eindruck auf, dass sie nicht allzu gut mit Kindern, zumindest den Alton-Kindern umgehen kann, da sie überhaupt keine Rücksicht auf den erst kürzlich erlittenen Verlust nimmt und auch nur fadenscheinig bekundet, eine „Freundin“ für den Vater und die Kinder zu werden. Den Höhepunkt ihres Verhaltens, den müsst ihr allerdings selbst im Buch nachlesen 🙂 .

Lucian Shawcross

Lucian ist so ziemlich das Gegenteil von seiner Mutter. Er ist erst 17 Jahre alt und besucht ein Internat, er ist circa einen Kopf größer als seine Mutter und hat schwarzes, leicht widerspenstiges Haar. Seine Figur wird als schlank und athletisch beschrieben, passend zu seinem kantigen Gesicht. Im Gegensatz zu seiner Mutter ist er recht schroff und teils schon unhöflich, man merkt, dass auch er nicht besonders angetan von dem Plan seiner Mutter ist. Er scheint sich selbst nicht allzu gut mit seiner Mutter zu verstehen und hat umso mehr Respekt vor den Alton-Kinder, insbesondere Toby, die sich wo es nur geht Caroline widersetzen. Sein Gemüt scheint eher zu den ruhigeren zu gehören, da er relativ still ist, dennoch wird es so beschrieben, dass er eine gewisse unruhige Aura hätte. Dadurch das er raucht und ich kann mir nicht vorstellen, dass Caroline dies weiß oder gar gutheißt, scheint in ihm ein Rebell zu stecken, der sich nicht an die Gepflogenheiten der besseren Gesellschaft anpassen will, zumindest nicht völlig und der gern sein eigenes Ding macht. Lucian ist also von Anfang an sehr viel sympathischer als seine Mutter und dies wird im laufe des Buches noch stark ausgebaut. Es lohnt sich unbedingt, dieses Buch zu lesen, allein schon wegen der Charaktere und damit meine ich an dieser Stelle nicht nur Caroline und Lucian.

Es gibt natürlich auch bei dieser Tour wieder etwas zu gewinnen und zwar ein Printexemplar von „Black Rabbit Hall“. Alles, was ihr tun müsst, um eine Chance auf den Gewinn zu haben, ist eine Frage pro Beitrag zu beantworten. Pro Antwort erhaltet ihr dann ein Los. Meine Frage lautet:

Wie würdet ihr mit Kindern umgehen, die jemand Wichtiges verloren haben?

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.30.06.2016 um 23:59 Uhr.
Der Gewinner wird per Mail kontaktiert
Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt 1 Woche nach Teilnahmeschluß!!!

21.06 Buchvorstellung Mones Buecherblog

 22.06 Die wilde Landschaft Cornwalls Eine Leidenschaft für Bücher

 23.06 Die Familie Alton Throne of Books    

  24.06 der stürmischen Abend und die unfassbare Tragödie 1968 Bücherleser

25.06 die Probe der Verbundenheit Bookwormdreamer

26.06 Caroline und Lucian hier bei mir 🙂

27.06 Lorna Smith Ricas fantastische Bücherwelt

28.06 Black Rabbit Hall die Geschichte des Hauses Buchreisender

Blogtour „Blutende Erde“ Gewinnerbekanntgabe


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Ich hoffe, unsere Blogtour hat euch gefallen und wir konnten euch für dieses Buch begeistern!

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Gewonnen haben:

1. Preis – 2×1 signiertes Print
– Anni Oettershagen
– Daniela Schiebeck

2. Preis – 2×1 E-Book im Wunschformat
– Rosen madl
– tarlucy

3. Preis – 4×1 signiertes Lesezeichen
– Jenny Siebentaler
– Margareta Gebhardt
– Sabine K.
– Tiffi2000

Bitte schickt eine E-Mail mit Eurer Anschrift oder Eurem Wunschformat mit dem Betreff: Blutende Erde an info@cp-ideenwelt.de

Beziehungsstatus: kompliziert


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Nina Deißler

Knaur TB (1. Februar 2016)

224 Seiten

Bestellen bei Amazon

Rückentext

Noch nie war es zwischen Männern und Frauen einfach. Die moderne Verwirrung der Geschlechter tut ein Übriges, und irgendwie werden Liebe, Sex und Partnerschaft immer komplizierter. Beziehungscoach Nina Deißler weist den Ausweg aus der Unsicherheitsspirale. Wenn wir uns selbst und unsere Wünsche gut kennen und einfach wir selbst sind, dann klappt es auch mit Liebe, Partnerschaft, Familie.

Allgemeines zu Buch und Autor

Nina Deißler ist Deutschlands Top-Expertin in Sachen Liebe und Beziehung:
Zahlreiche Radiosender strahlen regelmäßig ihre Tipps aus und nahezu alle namhaften TV- und Printmagazine klopfen immer wieder bei Nina Deißler in Hamburg an, wenn ein Expertenrat in Sachen Flirten und Liebe gebraucht wird. Ihre Bücher sind Bestseller im Segment der Beziehungs- und Sexratgeber.
Der „kleine Unterschied“ zwischen Mann und Frau kann manchmal große Auswirkungen haben – deshalb gibt sie unter anderem Seminare für Männer, Trainings zum Abenteuer Flirten und Kurse für Schüchterne. Seit 2003 ist sie unter dem Markennamen „Kontaktvoll“ selbständig und bietet in ihrer Hamburger Praxis auch persönliche Beratung und Coaching in den Bereichen Partnerschaft und Partnersuche sowie Erfolg und Persönlichkeit ganz allgemein.
Wer bei Flirttrainings, Liebesworkshops und Verführungsseminaren an Aufreißkurse oder Mauerblümchentherapien denkt, liegt weit daneben. Vielmehr geht es um die Steigerung von Selbstachtung und Lebenslust, um die Unterschiede in der Kommunikation von Männern und Frauen, um Persönlichkeitsentwicklung und das Überwinden der eigenen Schüchternheit. Wer seinen Erfolg beim anderen Geschlecht verbessern möchte, der lernt von der Liebesexpertin die Regeln im Zusammenspiel von Einstellung, Körpersprache, Dialog und Präsentation und wie man das Beste aus sich macht. (Quelle: Amazon.de)

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es ist natürlich kein Roman, dennoch kann ich es jedem empfehlen, der schon einmal eine Beziehung hatte, eine führt oder plant, mal eine zu führen! Also kurzum: Jedem! Vor allem auch Denjenigen, die mal Lust haben, über ihre eigene Spezies zu lachen 🙂 .

Kritische Auseinandersetzung

Zunächst möchte ich den Schreibstil der Autorin loben, denn obwohl es kein Roman ist, man also nicht sagen kann, dass das Buch beispielsweise spannend wäre, bleibt man doch die ganze Zeit bei dem Buch und will wissen wie es weiter geht. Man bekommt sehr viele Informationen, wissenschaftliche, aber auch empirische Informationen, die die Autorin durch ihre lange Erfahrung weitergeben kann. Dem Leser wird das Gefühl vermittelt, sich in den Händen von jemandem zu befinden, der sich wirklich mit seiner Sache auskennt und nebenbei kann man auch noch herzlich lachen.

Doch obwohl die Autorin schon sehr lange bei solchen Problemen hilft, hat man nicht das Gefühl, eine Anleitung zu bekommen, wie man es eben machen MUSS, sondern es sind eher kleine und große Empfehlungen, die man doch einfach mal ausprobieren könnte und die einem das Leben mit und ohne Partner doch etwas leichter machen können. Es gibt wirklich eine gute Tricks und Tipps in diesem Buch und jeder Leser wird sich an irgendeiner Stelle angesprochen fühlen und sich wieder erkennen, da bin ich sicher.

Durch lustige Anekdoten und die allgemein herrschende Heiterkeit in diesem Buch wird vor allem vermittelt, dass man sich selbst nicht zu ernst nehmen sollte und gerade Humor in einer Beziehung nicht schaden kann. Auch in einer Beziehung ist es wichtig, gemeinsam lachen zu können und an einem Strang zu ziehen, wie Nina Deißler es in ihrem Buch auch beschreibt.

Fazit

Im Grunde genommen spricht dieses Buch jeden halbwegs erwachsenen Menschen an, egal, ob er auf der Suche nach einem Ratgeber ist, der die ganze Sache aber nicht staubtrocken rüberbringt oder er einfach mal lachen möchte und nebenbei auch noch was lernen möchte. Mir hat das Buch, wie schon gesagt, sehr gut gefallen und auch ich konnte schon einige Dinge, die ich daraus mitgenommen habe, in die Tat umsetzen und jedes Buch, aus dem etwas mitnimmt, ist doch eigentlich ein gutes Buch, oder?

Blogtour „Seelenreihe“ Tag 3


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Heute begrüße ich euch zu unserer Blogtour zur Seelenreihe von Eva Lirot. Ich hoffe, die bisherigen Beiträge haben euch gefallen und wir konnten euch die Bücher schon ein wenig näher bringen. Wir haben es mit einigen spannenden Themen zu tun, genauso spannend, wie die Bücher 😉 . Ich werde euch heute etwas über die Behinderung der Polizeiarbeit erzählen.

Zunächst einmal etwas Allgemeines: Sobald der Verdacht auf eine Straftat vorliegt, muss die Staatsanwaltschaft in dieser Sache ermitteln. Dies wird üblicherweise von Polizisten und Ermittlern gemacht, aber im Auftrag der Staatsanwaltschaft. Die Polizisten sind also quasi im Auftrag der Staatsanwaltschaft „unterwegs“, um die Straftaten aufzuklären und verwenden dazu verschiedene Mittel, wie Zeugenbefragung, Tatort-Besichtigungen und vieles mehr.

Nun gibt es verschiedene Arten und Weisen, wie die Ermittlungsarbeit der Polizisten gestört werden kann. Zum einen gibt es die Möglichkeit, die Polizisten an Ort und Stelle zu behindern und zum anderen die Möglichkeit, mit Aussagen die Fährte falsch zu legen, der die Polizisten folgen.

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Wird die Polizei an einem bestimmten Ort in ihren Ermittlungen behindert, nehmen wir zum Beispiel mal bei der Tatort-Besichtigung, haben die Polizisten die Möglichkeit, einen Platzverweis auszusprechen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Wird diesem Verweis nicht Folge geleistet, kann eine Verwahrung im Arrest angefordert werden, aber nur so lange, wie die Amtshandlung andauert, die behindert werden soll. Dies setzt aber auch voraus, dass die Ermittlungen vorsätzlich gestört werden, wovon man aber ja ausgehen kann, sobald dem Platzverweis, oder auch schon vorher, dem „darauf aufmerksam machen“ nicht Folge geleistet wird. Sollte man die Arbeit nicht stören wollen, könnte man ja einfach gehen. Aber auch dort gibt es natürlich spezielle Fälle, wie zum Beispiel bei „Gaffern„, die schon irgendwie vorsätzlich handeln, ich denke aber mal, dass auch hier die meisten gehen würden, sobald die Polizei sie darauf hinweist oder eben einen Platzverweis ausspricht.

Wenn die Polizei auf eine falsche Fährte gelockt wird, kann dies natürlich viele Gründe haben. Der Beschuldigte zum Beispiel braucht sich nicht selber belasten und darf im Grunde auch lügen, wobei er sich natürlich darüber im Klaren sein sollte, was es dann später, wenn die Lügen aufgedeckt worden, für ein Bild auf ihn wirft. Dennoch darf der Beschuldigte erzählen, was er möchte, so lange keine weitere Straftat begangen wird, zum Beispiel eine falsche Verdächtigung. Bekannt ist sicher auch, dass man nahe Verwandte nicht belasten muss, dies gilt dann aber für Zeugenaussagen oder natürlich auch, wenn der Beschuldigte weiß, wer es wirklich getan hat, es aber nicht sagt.

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Bei Zeugen sieht die Sache dann aber auch wieder ein klein wenig anders aus. Grundsätzlich können Zeugen auch lügen, so viel sie lustig sind, doch sollten sie vor Gericht geladen werden und diese Lügen weiter aufrecht erhalten, sind sie natürlich strafbar wegen Falschaussage, ob nun unter Eid oder nicht.  Auch beim Erzählen von Gerüchten sollte man als Zeuge vorsichtig sein, denn unter normalen Umständen möchte man ja beim Aufklären der Sache helfen, es ist also wichtig, der Polizei Fakten mittzuteilen, damit diese nicht irgendwelchen (ich sage jetzt mal bewusst) „Hirngespinsten“ nachjagt, die die ganze Ermittlung verzögern und den Täter so weiter frei herumlaufen lassen. Dennoch ist auch dies nicht strafbar, Gerüchte, die man nur weiter erzählt hat und nicht selbst erfunden hat, noch nicht mal vor Gericht. Außerdem muss man hier aufpassen, nicht selbst eine Straftat zu begehen, zum Beispiel Verleumdung. Auch das Verunreinigen des Tatortes ist eine Behinderung der Ermittlungsarbeit, oder wenn man Dinge anders hinlegt, als sie eigentlich während der Tat waren, doch auch dies ist nicht strafbar, kann aber ebenfalls zu starken Trugschlüssen führen, wenn man nicht zugibt, dies getan zu haben.

Es gibt natürlich auch wieder etwas zu gewinnen und zwar:

10 x 1 Wunschexemplar im Wunschformat aus der Seelenreihe mit Lesezeichen

Um zu gewinnen müsst ihr wie immer die Fragen unter den Beiträgen beantworten, meine Gewinnspielfrage lautet:

Habt ihr schon mal bei einer Ermittlung, auch wenn es „nur“ um einen kleinen Unfall ging, geholfen?

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 26.6.2016 um 23:59 Uhr.

Blogtour „Blutende Erde“ Tag 2


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Ich begrüße euch heute zum zweiten tag unserer Blogtour zu „Blutende Erde“ von Sandy A. Farmer. Ich werde euch heute etwas über die Dreiecksbeziehung der Protagonisten Jessica, José und Victor erzählen, aber auch allgemein etwas zu einer Dreiecksbeziehung.

Was ist eine Dreiecksbeziehung?

Unter einer Dreiecksbeziehung, Dreierbeziehung, Ehe zu dritt oder auch Ménage-à-trois (franz.: Dreierverhältnis) wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist eine Konstellation zwischen drei Menschen verstanden, in der eine Person zu zwei anderen Personen eine Liebesbeziehung, eine Sexualbeziehung bzw. eine Partnerschaft unterhält. Dabei kann die Person mit zwei Beziehungen eine oder beide Beziehungen heimlich führen (Seitensprung) oder beide Beziehungen offen ausleben wie in einer offenen Beziehung. Die Verallgemeinerung offener Beziehungen zu mehreren Partnern ist die Polyamory.

Im strengeren Sprachgebrauch bezeichnet Dreiecksbeziehung eine Beziehungskonstellation zwischen drei Menschen, in der jede Person zu jeder anderen Person eine Beziehung unterhält (so wie in einem Dreieck jeder Eckpunkt mit jedem anderen Eckpunkt verbunden ist). Diese Beziehungskonstellation wird auch Triade genannt. Eine Konstellation zwischen drei Menschen, in der nur eine Person zwei Beziehungen unterhält, wird in dieser engen Definition „V“ oder englisch „Vee“ genannt. (Quelle: Wikipedia.org)

Welche Art von Dreiecksbeziehung haben wir in diesem Buch?

Jessica, gebürtige Deutsche, lebt seit einigen Jahren in Spanien und arbeitet als Reiseleiterin. Sie ist 28 Jahre alt, hat lange braune Haare und ist zudem eine gute Köchin. Sie ist seit vier Jahren mit José zusammen, welcher Mitte dreißig ist, und schon einiges in seinem Leben mitgemacht hat, sich aber, seit er Jessica kennt beziehungsweise kurz vorher stark geändert hat. Die Beiden leben zwar noch nicht zusammen, aber eine Beziehung über vier Jahre kann man durchaus als eine relativ gefestigte Beziehung letter-249078_640betrachten. Als Jessica dann in ein Erdloch fällt und mehr oder weniger von einer Sekte entführt und festgehalten wird, lernt sie dort den Priester Viktor kennen. Sie fühlt sich gleich zu ihm hingezogen, obwohl sie ein schlechtes Gewissen gegenüber José hat. Doch im Rahmen der Bräuche dieser Sekte kommt es zu einem sexuellen Verkehr zwischen Victor und Jessica, sie geht also fremd, wenn auch nicht ganz freiwillig. Man muss aber trotzdem sagen, dass Jessica nicht abgeneigt ist und auch durchaus sexuelle Gedanken gegenüber Victor hat. Wir hätten hier also den Fall von „Vee“, da Victor und José natürlich keine Beziehung zueinander haben, sie kennen sich ja nicht mal.

Es gibt natürlich auch etwas zu gewinnen:

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Um zu gewinnen müsst ihr jeweils eine Frage unter den Beiträgen der Tour beantworten. Meine Frage lautet:

Könntet ihr euch eine Dreierbeziehung vorstellen?

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 24.6.2016 um 23:59 Uhr.

Wie Sommer auf unserer Haut


img_20160619_161048.jpgWie Sommer auf unserer Haut

Sophie Miller

Diana Verlag (8. März 2016)

304 Seiten

Bestellen bei Amazon

Rückentext

Katrin führt seit Jahren eine Ehe mit vielen Freiheiten, lebt in einer eigenen Wohnung, hat einen anspruchsvollen Job. Eines Tages überrascht sie der 21-jährige Cameron, Sohn ihrer besten Freundin, die seit Jahrzehnten in Australien lebt. Er will in Europa studieren und ist neugierig, denn als Teenager war er von Katrin sehr beeindruckt. Schon nach kurzer Zeit ist beiden klar, dass sie mehr füreinander empfinden als bloße Zuneigung. Aber Katrin ist über 20 Jahre älter und will weder ihren Mann noch ihre Freundin verletzen. Doch jeden Tag mehr lässt sie ihren Gefühlen freien Lauf und spürt, dass sie Cameron vertrauen kann. Zu spät merkt Katrin, wie ernst es ihm wirklich ist …

Allgemeines zu Buch und Autor

Sophie Miller ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die bereits mehrfach ausgezeichnete Romane veröffentlicht hat. Sie schrieb zuletzt die Romane „Das Echo der Lüge“, „Ein Jahr in Cornwall“ und lebt mit ihrer Familie in Berlin. (Quelle: Amazon.de)

Mir hat das Buch grundsätzlich wirklich ganz gut gefallen, die Handlung hat mich auf ihre ganz eigene Art und Weise in ihren Bann gezogen und mich dazu gebracht, unbedingt wissen zu wollen, wie es weiter geht. Dennoch hat das Buch auch einige Schwächen, aber dazu kommen wir jetzt.

Kritische Auseinandersetzung

Was mir bei diesem Buch sehr positiv aufgefallen ist, ist der sehr leicht und schnell zu lesende Schreibstil. Man rast quasi durch das Buch und merkt gar nicht, wie schnell man wirklich liest. Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Stunden ausgelesen und war selbst überrascht, als es schon zum Ende hinging. Das Buch ist auf seine eigene Art und Weise irgendwie spannend, man möchte einfach wissen, wie es weiter geht, außerdem gibt es immer wieder Überraschungen, mit denen man nicht gerechnet hat und die das Lesen nicht langweilig werden lassen.

Auch das Thema dieses Buches finde ich sehr gut, denn es ist doch immer wieder ein Tabu, wenn sich Frauen in einen jüngeren Mann verlieben, während es für unsere Gesellschaft völlig normal zu sein scheint, dass Männer eine weitaus jüngere Freundin haben. Ich kenne dies zum Teil aus eigener Erfahrung, da mein Freund ein Jahr jünger ist als ich, was natürlich bei weitem kein großer Unterschied ist, dennoch wird man immer wieder seltsam angesehen, wenn man Jemandem davon erzählt. Meiner Meinung nach ist das ziemlich albern, denn die Liebe fragt ja schließlich nicht nach, bevor sie zuschlägt, man verliebt sich einfach und das ist das eben so. Und so lange es auf beiden Seiten gleich ist, ist das Alter doch völlig egal. Das mag jetzt etwas geschwollen klingen, aber ich sehe das so. Liebe kennt kein Alter und kein Geschlecht. Bei der Protagonistin ist es so, dass sie sogar Selbstzweifel hegt, weil sie sich in einen jüngeren Mann verliebt und das sollte so nicht sein, es ist ja nicht so, als wäre Cameron noch minderjährig (das geht natürlich gar nicht!).

Das Einzige, was mich an diesem Buch doch gestört hat, waren die Charaktere. Ich finde sie alle etwas oberflächlich und auch nicht allzu sympathisch. Hier hätte durchaus noch etwas ausgearbeitet werden können, zumindest meiner Meinung nach. Die Charaktere sind etwas flach und ich konnte mich auch mit keinem identifizieren, wen das beim Lesen aber nicht stört, der kann hier ruhig zugreifen.

Fazit

Wer gern Liebesromane liest und sich für Beziehungen interessiert, die nicht sein dürfen/sollen, der ist hier genau am richtigen Platz und kann durchaus einen Blick in dieses Buch werfen. Es ist trotz der weniger guten Charaktere ein Buch, das man im Sonnenschein auf dem Balkon oder im Garten sehr gut lesen kann.