Die Liebe ist ein schlechter Verlierer

9783453285224_CoverDie Liebe ist ein schlechter Verlierer

Katie Marsh

Diana Verlag (28. März 2016)

416 Seiten

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Rückentext

Was, wenn der Moment, in dem du gehen willst, der Moment ist, in dem er dich am meisten braucht?

Hannah will Tom verlassen. Morgen sagt sie es ihm. Und dann erfüllt sie sich ihren Traum, nach Afrika zu gehen. Tom will an seiner Ehe festhalten, sei sie noch so eingefahren. Er ignoriert die Probleme, will einfach nur neben Hannah einschlafen und morgen ins Büro fahren.

Doch dazu kommt es nicht …

Hannah und Tom wissen nicht, dass morgen alles anders sein wird. Dass Hannah ihre Pläne aufgeben muss und Tom nie wieder in sein altes Leben zurückkehren kann. Auch wissen sie nicht, dass ihre Liebesgeschichte noch nicht zu Ende ist und dass manche Träume einen Umweg nehmen müssen, bevor sie in Erfüllung gehen …

Allgemeines zu Buch und Autor

Katie Marsh lebt mit ihrer Familie in London, schreibt Bücher und ist im Gesundheitswesen tätig. Die Inspiration zu ihrem Debüt „Die Liebe ist ein schlechter Verlierer“ verdankt sie ihrer Arbeit mit Schlaganfallpatienten. Sie liebt es, mit ihrer Tochter im Park zu toben, ihrem Mann den Toast zu stehlen und Karaoke zu singen. Ihr zweiter Roman ist bereits in Arbeit. (Quelle: Amazon.de)

„Die Liebe ist ein schlechter Verlierer“ konnte mich wirklich gut unterhalten, so richtig berührt hat es mich allerdings nicht, aber für zwischendurch war es eine schöne Lektüre.

Kritische Auseinandersetzung

An diesem Buch hat mir besonders der Aufbau des Erzählens gefallen, so wird die Gegenwart aus Hannahs Sicht beschrieben, während die Vorgeschichte, also die Vergangenheit immer aus Toms Sicht beschrieben wird, bis irgendwann beide Erzählungen in der Gegenwart angekommen sind. Dies hat mir sehr gut gefallen, denn man kann an der Vergangenheit sehr gut sehen, was Tom alles so gemacht hat, das Hannah darüber nachdenkt, ihn zu verlassen, während man aber auch die Fehler von Hannah lesen kann, die auch durchaus teilweise zu Toms Verhaltensweisen beigetragen haben. Es ist eben wie in einer echten Beziehung, jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge und es sind an Problemen auch immer Beide beteiligt. Dies kann man hier sehr schön sehen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und leicht zu lesen.

Die Charaktere finde ich Beide sehr sympathisch, ich konnte mich in Tom und in Hannah sehr gut hineindenken und ich konnte sie mir auch gut vorstellen. Sie haben beide ihre guten Seiten und natürlich auch ihre schlechten Seiten, eben wie echte Menschen und ich glaube, dies führt dazu, dass der Leser schnell in das Buch hineinkommt und sich mit ihnen identifizieren kann. Das Buch ist sehr gefühlvoll, da beide Protagonisten auch einiges durchmachen, vom Verliebtsein bis zur Trauer, von Freude und Spaß bis zur Verzweiflung. Man hat hier die ganze Bandbreite, wenn es mich auch nicht so sehr berühren konnte, konnte ich mir trotzdem vorstellen, wie schwer so eine Situation sein muss.

Dies finde ich auch positiv an diesem Buch, es macht auf Probleme aufmerksam, an die wir so vielleicht nie denken. Denn Tom erleidet einen Schlaganfall und ist darauf hin erst einmal behindert, da er nicht richtig laufen kann und im Rollstuhl sitzen muss. Es gibt zum Beispiel eine Szene, wie die beiden mit dem Rollstuhl unterwegs sind und wie Tom sich fühlt, da er nun den Menschen nur noch „bis zur Hälfte“ geht und alle auf ihn hinabsehen, aber auch, wie schwer es für Hannah ist, den Umgang mit dem Rollstuhl zu lernen, ohne Tom aus dem Stuhl zu werfen und ohne anderen Menschen in die Hacken zu fahren.

Fazit

Ich kann dieses Buch durchaus allen empfehlen, die gern Liebesgeschichten lesen, über Beziehungen, die kaputt sind und wieder aufgebaut werden, oder auch all jenen, die sich vielleicht für das Leben mit einer zeitweisen Behinderung interessieren.

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Ein Kommentar zu „Die Liebe ist ein schlechter Verlierer

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