Rezension zur Trilogie „El Nino“

13173662_1116683248399610_7781386535702320316_nEl Nino

Lea Petersen

Klarant Verlag (22. Februar 2016)

364 Seiten (Printausgabe)

Bestellen bei Amazon

Rückklappentext

Milia kann es kaum fassen: El Niño, der berühmte Latinorapper, spricht sie im Club auf der After-Show-Party seines eigenen Konzerts an! Vom ersten Moment an fühlt sich der amerikanische Superstar von Milias üppigen Kurven und ihrer schlagfertigen Art wie magisch angezogen, und noch im Club kommt es zu einem heißen Flirt. Milia steckt ihm ihre Nummer zu und … er ruft tatsächlich an! Es beginnt eine aufregende Affäre mit Sexmeetings an luxuriösen Orten der Welt. El Niño entpuppt sich als sinnlicher Latinlover, der Milias verloren geglaubte Leidenschaft wieder entfacht. Schon bald gibt er der alleinerziehenden Mutter das Gefühl, viel mehr als nur eine Affäre zu sein. Doch El Niño ist für seinen Frauenverschleiß bekannt, und als Milia erfährt, dass er verlobt ist, scheint ihre Beziehung daran zu zerbrechen…

Allgemeines zu Buch und Autor

Wenn ihr gern mehr über die Autorin Lea Petersen wissen würdet (und ganz nebenbei auch noch etwas über El Nino erfahren wollt 😉 ), dann schaut ab dem 16. Mai mal bei Bücher, die wir lieben vorbei 🙂 .

Mir hat der erste Teil der Trilogie wirklich ganz gut gefallen, obwohl ich ja erotische Literatur nicht so gern mag (ich weiß auch nicht, wieso ich das immer lese 😀 ). Doch hier ist es wirklich gut gemacht und ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt 🙂 .

Kritische Auseinandersetzung

Das Buch ist aus der Sicht von Milia (eigentlich Emilia) geschrieben (trotzdem mit einem Er-/Sie-Erzähler) und ich finde dies sehr gut gewählt. Der Leser kann eine Beziehung zu Milia aufbauen und sich auch besser in sie einfühlen. Ich könnte mir vorstellen, dass das eingefleischten Fans durchaus einen Kick geben könnte 😉 . Emilia ist auch nicht die klassische Protagonistin eines erotischen Romans (also nicht so, wie ich immer denke, dass sie sein 😀 ), denn sie gibt sich wirklich sehr schlagfertig und auch sehr selbstbewusst, doch durch Gedanken aus ihrer Ich-Perspektive kann der Leser merken, dass sie einen sehr zarten Kern hat, der von Selbstzweifeln und trüben Gedanken geplagt wird. Dennoch mag ich es, dass sie nicht „unterwürfig“ dargestellt wird, sondern durchaus und trotz aller Zweifel eine Ahnung hat, was sie will und diese auch bereit ist, kund zu tun.

Auch El Nino und einige Nebencharaktere hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet und liebevoll bis in kleinste Detail beschrieben und dargestellt, so dass man das Gefühl hat, einen Film im Kopf zu sehen. Das hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, denn das muss man als Autor ja auch ernst einmal hinbekommen. Ich finde es einfach immer wieder toll, wenn man spürt, dass sie der Autor riesen Mühe gegeben hat und vor allem in dieser Sparte soll es ja viele Geschichten geben, die eher „hingeklatscht“ worden (ich selbst habe Gott sei Dank noch keine davon gelesen, aber bei anderen Bloggern davon gelesen), doch „El Nino“ gehört definitiv nicht dazu. Hier wurde viel Arbeit hinein gesteckt und das kann der Leser auch merken.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir, dass es eben nicht nur Sexszenen gibt, sondern auch viel von den Gefühlen, die dahinter stecken und die die Beiden verbinden, geschrieben wird. Einziger Nachteil ist, dass es meiner Meinung nach etwas zu viele Wiederholungen gibt, teilweise ganze Sätze, aber ich denke, dass ist durchaus etwas, über das man hinwegsehen kann. Es tut dem Schreibstil zumindest keinen Abbruch, dieser ist unheimlich leicht und flüssig oder sehr schnell zu lesen, ich war selbst überrascht, wie schnell ich fertig war.

13177381_1116683498399585_386172132000355324_nEl Nino – Verbotene Lust

Lea Petersen

Klarant Verlag (22. März 2016)

264 Seiten (Print-Ausgabe)

Bestellen bei Amazon

Rückklappentext

Milias neues Leben an der Seite des berühmten Latinorappers El Niño fühlt sich an wie ein Traum. Was als heiße Affäre begann, entwickelt sich zur perfekten Beziehung, und in ihrer neuen Heimat Miami genießt sie mit ihm jeden gemeinsamen Tag. Milias üppige Kurven bringen den sinnlichen Latinlover um den Verstand. Und der versteht es, sie mit immer neuen Spielvarianten zu befriedigen – mit Sex an verrückten glamourösen Orten, den man nur mit einem echten Superstar erleben kann… Doch kann die Liebe mit einem geborenen Womanizer wie El Niño wirklich halten? Auch in Milia machen sich verbotene Gefühle breit, und die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt … 

Allgemeines zu Buch und Autor

Auch der zweite Teil hat mir ganz gut gefallen, doch der erste Teil war meiner Meinung nach etwas besser. Vor allem war der zweite Band etwas langatmig, es wirkte fast, als hätte man dies durchaus auch in Band Eins noch unterbringen können, oder eben in Band Drei und somit nur zwei Bände schreiben können.

Kritische Auseinandersetzung

Grundsätzlich sehe ich es von den Figuren her immer noch wie in Band eins, natürlich hat sich die Beziehung von Hernando und Emilia gefestigt, dennoch finde ich Beide immer noch sympathisch und vor allem Emilia gefällt mir gut. Die Beiden passen einfach gut zusammen und durch die vielen Hürden, die sie gemeinsam nehmen müssen, merkt der Leser, dass sie durchaus eine Einheit sind und auch bereit sind, für den anderen und vor allem auch die Beziehung zu kämpfen.

Auch das in diesem Band die Familie stärker eingebunden wurde, finde ich sehr gut, so ist es eben nicht nur ein erotischer Roman, sondern hebt sich von den anderen Büchern dieses Genres ab. Dennoch hätte man hier vielleicht etwas mehr drüber erfahren wollen und dafür vielleicht ein paar Sexszenen weniger lesen können. Zumindest hätte ich persönlich mir das gewünscht, denn ich sehe dort viel verschenktes Potential für diese Geschichte, doch liegt dies natürlich im Auge des Betrachters und den Dingen, die man damit erreichen will. Ich glaube allerdings, dass mir das Buch dann nicht so „sinnlos“ vorgekommen wäre, denn irgendwie passiert in diesem Band nicht so viel Neues, dass man es nicht noch in einen anderen Band mit einbringen hätte können. Zumindest ist das meine Meinung.

Der Schreibstil bleibt aber auch an dieser Stelle wieder sehr gut, man kann die Bücher von Lea Petersen wunderbar leicht lesen und wird trotzdem tief in die Geschichte eingesogen. Ich finde es wirklich faszinierend, wie sie das macht und da könnten sich einige eine Scheibe von abschneiden 🙂 .

El Nino – Bedingungslose Hingabe13166044_1116683555066246_1034334935947457134_n

Lea Petersen

Klarant Verlag (25. April 2016)

241 Seiten (Print)

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Rückklappentext

Diese Liebe ist einfach zu einmalig, um sie aufzugeben! Nach dem beidseitigen Seitensprung geben sich Milia und der berühmte Latinorapper El Niño eine zweite Chance, und Schritt für Schritt finden sie zu ihrer früheren Verbundenheit zurück. Es scheint, als hätten die Geschehnisse die Lust der beiden aufeinander nur noch mehr geschürt. Der sinnliche Latinlover ist für Milia wie eine Droge, und im Bett ist er noch dominanter als zuvor, denn er zeigt ihr, zu wem sie gehört… Das Leben an der Seite des amerikanischen Superstars könnte aufregender und schöner nicht sein. Doch dann holt Milia die Vergangenheit ein. Mit einem Schlag scheint das Glück zerstört und eine endgültige Trennung unvermeidlich…

Allgemeines zu Buch und Autor

Auch der dritte Band hat mich gut unterhalten, dennoch wurde hier meine Meinung gefestigt, dass man definitiv keine drei Bände hätte schreiben müssen, wobei es wirtschaftlich sicher kein schlechter Schachzug war 😉 .

Kritische Auseinandersetzung

Gerade in Band drei wird deutlich, dass „El Nino“ eben nicht nur eine Reihe aus erotischen Romanen ist, sondern dass hier auch viel Wert auf eine Geschichte um die ganze Erotik herum gelegt wird. Hernando und Emilia müssen immer wieder mit Problemen umgehen, die jedem von uns durchaus auch passieren könnten und ich glaube darin liegt auch ein Schlüssel, warum man sich mit den beiden Protagonisten so gut identifizieren können. Bei all dem Glamour geht es hier trotzdem immer noch um zwei Menschen, bei all dem Sex immer noch um eine Beziehung, an der man arbeiten muss. Die Autorin hat sich hier wirklich Mühe gegeben, dennoch glaube ich, dass man dies auch in einem dicken Band oder zwei Bänden hätte Schreiben können, denn auch hier hatte ich ab und zu das Gefühl, dass manchmal einfach noch irgendwas geschrieben werden musste, um noch ein paar Seiten mehr zu haben.

Grundsätzlich finde ich das aber gar nicht so schlimm, denn der tolle Schreibstil entschädigt für Vieles. Ich würde immer noch gern wissen, wie Lea Petersen das hinbekommt, dass man so schnell so viel liest, ohne es zu merken. Vielleicht ist es ja eine Trilogie, weil sie auch nicht gemerkt hat, wie viel sie schreibt…? Das ist natürlich nur eine Spekulation. Doch vergleichbar ist dieser Schreibstil meiner Meinung nach bisher nur mit Anna Todd, die das Gleiche ja auch so hinbekommen hat 🙂 . Dieser Band ist auf jeden Fall ein gelungener Abschluss der Trilogie und ich bin im großen und ganzen auch sehr froh, dass ich diese Bücher gelesen habe, da sie mich einfach sehr gut unterhalten haben.

Fazit

Es lohnt sich wirklich, diese Trilogie zu lesen, vor allem als Fan erotischer Literatur, aber durchaus auch wenn man gern Bücher über Beziehungen liest oder Fan der After-Reihe ist, denn der Schreibstil ist wirklich sehr ähnlich 🙂 .

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