Mein bester letzter Sommer

9783641164522_CoverMein bester letzter Sommer

Anne Freytag

Heyne Verlag (8. März 2016)

386 Seiten (Print)

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Rückentext

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …

Allgemeines zu Buch und Autor

Anne Freytag, geboren 1982, hat International Management studiert und für eine Werbeagentur gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Autorin veröffentlichte bereits mehrere Romane für Erwachsene, unter anderem unter ihrem Pseudonym Ally Taylor. Mein bester letzter Sommer ist ihr erstes Jugendbuch. Anne Freytag liebt Musik, Serien sowie die Vorstellung, durch ihre Geschichten tausend und mehr Leben führen zu können.
In diesem Leben wohnt und arbeitet sie derzeit in München – wenn sie nicht gerade in ferne Länder und fremde Städte reist. Manchmal auch nur in Gedanken … (Quelle: Amazon.de)

Ich kann gar nicht schreiben, wie sehr mich dieses Buch berührt hat, ich finde es einfach unglaublich schön, traurig, ergreifend aber auch lebensbejahend und mutmachend. Wenn ihr nicht wisst, was ihr lesen sollt, lest dieses Buch. Und wenn ihr noch etliche Bücher lesen müsst, lest es trotzdem.

Kritische Auseinandersetzung

Die Perspektive dieses Buches, also die Ich-Perspektive aus der Sicht von der kranken, 17-jährigen Tessa, ist einfach wunderbar gewählt, besser hätte man es nicht machen können. Man lernt all ihre Gedanken kennen, man ist quasi „live“ bei allem dabei und erfährt im Grunde alles über sie. Ihre intimsten Gedanken teilt sie mit dem Leser, die schönen und manchmal vielleicht auch peinlichen, vor allem aber auch die traurigen, die, die von Angst nur so triefen, Angst vor dem Tod, Angst vor dem „danach“. Gerade das macht dieses Buch so berührend, es tut einem selbst ein kleines bisschen weh und ich kann gar nicht sagen, wie viele Tränen ich vergossen habe. Die Perspektive macht es natürlich leicht, sich in Tessa hineinzuversetzen und eine Beziehung zu ihr aufzubauen, was einen den „Schmerz“ noch stärker fühlen lässt. Doch auch der Schreibstil an sich ist sehr klar und gegliedert, man kann ihn gut und schnell lesen, wobei ich persönlich immer wieder Pausen machen musste, da es mir einfach so nahe ging. Zum Ende hin wird auch aus der Sicht von Oskar geschrieben, man hat so auch noch einmal seine Sicht auf die Dinge und erlebt die schrecklichsten Stellen eben nicht aus Tessas, sondern aus Oskars Sicht, was ich aber auch sehr gut gewählt finde.

Tessa war mir von Anfang an sympathisch, sie ist so ein starker Charakter, obwohl sie in einer Situation ist, in der man normalerweise sicher einfach nur schwach wäre und in der man sich vielleicht sogar verkriechen würde. Doch genau das tut Tessa nicht, sie will jede Minute ihres Lebens genießen, auch wenn sie weiß, dass sie eben nicht weiß, wann es zu Ende ist. Sie ist unglaublich mutig und hat doch so einen zarten, weichen Kern, man muss sie einfach toll finden. Doch gerade das macht es dann umso schwerer, weiterzulesen, denn der Titel lässt ja schon darauf schließen, was am Ende des Buches passieren wird. Dennoch will man wissen wie es weiter geht und was noch passiert, wie viel Tessa noch erleben darf und trotz dass man das Ende schon kennt, trifft es einen wie ein Stein, hart und schonungslos. Es zeigt auf, wie vergänglich wir doch alle sind.

Das Buch hat mir in einigen Dingen die Augen noch weiter geöffnet, beziehungsweise noch einmal aufgezeigt, was wahrscheinlich eigentlich jeder von uns weiß, wie kostbar unsere Zeit ist und das wir keine Sekunde davon verschwenden sollten. Das es sinnlos ist, seine Zeit mit streiten und diskutieren zu verbringen, wenn man doch verzeihen und einfach lieben kann. Es zeigt auf, was wirklich im Leben wichtig ist und ich glaube gerade deshalb tut es auch einfach so weh, wenn dann das unvermeidbare Ende eintritt.

Ich habe eigentlich nur eine Sache zu bemäkeln und selbst die ist eigentlich irgendwie logisch, die Beziehung von Tessa und Oskar geht mir doch etwas zu schnell, aber in Anbetracht der Tatsache, wie wenig Zeit Tessa noch hat und vor allem, dass sie weiß, wie knapp die Zeit bemessen ist, kann ich auch das verstehen und es könnte in einem Buch ja auch gar nicht anders sein.

Fazit

Tja, was soll ich noch schreiben. Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen, lest es, bitte. Ihr werdet es mögen. Und schreibt mir doch, wie es euch gefallen hat. Ich bin einfach begeistert, sicher ist es nicht perfekt, aber was will man mehr, als aus einem Buch etwas lernen und für sein eigenes Leben mitnehmen?

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