Blogtour „Die Fliege“ Tag 5

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Ich begrüße euch heute zum fünften Tag unserer Blogtour zu „Die Fliege“ von Silvia Stolzenberg. Ich hoffe euch haben die bisherigen Beiträge gut gefallen und wir konnten euch das Buch und einige Themen um das Buch herum schon etwas näher bringen 🙂 . Heute geht es um das Thema „Privatsphäre am Arbeitsplatz“, ein Thema, was im Grunde ja jeden betrifft.

Die Privatsphäre am Arbeitsplatz ist ein Thema, das so gut wie jeden angeht. Jeder der in einem Büro arbeitet, wird sich mit diesem Problem auseinandersetzen müssen. Was kann ich an privaten Dingen auf meinem Schreibtisch lassen? Welche Dokumente speichere ich auf meinem PC? Kontrolliert mich mein Chef? Dazu gibt erst einmal grundlegende Dinge, die rechtlich vorgeschrieben sind: Niemand darf an den Schreibtisch, an dem Jemand seinen Arbeitsplatz hat. Weder Kollegen noch der Chef selbst hat das Recht Schubladen zu durchsuchen, Dokumente durchzuschauen oder den Computer zu inspizieren. Dies gilt auch, wenn der Kollege/die Kollegin schon im Feierabend ist. Ohne ausdrückliche Erlaubnis darf man dies einfach nicht. Auch das Handy, ebenso das Firmenhandy ist für sämtliche Kollegen tabu, niemand darf einen Anruf entgegen nehmen, abgesehen vom Besitzer. Auch dies gilt wieder ebenso für den Chef, selbst wenn Schreibtisch und Handy vielleicht eigentlich Firmeneigentum sind, dennoch wurden dem Arbeitnehmer diese Dinge zu Verfügung gestellt, sie haben also das Nutzungsrecht. Im Grunde dürfen die Kollegen noch nicht mal bei einem Telefonat zu hören, was aber häufig nicht umsetzbar ist. Dazu kommen wir jetzt.

workstation-405768_640.jpgDie meisten Firmen haben in der heutigen Zeit Großraumbüros. Die Mitarbeiter sitzen also alle in einem Büro, jeder hat zwar seinen Schreibtisch, doch man ist nie allein. Man hört die anderen reden, telefonieren, tippen. Genau das ist schlecht für den Arbeitnehmer und somit am Ende auch für den Arbeitgeber. Die Umgebung ist unruhig, überall gibt es Geräusche, diese stören bei der Arbeit, sie stören den Denkprozess und wirken sich negativ auf neue, innovative Ideen aus, im Grunde erschwert es, dass diese Ideen überhaupt entwickelt werden können. Heutzutage wird immer mehr Teamarbeit gefordert, was natürlich durch die Großraumbüros erleichtert wird, doch wünschen sich die meisten Arbeitnehmer, auch mal allein arbeiten zu dürfen, einfach mal für sich zu sein, sich auf sich selbst und eine anliegende Arbeit zu konzentrieren. Natürlich ist Teamarbeit wichtig, aber dennoch muss der Arbeitnehmer auch die Möglichkeit haben, sich selbst auszuprobieren und Dinge alleine zu erledigen.

Dieser Wunsch variiert natürlich, die Einen arbeiten am liebsten im Team, Andere würden am liebsten immer alleine arbeiten. Es sollte möglich sein, ein Mittelmaß zu finden, mit dem jeder Arbeitgeber zufrieden ist oder zumindest fair ist. Weiterhin sollten Möglichkeiten eingebaut werden, sich auch mal zurückzuziehen. Das soll gar nicht bedeuten, dass jeder Arbeitnehmer ein eigenes Büro bekommen sollte, aber es sollte vielleicht einen Raum geben, in den man sich zurückziehen kann und sich einfach mal auf eine Sache ohne Störungen konzentrieren kann. Kurzum, der Arbeitnehmer sollte im optimalen Fall die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, welche externen Störungen sie zulassen und welche eben nicht.

Erschwert wird diese Situation, wenn es sich auch noch um einen Glasbau handelt. Dennarchitecture-768432_640 dort bestehen nicht nur die Störgeräusche wie Telefone und Gerede, nein, nun kommen auch noch äußere Reize hinzu. Auf den Straßen fahren Autos, was zu noch einer Geräuschkulisse führt, Menschen laufen herum, was das Auge durchaus auch nur im Augenwinkel reizt, aber im Endeffekt doch wieder nur stört. Zudem wird auch noch ein Druck aufgebaut, denn der Arbeitnehmer wird die ganze Zeit durcharbeiten, da er Angst haben könnte, wenn er sich nur eine kurze Pause gönnt, denken die Menschen, die ihn von außen sehen, dass er faul sei oder nichts zu tun hat. Auch die Arbeitgeber könnten so von außen sehen, wie intensiv sich alle auf ihre Arbeit konzentrieren, was dann noch zusätzlichen Druck aufbaut.

Zum Abschluss kommen wir noch zu den Dingen, die ein Arbeitgeber durchaus machen darf, auch wenn sie zunächst vielleicht das Gefühl geben, in die Privatsphäre einzugreifen. Zunächst darf er die private Nutzung des Internets verbieten. Und selbst wenn er es erlauben sollte, muss der Arbeitnehmer die Zeit im Internet für private Dinge auf das Mindeste beschränken. Auch darf der Arbeitgeber einzelne Seiten wie zum Beispiel Facebook verbieten, was er jedoch nicht darf, ist das Kontrollieren der Internetnutzung, was aber nicht bedeutet, dass er es nicht ankreiden darf, wenn er zufällig gerade durch das Büro geht und jemanden erwischt. Auch eine Kleiderordnung darf er durchaus erlassen, wenn zum Beispiel Außentermine wahrgenommen werden, wenn jemand viel mit Kunden zu tun hat, denn immerhin repräsentieren die Mitarbeiter in diesem Fall die Firma.
Wenn es eine Hausordnung gibt, Kann dort sogar eine Kleiderordnung festgesetzt sein, oder sogar Arbeitskleidung ausgegeben werden. Selbst auf eine Dienstreise darf der Arbeitgeber seine Mitarbeiter schicken, allerdings auch nur, wenn die jeweilige Tätigkeit dies erfordert.

Entgegen der Meinung vieler darf der Chef sogar Raucherpausen nacharbeiten lassen, aber ich kenne jetzt niemanden, der dies tun muss, grundsätzlich dürfe er das aber. Auch eine Überwachung per Videokamera ist in einem einzigen Falle erlaubt, nämlich wenn ein begründeter Verdacht auf Straftaten am Arbeitsplatz vorliegt, aber das muss dann schon wirklich relativ Hieb und Stich fest sein und darf nur im äußersten Notfall angewendet werden. zu beachten ist aber, dass dies nicht automatisch auch für die Tonüberwachung gilt, nur wenn es zum Beispiel ein Telefonat ist, das mitgeschnitten werden soll. Dies wird ja auch teilweise genutzt, um die Mitarbeiter besser auszubilden und vorzubereiten.

So, nun zu meiner Gewinnspielfrage

Wie ist es bei euch? Habt ihr das Gefühl, eure Privatsphäre wird auf der Arbeit respektiert?

Was gibt es zu gewinnen?

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1. Preis: 1 Print
2. Preis: 2 Schlüsselanhänger „Tiger“
3. Preis: 2 signierte Lesezeichen

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 30.04.2016 um 23:59 Uhr.

 

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6 Kommentare zu „Blogtour „Die Fliege“ Tag 5

  1. Hallo und guten Tag,

    ich denke mit eine gewissen Überwachung muss man überall rechnen. Öffentliche Plätze, bei Einkaufen, Parkhaus… überall wird doch aufgenommen, was das Zeugs hält. Aber für was denn?
    Ich persönlich fühle mich da nicht sicherer und auch mögliche Täter schrecken es doch nicht wirklich ab.

    Durch gerade auch das Internet am Arbeitsplatz ist sicherlich die Versuchung groß, da auch anderes in der Arbeitszeit zu machen als seine Arbeit….und dann wird es schwierig ..ist immer ein schmaler Grad für beide Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Aber dieses Mitschneiden und Überwachen von Telefongesprächen finde ich trotzdem nicht gut….ist eine reine Gefühlssache zumindest bei mir.

    Nein möchte ich nicht!!

    LG..Karin…

    Gefällt 1 Person

  2. Ja, meine Privatsphäre wird schon respektiert, aber generell wird der Mensch sowieso immer gläserner. Man kann ja mittlerweile (fast) alles über andere, alleine im Internet, herausfinden.

    Liebe Grüße,
    Daniela

    Gefällt 1 Person

  3. Hallo und vielen Dank für diesen interessanten Blogtour-Tag! Ja, ich habe das Gefühl, dass meine Privatsphäre auf der Arbeit genügend respektiert wird. Zum Teil habe ich es ja auch es selbst in der Hand, meine Privatsphäre zu schützen. Außerdem gibt es genügend Vorgaben zum Datenschutz.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    Gefällt 1 Person

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