Rezension „Der Tod vergisst nie“

der-tod-vergisst-nieDer Tod vergisst nie

Andreas Hultberg

Divan (3. März 2016)

352 Seiten

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Rückentext

Dr. Olaf Bock, Mitinhaber des renommierten Architekturbüros Bock & Partner, wird erschossen in seinem Büro in der Erfurter City aufgefunden. Ein Racheakt? Schnell wird deutlich, dass sich Bock durch seine skrupellosen Geschäftspraktiken zahlreiche Feinde gemacht hatte. Ins Visier der Ermittler gerät vor allem der Immobilienmakler Udo Greiling, der von Bock um Millionenbeträge geprellt und in den Ruin getrieben wurde. Da die Geschäftsanteile des Architekturbüros zu gleichen Teilen an Bocks geschiedene Frau und den verbliebenen Gesellschafter fallen, kann auch ein Mord aus Habgier nicht ausgeschlossen werden. Trotz intensiver Ermittlungsarbeit kommen die Kollegen der Mordkommission Erfurt dem Täter nicht auf die Spur, bis in Bad Sulza ein Mann mit derselben Tatwaffe erschossen wird. Der Ermordete war ebenfalls in der Baubranche tätig. Und er war Verdächtiger in einem Kinderpornographie-Prozess, in den auch ein Beamter aus höchsten Regierungskreisen Thüringens verwickelt ist…

Allgemeines zu Buch und Autor

Andreas Hultberg, 1963 in Jena geboren, praktiziert als Zahnarzt in Sachsen. Nach mehreren Fachpublikationen legt er mit ‚Der Tod vergisst nie‘ sein literarisches Debüt vor spannend bis zur letzten Seite. (Quelle: Amazon.de)

Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen, es war sehr spannend und ich habe es innerhalb von ein paar Stunden ausgelesen, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Kritische Auseinandersetzung

Was an diesem Buch vor allem besticht, zumindest mich, sind die unglaublich gut ausgearbeiteten Charaktere, alle sehr liebevoll gestaltet, wenn auch nicht alle auf den ersten Blick sympathisch. Alle sind einfach sehr menschlich, haben ihre positiven und negativen Seiten und jeder ist mit irgendeinem „realen“ Menschen vergleichbar. Man kann sich einfach gut in jeden hineinversetzen und das nicht nur in die „Helden“, sondern durchaus auch in jene, die scheinbar die Bösen sind. Es ist einfach wie „mitten aus dem Leben“. Dies führt dazu, dass der Leser sich identifizieren kann, zumindest mit irgendeinem Charakter und das macht dann auch das aufnehmen der Geschichte leichter.

Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und von der ersten bis zur letzten Seite absolut spannend und packend. Man findet sehr schnell in die Geschichte rein und ich für meinen Teil konnte einfach nicht mehr aufhören. Es gibt viel wörtliche Rede, aber ich mag das sehr gern und auch diese ist natürlich super zu lesen, wie eine Art Gespräch unter den Figuren. Die Sprache ist nicht schwierig und es werden auch kaum Fachwörter verwendet, es hat also jeder die Möglichkeit, dieses Buch auch wirklich voll und ganz zu verstehen, ohne einen Duden Griff bereit haben zu müssen.

Die Polizeiarbeit selbst wird ziemlich genau beschrieben, man ist bei allen Schritten dabei, die während der Ermittlungen aufgenommen werden. Jedoch gibt es nicht zu viele Beschreibungen, was ich ebenfalls sehr gut finde, da diese oft meinen Lesefluss stören und teilweise auch einfach langweilig sind. Dies ist aber Gott sei Dank nicht der Fall. Es gibt allerdings Wiederholungen, da die Leser auch bei den Teamsitzungen dabei sind, dies finde ich in diesem Fall aber absolut genial, denn so ist man nicht nur auch bei diesem Arbeitsschritt dabei, nein, der Leser bekommt auch noch mal einen Eindruck, was bisher schon aufgedeckt wurde und welche Schritte bereits gegangen und noch gegangen werden. Man ist also auf dem gleichen Stand wie die Ermittler und kann mitermitteln.

Fazit

„Der Tod vergisst nie“ ist ein wirklich solider Kriminalroman, der alles bietet, was ein guter Krimi bieten muss. Ich kann es jedem Krimi-Fan nur ans Herz legen und denen, die vielleicht noch keinen Krimi gelesen haben oder da nicht so viel mit am Hut haben. kann ich zum Einstieg auch auf jeden Fall dieses Buch empfehlen!

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3 Kommentare zu „Rezension „Der Tod vergisst nie“

  1. Hallo Tamy,

    am 08.06. geht meine Rezension zu diesem Buch auf meinem Blog online. Ich habe dich dort mit deiner Rezension verlinkt. Wenn das nicht gewünscht ist, sag einfach Bescheid! 🙂

    Herzige Grüße
    Jane 🙂

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