Spreewaldgrab

img_20160306_190307.jpgSpreewaldgrab

Christiane Dieckerhoff

Ullstein Taschenbuch (15. Januar 2016)

352 Seiten

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Rückentext

Polizistin Klaudia Wagner lässt sich vom hektischen Ruhrgebiet in den idyllischen Spreewald versetzen. In Lübbenau ist es allerdings wenig beschaulich. Zwischen den Kanälen und Fließen verbergen sich Geheimnisse und nie vergessene Schicksale. So auch in ihrem erstem Fall: Ein Unternehmer wird tot aufgefunden, seine Geliebte ist verschwunden. Dann findet Klaudia tief im Wald vergraben das Skelett einer jungen Frau. Regen und Nebel ziehen im Spreewald auf und Klaudia droht, sich bei den Ermittlungen selbst zu verlieren. Sie muss erkennen, dass die Idylle nicht nur trügt, sondern eine teuflische Kehrseite hat.

Allgemeines zu Buch und Autor

Christiane Dieckerhoff lebt im Ruhrgebiet, ist verheiratet und hat bereits zwei Erwachsene Kinder. Sie schreibt nicht nur Kriminalromane, sie ist auch noch Mitglied in zwei Organisationen, die sich näher mit Kriminalromanen beschäftigen. (Quelle: Amazon.de)

Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen, ich habe es recht zügig ausgelesen, weil es einfach sehr spannend und kurzweilig war.

Kritische Auseinandersetzung

Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, waren die Charaktere, da es durchgängig nur „Antihelden“ gibt, die einfach sehr sympathisch sind, weil sie genauso Fehler haben wie wir auch. Ich konnte sehr schnell eine „Bindung“ zu den Personen aufbauen, vor allem zu Klaudia, was unter anderem daran lag, dass die Autorin die Figuren „leben“ lässt. Man weiß anfangs nicht allzu viel, findet aber während des Lesens immer mehr heraus, eben als wenn man sich mit einem echten Menschen befassen würde.

Der Schreibstil ist sehr klar und strukturiert, es wird sehr bildreich geschrieben, aber ohne zu viel zu beschreiben. Mir ist das immer sehr wichtig, denn ich mag es nicht, wenn ein Buch künstlich in die Länge gezogen wird. Es war an keiner Stelle langweilig. Durch die lockere Schreibweise findet man schnell Zugang zum Buch und zur Geschichte, die Autorin holt den Leser bei der ersten Seite ab und lässt ihn nicht mehr los, bis man auf Seite 352 angekommen ist.

Während des Falles selbst kann man als Leser „mit ermitteln“, Christiane Dieckerhoff hat alles so genau beschrieben, dass man das Gefühl hat, bei den Gesprächen dabei zu sein und die Gedankengänge der Figuren nachvollziehen zu können. Wichtig ist auch, dass das Buch nicht offensichtlich war, bis zum Schluss wusste ich nicht, wer denn nun jetzt der Täter ist.

Die Autorin wechselt immer wieder die Sichtweise, aus vielen verschiedenen Figuren wird geschrieben. Auch dieses finde ich sehr gut, da man a) so mehrere Charaktere kennen lernen kann und b) dies meistens dazu führt, dass ein Buch spannender ist, da man eben nicht immer nur die Sichtweise einer Person sieht.

Fazit

Mir hat dieser Kriminalroman sehr gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt weiter empfehlen, natürlich denke ich, werden Krimifans hier voll auf ihre Kosten kommen, da es sich aber um keinen blutigen Krimi handelt, kann man sich hier auch ran trauen, wenn man etwas „zarter besaitet“ ist.

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