Wer war Alice?

img_20160323_203110.jpgWer war Alice

T. R. Richmond

Goldmann (29. Februar 2016)

448 Seiten

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Rückentext

Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?

Allgemeines zu Buch und Autor

T. R. Richmond ist ein preisgekrönter Journalist, der für regionale sowie überregionale Zeitungen, Magazine und Webseiten geschrieben hat. Die Übersetzungsrechte von „Wer war Alice“ wurden in über 20 Länder verkauft. (Quelle: http://www.amazon.de)

Ich muss ehrlich sagen, dass ich gar nicht genau sagen kann, ob mir dieses Buch jetzt gefallen hat oder nicht. Es war etwas ganz anderes, als ich bisher jemals gelesen habe und es war teilweise unheimlich spannend und interessant, aber leider auch immer wieder seltsam und langwierig.

Kritische Auseinandersetzung

Was man über dieses Buch auf jeden Fall wissen sollte, bevor man sich entschließt, es zu kaufen, ist, dass es kein normaler Roman ist. Es gibt keine Geschichte, die man von Anfang bis Ende liest, denn das gesamte Buch besteht aus Twitter-Verläufen, Briefen, Emails usw.. Auf der einen Seite ist das wirklich sehr interessant, vor allem, da der Fall um Alice quasi von hinten aufgewickelt wird und man dann immer mehr Informationen bekommt. Man muss aber wirklich sehr aufpassen, dass man mit den Daten nicht durcheinander kommt, denn auch die sind nicht geordnet, sondern immer häppchenweise vertreten.

Diese Schreibweise hat mir grundsätzlich wirklich gut gefallen, man konnte Einblicke in Alice Leben aus Alices Sicht erwerben, gleichzeitig aber auch aus der Sicht von Verwandten, Freunden und Lehrern von Alice erfahren. Mir haben vor allem Alices Tagebucheinträge sehr gut gefallen, aber ich mochte auch die Zeitungsausschnitte und Blogbeiträge. Was mir gar nicht gefallen hat, waren die Briefe des Professors, welcher Alices Lehrer war, an seinen Brieffreund. Ich fand diese teilweise sehr langwierig und vieles davon schien einfach nur da zu sein, um den Professor selbst in den Himmel zu heben. Dennoch kann man einiges aus ihnen über Alice erfahren.

Dadurch das es keinen „Erzählstrang“ gibt (was natürlich so nicht stimmt, aber ich weiß leider nicht, wie es anderes nennen soll), kann man überhaupt keine Beziehung zu irgendeinem Charakter aufbauen. Am ehesten ginge das vielleicht noch zu Alice und zum Professor, doch beide waren mir irgendwie nicht gerade sympathisch und ich konnte viele Handlungen der Beiden nicht verstehen. Ich möchte auch keinen von Beiden im wirklichen Leben kennen.

Man kann nicht sagen, dass das Buch langweilig sei, aber es hat schon einige Längen und oft dreht es sich um Dinge, die meiner Meinung irrelevant sind. Lieber hätte ich noch mehr aus der Vergangenheit von Alices Mutter erfahren oder auch über Alice selbst. Das Buch ist schon irgendwie spannend, doch hatte ich teilweise das Gefühl, die Spannung beliefe sich darauf, ob denn jetzt noch was kommt oder nicht. Es ist auf jeden Fall mal etwas ganz anderes und dieser Aufbau gefällt mir sehr gut, vor allem für einen Kriminalfall, aber hier ist es für mich noch unzureichend umgesetzt.

Fazit

Wer gerne mal ein Buch lesen möchte, dass nicht so ist, wie die Anderen, der ist hier auf jeden Fall gut bedient. Auch so kann ich nicht sagen, dass ich es bereue, dass Buch gelesen zu haben, doch hatte ich mir ehrlich gesagt schon etwas mehr davon versprochen. Nochmal lesen werde ich es definitiv nicht, doch das Cover sieht wirklich toll aus, von daher macht es sich auch ganz gut im Regal 😀 . Hat es schon jemand von euch  gelesen? Wie hat es euch gefallen?

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