Bernsteintränen


img_20160227_200707.jpgBernsteintränen

Izabelle Jardin

Amazon Publishing (17. November 2015)

386 Seiten

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Rückentext

»Halt dich nicht mit Gefühlsduseleien auf. Geh deinen Weg, schau weder rechts noch links, nutz deine Bildung zum Erfolg!«

Mit diesem Leitspruch ist Nicola bisher ausgezeichnet durchs Leben gekommen. Als Justitiarin eines international agierenden Unternehmens steht ihr eine glänzende Karriere bevor. Eine große Liebe, die sie von ihrem Weg abbringen konnte, hat sie noch nie erlebt. Bis ausgerechnet eine Geschäftsreise in das Land des Bernsteins alles auf den Kopf stellt. Unversehens gerät sie in einen Strudel aus Vergangenheit und Gegenwart, der sie dazu bringt, ihr Lebensmotto infrage zu stellen und mehr als nur das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen.

Ein Roman über Liebe, die jede Grenze überwindet. Übers Fortgehen und Zurückkehren, Verlieren und Wiederfinden. Über Zufall und Bestimmung, Sehnsucht und Hoffnung. Eine Geschichte, die das Heute und das Damals für die Zukunft zusammenfügt.

Allgemeines zu Buch und Autor

Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde auf LovelyBooks gewonnen und bedanke mich hier nochmal ganz herzlich bei allen Beteiligten dafür 🙂 .

Izabelle Jardin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in einem kleinen norddeutschen Dorf. Ursprünglich hat sie Sozial-und Politikwissenschaften studiert, heute schreibt sie viele romantische Bücher, die regelmäßig die besten Plätze der Amazon-Bestsellerlisten erreichen. “Snow Angel” konnte hier sofort die Top 20 erreichen, während “Remember” sogar auf Platz 2 der Kindle-Charts stieg.

„Bernsteintränen“ ist nun das dritte Buch, welches ich von Izabelle Jardin lese und es hat mir grundsätzlich auch gut gefallen, doch leider konnte es mich nicht so fesseln wie „Remember“ und „Snow Angel“. Warum? Dazu nun mehr.

Kritische Auseinandersetzung

Zunächst muss ich sagen, dass man dieses Buch auf keinen Fall mit „Remember“ vergleichen sollte, denn das ist ein Fehler, den ich begannen habe. Obwohl es schon wirklich lange her ist, schwirrt mir dieses Buch immer noch im Kopf herum, denn es hat mich so unglaublich begeistert (hier noch mal ein ganz dickes Lob an die Autorin!),sodass es wirklich schwer war, nicht daran zu denken.

Auch in „Bernsteintränen“ gibt es wieder eine sehr sympathische und authentische Protagonistin, die mit beiden Beinen im Leben steht und sich Knall auf Fall während einer Dienstreise in einen Arzt verliebt. Eigentlich ja nicht unbedingt so meins, doch so in etwa passierte es auch bereits in den anderen beiden Büchern von Izabelle Jardin und ich war darauf gefasst und es machte mir ehrlich gesagt auch überhaupt nichts aus. Im Gegenteil, hier ist es nicht so, dass direkt eine unsterbliche Liebe entsteht, nein, die beiden, Nikola und Marcin, müssen sich erst einmal antasten und das geht recht langsam voran, bis dann auch noch etwas passiert, dass ich nicht erwartet habe. Diese Liebesgeschichte ist definitiv etwas anders und das finde ich sehr erfrischend.

Sowohl die beiden Protagonisten, als auch sämtliche Nebencharaktere sind gewohnt beschrieben und geben dem Buch Leben. Ich liebe es, wie Izabelle Jardin ihre Figuren lebendig werden lässt und so, wie sie sie beschreibt, kann man sie sich toll vorstellen, egal ob es ein „sympathischer“ Charakter ist oder ein Charakter, dem man auch im wahren Leben lieber nicht begegnen würde. Das mag ich sehr.

Die Idee hinter diesem Roman finde ich sehr interessant, generell lese ich gern Bücher, die sich auch mit wahren Begebenheiten der Vergangenheit beschäftigen und ich habe herausgefunden, dass Izabelle Jardin auch einiges aus ihrer eigenen Erfahrung bzw. aus der Erfahrungen ihr bekannter Personen hat einfließen lassen, was das Ganze im Nachhinein doch noch etwas bewegender gemacht hat.

Der Schreibstil ist auch hier wieder sehr gut, es lässt sich sehr flüssig lesen und ich mag es, dass die Autorin oft auch eine etwas „gehobenere“ Sprache verwendet, das macht es nochmal zu einem besonderen Genuss, ihre Bücher zu lesen. Leider muss ich trotzdem sagen, dass mir dieses Buch etwas zu viele Längen hatte und ich mich oft selbst überreden musste, dieses Buch weiter zu lesen. Oft passierte einfach für mich zu wenig und wie ich bereits anfangs gestehe musste, ich habe es glaube ich auch zu oft mit „Remember“ verglichen. Außer den vielen Längen war das Buch an einigen Stellen auch viel zu vorhersehbar und einige Begebenheiten lasen sich auch reichlich konstruiert, was mir auch nicht so gut gefallen hat.

Fazit

Ich kann dieses Buch durchaus weiterempfehlen, es war gewiss kein schlechtes Buch auch wenn mir nicht alles hundertprozentig gefallen hat, das kann ja durchaus bei jedem anders sein 🙂 . Wenn ihr es auch gelesen habt, würde ich mich freuen, eure Meinung dazu zu lesen 🙂 .

 

 

La Vita Seconda – Das zweite Leben


img_20160221_175546.jpgLa Vita Seconda – Das zweite Leben

Charlotte Zeiler

Print: CreateSpace Independent Publishing Platform (9. Oktober 2015)

Print: 372 Seiten

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Zwei Schicksale

Zwei Zeiten

Eine Verbindung

Gegenwart Notarzt Marc rettet in letzter Minute eine junge Frau, die bei einem Autounfall schwer verletzt wurde. Täglich besucht er die im Koma liegende Frau, die in ihm verloren geglaubte Gefühle auslöst. Wird sie seine Zuneigung erwidern, wenn sie wieder aufwacht? Anfang des 17. Jahrhunderts Eine junge Frau findet sich auf einer staubigen Straße wieder. Ein fremder Mann nimmt sich ihrer an und führt sie in seine Familie ein, die sich rührend um sie kümmert. Aber kann sie den Leuten trauen? Schließlich kann sie sich nicht mehr an ihr früheres Leben erinnern … Welche Rolle spielen die französische Königin Maria de Medici und der flämische Maler Peter Paul Rubens in dieser Geschichte? Gibt es einen Zusammenhang zwischen einem goldenen Ring, der Botticelli-Venus und dem Großherzog der Toskana? Jede neue Antwort wirft neue Fragen auf …

Allgemeines zu Buch und Autor

Zu der Autorin Charlotte Zeiler werde ich an dieser Stelle nichts schreiben, da es gestern ein ausführliches Interview mit ihr gab, welches ihr euch bei Interesse ja mal anschauen könnt 🙂 .

Das Buch hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen, vor allem der Teil, der in der Vergangenheit spielt, hat mich sehr angesprochen und hat richtig Lust darauf gemacht, historische Romane zu lesen.

Kritische Auseinandersetzung

Das Buch hat im Grunde zwei Erzählstränge, einer spielt in der Gegenwart und der anderen weit in der Vergangenheit. Mir persönlich hat die Vergangenheit besser gefallen, doch ich muss sagen, wie die Autorin die Stränge zusammenführt finde ich super und meine Angst, dass das nicht wirklich klappen kann, war völlig unbegründet.

Ich muss ehrlich zugeben, anfangs hat mich das Buch sehr verwirrt. Man wird ins kalte Wasser geworfen und die Geschichte beginnt quasi mitten im Geschehen. Auch der Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart war anfangs irritierend, hierbei war es aber sehr hilfreich, dass unterschiedliche Schriftarten gewählt wurden, dass machte alles doch etwas übersichtlicher.

Es gibt ziemlich „viele“ Charaktere (was einem kaum auffallen wird, wenn man Game of  Thrones liest 😀 ) und es wird aus vielen verschiedenen Sichtweisen erzählt, doch nach ca. 50 Seiten kam ich doch ganz gut rein und hatte einen Überblick, wer denn jetzt wer ist. Die Protagonisten sind allesamt sehr sympathisch und klar dargestellt, ich konnte mich doch recht gut mit ihnen identifizieren und ihre Handlungen waren nachvollziehbar.

Mir hat der Schreibstil von Charlotte Zeiler sehr gut gefallen, toll fand ich auch, dass er immer der Zeit, in der gerade das Geschehen passierte, angemessen war. Dies führte ebenfalls dazu, dass man Vergangenheit und Gegenwart gut unterscheiden konnte.

Was ich auch hervorheben möchte ist, dass man bei diesem Buch auch wirklich was lernen kann, wenn es einen interessiert, da gerade in dem Teil, der in der Vergangenheit spielt, sehr viele Hintergrundinformationen über die Stadt Köln, vor allem eben auch aus dem 17. Jahrhundert zu lesen sind. Charlotte Zeiler hat sich bei der Recherche sehr viel Mühe gegeben.

Fazit

Mir hat dieses Buch gut gefallen, es ist auf jeden Fall lesenswert, vor allem wenn man sich nicht vor historischem scheut, Liebesgeschichten mag oder sich vielleicht auch für die Stadt Köln interessiert. Ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen und bereue gewiss nicht, es gelesen zu haben 🙂 .

Interview mit Charlotte Zeiler


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Heute habe ich ein Interview mit der Autorin Charlotte Zeiler für euch, deren Roman ich in den vergangenen Wochen gelesen habe. Morgen werdet ihr dann passend dazu die Rezension zu „La Vita Seconda“ hier auf dem Blog lesen können 😉 .

Name: Charlotte Zeiler

Sternzeichen : Wassermann- Frau 😉

Geboren : 19.02.1971 (jetzt ist es raus)

Wohnhaft : in der Nähe von Köln

Hobbies : Schreiben, Lesen, mein Hund

Lieblingsverein : habe ich nicht, na vielleicht der Handballverein, wo meine Zwillingstöchter spielen…

Lieblingsfilm : oh, da gibt es einige: Inception, Shutter Island, Die Üblichen Verdächtigen, Pans Labyrinth, Cloud- Atlas, Die Verurteilten, … Ich gehe ganz oft ins Kino.

Lieblingsmusik : querbeet, aber am liebsten immer noch, die 80iger (Depeche Mode)

Lebensmotto : Es gibt keine Zufälle im Leben und am Ende wird alles gut…

Erst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst.

Klar, gerne! 🙂

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich mochte es schon immer. Am Anfang waren es Briefe und natürlich in der Schule Aufsätze.

Irgendwann habe ich mir kleinere Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben. Nach der Ausbildung (zur Krankenschwester), Hochzeit und Familiengründung (3 Kinder 16/16/18) war erst mal Schluss. Als die Kinder größer und selbständiger wurden, habe ich mich bei einer Schreibwerkstatt angemeldet und seither hat mich das Schreiben nicht mehr losgelassen.

Was inspiriert dich?

Mein Job, manchmal auch Filme, die Menschen um mich herum.

Hast du vielleicht ein bestimmtes Ritual, bevor du beginnst zu schreiben?

Leider nein, oft vertrödle ich die (knapp bemessene) Schreib-Zeit.

Wo schreibst du am liebsten?

Zuhause, in meinem Büro, ohne Musik, völlig ungestört.

Hast du Vorbilder, was das Schreiben angeht?

Keinen bestimmten. Was die Selbstdisziplin angeht, Sebastian Fitzek. Wer so viele Bücher, fast wie am Laufband, schreibt, muss „wahnsinnig“ strukturiert sein. Davon hätte ich gerne eine Scheibe.

Was liest du selbst gern?

Momentan „nur“ Rechercheliteratur, aber früher querbeet. Ich kann mich nicht auf ein Genre festlegen. Es gibt so viele gute Bücher.

Ich bedanke mich noch mal, dass du meine Fragen beantwortet hast und wir dich so etwas näher kennen lernen durften.

 Sehr gerne!

 

Die Rote Wand


wp-1455555600275.jpegDie Rote Wand

David Pfeiffer

Heyne Verlag (10.August 2015)

289 Seiten

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Der Tod kommt jedes Mal aus einer anderen Richtung

Wie eine Steinwand, die Gott als natürliche Grenze zwischen Nord- und Südeuropa in die Erde gerammt hat, ragen die Berge hinter Sexten in den Himmel. Hier verläuft 1915 die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Eine Front, die im Ersten Weltkrieg Schauplatz eines erbitterten Stellungskriegs wird. Gekämpft wird auf Felsvorsprüngen, Gipfeln, auf Skiern, mit Stichmessern, Karabinern und Handgranaten. Mann gegen Mann versuchen kleine Einheiten die Höhe zu sichern. In all diesen Scharmützeln hält sich in der roten Wand ein Mädchen auf, das seinem Vater in den Gebirgskrieg gefolgt ist. David Pfeifer erzählt ihre Geschichte und die Geschichte des Dolomitenkriegs in einem eindrucksvollen Roman.

Allgemeines zu Buch und Autor

David Pfeiffer ist gebürtiger Österreicher, wuchs aber in München auf und arbeitete als Journalist für verschiedene Zeitschriften, unter anderem „Stern“ und „Vanity Fair“. Seit 2014 ist er der leitende Redakteur der Süddeutschen Zeitung, hat aber mit „Die Rote Wand“ nun seinen dritten Roman veröffentlicht.

Mir fällt diese Rezension ehrlich gesagt etwas schwer, da ich nicht genau weiß, wie ich das, was ich darüber denke, in Worte fassen soll, aber ich gebe mir Mühe. Vorab sei gesagt, dass mir dieses Buch sehr gut gefallen hat.

Kritische Auseinandersetzung

Man kann dieses Buch nicht so einfach in gut oder schlecht einteilen. Es ist für mich definitiv kein Roman für zwischendurch, man sollte sich wirklich Zeit dazu nehmen und sich auch ein wenig mit dem Hintergrund auseinandersetzen. Man kann sogar passend zum Buch eine App herunterladen, um sich die verschiedenen Orte, die im Buch vorkommen, anzuschauen. Dies kann ich auch nur empfehlen, wenn man wie ich nicht über den Handlungsort Bescheid weiß, da es so doch anschaulicher ist und man sich über Dimensionen auch etwas besser im Klaren ist.

Der Roman ist sehr bildgewaltig geschrieben und gemeinsam mit der App (und auch mit Google 😉 ) kann man sich sehr gut vorstellen, wie es damals dort ausgesehen haben muss. Dies führte für mich dazu, dass ich tiefer in die Geschichte eintauchen konnte, aber auch, dass mich das Ganze mehr berührte und teilweise sogar echt runter gezogen hat.

Es gibt einige Szenen, bei denen die Soldaten und somit auch das Mädchen auf Berge steigen müssen und das ist so wahnsinnig gut und genau geschrieben, dass ich teilweise das Gefühl hatte, ich wäre selbst dort. Wenn der Autor eines mit Bravur beherrscht, dann das beschreibende Erzählen, ohne das man das Gefühl hat, sich zu langweilen, oder dass nur künstlich Länge geschaffen werden soll. Jeder Satz, der geschrieben wurde, muss auf die ein oder andere Art genau dort sein.

Die Geschichte um ein junges Mädchen, dass sich als Junge ausgibt, um ihren Vater wieder zu finden (was übrigens eine wahre Geschichte ist, den Namen des Mädchens erfährt man aber erst am Ende des Buches, während des Buches ist es einfach nur „das Mädchen) , ist ja schon herzergreifend, doch was das Mädchen dann auch noch alles auszuhalten hat, geht wirklich an die Substanz. Gott sei dank war ich noch nie in der Situation des Krieges (und ich hoffe sehr, dass dem auch so bleibt), dennoch fällt es durch die eindringliche Schreibweise nicht schwer, sich in das Mädchen hineinzuversetzen. Mir lief wirklich manchmal ein Schauer über den Rücken und es ist teilweise einfach nur traurig.

Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass man eigentlich nie wusste, was als nächstes passiert. Bei manchen Büchern hat man ja schon mal so eine Ahnung, aber hier passiert so vieles so plötzlich, als wäre es ein Film. Die Charaktere sind sehr authentisch geschrieben und auch ihre Handlungen scheinen mir sehr menschlich und vor allem kann ich mir vorstellen, dass alles genau so war, in den Zeiten des ersten Weltkrieges.

Das Buch ist wirklich sehr interessant und man kann geschichtlich auch wirklich etwas lernen, vor allem aber mehr über die Menschen, die im Krieg waren, erfahren. Es war gewiss nicht durchgehend spannend, sondern oft auch eher informativ und es wird sehr viel beschrieben, ich glaube aber, dass es bei solch einem Hintergrund eben auch nicht anders geht. Lesenswert ist es trotzdem.

Fazit

Wer Lust hat auf ein bildgewaltiges Buch, mit wahrem Hintergrund, tollen Charakteren und ganz nebenbei auch noch etwas lernen möchte, wer nicht durchgängig Spannung braucht, sondern auch einfach mal an Informationen interessiert ist, wer gern über Menschen in den unterschiedlichsten Situationen liest und ein junges Mädchen bei einem gewaltigen „Abenteuer“ begleiten möchte, der sollte dieses Buch lesen.

 

Schließe deine Augen…


20160202_175328-1.jpgDer Schlafmacher

Michael Robotham

Goldmann (11. Januar 2016)

416 Seiten

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Er wiegt dich sanft in den Schlaf, und wenn du Glück hast, lässt er dich am Leben …

Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe, der gleich mit mehreren verdächtigen Personen konfrontiert ist. Motive hätten sie alle, der betrogene Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand, der sich rächen will, für etwas, das ihm einst angetan wurde. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie …

Allgemeines zu Buch und Autor

Michael Robotham wurde in New South Wales, also in Australien geboren, das war 1960. Er war Journalist für einige große Zeitungen und Magazine in London und Sydney, ist nun aber ganz Schriftsteller. Er gewinnt mit seinen Thrillern immer wieder Preise und lebt mit seiner Familie in Sydney.

Hachja, was soll ich sagen. Endlich!! ENDLICH! Endlich wieder ein Buch über Joe O’Loughlin und Vincent Ruiz. Ich habe mich so gefreut, dass endlich wieder mit der Reihe weitergeht, auch wenn ja zwischendurch „Um Leben und Tod“ von Michael Robtoham erschienen ist, aber wenn die beiden Lieblingscharaktere wieder dabei sind, ist es einfach etwas anderes. Aber ich muss ehrlich sein, auch wenn mir das Buch sehr gut gefallen hat, rückblickend betrachtet ist es für mich das bisher schwächste Buch. Aber dazu nun mehr.

Kritische Auseinandersetzung

Als erstes muss ich hervorheben, was mir an allen Büchern dieser Reihe gleich gut gefällt: Die Charaktere. Ich liebe sie einfach, ich finde es super, dass nicht junge, gutaussehende erfolgreiche Ermittler dort sind, sondern eben einfach ein etwas älterer Psychologe, der einiges in seinem Leben schon mitmachen musste und an Parkinson leidet, dessen Familie an alten Fällen zerbrochen ist und der eben einfach kein Friede, Freude, Eierkuchen hat. Und passend dazu ein ebenfalls etwas in die Jahre gekommener, pensionierter Ermittler, der schon etliche Male verheiratet war und sein familiäres Leben nie so ganz auf die Reihe bekommen hat. Die beiden sind mir einfach unglaublich sympathisch und nach dem nun zehnten Buch der Reihe einfach ans Herz gewachsen.

Was ich an Michael Robotham so toll finde, ist, dass man aktiv bei der Auflösung der Fälle dabei ist. Immer wieder gibt es längere Passagen, in denen ein Monolog von Joe stattfindet und man kann richtig mitdenken und sieht, ob man vielleicht das Gleiche schon gedacht hat. Ich persönlich finde das einfach toll und mich interessiert dieser Gedankengang sehr, sowohl aus der Sicht des Psychologen, als auch aus der Sicht von Ruiz. „Der Schlafmacher“ ist übrigens wieder aus der Sicht von Joe geschrieben, Michael Robotham wechselt da ja bei seinen Büchern immer hin und her.

Der Schreibstil ist genauso toll wie immer, es war von Anfang an spannend, dennoch muss ich sagen (Schande über mich), dass das Buch diesmal schon ein paar Längen hatte und ich die auch nicht immer ganz so spannend fand. Es ändert nichts daran, dass das Buch im Gesamten wirklich sehr spannend und interessant ist, aber Längen sind nun mal Längen, ich denke aber, dass das durchaus einfach mal vorkommen kann. In diesem Buch dreht es sich auch oft um Joes Familie, was ich sehr gut fand, was aber vielleicht auch (und was auch total realistisch wäre) zu den Längen führt, da er immer wieder abgelenkt ist von der Sorge um seine Frau und seine Töchter. Sollte es also Absicht sein, würde es zusammen passen.

Was mir an diesem Buch überhaupt nicht gefallen hat, war definitiv das Ende. Nicht weil es schlecht war, sondern weil ich das einfach echt nicht gut finde (sehr freundlich ausgedrückt). Ich möchte das natürlich hier nicht verraten, aber es ist echt gemein und ich habe Michael Robotham das auf Twitter auch geschrieben und bin froh, dass seine Frau meiner Meinung ist. Lest dieses Buch und wenn ihr auch solche Joe O’Loughlin-Fans seid, werdet ihr wissen, was ich meine.

Fazit

Im Großen und Ganzen wieder ein sehr spannendes Buch, welches ich nur jedem weiterempfehlen kann, wie ich auch jedem die ganze Reihe ans Herz lege. Michael Robotham ist einfach einer meiner liebsten Autoren und bisher hat er mich noch nicht einmal enttäuscht und mittlerweile sind ja nun schon elf Bücher auf dem Markt. Lest es! Und schreibt mir, wie ihr das Ende findet 😉 .

Fussball und Mord


20160106_190203-1.jpgRuhrkälte

Birgit Salutzki

Emons Verlag (19. November 2015)

240 Seiten

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Kurz vor einem Fußballderby findet der Platzwart der Glückauf-Kampfbahn einen grausam zugerichteten Toten auf der roten Asche. Der Mörder entfernte dem Mann das Herz und ein Tattoo. Wenig später stirbt ein Taucher bei einer Unterwasser-Hochzeit im TauchRevier Gasometer Duisburg. Was haben ein führerloses Boot, ein Foto und ein vermisster Schüler mit den Morden zu tun? Die Ermittlungen bringen Kommissar Marius Pérez, Halbspanier und MetalFan, an die Grenze seiner Belastbarkeit.

Allgemeines zu Buch und Autor

Birgit Salutzki lebt in Gladbeck, wurde aber in ebenjener Stadt geboren, in dem auch ihr Roman „Ruhrkälte“ spielt: Gelsenkirchen Sie ist freie Autorin, Inhaberin einer Angentur für Veranstaltungen, mit welcher sie Lese-Events anbietet. Ganz nebenbeileitet sie auch noch eine Spielsprachschule für Kinder. Ihr seht, diese Frau ist sehr vielseitig und ein Blick auf ihre Homepage lohnt sich 😉 .

Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen, es ist ein spannender Krimi und die Mischung von Fußball mit Krimi finde ich sehr gut. Ich glaube, dass so ein breiteres Publikum angesprochen wird und es regt auch an, darüber zu sprechen 😉 . Mein Vater beispielsweise liest gar keine Bücher, aber hat mir mit Begeisterung von der Glückauf-Kampfbahn erzählt… 🙂 .

Kritische Auseinandersetzung

„Ruhrkälte“ ist meiner Meinung nach ein sehr solider Krimi, die Autorin schreibt alles sehr genau und man ist bei der Auflösung des Falles quasi „live“ dabei. Ich schätze so etwas sehr an Krimis, da es einfach mehr Spaß macht, wenn man „mit ermitteln“ kann und immer auf dem gleichen Stand ist, wie die Ermittler auch. Es war von Anfang an spannend, eigentlich schon ab der ersten Seite und Birgit Salutzki hält den Leser beim Buch und lässt ihn kaum los (also mich 🙂 ). Ich wollte wirklich unbedingt wissen, was passiert ist und kann auch nur hier wiederholen, dass ich das Thema, welches sich die Autorin für ihren Krimi ausgesucht, beziehungsweise den Fall, einfach super finde.

Das Buch ist an sich sehr gut strukturiert, für mich wird an manchen Stellen die Umgebung etwas zu lang und genau beschrieben, aber das ist sehr subjektiv, ich stelle mir Dinge halt einfach lieber selbst vor, aber da ist denke ich jeder anders.

Während dem Lesen gab es auch ein paar logische Fehler, zum Beispiel sagt ein Ermittler etwas und im nächsten Satz war es dann etwas anders geschrieben, aber ich möchte hier gar nicht so genau darauf eingehen, denn das kann einfach passieren und ich bin mir sicher, manchen würde das gar nicht auffallen. Es waren auch wirklich nur sehr kleine Fehler, die wirklich auszuhalten sind und meiner Meinung nach auch weder den Lesefluss, noch das Verständnis stören.

Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass es mal jede Menge Erzählfäden gab und ich war mir nicht so sicher, wie die sich alle wieder zusammen fügen lassen sollten, doch das hat die Autorin wunderbar hinbekommen und ich finde, dass Ende rundet das ganze Buch ab.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, waren auf der einen Seite die Charaktere, ich finde, dass diese sehr authentisch und sympathisch rüberkommen und das vor allem auch durch ihre Eigenarten, wie zum Beispiel bei Pérez, dass er sich nicht unbedingt immer an die Vorschriften hält. Auf der anderen Seite fand ich es super, dass die „Nebencharaktere“, also sprich die Zeugen und Befragten in ihrem Dialekt gesprochen haben (geschrieben wurden 😉 ). Das war einfach schön zu lesen und das gibt meiner Meinung nach dem Ganzen etwas eigenes.

Fazit

Alles in allem kann ich „Ruhrkälte“ definitiv nur weiterempfehlen, es war sehr spannend und auch einfach mal etwas anderes. Ich glaube, hier kommt jeder Krimi-Fan auf seine Kosten und sollte es einfach mal ausprobieren, ein Fehlkauf ist dieses Buch mit Sicherheit nicht.

 

Lesestatistik Januar


Auch im Januar habe ich natürlich wieder einige Bücher gelesen und ich bin etwas erstaunt darüber, wie viel, denn irgendwie kam es mir dieses Mal ziemlich wenig vor.

20160106_190203-1.jpgKurz vor einem Fußballderby findet der Platzwart der Glückauf-Kampfbahn einen grausam zugerichteten Toten auf der roten Asche. Der Mörder entfernte dem Mann das Herz und ein Tattoo. Wenig später stirbt ein Taucher bei einer Unterwasser-Hochzeit im TauchRevier Gasometer Duisburg. Was haben ein führerloses Boot, ein Foto und ein vermisster Schüler mit den Morden zu tun? Die Ermittlungen bringen Kommissar Marius Pérez, Halbspanier und MetalFan, an die Grenze seiner Belastbarkeit.

 

COVER_Der_vergiftete_Raum_01

Hier von habe ich den vierten bis siebten Teil gelesen, aber das Cover des ersten Teiles soll wieder stellvertretend sein.

Grausame Erscheinungen, blutige Nächte: In einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche passieren fürchterliche Dinge. Die junge Sozialpädagogin Juliana Braun erfährt durch einen anonymen Brief davon und bewirbt sich auf eine offene Stelle. Sie hofft, den Jugendlichen helfen zu können, die immer tiefer in Halluzinationen und sinnlose Gewalt geraten. Doch das Böse scheint stärker als alle ihre Bemühungen, als wären die Erinnerungen an die grausige Vergangenheit des Heims in die Wände eingesickert. Und Juliana muss sich ihren eigenen dunklen Erinnerungen stellen, um sich und ihre Schützlinge zu retten.

20160202_175328-1.jpgEin abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe, der gleich mit mehreren verdächtigen Personen konfrontiert ist. Motive hätten sie alle, der betrogene Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand, der sich rächen will, für etwas, das ihm einst angetan wurde. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie …

20160202_175411-1.jpgStrafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Verblüffung wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn nicht nur berichtet Simon von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch …

20160202_175400-1.jpgDrei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

20160202_175715-1.jpgParis 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis … Zur Rezension

20160202_175340-1.jpgEinfach atmen und den Augenblick genießen – beim Sonnengruß ist die junge Yogalehrerin Dee mit der Welt im Reinen. Doch sobald sie auch nur einen Schritt vor die Tür des Yogastudios setzt, herrscht das Chaos: die Rechnungen, die sich auf ihrem Couchtisch stapeln, ihre Mutter, der Dees Lebensstil so gar nicht gefällt, und das Auto, das klappernd durch die Straßen Sydneys hustet. Mehr schlecht als recht steuert Dee so durch ihren Alltag, bis der durchorganisierte Businessmann Ethan auch noch ihr Herz aus dem Takt bringt. Doch wie soll sie im Moment leben, wenn die Liebe eine Zukunft haben soll?

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Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man nach einem Konzert mit dem Sänger der Band im Bett landet, obwohl man den eigentlich total bescheuert findet.

Wirklich.
Kein großes Ding.
So was passiert.
Aber ausgerechnet ihr?
Nein!
Ganz.
Sicher.
Nicht.

Oder vielleicht doch?

20160202_175727-1.jpgNeue Stadt, neue Schule, neue Leute. Leo ist heilfroh, sein altes Leben hinter sich zu lassen. Als er die stille Marie kennenlernt, ist er von ihr fasziniert. Doch was, wenn sie sein Geheimnis erfährt?
Marie würde alles dafür geben, die Zeit zurückdrehen zu können, zurück zu dieser einen falschen Entscheidung. Aber das ist unmöglich und so verkriecht sie sich in ihrem kleinen Schneckenhaus aus Schuld.
Bis sie auf Leo trifft, der ganz anders ist als die anderen. Und obwohl sie sich dagegen wehrt, stellt er ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr auf den Kopf.

Insgesamt habe ich im Januar also 10 Bücher gelesen. Das waren zusammen 3534 Seiten und dies wiederum entspricht ca. 114 Seiten am Tag. Ich bin ganz zufrieden mit mir, hätte aber gern etwas mehr geschafft, aber naja 😀 .

Blogtour „Eiskalte Verschwörung“ – Gewinnerbekanntgabe


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Zunächst möchte ich meinen tollen Blogger-Kollegen für die interessante Blogtour danken, dann möchte ich Astrid Korten für das zu Verfügung stellen eines Rezensionsexemplares danken, doch der größte Dank gilt natürlich euch Lesern, die sich unsere Beiträge durchgelesen haben und kommentiert haben 🙂 .

Ich hoffe, für euch war es so interessant, wie für uns und den Gewinnern wünsche ich natürlich viel Spaß beim Lesen!

Und gewonnen haben:

5 x 1 signiertes Print

– JanaBabsi
– Andrea Wildfang
– Margareta Gebhardt
– Daniela Schiebeck
– Glitzerfee / Vanessa

Bitte schickt an info@cp-ideenwelt.de mit dem Betreff: Eiskalte Verschwörung eine E-Mail und vergesst nicht Eure Anschrift.

Interview mit Holger Hagenah


Heute habe ich ein Interview mit dem Autoren Holger Hagenah für euch, der sich freundlicherweise dafür zu Verfügung gestellt hat 🙂 .

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Name: Holger Hagenah

Sternzeichen : Skorpion (5.11.1985)

Geboren : Hamburg

Wohnhaft : Leipzig

Hobbies : Bücher schreiben, Boxsport, Gitarre spielen und asiatische Kampfkunst

Lieblingsverein : FC Bayern und St. Pauli natürlich

Lieblingsfilm : alles außer dieser Bollywoodmüll und Horrorfilme. Echt Gift für die Augen

Lieblingsmusik : von 2pac bis Andreas Gabalier eigentlich wirklich fast alles. Momentan hat es mir Lateinamerikanische Musik angetan

Lebensmotto : Drück mich zu Boden, doch ich steh wieder auf als wär ich Jesus Christus

Vorbilder : Meine Stieftochter, Kinder sind halt die besseren Menschen und Erwachsenen

Erst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Zum Schreiben bin ich eigentlich durch meinen besten Freund gekommen, der nun auch zuständig für meine Covergestaltung ist. Angefangen hat es damit, dass ich einfach mal ein paar Aufzeichnungen meines Lebens machte. Nennen wir es einfach Tagebuchaufzeichnungen. Diese hab ich dann meinem besten Freund per mail geschickt und einige Tage später, telefonierten wir dann. Er war der festen Überzeugung, dass das es guter Stoff für eine Geschichte sei. Also fing ich an zu schreiben. Ich schreibe weil es mir Spaß macht und es mich befreit. Viele Missstände liegen hinter mir, aber wenn ich schreibe, bin ich frei von alldem. Außerdem möchte ich den Menschen etwas vermitteln und zwar, dass man nie aufgeben sollte.

Was inspiriert dich?

Das hört sich jetzt vielleicht doof an, aber mich inspiriert diese kalte und abgestumpfte Welt in der wir uns leider befinden. Man könnte es eher auch Motivation nennen. Natürlich meine ich damit nicht die Mehrheit der Menschen, aber leider ist es so, dass sehr viele Menschen keine anständigen Wertemehr besitzen. Ich sehe mir diese smartphonegesteuerte Generation an und muss leider immer wieder mit dem Kopf schütteln. Die haben doch alle wirklich den Sinn zum wahren Leben komplett verloren. Sicherlich kann ich mit meinen Büchern die Welt nicht komplett verändern aber ich möchte einige Menschen einfach wachrütteln. Außerdem war ich selbst ganz unten und möchte dort nie wieder hin. Das ist meine Motivation, die mich voran bringt. Deswegen findet am 2.02.16 auch meine Spendenaktion für Obdachlose in Leipzig statt. Jeder einzelne Cent vom Gewinn eines Buchs wird gespendet. Ich freue mich schon auf die Menschen die ich damit ein Stück weit glücklich machen kann. Sowas ist für mich viel mehr wert als jedes Geld der Welt.

Hast du vielleicht ein bestimmtes Ritual, bevor du beginnst zu schreiben?

Ja, das hab ich wirklich. In der Regel höre ich meist immer dieselbe Musik und als Motivation stelle ich das eingerahmte Bild meiner Freundin und deren Tochter direkt neben dem Laptop. Außerdem schalte ich Handy und Haustürklingel komplett aus, da ich einfach ruhe brauche. Ansonsten habe ich keine bestimmten Rituale.

Wo schreibst du am liebsten?

Ganz klar. Am liebsten zu Hause, da ich mich dort am besten entspannen kann. Immer am Schreibtisch am Laptop und meist in der Nacht, da ich ein echter Nachtmensch bin. Komischerweise kommen mir dann die besten Ideen in den Kopf.

Hast du Vorbilder, was das Schreiben angeht?

Nein, absolut gar nicht und ich möchte auch keine Vorbilder haben. Sicherlich lese ich des Öfteren einige Werke anderer Autoren aber jeder Mensch ist ein Unikat und somit möchte ich niemanden nacheifern. Zum Einen bin ich ein 30 jähriger junger Mann, somit wäre es ziemlich merkwürdig wenn ich in dieser Beziehung ein Vorbild hätte. Die Einzige, die ich als Vorbild ansehe ist meine Stieftochter. Sie zeigt mir, was es heißt ein Mensch zu sein und gibt mir das Gefühl etwas ganz besonderes in mir zu haben. Sie belebt einfach das Kind in mir wieder und deshalb ist sie auch mein Vorbild. Außerdem möchte ich keine Gratiswerbung für andere Autoren machen. Vor allem nicht für die Großen, die ohnehin schon genug verdienen. Aber nun mal ehrlich, ich bin ein einfacher Mensch und Mann und möchte auch gar nicht zwingend als Autor betitelt werden. Ich freue mich jedes Mal wenn Menschen sich für meine Werke interessieren und meine Werke kaufen, aber alles andere ist mir egal. Ich brauche keinen Ruhm oder dergleichen, aber ich möchte dass etwas bei den Menschen im Kopf hängen bleibt. Sicherlich kann ich nicht die Welt alleine retten aber jeder einzelne kann sie für sich verbessern. Dieser materialistische Müll ist dabei vollkommen egal. Es geht um anständige Werte, die ich den Menschen auf den weg mit geben möchte und ich hoffe dass mir das gelingt.

Was liest du selbst gern?

Was mich fasziniert sind wahre Geschichten. Vor allem von Menschen, die aus dem Nichts etwas aufgebaut haben und nie aufgeben, bis sie ihr Ziel erreichen. Ab und an lese ich auch mal Thriller oder einen Roman. Leider komme ich in der letzten Zeit nicht mehr so oft selbst zum Lesen, da ich dabei bin neue eBooks bzw. Bücher zu schreiben. Allerdings lese ich leidenschaftlich gerne und werde dies bei Zeiten auch wieder intensivieren.

Ich bedanke mich noch mal, dass du meine Fragen beantwortet hast und wir dich so etwas näher kennen lernen durften.