Blogtour zu „Eiskalte Verschwörung“ Tag 3

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Liebe Leser,

Heute an Tag 3 unserer Blogtour zu „Eiskalte Verschwörung“ möchte ich euch etwas zu „Predictive Policing“ erzählen. Aber zunächst… habt ihr euch schon den gestrigen Beitrag angesehen?

Nun aber zu meinem Beitrag. Ich möchte zuerst einmal sagen, dass das Thema äußerst komplex ist und ich mir nicht zu 100% sicher bin, dass es genau so ist, wie ich es euch gleich erklären werde. Grundsätzlich stimmt das natürlich schon, aber ob es dann in Wahrheit auch so angewendet wird, das kann ich natürlich nicht wissen, das könnten nur die dafür Verantwortlichen sagen. Ihr werdet aber zumindest einen kleinen Eindruck bekommen und ich glaube, dass es wichtig ist, sich vorher damit zu beschäftigen, um das Buch auch wirklich verstehen zu können.

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Predictive Policing bedeutet übersetzt so etwas wie „voraussagende Polizeiarbeit“. Im Grunde ist es also die Arbeit der Polizei, die stattfindet, bevor das eigentliche Verbrechen überhaupt erst stattfindet.

Dies soll über eine Software funktionieren, die mit Hilfe von Statistiken und Beobachtungen, kurz gesagt mit gesammelten statistischen Falldaten herausarbeitet, wo es eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Verbrechens gibt. Im Moment wird diese Vorgehensweise in Deutschland noch nicht von allen Bundesländern angewendet und die die es anwenden, tun dies bisher nur bei Wohnungseinbrüchen, zumindest soll es so sein. Bisher gibt es für diese Software zwei Anbieter, einmal „PreCobs“ und einmal „PrePol“.

Man kann also sagen, bereits vorhandene Straftaten und alles, was in der Gegenwart passiert wird mit Hilfe dieser Software gesammelt, die Polizisten (oder wer auch immer dafür dann verantwortlich ist“ tragen alles ein und diese Software kann dann eine Karte erstellen, auf der zu erkennen ist, wo am häufigsten (bleiben wir beim Beispiel) Wohnungseinbrüche stattfinden könnten. Es handelt sich also um raumbezogene Informationen, die quasi die „Herde“ für diese Straftat aufzeigt.

Dies klingt ja grundsätzlich gar nicht mal so schlecht, denn Straftaten zu verhindern, bevor sie überhaupt passieren, ist ja grundsätzlich eine gute Sache. Ein großes Problem bei dieser Sache ist aber der Datenschutz, denn diese Software setzt ja voraus, das möglichst jede Information über jeden Ort und jeden Menschen vorhanden ist, um daraus dann auch eine möglichst gute und verlässliche Karte erstellen zu können. Hierbei würden vor allem auch regelmäßige Aktivitäten mit einbezogen, zum Beispiel, wann jemand weggeht, welchen Freizeitaktivitäten nachgegangen wird, daraus dann wieder Rückschlüsse gezogen ob jemand eher reich oder eher arm ist, und so weiter. Ihr seht, dass ist erst mal eine ganze Menge Arbeit und vor allem wird diskutiert, ob dies nicht zu sehr in die Privatsphäre der Bürger eingreift und nicht doch unter den Datenschutz fällt.

Ein weiteres Problem ergibt sich darin, dass es unter Umständen Vorurteile schürt, da diese Software dann auch „Stereotype erstellt“ und man kann ja nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass nur weil jemand in diese Stereotype reinpasst, dieser auch für die angefallene Straftat verantwortlich ist.

Das Thema „Predictive policing“ wurde zum Beispiel bereits im Film „Minority Report“ aufgegriffen, aber auch die Serie „Person of Interest“ arbeitet mit diesem Thema.

Ihr seht, das Ganze hat natürlich Vor- und Nachteile, wie es ja nun mal immer so ist und ich persönlich bin sehr gespannt, wie sich das weiter entwickelt und ob es irgendwann mal so sein wird, dass „Predictive Policing“ noch stärker in die Polizeiarbeit in Deutschland mit einbezogen wird.

So, nun folgt meine Frage, die ihr beantworten müsst, um eines von fünf Print-Exemplaren von „Eiskalte Verschwörung“ zu gewinnen. Ich wünsche euch viel Glück dabei! 🙂

Was haltet ihr von Predictive Policing?

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 1.2.2016 um 23:59 Uhr.

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6 Kommentare zu „Blogtour zu „Eiskalte Verschwörung“ Tag 3

  1. Liebe Tamy, super erklärt. Eiskalte Verschwörung greift das Thema im Anhang auf und nur bedingt im Buch. Sonst wäre es ein Sachbuch geworden. Hier geht es um eine Kriminalistendynastie, die in den Fängen eines Psychopathen gerät, der die Software missbraucht um Unheil anzurichten. Sehr spannender Thriller. Den Teilnehmern viel Glück 🍀

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  2. Hallo,

    ich finde es eine gute Sache, wenn dadurch Straftaten verhindert werden können… aber ich denke das auch viele dadurch als verdächtig gelten, die wahrscheinlich nie so etwas tun würden. Ein heikle Sache also 🙂

    LG
    SaBine

    Gefällt 1 Person

  3. Guten Morgen!

    Ich bin da zweigeteilter Meinung weil ich denke, dass man alles auch missbrauchen kann. Solange die Daten tatsächlich nur dafür herangezogen werden, Verbrechen zu minimieren, habe ich keine Probleme damit, dass jemand (in dem Fall die Polizei) weiß, wann wer unser Haus verlässt, betritt oder welchen Dingen er regelmäßig nachgeht.

    Sobald aber diese Daten für andere Dinge missbräuchlich benutzt werden, hätte ich ein großes Problem damit.

    Datenmissbrauch kann man aber heute leider nicht mehr komplett ausschließen. Predictive Policing wird dann wohl Fluch und Segen gleichermaßen sein.

    Gruß
    Babsi

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  4. Hallo ,

    Toller und interessanter Beitrag . Vielen Dank .
    Ich finde es ist Ok wenn man einsetzt und dadurch verhindert ein Straftat
    und wegen Datenschutz es ist nicht so schlimm weil wir werden es schon sowieso überall erfasst und unsere Daten gespeichert ( z.B Kundenkarten usw.) .

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt

    Gefällt 1 Person

  5. Wenn durch dieses programm wirklich nur Straftaten eher verhindert werden können, ist es eine gute Sache. Wenn es aber zu anderen begsticen Zwecken genutzt wird, dann nicht. Es kommt wohl immer drauf an, wer sowas in die Finger bekommen könnte ;-). So wie wohl auch im Buch 😀

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    Gefällt 1 Person

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