Ein verdammt perfektes Buch

20160103_120053-1.jpgAll die verdammt perfekten Tage

Jennifer Niven

400 Seiten

Limes Verlag (28. Dezember 2015)

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Rückentext

Ein Mädchen lernt zu leben – von einem Jungen, der sterben will

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Allgemeines zu Buch und Autor

Jennifer Niven wuchs, genau wie Violet und Finch in Indiana auf, lebt aber heute mit ihrem Verlobten in Los Angeles. 2000 machte sie das Schreiben zu ihrem Hauptberuf und mit „All die verdammt perfekten Tage“ begeisterte sie die viele Verlage. Es soll ebenfalls verfilmt werden.

Ich möchte schon voraus sagen, das meine Rezension diesem Buch nicht gerecht wird und auch gar nicht gerecht werden kann. Dieses Buch behandelt eine starke, wunderschöne, vor allem aber auch eine zerbrechliche Geschichte, die mich mitten im Herzen berührt hat, die mein Herz geöffnet hat, um es dann zu zerbrechen.

Kritische Auseinandersetzung

Dieser Roman besticht vor allem durch seine authentischen, sicher nicht perfekten, dafür aber umso liebenswerteren Hauptcharaktere, Violet und Finch. Sie sind beide sehr unterschiedlich, doch haben sie eine Sache gemeinsam: Sie möchten sterben. Zwar aus völlig anderen Gründen, doch scheint es ihr Schicksal zu sein, sich in dem Augenblick zu treffen, in dem sie ihrem Leben eigentlich ein Ende setzen wollten. Zu den Gründen möchte ich an dieser Stelle gar nichts sagen, denn dass müsst ihr schon selbst lesen.

Jedenfalls entwickelt sich aus diesem Treffen eine Art Freundschaft, die zunächst aber hauptsächlich von Finch ausgeht. In der Schule sollen sie ein Schulprojekt über ihre Heimat machen und Finch schafft es, Violet zu überreden, seine Partnerin zu sein. Die beiden kommen sich durch dieses Projekt näher und die Geschichte nimmt ihren Lauf…

Das Buch ist sehr schön geschrieben, es lässt sich leicht lesen und durch wechselnde Erzähler kann man die Gefühlswelt der beiden Protagonisten gut kennen lernen und sich in sie einfühlen. Sehr gut gefiel mir vor allem, dass man an der Schreibweise erkennen konnte, aus welcher Sicht gerade geschrieben wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass es etwas schwieriger ist, als Frau aus der Sicht eines Mannes zu schreiben.

Ich habe mich von diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt, auch wenn es unter Tränen endete, aber es ist einfach ein tolles Buch und ich möchte es auf jeden Fall nochmal lesen. Es hat mich einfach direkt vom ersten Satz an abgeholt und mich mitgerissen, ich habe gelacht und mich gefreut und gleichzeitig geweint. Dieses Buch bedient alle Gefühle und ich bin sicher, dass jeder Leser die beiden Protagonisten verstehen kann.

Trotz dass „All die verdammt perfekten Tage“ teilweise sehr traurig ist, gibt es auch Hoffnung. Außerdem macht es aufmerksam darauf, die Anzeichen von schweren Depressionen zu erkennen um den Menschen, die unter dieser Krankheit leiden, vielleicht doch helfen zu können.

Fazit

Ich kann dieses Buch ohne Einschränkungen empfehlen, an jeden. Es ist wunderschönes Buch, dass mich auch noch Tage nach der letzten Seite in seinem Bann hatte. Es hat mich ein wenig an „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ erinnert, also würde ich mal sagen, wem dieses Buch gefallen hat, dem wird auch „All die verdammt perfekten Tage“ gefallen.

 

 

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