Noah – Mein erster Fitzek

wpid-20151004_083042-1.jpgNoah

Sebastian Fitzek

Bastei Lübbe (18. Dezember 2014)

558 Seiten

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Rückentext

Er kennt seinen Namen nicht. Er hat keine Ahnung, woher er kommt. Er kann sich nicht erinnern, warum er in Berlin ist, seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah: Dieser Name ist in seinen rechten Handballen tätowiert. Für Noah wird die Suche nach seiner Identität zu einem Alptraum. Denn wie es scheint, ist er das wesentliche Schlüsselelement einer globalenVerschwörung, die bereits zehntausende Opfer gefordert hat und nun die gesamte Menschheit bedroht …

Allgemeines zu Buch und Autor

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren, wo auch die meisten seiner Thriller spielen. Er hatte nach seinem Uni-Abschluss und seinem ersten Buch in Form einer Jura-Promotion zum Thema „Urheberecht“ Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Das Besondere an ihm ist, dass er sehr kommunikativ gegenüber seiner Fans ist, sei es im sozialen Netzwerk oder auch bei zahlreichen Lesereisen. 2006 veröffentlichte er sein erstes Buch „Die Therapie“ und feierte damit einen internationalen Durchbruch.

Noah ist, zumindest so, wie ich es in verschiedenen Facebook-Gruppen mitbekommen habe, ein sehr umstrittenes Buch. Die Einen lieben es, die Anderen eher nicht. Mir persönlich hat es einfach super gut gefallen, ich hab es in wenigen Stunden im Rahmen einer Lesenacht ausgelesen und war begeistert. Dies war zwar noch nicht der endgültige Ausbruch meines „Fitzek-Fiebers“, aber es war zumindest der Grund, warum ich weitere Bücher in Erwägung zog.

Kritische Auseinandersetzung

Was mir besonders gut gefällt, aber eigentlich bei allen Fitzek-Büchern, man ist einfach direkt im Geschehen. Figuren werden nicht allzu groß vorgestellt, man lernt die Charaktere im Verlauf des Buches kennen. Ich finde das immer sehr interessant, aber nicht jeder Autor beherrscht das so wie er. Bei Noah fällt dies natürlich besonders dadurch auf, dass sich Noah an nichts erinnern kann und er sich im Grunde ja selbst erst mal kennen lernen muss bzw. herausfinden muss, wer er eigentlich ist.

Die Charaktere sind mir auch sehr sympathisch. Trotz dass es sich um einen Thriller handelt, schafft Sebastian Fitzek es, die Figuren sehr authentisch und humorvoll darzustellen, man bekommt das Gefühl, dass man genauso einem Menschen auf der Straße begegnen könnte. Ich finde das sehr wichtig, da keine Figur einfach nur „böse“ ist oder einfach nur „gut“, sondern alle sehr vielschichtig sind. Und auch hier muss man lernen, dass man selbst in einem Buch von Menschen enttäuscht werden kann, sich über sie wundern kann und von ihnen überrascht werden kann.

Grundsätzlich ist die Geschichte um Noah natürlich unglaublich und sehr spannend. Sie ist sehr gut durchdacht und vorbereitet und ich glaube, dass der Autor hier sehr viel Arbeit hineingesteckt hat. Innerhalb des Buches werden sehr viele weitere Themen behandelt, die zusammengehören und mir persönlich konnte Sebastian Fitzek bei einigem die Augen öffnen bzw. mich auf Dinge aufmerksam machen. Dieses Buch habe ich zwar schnell ausgelesen, aber es war ganz sicher nicht schnell vergessen, ich habe wirklich noch lange darüber nachgedacht und auch selbst ein wenig recherchiert. Und Bücher, die so etwas schaffen, können ja gar nicht schlecht sein 🙂 .

„Noah“ ist aber nicht nur ein sehr spannendes und interessantes Buches, es ist stellenweise auch sehr ergreifend, wenn ich zum Beispiel an die Szenen in Manila denke. Ich widerhole mich, aber es ist kein Buch, dass man einfach so wegstecken kann. Es ist nicht übermäßig blutig, dennoch ist es nicht weniger erschreckend. Das Buch packt den Leser eigentlich von Anfang an, auch die verschiedenen Orte des Geschehens, machen es nicht schwer, am Buch dran zu bleiben. Man kommt nicht durcheinander, daran können auch die vielen Charakteren nichts ändern. Es ist einfach durchweg spannend, vor allem auch durch die Flashbacks von Noah.

Fazit

Ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen, muss aber sagen, dass es auch ohne viel Blut bestimmt nichts für schwache Nerven ist. Es hat mich einfach nur gefesselt und mir gezeigt, dass auch deutsche Autoren einen richtig guten Thriller ablegen können 😀 . Nein, das ist gemein, aber ich lese schon eher Thriller von britischen oder amerikanischen Autoren, doch nun lese ich auch Fitzeks 😀 . Wer also einen sehr tiefgründigen Thriller lesen möchte und auch etwas härtere Kost verträgt, kann hier getrost zugreifen und wird ganz gewiss nicht enttäuscht werden.

Da ich jetzt schon einige Bücher von Sebastian Fitzek gelesen habe, würde ich von euch gern mal wissen, welches euer Lieblingsbuch von ihm ist?

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