Wie keiner sonst

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Jonas T. Bengtsson

Heyne Verlag (8. Dezember 2014)

448 Seiten

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Rückentext

Vater und Sohn. Gemeinsam führen sie einen Überlebenskampf am Rand der Gesellschaft. Immer wieder ziehen sie um, ein Leben wie auf der Flucht. Und doch fehlt es dem Jungen an wenig. Der Vater lehrt ihn nicht nur lesen, schreiben und rechnen, sondern erklärt ihm auch das Leben. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Sie vertrauen und lieben einander bedingungslos. Doch das scheinbar sorglose Dasein wird von einem folgenschweren Ereignis überschattet.

Allgemeines zu Buch und Autor

Jonas T. Bengtsson wurde 1976 geboren und hat mit seinen bisher drei Romanen schon mehrere Preise erhalten, auch wurde einer bereits verfilmt und ebenfalls ausgezeichnet. Er lebt in Kopenhagen. Auch „Wie keiner sonst“ wird verfilmt werden, die Rechte sind bereits verkauft.

Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen, ich konnte es kaum aus der Hand legen und war einfach nur begeistert!

Kritische Auseinandersetzung

Dieses Buch macht eindeutig seine Charaktere aus, ein liebevoller Vater und ein Sohn, der seinen Vater genauso sehr liebt. Die Beiden leben ein eher etwas anderes Leben, sie ziehen häufig um und das meistens sehr plötzlich, ohne dies länger zu planen, außerdem geht der Sohn auch nicht in die Schule, obwohl er gern würde. Der Vater bringt seinem Sohn alles selbst bei und er scheint ein sehr gebildeter Mann zu sein, was man im Fortlauf des Buches als Lehrer herausfindet. Ich mag, wie er seinem Jungen alles erklärt und ihn mit einbezieht und das er, obwohl scheinbar nicht viele finanzielle Mittel zu Verfügung stehen, alles daran setzt, dass sein Sohn glücklich ist.

Der Vater hat auch keine feste Arbeitsstelle, er wechselt sie immer wieder und dabei auch das ganze Arbeitsfeld. Er lässt seinen Sohn manchmal den ganzen Tag alleine, was in seinem jungen Alter eigentlich ja nicht so toll ist, doch er scheint von seinem Vater von Anfang an sehr selbstständig erzogen worden zu sein.

Die Beziehung zwischen den Vater und Sohn finde ich unwahrscheinlich schön dargestellt, manche Sätze trafen mich genau ins Herz, weil der Autor es so geradeheraus und ehrlich schreibt. Grundsätzlich „plätscherte“ die Geschichte manchmal vor sich hin, doch ich glaube, man musste sehr auf die Details achten um zu sehen, wie wertvoll auch diese Teile der Geschichte sind.

Längen hatte ich in diesem Buch gar keine, ich konnte es sehr schnell durchlesen und hätte mir am Ende fast gewünscht, dass ich es nicht so schnell gelesen hätte. Der Autor schreibt klar und deutlich, beschreibt viel, aber nicht zu viel. Das Buch ist aus der Sicht des Jungen geschrieben, was ich mal etwas anderes finde, da sich ja eigentlich jeder in ein Kind hineinversetzen kann, wir waren ja schließlich alle mal eines. Aber daher kommt es natürlich, das Manche Passagen nur vage beschrieben sind, da der Sohn vielleicht den Ausdruck dafür noch nicht kennt oder auch einfach nicht weiß, was der Vater macht, wenn er weg ist oder was manches zu bedeuten hat.

Die große Wende des Buches folgt dann nach einer sehr schrecklichen Situation, die ich euch jetzt natürlich nicht vorwegnehme, dennoch konnte man gerade hier erkennen, dass das Buch aus der Sicht eines Kindes geschrieben wurde. Dies verändert den Vater völlig (auf eine gewisse Art zurecht), doch ändert sich dadurch alles.

Der Schluss hat mir sehr gut gefallen, doch konnte ich meine Tränen da nicht mehr zurückhalten und ich weine wirklich nicht oft bei Büchern. Aber diese Geschichte und vor allem die Vater-Sohn-Beziehung haben mich einfach sehr berührt und ich bin froh, dass ich sie gelesen habe, obwohl ich anfangs skeptisch war. Ich glaube, dies ist eines der wenigen Bücher (abgesehen von Harry Potter), dass ich noch ein zweites Mal lesen werde.

Fazit

Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, wen ich hier Sterne verteilen würde, dann hätte es definitiv alle Sterne bekommen. Es hat mich so sehr berührt und mich trotzdem gut unterhalten und war vor allem einfach mal etwas Anderes, was ich so noch nie gelesen habe. Die filmrechte sollen auch verkauft sein, ich bin gespannt, den Film werde ich mir definitiv anschauen.

 

 

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Ein Kommentar zu „Wie keiner sonst

  1. Das Buch hört sich richtig toll an!! 🙂
    Ich glaube, ich werde es mir auch anschaffen und lesen (ist ja nicht so, als hätte ich ungefähr 12 ungelesene Bücher zu Hause, die auf mich warten 😀 ). Leider drängelt sich die Fachliteratur immer vor…

    Gefällt 1 Person

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