Rezension: Pretty Girls

20151207_090025-1.jpgKarin Slaughter

Pretty Girls

HarperCollins (7.Dezember 2015)

400 Seiten

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Rückentext

März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten  werden je mit dem Verlust fertig. Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund.

Allgemeines zu Buch und Autor

Zu Karin Slaughter werde ich an dieser Stelle gar nicht mehr so viel schreiben, ich habe ja einen ausführlichen Blogbeitrag zu ihr geschrieben, den ihr euch durchlesen könnt, wenn ihr etwas zu ihr wissen möchtet 🙂 . Blogbeitrag Karin Slaughter

„Pretty Girls“ habe ich im Rahmen der Blogtour als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen und ich kann nur sagen, dass es einfach super war. Es hat mich praktisch von der ersten Seite an gefesselt und über manche Wendungen war ich einfach nur geschockt.

Kritische Auseinandersetzung

Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat und ich glaube, dass das für dieses Buch auch unheimlich wichtig war, waren die Charaktere. Claire und Lydia waren einfach toll und anders hätten sie auch nicht sein dürfen. Beide sind Antihelden, sie haben sowohl sehr gute Eigenschaften, dennoch haben beide keine blütenweiße Weste und durchaus eine nicht ganz so saubere Vergangenheit. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich Lydia ein klein wenig lieber mochte, weil mir ihre rebellische und trotzdem so fürsorgliche Art gegenüber einer lang vermissten Schwester und vor allem auch gegenüber ihrer Tochter gefallen hat. Claire ist meiner Meinung nach etwas naiver, macht dafür aber auch die größere charakterliche Entwicklung innerhalb der Geschichte durch.

Die Geschichte des Buches an sich ist natürlich sehr verstörend und ich möchte vor allem nicht mit Claire tauschen. Dennoch ist das Verschwinden von Julia natürlich allen Familienmitgliedern schwer ans Herz gegangen und ich finde es gut, dass Karin Slaughter beschreibt, wie unterschiedlich alle damit umgehen. Dennoch kommt die Mutter der drei kaum im Buch vor, hat aber dennoch noch eine sehr wichtige Rolle, während der Vater immer wieder über „Briefe“ an Julia vorkommt. Dies hat mir auch sehr gut gefallen, denn so hatte man nicht nur diese Dramatik des Thrillers, sondern zwischendurch ging einem das Buch über diese „Briefe“ richtig ans Herz.

Das Thema des Buches, also das Verschwinden von Kindern und dann auch das Thema dieser „SNUFF“-Pornos, ist natürlich sehr aktuell, denn mal ehrlich, es verschwinden leider immer wieder Kinder und mit dieser „Porno-Sache“ hat Karin Slaughter für mich wirklich die Grenze des Vorstellbaren erreicht und seit ich dieses Buch gelesen habe, hoffe ich inständig, dass das nur eine Legende ist und nicht die Wahrheit.

Den Schreibstil finde ich sehr gelungen, es gibt keine Längen und man ist von Anfang an mitten im Geschehen und es ist auch von Anfang an spannend und interessant. Ich konnte wirklich kaum aufhören, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht und das macht doch ein gutes Buch aus.

Fazit

„Pretty Girls“ hat mir sehr gut gefallen und ich kann es allen empfehlen, die gern Thriller lesen, die aber auch ein wenig härtere Kost vertragen können, denn zwischendurch gibt es immer wieder Stellen, die doch etwas weitergehen als die meisten Thriller. Es lohnt sich auf jeden fall, dieses Buch zu lesen und ich glaube, ich werde mir auch noch das ein odere andere Buch von Karin Slaughter anschauen.

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Ein Kommentar zu „Rezension: Pretty Girls

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