Rezension: Tod auf dem Titisee

TitiseeTod auf dem Titisee

Sanne Aswald

Emons Verlag (16. Juli 2015)

208 Seiten

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Rückentext

Eigentlich will sich Clarissa entspannt für ihr nächstes Buch zum Thema Wellness und Genuss inspirieren lassen. Doch die Ruhe findet ein jähes Ende, als sie einen Toten an Bord eines Bootes auf dem Titisee entdeckt – und ins Visier des Ermittlers gerät. Um sich zu entlasten, begibt sich Clarissa höchstpersönlich auf Spurensuche. Dabei stößt sie hinter der trügerisch heilen Welt auf ausgesprochen unschönen Bodensatz.

Allgemeines zu Buch und Autor

Sanne Aswald lebt selbst in der Nähe von Freiburg, wo sie seit 6 Jahren hauptberuflich Schriftstellerin ist und nebenbei eine familieneigene Senfmanufraktur, gemeinsam mit ihrem Mann führt. Sie veröffentlichte bereits mehrere Kinder-und Jugendbücher und mittlerweile zwei Bücher für Erwachsene. Ihr erster Roman erschien unter dem Namen Susanne Oswald.

Ich habe ja bereits an der Blogtour zu „Tod auf dem Titisee“ teilgenommen und ich kann euch wirklich nur empfehlen, euch dieses Buch mal anzuschauen, wenn ihr gern Krimis mögt aber auch auf Humor nicht verzichten wollt.

Kritische Auseinandersetzung

Zunächst möchte ich auch hier die tollen Charakteren loben. Sie sind unheimlich sympathisch dargestellt und ich hatte zwischendurch wirklich das Gefühl, zumindest Clarissa zu kennen. Sanne Aswald beschreibt die Figuren wirklich sehr genau, ohne aber mit unnötigen Beschreibungen Zeit zu verschwenden. Man lernt die Figur durch das „was sie tut“ kennen, was mir wirklich sehr gut gefällt. Sie versteht es sogar, Charakteren, die einem irgendwie unheimlich sind (Kommissar Hübchen!) so darzustellen, dass sie am Ende doch wieder liebenswert sind.

Besonders sticht für mich auch der Schreibstil der Autorin hervor. Es ist sehr flüssig und leicht zu lesen, ohne zu viel „Drumherum“ und dennoch konnte ich mir sowohl die Charakteren als auch die Landschaft sehr gut vorstellen. Ich weiß nicht, wie sie das macht, aber sie schafft es, ein Bild zu zeichnen, ohne zu viele Details zu verwenden.

Einen Krimi auf so eine humorvolle Art und Weise zu schreiben finde ich auch sehr gewagt, es ist der Autorin aber wirklich gut gelungen. Zwischendurch fand ich es zwar etwas seltsam, wie schnell manche Charakteren mit ihrer Trauer umgehen und schon wieder „lustig drauf“ sind, im Endeffekt ist es aber stimmig zum Rest.

Sehr schön fand ich, dass die schwäbischen Charakteren auch in ihrem Dialekt „gesprochen“ haben und es hat mir Spaß gemacht, wenn ich gerade allein beim lesen war, das ganze mit einem Akzent nachzusprechen 😀 . Auch wenn ich vermute, dass ich kläglich versagt habe. Aber auch das lockerte die gedrückte Stimmung für mich auf.

Was mir auch gut gefallen hat, waren die Emails, denn am Ende jeder Email stand ein Rezept und davon werde ich sicher das Ein oder Andere ausprobieren 🙂 . Auch dies passte sehr gut, da Clarissa ja eigentlich ein Kochbuch schreiben möchte und so hatte man quasi einen Teil von Clarissas zukünftigem Buch in dem Buch selbst.

Fazit

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es wirklich ohne Bedenken weiterempfehlen. Es ist ein schöner Krimi, der aber auch für etwas zartbesaitetere Menschen geeignet ist, da eben einfach auch sehr viele humorvolle Passagen vorhanden sind.

 

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Ein Kommentar zu „Rezension: Tod auf dem Titisee

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