Club der roten Bänder


20151207_085934-1.jpgClub der roten Bänder

Albert Espinosa

Goldmann (19. Oktober 2015)

224 Seiten

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Rückentext

Der internationale Bestseller – die wahre Geschichte hinter der VOX-TV-Serie

Albert Espinosa ist vierzehn Jahre alt, als er an Knochenkrebs erkrankt. Doch statt zu resignieren, nimmt er den Kampf gegen die Krankheit auf. Mit fünf anderen „Todgeweihten“ gründet er den Club der roten Bänder. Gemeinsam finden sie heraus, wie Glücklichsein wirklich geht. Albert ist davon überzeugt, dass eine Glücksakte viel wichtiger ist als eine Krankenakte mit Fieberkurve. Als sein Bein amputiert werden muss, veranstaltet er eine Abschiedsparty für das Bein. Seine Glücksregeln stecken voller Humor und Optimismus und zeigen: Glück, das nicht auf der Hand liegt, sondern sich erst auf den zweiten Blick zeigt, ist dafür umso intensiver.

Diese Ausgabe ist inhaltlich identisch mit der Ausgabe Espinosa, Glücksgeheimnisse aus der gelben Welt.

Allgemeines zu Buch und Autor

Albert Espinosa wurde 1973 geboren und lebt heute in Barcelona. Sein Buch „Glücksgeheimnisse aus der gelben Welt“ wurde in vielen Ländern erfolgreich als TV-Serie verfilmt und er schrieb seit dem mehrer weitere Bücher. Er ist Autor, Regisseur und Schauspieler. Das Buch beschreibt seine Erfahrungen, die er als Kind gemacht hat, nach dem er erfuhr, dass er an Krebs erkrankt ist, es erzählt also seine wahre Geschichte.

Da ich die Serie „Club der roten Bänder“ sehr gelungen fand und sie gern angeschaut habe, dachte ich, dass ich auch das Buch dazu lesen möchte und ich muss sagen, dass es mir grundsätzlich sehr gut gefallen hat.

Kritische Auseinandersetzung

Was man vor dem Kauf bedenken muss, um nicht enttäuscht zu werden, ist, dass dieses Buch nicht die gleiche Geschichte wie die Serie erzählt. Natürlich baut die Serie auf dem Buch auf, dennoch hat das Buch eher etwas von einem „Ratgeber“. Ich habe von einigen gehört, die das nicht gut fanden, deswegen möchte ich euch direkt darauf hinweisen.

Das Buch selbst finde ich sehr gut geschrieben, es war interessant, das Ganze mal aus der Perspektive eines Erwachsenen zu betrachten, der dies als Kind durchleben musste. Zwischendurch trafen mich manche Situationen auch mitten ins Herz, doch traurig ist das Buch eigentlich nicht, da Espinosa sehr locker damit  umgeht, oder sagen wir, eine gute Art gefunden hat, mit dem Tod und auch mit dem Leben umzugehen, egal was ihm im Weg steht.

Ich habe für persönlich das ein oder andere aus diesem Buch mitnehmen können und hoffe, dass ich es schaffe, dies auch umzusetzen. Man muss aber keine Angst haben, dass Espinosa schreibt, man müsse etwas so oder so machen, um dieses oder jenes Ergebnis zu erhalten. Er erklärt, wie er mit manchen Situationen umgeht, wie er gelernt hat, auch schwierige Situationen zu meistern, aber ohne mit dem Finger zu zeigen und zu sagen, dass sei der einzige richtige Weg. Es sind mehr Empfehlungen und ich finde es sehr schön zu sehen, wie er aus seiner „schwierigen“ Kindheit so viel mitnehmen konnte.

Das Buch ließ sich wirklich sehr gut und schnell lesen, es war nicht langatmig. Es hat mir einfach Spaß gemacht und ich glaube, dass man manche Aspekte der Serie auch leichter verstehen kann, wenn man dieses Buch bereits gelesen hat.

Fazit

Ich kann dieses Buch nur zu gern weiterempfehlen, es ist wirklich sehr schön und egal ob jung oder alt, jeder kann daraus etwas lernen und mitnehmen, dass er in seinen eigenen Alltag einbauen kann. Das Buch gibt Mut und Kraft, ist aber gleichzeitig auch eine interessante Unterhaltung.

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Während du stirbst


20151207_085958-1.jpgTammy Cohen

Während du stirbst

Blanvalet (16. November 2015)

416 Seiten

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„Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben.“

Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das letzte –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …

Allgemeines zu Buch und Autor

Die Autorin Tammy Cohen lebt mit ihrer Familie im Norden Londons und ist als freie Journalistin tätig, unter anderem zum Beispiel für die Cosmopolitan. Nach eigenen Angaben hat sie erst spät ihre Leidenschaft für das Verfassen von fiktionalen Texten entdeckt, hat aber dennoch bereits vier Romane veröffentlicht.

„Während du stirbst“ hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen, doch war ich leider sehr enttäuscht vom Ende, auch wenn ich eingestehen muss, das es trotzdem ein passendes Ende war.

Kritische Auseinandersetzung

Die Protagonistin Jessica Gold ist das Herzstück dieses Thrillers. Denn sie ist überhaupt nicht so, wie sie scheint, gleichzeitig weiß man aber gar nicht so genau, wie sie einem denn nun vorkommt, da der Leser nicht wirklich etwas über sie erfährt. Sie ist ein wenig seltsam und im Laufe des Buches erfährt man, dass sie nicht nur dem Leser seltsam vorkommt. Selbst nach der Lektüre dieses Buches kann ich nicht genau sagen, was ich von ihr halten soll. Jessica ist auf jeden Fall ein sehr unerwarteter Charakter und man keinen ihrer Schritte voraussehen, geschweige denn ihre ganze Geschichte erfassen und nachvollziehen. Mehr möchte ich hier gar nicht sagen, da ich euch sonst zu viel verraten müsste und das würde die große Überraschung dieses Buches kaputt machen.

Auch die anderen Charakteren finde ich sehr gut dargestellt, vor allem auch die Polizistin, die auf der Suche nach Jessica ist. Sie kommt mir sehr authentisch vor und sie scheint immer schon ein klein bisschen weiter zu sein, als der Leser. Diesen Wechsel der Sichten mag ich sehr gern, auch in anderen Büchern. Eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wirkt doch immer interessanter.

Der Thriller ist sehr spannend geschrieben und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, nicht zuletzt weil ich manche Dinge einfach seltsam und komisch fand und unbedingt wissen wollte, was dahinter steckt. Tammy Cohen nimmt den Leser auf eine Art Achterbahnfahrt mit, die einige Loopings vorzuweisen hat und ganz sicher einen Schrecken im Leser hinterlässt, bzw.  dem Leser ein Offenstehen des Mundes beschert, denn man kann es kaum fassen.

Während des Buches habe ich mich oft gewundert, weil für mich einige logische Fehler da waren und ich einiges nicht in Zusammenhang bringen konnte, dies löst sich aber am Ende alles auf und man versteht, was dahinter steckt. Wie ich bereits erwähnte hat mir das Ende nicht so gut gefallen, aber da möchte ich jetzt nicht zu viel zu verraten, um es euch nicht kaputt zu machen. Diejenigen, die das Buch bereits gelesen haben werden wahrscheinlich wissen, was ich meine. Aber ich kann euch beruhigen, im Grunde passt es insgesamt schon, aber es ist einfach nicht richtig. Ich finde es jedenfalls nicht richtig.

Fazit

Grundsätzlich ein sehr spannender und vor allem gut durchdachter Thriller mit vielen Wendungen. Man kann das Buch wirklich kaum aus der Hand legen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Definitiv zu empfehlen 🙂 .

Wie keiner sonst


wpid-20151120_181326-1.jpgWie keiner sonst

Jonas T. Bengtsson

Heyne Verlag (8. Dezember 2014)

448 Seiten

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Vater und Sohn. Gemeinsam führen sie einen Überlebenskampf am Rand der Gesellschaft. Immer wieder ziehen sie um, ein Leben wie auf der Flucht. Und doch fehlt es dem Jungen an wenig. Der Vater lehrt ihn nicht nur lesen, schreiben und rechnen, sondern erklärt ihm auch das Leben. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Sie vertrauen und lieben einander bedingungslos. Doch das scheinbar sorglose Dasein wird von einem folgenschweren Ereignis überschattet.

Allgemeines zu Buch und Autor

Jonas T. Bengtsson wurde 1976 geboren und hat mit seinen bisher drei Romanen schon mehrere Preise erhalten, auch wurde einer bereits verfilmt und ebenfalls ausgezeichnet. Er lebt in Kopenhagen. Auch „Wie keiner sonst“ wird verfilmt werden, die Rechte sind bereits verkauft.

Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen, ich konnte es kaum aus der Hand legen und war einfach nur begeistert!

Kritische Auseinandersetzung

Dieses Buch macht eindeutig seine Charaktere aus, ein liebevoller Vater und ein Sohn, der seinen Vater genauso sehr liebt. Die Beiden leben ein eher etwas anderes Leben, sie ziehen häufig um und das meistens sehr plötzlich, ohne dies länger zu planen, außerdem geht der Sohn auch nicht in die Schule, obwohl er gern würde. Der Vater bringt seinem Sohn alles selbst bei und er scheint ein sehr gebildeter Mann zu sein, was man im Fortlauf des Buches als Lehrer herausfindet. Ich mag, wie er seinem Jungen alles erklärt und ihn mit einbezieht und das er, obwohl scheinbar nicht viele finanzielle Mittel zu Verfügung stehen, alles daran setzt, dass sein Sohn glücklich ist.

Der Vater hat auch keine feste Arbeitsstelle, er wechselt sie immer wieder und dabei auch das ganze Arbeitsfeld. Er lässt seinen Sohn manchmal den ganzen Tag alleine, was in seinem jungen Alter eigentlich ja nicht so toll ist, doch er scheint von seinem Vater von Anfang an sehr selbstständig erzogen worden zu sein.

Die Beziehung zwischen den Vater und Sohn finde ich unwahrscheinlich schön dargestellt, manche Sätze trafen mich genau ins Herz, weil der Autor es so geradeheraus und ehrlich schreibt. Grundsätzlich „plätscherte“ die Geschichte manchmal vor sich hin, doch ich glaube, man musste sehr auf die Details achten um zu sehen, wie wertvoll auch diese Teile der Geschichte sind.

Längen hatte ich in diesem Buch gar keine, ich konnte es sehr schnell durchlesen und hätte mir am Ende fast gewünscht, dass ich es nicht so schnell gelesen hätte. Der Autor schreibt klar und deutlich, beschreibt viel, aber nicht zu viel. Das Buch ist aus der Sicht des Jungen geschrieben, was ich mal etwas anderes finde, da sich ja eigentlich jeder in ein Kind hineinversetzen kann, wir waren ja schließlich alle mal eines. Aber daher kommt es natürlich, das Manche Passagen nur vage beschrieben sind, da der Sohn vielleicht den Ausdruck dafür noch nicht kennt oder auch einfach nicht weiß, was der Vater macht, wenn er weg ist oder was manches zu bedeuten hat.

Die große Wende des Buches folgt dann nach einer sehr schrecklichen Situation, die ich euch jetzt natürlich nicht vorwegnehme, dennoch konnte man gerade hier erkennen, dass das Buch aus der Sicht eines Kindes geschrieben wurde. Dies verändert den Vater völlig (auf eine gewisse Art zurecht), doch ändert sich dadurch alles.

Der Schluss hat mir sehr gut gefallen, doch konnte ich meine Tränen da nicht mehr zurückhalten und ich weine wirklich nicht oft bei Büchern. Aber diese Geschichte und vor allem die Vater-Sohn-Beziehung haben mich einfach sehr berührt und ich bin froh, dass ich sie gelesen habe, obwohl ich anfangs skeptisch war. Ich glaube, dies ist eines der wenigen Bücher (abgesehen von Harry Potter), dass ich noch ein zweites Mal lesen werde.

Fazit

Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, wen ich hier Sterne verteilen würde, dann hätte es definitiv alle Sterne bekommen. Es hat mich so sehr berührt und mich trotzdem gut unterhalten und war vor allem einfach mal etwas Anderes, was ich so noch nie gelesen habe. Die filmrechte sollen auch verkauft sein, ich bin gespannt, den Film werde ich mir definitiv anschauen.

 

 

Blogtour: „Pretty Girls“ Gewinnerbekanntgabe


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Willkommen zur Gewinnerverkündung!

Vielen Dank das ihr in dieser vorweihnachtlichen Zeit an unserer Blogtour teilgenommen & aktiv mitgemacht habt. Deswegen haben wir heute auch ein paar Gewinner für euch 🙂 . Wir wünschen euch und euren Familien noch eine schöne Adventszeit und eine besinnliche Weihnachtszeit.

Gewinner

  • Claudia
  • Biluma
  • Mareike

Herzlichen Glückwunsch!

Schreibt eure Adresse bitte an folgende Mailadresse:

netzwerkagenturbookmark@gmail.com

Betreff: Pretty Girls

Ansprechpartner: Katja Koesterke

Rezension: Pretty Girls


20151207_090025-1.jpgKarin Slaughter

Pretty Girls

HarperCollins (7.Dezember 2015)

400 Seiten

Bei Amazon bestellen

Rückentext

März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten  werden je mit dem Verlust fertig. Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund.

Allgemeines zu Buch und Autor

Zu Karin Slaughter werde ich an dieser Stelle gar nicht mehr so viel schreiben, ich habe ja einen ausführlichen Blogbeitrag zu ihr geschrieben, den ihr euch durchlesen könnt, wenn ihr etwas zu ihr wissen möchtet 🙂 . Blogbeitrag Karin Slaughter

„Pretty Girls“ habe ich im Rahmen der Blogtour als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen und ich kann nur sagen, dass es einfach super war. Es hat mich praktisch von der ersten Seite an gefesselt und über manche Wendungen war ich einfach nur geschockt.

Kritische Auseinandersetzung

Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat und ich glaube, dass das für dieses Buch auch unheimlich wichtig war, waren die Charaktere. Claire und Lydia waren einfach toll und anders hätten sie auch nicht sein dürfen. Beide sind Antihelden, sie haben sowohl sehr gute Eigenschaften, dennoch haben beide keine blütenweiße Weste und durchaus eine nicht ganz so saubere Vergangenheit. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich Lydia ein klein wenig lieber mochte, weil mir ihre rebellische und trotzdem so fürsorgliche Art gegenüber einer lang vermissten Schwester und vor allem auch gegenüber ihrer Tochter gefallen hat. Claire ist meiner Meinung nach etwas naiver, macht dafür aber auch die größere charakterliche Entwicklung innerhalb der Geschichte durch.

Die Geschichte des Buches an sich ist natürlich sehr verstörend und ich möchte vor allem nicht mit Claire tauschen. Dennoch ist das Verschwinden von Julia natürlich allen Familienmitgliedern schwer ans Herz gegangen und ich finde es gut, dass Karin Slaughter beschreibt, wie unterschiedlich alle damit umgehen. Dennoch kommt die Mutter der drei kaum im Buch vor, hat aber dennoch noch eine sehr wichtige Rolle, während der Vater immer wieder über „Briefe“ an Julia vorkommt. Dies hat mir auch sehr gut gefallen, denn so hatte man nicht nur diese Dramatik des Thrillers, sondern zwischendurch ging einem das Buch über diese „Briefe“ richtig ans Herz.

Das Thema des Buches, also das Verschwinden von Kindern und dann auch das Thema dieser „SNUFF“-Pornos, ist natürlich sehr aktuell, denn mal ehrlich, es verschwinden leider immer wieder Kinder und mit dieser „Porno-Sache“ hat Karin Slaughter für mich wirklich die Grenze des Vorstellbaren erreicht und seit ich dieses Buch gelesen habe, hoffe ich inständig, dass das nur eine Legende ist und nicht die Wahrheit.

Den Schreibstil finde ich sehr gelungen, es gibt keine Längen und man ist von Anfang an mitten im Geschehen und es ist auch von Anfang an spannend und interessant. Ich konnte wirklich kaum aufhören, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht und das macht doch ein gutes Buch aus.

Fazit

„Pretty Girls“ hat mir sehr gut gefallen und ich kann es allen empfehlen, die gern Thriller lesen, die aber auch ein wenig härtere Kost vertragen können, denn zwischendurch gibt es immer wieder Stellen, die doch etwas weitergehen als die meisten Thriller. Es lohnt sich auf jeden fall, dieses Buch zu lesen und ich glaube, ich werde mir auch noch das ein odere andere Buch von Karin Slaughter anschauen.

Die Schneekönigin


wpid-screenshot_2015-10-27-16-07-28.pngDie Schneekönigin

Michael Cunningham

Luchterhand Verlag (23 Februar 2015)

288 Seiten

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In Hans Christian Andersens Märchen »Die Schneekönigin« zerbricht ein Zauberspiegel in tausend Scherben. Trifft ein Splitter einen Menschen im Auge, so sieht er fortan alles um sich herum nur noch hässlich und böse. Wird ein Mensch dagegen im Herzen getroffen, wird es so kalt wie Eis … Michael Cunningham spielt auf brillante Weise, voller Poesie und mit einem guten Schuss Ironie versehen, mit Motiven aus Andersens Märchen. Und während er vor dem Hintergrund eines winterlichen New York eine Welt voll Eis, Schnee und Kälte heraufbeschwört, ist sein Roman in Wahrheit eine Hymne auf den Glauben an die Liebe und das Leben.

Der New Yorker Stadtteil Bushwick liegt jenseits von Brooklyn. In dieser Gegend sind die Mieten noch einigermaßen bezahlbar, die Häuser alt und die Leute nicht ganz so schick. Hier teilen sich die Brüder Tyler und Barrett eine Wohnung mit Tylers großer Liebe Beth, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und um die sie sich beide aufopferungsvoll kümmern. Sie sind in den sogenannten besten Jahren und können es noch nicht ganz glauben, dass sich ihre Träume niemals erfüllen werden: Tyler, ein genialer Musiker, steht immer noch ohne Band und ohne Erfolg da. Aber er wird, das nimmt er sich vor und dafür sucht er sich heimlich Inspiration beim Kokain, das ultimative Liebeslied für Beth komponieren, ja, er wird es ihr bei der geplanten Hochzeit vorsingen … Barrett, fast Literaturwissenschaftler, fast Startup-Unternehmer, fast Lord Byron, verkauft Secondhand-Designerklamotten in Beths Laden und trauert seinem letzten Lover nach, der ihn gerade schnöde per SMS abserviert hat. Als Beth sich wider alle Erwartungen zu erholen scheint, glaubt Tyler umso mehr an die Kraft der Liebe, während der Exkatholik Barrett sich fragt, ob das merkwürdige Licht, das er eines Nachts im Central Park amwinterlichen Himmel sah, nicht doch irgendwie eine göttliche Vision gewesen sein könnte …

Allgemeines zu Buch und Autor

Der Autor wurde 1952 in Ohio, USA, geboren und wuchs in Kalifornien auf. Er unterrichtet an der der Columbia University Kreatives Schreiben und lebt heute in New York. Sein Roman „Die Stunden“ wurde bereits erfolgreich verfilmt und „Die Schneekönigin“ ist sein sechstes Buch.

Ich wünschte, ich könnte etwas anderes sagen, aber dieses Buch hat mir einfach nicht gefallen. Es war mir viel zu langatmig und obwohl ich mich eigentlich drauf gefreut hatte, hab ich sehr lange gebraucht um dieses Buch zu lesen und das auch mehr oder weniger gezwungenermaßen.

Kritische Auseinandersetzung

Ich möchte mal mit dem Positiven anfangen. Ich finde die Charaktere allesamt sehr interessant und glaubwürdig dargestellt, dies hat mir wirklich gut gefallen. Obwohl jeder auf seine eigene Art und Weise etwas „komisch“ ist, sind im Endeffekt alle sehr liebenswert und sympathisch.

Was ich auch sehr schön fand, war, dass nicht nur aus der Sicht von einer Person geschrieben wurde und das man auch viel Persönliches von den einzelnen Charakteren erfahren konnte, auch Dinge, die quasi vor dem Buch passiert sind.

Insgesamt hatte mir das Buch aber einfach viel zu viele Längen und es war sehr anstrengend, dieses Buch zu lesen. Meistens musste ich nach 10 Seiten aufhören, weil mein Kopf sonst schon abgeschaltet hat. Das Buch ist meiner Meinung nach auch recht schwierig geschrieben, aber da ich oft philosophische Texte oder auch Arbeiten von Freud oder Piaget lese, glaube ich nicht, dass es daran lag. Ich hatte einfach schon sehr lange kein Buch mehr, dass mir so wenig gefallen hat.

Mir konnte sich auch nicht richtig erschließen, was denn jetzt das Märchen mit diesem Roman zu tun hatte und warum einige Dinge so passiert sind, wie sie sind. Wenn jemand von euch das Buch ebenfalls gelesen haben sollte, freue ich mich über mögliche Erklärungen, ich möchte dem Autor ja auch nicht Unrecht tun, aber das war eindeutig nicht mein Buch.

Fazit

Ich finde es wirklich schade, dass mich dieses Buch so wenig überzeugen konnte. Ich weiß auch gar nicht so wirklich, was ich dazu noch sagen soll, deswegen ist die Rezension ein wenig kürzer als sonst. Es war einfach nicht das richtige Buch für mich, ich werde aber gern nochmal ein anderes Buch von Michael Cunningham lesen, vielleicht ist es ja auch einfach seine Art, so zu schreiben und ich bin nicht mit ihm auf einer Wellenlänge. Nun ja, wenn ihr es gelesen haben solltet, dann schreibt mir gern, was ihr davon haltet und ob es euch vielleicht besser gefallen hat. Oder ob er vielleicht einen Roman geschrieben hat, den ihr mir empfehlen könnt 🙂 .

 

 

Blogtour: Pretty Girls


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Und hier sind wir auch schon beim zweiten Tag unserer Blogtour. Ich möchte euch heute ein wenig über die Autorin Karin Slaughter erzählen.

Karin Slaughter wurde am 6. Januar 1971 in den USA, genau genommen in Georgia, geboren, auch heute lebt sie noch dort, in der Hauptstadt Atlanta. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als sie noch ein Kind war, sie lebte fortan bei ihrem Vater und dessen zweite Frau, die sich liebevoll um sie kümmerte. In dem kleinen Städtchen, in welchem sie lebten, stieg während ihrer Kindheit die Kriminalitätsrate rapide an, besonders die Rate von Kapitalverbrechen. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, was dazu führte, dass Karin Slaughter sich für das Schreiben von Thrillern entschied.

Bevor sie sich 2001 ganz der Schriftstellerei widmete, betrieb Slaughter eine Werbeagentur, welche sie aber verkaufte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits mehrere Romane geschrieben, die aber bis dato noch nicht veröffentlicht wurden. Mittlerweile hat sie weit über 30 Millionen Bücher weltweit verkauft und ihre Bücher werden in 32 Sprachen übersetzt.

Ihre Bücher sind häufig sehr brutal und diese Handlungen werden äußerst detailliert beschrieben. Dies ist natürlich teilweise schockierend, für den Leser aber sehr gut, da man sich so alles gut vorstellen kann. Auch „Pretty Girls“ war wirklich „krass“. Ich musste ein paar Mal das Buch weglegen und mir erst mal darüber klar werden, was ich gerade gelesen hatte. Das Schlimme an speziell diesem Thriller ist meiner Meinung nach vor allem, dass es so etwas tatsächlich geben könnte.

Auch dies gehört zu den Büchern von Karin Slaughter, sie sind sehr gut recherchiert und absolut nicht abwegig, was den Schrecken natürlich erhöht. Dies ist meiner Meinung nach in „Pretty Girls“ besonders der Fall.

Ich hoffe, ich konnte euch die Autorin ein wenig vorstellen und ihr habt einen kleinen Einblick bekommen. Hier folgt nun meine Frage.

Was gefällt euch besonders an Büchern von Karin Slaughter?

Teilnahmebedingungen

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Lesestatistik November


Diesen Monat bin ich ziemlich spät mit der Statistik, ich kann mich nur entschuldigen, aber ihr wisst wie das vor Weihnachten ist, dahat man einfach unheimlich viel noch zu erledigen 😉 . Auch mit den Rezensionen hänge ich immer noch hinterher, aber da ich bald Urlaub habe, werde ich das spätestens dann hinbekommen 🙂 .

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Ein Roman, der tief unter die Haut geht

Vater und Sohn. Gemeinsam führen sie einen Überlebenskampf am Rand der Gesellschaft. Immer wieder ziehen sie um, ein Leben wie auf der Flucht. Und doch fehlt es dem Jungen an wenig. Der Vater lehrt ihn nicht nur lesen, schreiben und rechnen, sondern erklärt ihm auch das Leben. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Sie vertrauen und lieben einander bedingungslos. Doch das scheinbar sorglose Dasein wird von einem folgenschweren Ereignis überschattet.

wpid-screenshot_2015-11-07-08-33-07.pngDie Verbindung zwischen Tessa und Hardin ist so stark wie nie zuvor. Tessa ist längst nicht mehr das süße Good Girl, das sie einmal war. Und Hardin nicht mehr der unberechenbare Bad Guy, in den sie sich leidenschaftlich verliebt hat. Tessa versteht seine gequälte Seele und weiß, dass nur sie ihn beruhigen kann, wenn er ausrastet. Er braucht sie. Doch als die Vergangenheit sie wieder einholt, wird Tessa klar, dass sie ihn nicht retten kann. Zumindest nicht, ohne sich selbst zu opfern … Zur Rezension

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Felicity ist glücklich. Sollte sie zumindest sein, denn sie hat den besten Ehemann der Welt, lebt in einem bezaubernden Cottage, und ihre Kinderbücher sind ein Riesenerfolg. Doch in letzter Zeit kommen immer häufiger Erinnerungen an ihre erste große Liebe Ewan zurück, der ihr vor vielen Jahren das Herz gebrochen hat. Warum verspürt sie plötzlich solche Sehnsucht nach ihm? Felicity kann nicht anders und folgt diesen Gefühlen, die sie selbst nicht versteht. Ist sie dabei, sich zu finden – oder zu verlieren? Fast zu spät erkennt sie, was wirklich mit ihr los ist … Zur Rezension

20151207_090040-1.jpgEddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!

TitiseeEigentlich will sich Clarissa entspannt für ihr nächstes Buch zum Thema Wellness und Genuss inspirieren lassen. Doch die Ruhe findet ein jähes Ende, als sie einen Toten an Bord eines Bootes auf dem Titisee entdeckt – und ins Visier des Ermittlers gerät. Um sich zu entlasten, begibt sich Clarissa höchstpersönlich auf Spurensuche. Dabei stößt sie hinter der trügerisch heilen Welt auf ausgesprochen unschönen Bodensatz. Zur Rezension

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Die Historikerin Sonja ist auf der Flucht. Vor ihrem alten Leben und ihrem gewalttätigen Mann Kai. Mit Hilfe eines alten Freundes reist sie in die Beelitz-Heilstätten südlich von Berlin, um dort als Archivarin ein neues Leben anzufangen. Sie schöpft neue Hoffnung, als sie den Fotografen Jan kennenlernt. Doch mit jedem Tag werden ihr die Ruinen der ehemaligen Lungenheilanstalt unheimlicher. Um sie herum werden die Schatten tiefer und die Tage dunkler. Sonja fühlt sich beobachtet. Weil sie weiß, dass jemand sie verfolgt. Jemand, der sie gut zu kennen scheint … aber kann sie ihrem Verstand noch trauen? Zur Rezension

20151207_085958-1.jpg„Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben.“

Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das nächste –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …

20151207_090025-1.jpgNervenzerfetzend spannend. Atemberaubend düster. Psychologisch raffiniert. Ein Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. „Pretty Girls“: Der neue Roman von Karin Slaughter, dem internationalen Superstar des Thrillers!  März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten  werden je mit dem Verlust fertig. Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund.

20151207_085934-1.jpgAlbert Espinosa ist vierzehn Jahre alt, als er an Knochenkrebs erkrankt. Doch statt zu resignieren, nimmt er den Kampf gegen die Krankheit auf. Mit fünf anderen „Todgeweihten“ gründet er den Club der roten Bänder. Gemeinsam finden sie heraus, wie Glücklichsein wirklich geht. Albert ist davon überzeugt, dass eine Glücksakte viel wichtiger ist als eine Krankenakte mit Fieberkurve. Als sein Bein amputiert werden muss, veranstaltet er eine Abschiedsparty für das Bein. Seine Glücksregeln stecken voller Humor und Optimismus und zeigen: Glück, das nicht auf der Hand liegt, sondern sich erst auf den zweiten Blick zeigt, ist dafür umso intensiver.

Diese Ausgabe ist inhaltlich identisch mit der Ausgabe Espinosa, Glücksgeheimnisse aus der gelben Welt.

Insgesamt habe ich im November also 9 Bücher gelesen, womit ich auch sehr zufrieden bin. Mein persönliches Highlight war definitiv „Wo du auch bist“, obwohl ich eigentlich kein Buch gelesen habe, dass mir so gar nicht gefallen hat. Alle Bücher zusammen hatten 3670 Seiten, was einem Durschnitt von ca. 122 Seiten am Tag entspricht.

Blogtour: Pretty Girls


Ich weiß, eine Blogtour ist gerade erst vorbei, doch wir starten direkt morgen schon mit der nächsten Blogtour!

Hier seht ihr, wann wir bei wem Halt machen.

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7.12.2015

Dani von www.lesemonsterchens-buchstabenzauber.blogspot.de

8.12.2015

Tamara von www.tamysbuecherwelt.wordpress.com

9.12.2015

Michelle von www.mimos-welt.de

10.12.2015

Manja von www.manjasbuchregal.de

11.12.2015

Sandra von www.kasasbuchfinder.de

12.12.2015

Claudia vonwww.blog.claudis-gedankenwelt.de

13.12.2015

Tanita von www.tanisbuecherwelt.de

Zu gewinnen gibt es natürlich auch wieder etwas, dreimal je ein Hardcover von „Pretty Girls“. Jeder Blogger wird euch eine Frage stellen, die ihr in den Kommentaren beantworten müsst, um die Möglichkeit zu haben, eins der Bücher zu gewinnen.

Teilnahmebedingungen

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

 

Rezension: Tod auf dem Titisee


TitiseeTod auf dem Titisee

Sanne Aswald

Emons Verlag (16. Juli 2015)

208 Seiten

Bestellen bei Amazon

Rückentext

Eigentlich will sich Clarissa entspannt für ihr nächstes Buch zum Thema Wellness und Genuss inspirieren lassen. Doch die Ruhe findet ein jähes Ende, als sie einen Toten an Bord eines Bootes auf dem Titisee entdeckt – und ins Visier des Ermittlers gerät. Um sich zu entlasten, begibt sich Clarissa höchstpersönlich auf Spurensuche. Dabei stößt sie hinter der trügerisch heilen Welt auf ausgesprochen unschönen Bodensatz.

Allgemeines zu Buch und Autor

Sanne Aswald lebt selbst in der Nähe von Freiburg, wo sie seit 6 Jahren hauptberuflich Schriftstellerin ist und nebenbei eine familieneigene Senfmanufraktur, gemeinsam mit ihrem Mann führt. Sie veröffentlichte bereits mehrere Kinder-und Jugendbücher und mittlerweile zwei Bücher für Erwachsene. Ihr erster Roman erschien unter dem Namen Susanne Oswald.

Ich habe ja bereits an der Blogtour zu „Tod auf dem Titisee“ teilgenommen und ich kann euch wirklich nur empfehlen, euch dieses Buch mal anzuschauen, wenn ihr gern Krimis mögt aber auch auf Humor nicht verzichten wollt.

Kritische Auseinandersetzung

Zunächst möchte ich auch hier die tollen Charakteren loben. Sie sind unheimlich sympathisch dargestellt und ich hatte zwischendurch wirklich das Gefühl, zumindest Clarissa zu kennen. Sanne Aswald beschreibt die Figuren wirklich sehr genau, ohne aber mit unnötigen Beschreibungen Zeit zu verschwenden. Man lernt die Figur durch das „was sie tut“ kennen, was mir wirklich sehr gut gefällt. Sie versteht es sogar, Charakteren, die einem irgendwie unheimlich sind (Kommissar Hübchen!) so darzustellen, dass sie am Ende doch wieder liebenswert sind.

Besonders sticht für mich auch der Schreibstil der Autorin hervor. Es ist sehr flüssig und leicht zu lesen, ohne zu viel „Drumherum“ und dennoch konnte ich mir sowohl die Charakteren als auch die Landschaft sehr gut vorstellen. Ich weiß nicht, wie sie das macht, aber sie schafft es, ein Bild zu zeichnen, ohne zu viele Details zu verwenden.

Einen Krimi auf so eine humorvolle Art und Weise zu schreiben finde ich auch sehr gewagt, es ist der Autorin aber wirklich gut gelungen. Zwischendurch fand ich es zwar etwas seltsam, wie schnell manche Charakteren mit ihrer Trauer umgehen und schon wieder „lustig drauf“ sind, im Endeffekt ist es aber stimmig zum Rest.

Sehr schön fand ich, dass die schwäbischen Charakteren auch in ihrem Dialekt „gesprochen“ haben und es hat mir Spaß gemacht, wenn ich gerade allein beim lesen war, das ganze mit einem Akzent nachzusprechen 😀 . Auch wenn ich vermute, dass ich kläglich versagt habe. Aber auch das lockerte die gedrückte Stimmung für mich auf.

Was mir auch gut gefallen hat, waren die Emails, denn am Ende jeder Email stand ein Rezept und davon werde ich sicher das Ein oder Andere ausprobieren 🙂 . Auch dies passte sehr gut, da Clarissa ja eigentlich ein Kochbuch schreiben möchte und so hatte man quasi einen Teil von Clarissas zukünftigem Buch in dem Buch selbst.

Fazit

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es wirklich ohne Bedenken weiterempfehlen. Es ist ein schöner Krimi, der aber auch für etwas zartbesaitetere Menschen geeignet ist, da eben einfach auch sehr viele humorvolle Passagen vorhanden sind.