Die Liebe einer Mutter reicht über den Tod hinaus

wpid-img_20150913_170749.jpg

Hier kommt meine Rezension zu meinem Gewinn von LovelyBooks 🙂 .

Für alle Tage, die noch kommen

Teresa Discroll

Knaur HC (1.September 2015)

368 Seiten

Bestellen bei Amazon

Rückseitentext

Wie sage ich meinem Kind, dass ich sterben muss? Gar nicht, beschließt Eleanor, als sie von ihrer Brustkrebserkrankung erfährt. Ihre achtjährige Tochter Melissa soll so lange wie möglich eine unbeschwerte Kindheit haben. Stattdessen sammelt Eleanor Gedanken, Erinnerungen und gemeinsame Erlebnisse in einem Buch, das sie bei ihrem Anwalt hinterlegt. Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter ohne Abschied geht? Auch siebzehn Jahre danach fühlt Melissa sich unvollständig. Gerade hat sie den Heiratsantrag ihres Freundes Sam abgelehnt, den sie doch innig liebt. Da bekommt sie ein kleines Buch zugestellt – ein Buch, aus dem noch einmal ihre Mutter zu ihr spricht. Es ist voller Rezepte, für die Küche und fürs Leben. Und voller Liebe. Melissa beginnt zu verstehen, was Eleanor für sie getan hat. Sie erkennt, wie sehr sie geliebt wurde. Und sie weiß jetzt, dass sie es auch kann: der Liebe vertrauen.

Worum geht es?

Ich möchte euch vor eventuellen Spoilern warnen, lest diesen Abschnitt nur, wenn ihr euch nicht völlig überraschen lassen wollt.

Melissa ist gerade 25 Jahre alt geworden und soll an ihrem Geburtstag in eine Kanzlei kommen, dort wartet etwas Unerwartetes, ein Buch, dass ihre Mutter vor rund 17 Jahren geschrieben hat, kurz vor ihrem Tod.

Selbstverständlich wirft es Melissa erst einmal aus der Bahn, da sie kurz vorher auch den Heiratsantrag ihres Freundes Sam abgelehnt hat und nun ist sie noch verunsicherter. Das Buch löst viele Gefühle in ihr aus, denn Ihre Mutter Eleanor starb, ohne dass sie sich verabschieden konnte, obwohl es durchaus möglich gewesen wäre. Doch Eleanor entschied sich damals, ihrer kleinen Tochter nichts von ihrem Brustkrebs, der schnell streute, zu erzählen. Melissa versucht zunächst, sich allein mit dem Buch zu beschäftigen, doch schnell erzählt sie ihrem Freund Sam davon, der versucht, ihr bei der Trauerbewältigung zu helfen.

Melissas Vater Max leidet auch immer noch unter dem Tod seiner Frau, doch er versucht, neues Glück zu finden. Grundsätzlich haben die beiden ein gutes Verhältnis, doch gibt es auch bei ihnen viele unausgesprochene Dinge.

Melissa muss die Beziehung zu ihrem Freund retten, ihren Vater unterstützen, ihre Jobfrage klären und gleichzeitig die Trauer um ihre Mutter bearbeiten, bis sie auch noch auf ein möglicherweise schreckliches Geheimnis trifft.

Kritische Auseinandersetzung 

Das Buch ließ sich sehr flüssig und schnell lesen, ich mochte die Sprache sowie auch die Schreibweise der Autorin sehr gern. Es gab sehr viel wörtliche Rede, was ich persönlich sehr gut fand. Ich fand dies auch sehr gut gelöst, denn am Ende stand nicht immer „…sagte er“ oder etwas in der Art, ich hoffe ihr wisst, was ich meine 😀 . Jede Figur hatte eine etwas andere Art zu „sprechen“, weswegen ich dabei nicht durcheinander kam.

Die Geschichte an sich war sehr schlüssig und mir gefiel auch die Auflösung am Ende sehr gut. Durch die Leserunde bei LovelyBooks hatte ich mir das Buch in 5 Leseabschnitte geteilt und ich konnte deutlich die Entwicklung der Hauptcharaktere Melissa nachvollziehen, denn ihre Monologe und auch die Dialoge mit ihr verändern sich deutlich, je besser sie versteht und je mehr sie ihre Trauer bewältigt. Das hat mir besonders gut gefallen!

Die Abschnitte von Eleanor und den Teilen ihres Buches waren sehr gut mit dem Rest der Geschichte verwoben, auch wenn sie nicht immer direkt gekennzeichnet waren, konnte man auch hier durch die Schreibweise merken, dass aus der Sicht von jemand anderem geschrieben wurde.

Das Buch enthielt sehr viele Rezepte, die Eleanor mit Melissa teilen wollte (diese leiten häufig auch die Teile aus dem Buch ein) und ich denke, ich werde das ein oder andere mal ausprobieren, da wirklich tolle Rezepte dabei waren, zum Beispiel Käsestangen oder Scones. Ich finde, diese Rezepte machen das Buch auch viel persönlicher und man hat wirklich das Gefühl, ein Buch zu lesen, dass eine Mutter an ihre erwachsene Tochter geschrieben hat.

Die Charaktere waren für mich sehr authentisch, Melissa ist mir letztendlich doch ans Herz gewachsen, obwohl sie mir anfangs nicht so sympathisch war. Man kann wirklich gut nachfühlen, was die Figuren durchgemacht haben müssen und an einigen Stellen kullerten schon ein paar Tränen ( 😦 ).

Fazit

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und somit auch meine erste Leserunde bei LovelyBooks. Ich muss sagen, dass mir das Einteilen in Leseabschnitte gut gefallen hat, da ich so doch mehr auf die Entwicklungen geachtet als ich es sonst tue. Ich glaube, ich werde jetzt öfter Leserunden mitmachen, schon allein deswegen.

Ich kann „Für alle Tage, die noch kommen“ guten Gewissens weiterempfehlen, es ist wirklich ein sehr schönes, emotionales Buch, aber es gibt auch lustige und schöne Momente, also ein gutes Gleichgewicht. Wenn ihr also Lust auf so ein Buch habt, dann probiert es doch hiermit 🙂 .

Advertisements

3 Kommentare zu „Die Liebe einer Mutter reicht über den Tod hinaus

  1. Ich hatte mich ebenfalls für diese Leserunde beworben, obwohl ich traurige Geschichten nicht mag und so ein Ich-sage-es-dir-später-Versprechen ziemlich feige und verlogen finde. Dank dieser Rezension bin ich nun doch ein wenige enttäuscht, dass ich diese Leserunde nicht gewann. Sollte es diesen Titel auch als richtig fest gebundenes Buch geben, werde ich es in jedem Fall kaufen.

    Gefällt mir

Mir einen Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s