Finderlohn – ein weiteres Meisterwerk des Kings


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Finderlohn

Stephen King

Heyne (8.September 2015)

544 Seiten

Bestellen auf Amazon

Klappentext

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?

Cover

Das Cover von Finderlohn finde ich einfach nur wunderschön. Es passt so gut zur Geschichte des Buches, da John Rothsteins Geschichten Morris Bellamy dazu verleiten, ihn selbst zu töten und es auch im Laufe der Geschichte zu weiteren blutrünstigen Taten kommt. Mittelpunkt all dieser schlimmen Dinge sind die Geschichten Rothsteins, er hat also im übertragenen Sinne mit Blut geschrieben. Passt meiner Meinung nach auch ziemlich gut zu Stephen King selbst 😉 .

Allgemeines zu Buch und Autor

Auch wenn ich glaube, dass man zu Stephen King eigentlich nicht viel sagen muss, will ich es trotzdem tun. Er wurde 1947 in Maine, USA, geboren und lebt auch heute noch dort und in Florida, gemeinsam mit seiner Frau Tabitha. Sie haben 3 Kinder und auch schon einige Enkelkinder. Mittlerweile hat er über 400 Millionen Bücher verkauft, „Carrie“ war sein erstes Buch, ads veröffentlicht wurde. Die Bücher sind in insgesamt 40 Sprachen übersetzt worden und er gehört zu den kommerziell erfolgreichsten Autoren unserer Zeit.

„Finderlohn“ ist genau genommen der zweite Teil und ich muss gestehen, ich habe den ersten Teil, „Mr. Mercedes“ noch nicht gelesen, was aber glaube ich gar nicht schlimm war, da zwar einige Charakteren erneut auftauchen und die Bücher auch den gleichen Anfang haben, die Geschichten an sich aber abgeschlossen sind. Ich werde aber den ersten Teil auf jeden Fall in nächster Zeit lesen.

Das Thema des Buches, also die Besessenheit von Menschen zu Literatur, finde ich sehr gut umgesetzt und auch die Idee dahinter ist alles andere als abwegig. Es geht hauptsächlich um Morris Bellamy, den Mörder von John Rothstein und ursprüngliche Dieb seiner Notizbücher und um Pete Saubers, der die gestohlenen Bücher findet und Gefahr läuft, genausp besessen zu werden, wie Bellamy. Doch was passiert, wenn Bellamy aus dem Gefängnis entlassen wird und heraus findet, das er bestohlen wurde, das müsst ihr schon selbst lesen 🙂 .

Kritische Auseinandersetzung

Das Thema des Buches, also wie weit eine Besessenheit reichen kann, finde ich in „Finderlohn“ absolut auf den Punkt gebracht und super umgesetzt, aber ich möchte da jetzt natürlich nicht zu viel verraten. Bei Stephen King ist es immer schwierig zu sagen, worum es geht, ohne zu viel vorwegzunehmen. Die Entwicklung von Pete und Morris finde ich aber sehr gut dargestellt, auch wenn wir Morris bereits bei einem seiner ersten Höhepunkte der Besessenheit kennen lernen, werden die Schritte dorthin in Rückblenden aber durchaus noch erklärt. Bei Pete hingegen sind wir von Anfang an Zuschauer. Doch es gilt zu bedenken, wie ihr nach der Lektüre von „Finderlohn“ selbst wissen werdet, WARUM die beiden tun, was sie tun, denn die Beweggründe könnten unterschiedlicher nicht sein.

Ich muss trotzdem gestehen, dass ich mich auch in Morris Bellamy hinein versetzen konnte. Wer hat nicht schon mal eine Buchreihe gelesen, die nicht so ausgegangen ist, wie man gehofft hatte? Wer hat sich nicht schon mal gefragt, wie der Autor dies oder jenes einem bestimmten Charakter antun konnte? Ich kann mich davon nicht freisprechen. Dennoch denke ich, dass ich deshalb keinen Autoren umbringen werde 😀 . Ich will damit nur sagen, dass die Besessenheit von Morris nicht von irgendwoher kommt und auch nicht total abwegig ist, da es mit Sicherheit auch einigen von uns anderen Lesern mal so ergangen ist.

Auch Peter Saubers finde ich gut dargestellt und auch seine Verhaltensweisen kann ich gut nachvollziehen. Generell sind die Figuren alle sehr gut dargestellt und realistisch beschrieben, man hat fast ein bisschen das Gefühl, sie zu kennen. Das liegt natürlich zum großen Teil auch an der Schreibweise. Es gibt einen allwissenden Erzähler, doch in den Kapiteln ändern sich die Blickwinkel, mal „beobachten“ wir also Pete, mal Morris und auch manchmal den pensionierten Detective Hodges oder Pete’s Schwester. Ich fand alle Charaktere sehr sympathisch und nachvollziehbar.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und am Ende kommt es zu einem großen Finale, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich muss trotzdem dazu sagen, dass es für mich zwischendurch mal ein paar Längen hatte, vielleicht war ich aber auch nur zu ungeduldig und mir ging es nicht schnell genug.

Fazit

„Finderlohn“ ist ein großartiges Buch, das mich sehr gut unterhalten hat und es hat viel Spaß gemacht, es zu lesen. Es war spannend aber auch sehr interessant, da immer wieder Teile aus anderen großen literarischen Werken vorkommen. Ich mag so etwas. Ich freue mich schon auf den dritten Teil und hoffe, dass ich es bald schaffe, den ersten teil zu lesen, da ich darauf jetzt doch ziemlich neugierig geworden bin 🙂 .

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Mal was ganz Anderes – Samtpfotes Brut


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Heute habe ich mal ein ganz anderes Buch für euch, dass ich wahrscheinlich niemals gelesen hätte, wenn ich nicht mit der lieben Dani von stayovernight gesprochen hätte 😀 . Wir haben Beide dieses Buch gelesen und werden euch jetzt auch Beide unsere jeweiligen Meinungen erzählen 🙂 .Ihr könnt Dani’s Meinung natürlich auf ihrem Blog lesen.

Samtpfotes Brut

Yvonne Gees

Amazon Media EU

167 Seiten

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Rückentext

Auf leisen Pfoten tapst der Tod ins Haus.
Andrea Holmer lebt auf dem Land und hat ein großes Herz für Tiere. Als ihre Schwester, die Tierschützerin Birgit Graf, eine aus dem Versuchslabor gerettete schwangere Katzendame bei ihr unterbringen möchte, kann sie nicht nein sagen. Auch ihre zehnjährige Tochter Lisa freut sich über das neue Haustier, das schon bald seine Jungen zur Welt bringt. Die Holmers verteilen den üppigen Wurf an tierfreundliche Menschen in ihrem Umfeld, müssen aber schnell feststellen, dass diese Tiere überhaupt nicht menschenfreundlich sind. Sie wissen, wo es weh tut. Und sie vermehren sich rasant.

Cover

Das Cover passt meiner Meinung nach wunderbar zum Buch. Samtpfote ist eine reinweiße Katze, dass sieht man ja auch auf dem Cover, doch wie man am Titel ja schon erahnen kann, geht es doch etwas blutrünstiger zu, weshalb ich die Andeutung von Blutrot an der Schnauze der Katze auf dem Cover sehr passend finde.

Allgemeines zu Buch und Autor

Yvonne Gees hat schon recht viele Bücher geschrieben und bewegt sich dabei hauptsächlich im Bereich von Dark Fantasy und Horror. „Samtpfotes Brut“ gehört ebenfalls in den Bereich Horror und ist ihr neuestes Buch. Wenn ihr noch mehr über sie erfahren möchtet, empfehle ich euch einen Besuch auf ihrem Blog bzw. ihrer Autoren Seite.

„Samtpfotes Brut“ handelt hauptsächlich von einer Familie, die Familie Holmer, die einen Hof besitzt, auf dem viele Tiere leben. Die Schwester von Andrea Holmer, die Frau des Hauses, ist Mitglied in einer Tierschutz-Vereinigung und bringt ihre geretteten Tiere häufig auf den Hof ihrer Schwester. So auch Samtpfote, eine hübsche weiße Katze, die sie aus einem Labor gerettet hat. Lisa Holmer, die Tochter des Hauses, verliebt sich augenblicklich in sie und möchte sie gern behalten. Und es ist nicht nur Samtpfote, die ein neues zu Hause findet, denn sie ist auch noch schwanger und es gilt, für die Katzenbabys ebenfalls ein gutes zu Hause zu finden.

Mit den Babys scheint jedoch etwas nicht zu stimmen, denn immer mehr der neuen Katzenbesitzer melden sich bei Familie Holmer, da sie ihre Katzen aufgrund von seltsamen Vorkommnissen abgegeben haben. Andrea Und ihre Schwester versuchen herauszufinden, warum und stoßen auf ein schreckliches Geheimnis.

Kritische Auseinandersetzung

Hauptsächlich geht in „Samtpfotes Brut“ natürlich um die Katze selbst und ihren Nachwuchs. Das finde ich ziemlich gut gelöst, da Samtpfote nicht der Anführer eine meuchelnden Katzenschar ist, sondern tatsächlich einfach nur die Mutter. Ebenfalls gut finde ich, dass es nicht aus der Sicht der Katzen geschrieben ist, dass hatte ich nämlich zuerst erwartet, sondern aus der Sicht der Menschen, hauptsächlich aus der Sicht von Andrea und Lisa, aber auch aus der Sicht von einigen Nebenfiguren. Ich konnte mich in die Figuren sehr gut hineinfühlen und es wurde auf überflüssige Beschreibungen verzichtet, die Geschichte selbst steht im Vordergrund.

Das Buch gehört dem Genre Horror an und das definitiv zu recht, denn es schon ziemlich gruselig und ich bin ganz ehrlich froh, dass ich keine Katze habe 😀 . Es ist recht real geschrieben und das ist denke ich auch das Gruselige an dieser Geschichte, alles was passiert sind Dinge, die tatsächlich passieren könnten. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass ich mir so eine Geschichte auch durchaus von Stephen King hätte vorstellen können, zumindest vom Grundgedanken her, da er es sicher besser ungesetzt hätte.

So gut mir die Geschichte auch gefallen hat, muss ich sagen, dass mir der Schreibstil an manchen Stellen nicht so gut gefallen hat, da sehr viel wiederholt wurde, oft ganze Sätze. Ich persönlich mag es liebe einfach auf den Punkt gebracht ist und dann lese ich lieber ein etwas kürzeres Buch als ein Buch, dass durch Wiederholungen künstlich verlängert ist. Ich will der Autorin hier noch nicht mal Absicht unterstellen, beim Schreiben selbst fällt einem dass vielleicht auch einfach gar nicht so auf und ich mache das sicher manchmal auch. Lege ich aber das Augenmerk lediglich auf die Geschichte, die Idee dahinter und die Umsetzung habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und ab ca. der Mitte konnte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen, da es einfach so spannend war. Und seien wir mal ehrlich, das ist schon wichtiger als ein paar wiederholte Sätze. Für mich zumindest 😀 . Aber ich möchte ja ehrlich sein, also muss das auch erwähnt werden.

Fazit

Ich bin froh, dass Dani und ich uns für dieses Buch entschieden, denn wie gesagt, ich glaube nicht, dass ich es sonst gelesen hätte. Es war wirklich spannende Unterhaltung für zwischendurch, dass es ja relativ kurz war. Wer also Lust auf eine realitätsnahe, gruselige Geschichte für zwischendurch hat, dem kann ich „Samtpfötchens Brut“ definitiv empfehlen 🙂 Meine Erwartungen wurde weit übertroffen, aber ich hatte auch so gut wie gar keine, da ich das Buch eigentlich erstmal ziemlich albern fand.

Können die auch einfach mal „normal“ sein?


wpid-screenshot_2015-09-23-13-04-13.pngAfter truth

Anna Todd

Heyne Verlag (14. April 2015)

768 Seiten

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Rückentext

Zutiefst verletzt hat Tessa ihre stürmische Beziehung zu Hardin beendet. Seit sie die Wahrheit über ihn erfahren hat, fühlt sie sich verraten und gedemütigt. Sie will ihr Leben zurück – ihr Leben vor Hardin. Doch da ist die Erinnerung an seine leidenschaftliche Liebe, seine Berührungen, die hungrigen Küsse. Ihr Verlangen nach dem unberechenbaren Mann mit den grünen Augen ist immer noch zu stark. Und sie weiß, dass er sie nicht einfach aufgeben wird. Aber kann er sich ändern? Können sie einander retten, oder wird der Sturm sie in die Tiefe reißen?

Cover

Das Cover sieht im Grunde genauso aus wie das Cover von „After Passion“, nur ist die Leitfarbe diesmal grün. Mir gefällt das Cover immer noch gut, nur finde ich steht es in einem totalen Gegensatz zur Geschichte. Bei Tessa und Hardin geht es ununterbrochen drunter und drüber, doch das Cover ist schlicht und klar.

Allgemeines zu Buch und Autor

Die Autorin Anna Todd wurde durch die Plattform „Wattpad“ entdeckt und erhielt auch so ihren Vertrag mit dem Autor. Sie lebt mit ihrem Mann in Austin, Texas. Bisher hat sie „nur“ die After-Reihe veröffentlicht.

In „After truth“ geht es genau wie in „After Passion“ um Tessa und Hardin. Die Beziehung der beiden ist am Ende, nach dem Tessa so einiges am Ende des ersten Bandes herausgefunden hat. Sie will nicht mehr mit Hardin zusammen sein, doch dieser versucht natürlich eine ganze Menge, um Tessa zurück zu bekommen. Und was soll ich sagen, Tessa ist ein ziemlich leichtes Opfer 😀 .

Doch auch wenn es wieder ein großes Hin und Her zwischen „zusammen sein“ und „nicht zusammen sein“ gibt, konnte man trotzdem eine Weiterentwicklung der Beiden im Laufe des Buches beobachten.

Kritische Auseinandersetzung

Hauptthema ist wie bereits erwähnt, die Liebe zwischen Tessa und Hardin. Ich finde durchaus, dass man spürt, dass die Beiden sich tatsächlich lieben, aber ihre Art, das einander zu zeigen, wage ich mal als nicht unbedingt die richtige Art und Weise zu bezeichnen. Es geht immer nur Hin und Her, sie haben gerade wieder etwas zueinander gefunden, da passiert auch schon das nächste Missgeschick und alles steht wieder auf der Kippe. Und oft genug sind es die Zwei auch selbst schuld, da jeder versucht, den anderen dazu zu bringen, was der jeweils andere möchte. Hardin schreit Tessa dann an, um sie zu irgendwas zu überreden genau wie Tessa geht oder sich verschließt, um ihn wiederum zu „zwingen“, etwas zu tun. Er ist total eifersüchtig, regt sich aber gleichzeitig darüber auf, wenn Tessa eifersüchtig ist und umgekehrt. Ich muss ehrlich zugeben, im wirklichen Leben möchte ich keinen von den Beiden kennen.

Das Buch ist aus der Sicht von Tessa geschrieben, aber es gibt auch einige Kapitel aus der Sicht von Hardin. Das hat mir sehr gut gefallen, denn so konnte man auch Hardins Gedankengänge etwas besser nachvollziehen. Ich mag den Schreibstil von Anna Todd sehr, denn trotz das die Beiden manchmal etwas nervig sind, liest man doch immer weiter und man kann die Bücher bisher auch sehr schnell und flüssig lesen, trotz so vieler Seiten. Ich kann mich gut in Tessa und auch in Hardin hinein fühlen, was dazu führt, dass ich mich noch mehr darüber aufrege 😀 . Ich kann manchmal einfach nicht verstehen, warum die Beiden sind, wie sie sind, aber das macht die Reihe denke ich auch aus. Man fiebert mit, fühlt mit und hat trotzdem das Gefühl nicht zu verstehen, warum etwas passiert, wie es eben passiert. Langweilig finde ich die Bücher bisher nicht!

Grundsätzlich hat mir „After truth“ gut gefallen, es war spannend, ich hatte es sehr schnell aus gelesen und ich finde es immer noch super, wie Anna Todd es schafft, einen so mit fiebern zu lassen. Als ich mir das erste Buch gekauft habe, hätte ich nie gedacht, dass mir das gefallen würde! Ich werde definitiv auch noch den dritten Band lesen, jetzt muss ich auch einfach wissen, wie es weiter geht, da der zweite Band sehr überraschend endet, aber das müsst ihr schon selber lesen 🙂 .

Fazit

Auch den zweiten Teil der Reihe kann ich guten Gewissens weiterempfehlen, es hat Spaß gemacht ihn zu lesen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Es ist eben keine „Heile Welt“-Liebesgeschichte, sondern eben ein großes Chaos, doch trotzdem kämpfen die beiden füreinander. Und nochmal: Ich mag die Schreibweise von Anna Todd sehr! 🙂

„Klar ist es Liebe!“ – Ein etwas anderer Liebesroman


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Heute habe ich mal ein etwas anderes Buch für euch, warum, dazu kommen wir später. Doch nicht nur das Buch ist anders, als alle anderen Liebesromane die ich bisher gelesen habe, nein, auch die Rezension werde ich heute ein wenig anders machen. UND: Sie wird nicht nur hier auf dem Blog, sondern auch auf www.stayovernight.net zu lesen sein. Ich bin gespannt und freue mich auf die Kooperation mit der lieben Dani 🙂 .

Aber nun zum Buch 🙂

Klar ist es Liebe

Sandy Hall

Verlag FISCHER Sauerländer (20.August 2015, 1.Auflage)

272 Seiten

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Rückentext

Zwei Verliebte, 14 Erzähler – eine außergewöhnliche romantische Komödie zum Mitverlieben und Mitleiden

Lea und Gabe wären das perfekte Paar. Das erkennen alle um sie herum: der beste Freund, die Mitbewohnerin, ja sogar der Busfahrer und die Starbucks-Bedienung. Sie haben denselben College-Kurs belegt, sie bestellen das gleiche Essen, die mögen dieselben Filme. Aber obwohl die Luft zwischen ihnen knistert und alle Vorzeichen stimmen, scheinen sie den richtigen Augenblick immer zu verpassen. Werden Lea und Gabe es schaffen, trotzdem zueinanderzufinden?

Cover

Das Cover finde ich einfach nur wunderschön Es erinnert mich an Zentangle, was ich ja unheimlich gern mache. Es sieht so fröhlich aus und erinnert mich irgendwie an Sommer und Frühling. Ich finde, es ist das schönste Cover von allen meinen Büchern 🙂 .

Allgemeines zu Buch und Autor

„Klar ist es Liebe“ ist Sandy Halls erstes Buch, sie lebt in New Jersey, USA, und ist eigentlich Bibliothekarin von Beruf. Die Geschichte um Gabe und Lea wurde auf der größten Internetplattform für Liebesgeschichten von Lesern gewählt, wodurch es zu einem Vertrag mit einem Verlag kam.

Es ist ein Buch über eine junge Liebe oder genauer gesagt über junge Liebenden, die aber beide einfach zu schüchtern sind, um sich gegenseitig die Liebe zu gestehen. Jeder ihrer Mitmenschen spürt es ganz genau, nur die Beiden merken es einfach nicht, wie der jeweils andere reagiert, wenn einer von ihnen den Raum betritt. Doch es gilt auch, einige Geheimnisse zu lüften, die der ganzen Situation dann am Ende noch einmal eine ganz andere Atmosphäre geben.

Natürlich ist es eine Liebesgeschichte, aber das „Drumherum“ ist keinesfalls vorhersehbar und gibt einen Einblick in die Welt zweier Menschen, ohne jemals aus der Sicht der Beiden erzählt zu werden. Es ist ein Buch über Liebe, Freundschaft und den Willen, über seinen eigenen Schatten zu springen.

Kritische Auseinandersetzung

Wie bereits erwähnt ist „Klar ist es Liebe“ ein Liebesroman und das Thema ist wunderbar umgesetzt, wenn auch ganz anders, als in anderen Liebesromanen, da nie aus der Sicht der Liebenden geschrieben wird und man die Beiden durch die Augen von anderen Charakteren kennenlernt. Insgesamt gibt es 14 verschiedene Erzähler, Freunde, Verwandte, Lehrer, Busfahrer und sogar ein Eichhörnchen. Mein Lieblingscharakter ist aber definitiv die Bank 😀 . Jeder Charakter hat etwas besonderes an sich und auch die anfangs unsympathischen wachsen einem ans Herz. Die beiden Protagonisten Lea und Gabe finde ich ebenfalls sehr toll, sie sind nicht das typische Pärchen in Liebesromanen, der reiche, gutaussehende Mann und die wunderschöne, zarte, unterwürfige Frau. Nein, die beiden sind etwas ganz Besonderes, jeder für sich und genau deshalb kann man sich auch gut in sie hineinversetzen, sie sind wie du und ich, wie Jedermann. Die ganze Geschichte ist mitten aus dem Leben und ich würde mich nicht wundern, wenn sich so etwas in der Art schon überall auf der Welt ereignet hat.

Das Besondere an dem Buch selbst ist natürlich der Schreibstil. Es geht um zwei Menschen, die nie als Erzähler vorkommen, sondern 14 Ich-Erzähler, die die Situationen aus ihrer Sicht beschreiben. Ich finde, dass Sandy Hall das sehr gut umgesetzt hat, ich hatte nämlich befürchtet, man käme durcheinander bei so vielen Ich-Erzählern, aber nein, dem ist gar nicht so. Allein am Schreibstil merkt man schon, dass gerade aus der Sicht eines anderen Charakters erzählt wird, die Wörter die verwendet werden variieren und natürlich auch die individuelle Sicht auf Gabe und Lea. Das ist sehr gut umgesetzt und man hat tatsächlich das Gefühl, von 14 Personen die Liebesgeschichte erzählt zu bekommen.

Vor allem das hat mir gut gefallen, dass eben viele Menschen über ein und die gleiche Sache nachdenken, denn so ist es ja durchaus auch im realen Leben, nur spricht man natürlich nicht mit jedem Menschen darüber. Wir gehen an Menschen vorbei und denken uns eigene Dinge zu diesen Menschen und genau das passiert in „Klar ist es Liebe“. Grundsätzlich lese ich eher weniger Liebesromane (wobei ich das in letzter Zeit öfter tue, als ich von mir erwarten würde 😀 ), aber das war einfach mal ein erfrischender, ganz anderer Roman. Man fühlte sich als Beobachter oder Zuhörer und nicht als einer der beiden liebenden Personen und konnte trotzdem mit ein wenig Empathie sehr gut nachvollziehen, wie die Beiden sich wohl fühlen mussten und wie schwierig es auch für andere Menschen im näheren Umfeld sein muss, mit Liebenden und auch unglücklich Verliebten umzugehen. Und natürlich auch, wie wichtig Freunde sind, die einem beistehen.

Fazit

„Klar ist es Liebe“ von Sandy Hall ist für mich ein großartiges Buch, einfach weil es heraussticht und nicht so ist, wie die anderen Bücher (ich mag so was 😀 ). Ich bin froh, dass ich es gelesen habe und kann es euch nur empfehlen, es mir nach zu tun. Meine Erwartungen an dieses Buch wurden wirklich übertroffen, man kommt überhaupt nicht durcheinander, es ist kein kitschiger Liebesroman sondern eine ehrliche Geschichte, die so jedem von uns passieren könnte, egal ob als Verliebte oder als Beobachter, Freund und Helfer 🙂 .

„Eine zauberhafte Gabe“ – eine nette Geschichte


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Eine zauberhafte Gabe

Heather Webber

Goldmann-Verlag

320 Seiten

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Rückseitentext

Komisch, romantisch, spannend und mit einem Schuss Magie – einfach zauberhaft!

Lucy Valentines Familie besitzt eine ganz besondere Partnervermittlungsagentur. Das Erfolgsgeheimnis: Die Valentines können auf zauberhafte Weise erkennen, wer zueinander passt. Nur Lucy hat diese Fähigkeit nicht, dafür kann sie verlorene Dinge wiederfinden. Autoschlüssel, einzelne Socken – und seit Neuestem auch verlorene Lieben. Doch als sie in einen Mordfall verwickelt wird, muss Lucy ihre Gabe auch für weniger romantische Dinge einsetzen. Immerhin kann sie so wenigstens die Hilfe des attraktiven Privatdetektivs Sean in Anspruch nehmen …

Cover

Das Cover gefällt mir persönlich ganz gut, man sieht links eine Frau die Tee oder Kaffee aus einer Tasse trinkt und rechts steht der Titel so wie die Autorin. Es passt auch durchaus zum Buch, da oft Kaffee getrunken wird, auch die Katzen auf der Tasse passen, da die Protagonistin eine Katze bzw. einen Kater besitzt.

Worum geht es?

Lucy Valentine gehört zu einer reichen Familie, die vor vielen Jahre verflucht wurde von Amor selbst. Die Beziehungen der Valentines halten nicht und gehen auf Dauer immer kaputt. Dazu kommt, dass alle Valentines die Auren von Menschen sehen können und somit wissen, wer gut zusammen passt (außer die Auren von Blutsverwandten). Daher haben die Valentines eine Dating-Firma, bei der sie den Menschen helfen, die Liebe ihres Lebens zu finden.

Nun, ich sage alle, doch Lucy kann durch einen Vorfall keine Auren sehen, dafür aber verlorene Gegenstände wiederfinden. Sie hat eine Art „Unterfirma“ gegründet, „Lost Loves“, die mit der Valentine Inc. zusammen arbeitet. Auch eine Detektei arbeitet häufig mit ihnen zusammen, in der der gutaussehende Sean arbeitet, mit dem Lucy gern eine Beziehung führen würde, es aber sehr langsam angehen lässt, wegen des Fluches.

Sie muss sich also in ihren neuen Job einfühlen und die Beziehung mit Sean auf die Reihe bekommen. Auch privat und familiär gibt es einige Probleme, die gelöst werden müssen und dann ist da auch noch die Journalistin Preston, die Lucy ziemlich auf die nerven geht. Und ihre Freundinnen haben auch noch Männer, mit denen sie fertig werden müssen. Lucy hat also viel zu tun.

Kritische Auseinandersetzung 

Ich muss zunächst einmal sagen, dass „Eine zauberhafte Gabe“ eigentlich der zweite Teil ist und ich den ersten nicht gelesen habe, da mir das gar nicht so klar war. Der erste Teil wird sehr oft erwähnt und ich denke, es wäre schon gut vorne anzufangen ( 😀 ), aber die Autorin wiederholt oft, was vorher passiert ist, es ging also auch ohne den ersten Teil. Hier komme ich aber auch gleich zu meinem ersten Kritikpunkt, denn die Autorin wiederholt sich wirklich sehr häufig. Oft wurden ganze Sätze nochmal geschrieben und das gefiel mir persönlich nicht so gut. Das nochmal erklärt wurde, was im ersten Teil passierte, war ja sehr schön, aber auch die Dinge, die in „Eine zauberhafte Gabe“ passieren, werden immer wieder wiederholt und wie gesagt, oft auch noch im selben Wortlaut.

Die Charakteren finde ich alle sehr liebevoll und gut überlegt dargestellt, das hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir wirklich ein sehr gutes Bild machen und einige sind mir sehr sympathisch gewesen. Man muss aber dazu sagen, dass am Anfang scheinbar voraus gesetzt wurde, dass man bereits den ersten Teil kennt, denn hier weiß man nur sehr wenig über die Figuren, die aber so dargestellt sind, als seien sie bekannt. Das war etwas schade und ich würde mir wünschen, dass es eine Kennzeichnung gäbe, dass dies ein zweiter Teil ist.

Das Buch ist zudem auch sehr spannend geschrieben, trotz der Wiederholungen, ich habe nur einen Tag gebraucht, um es zu lesen 😀 . Es hat eine sehr einfache Sprache, die man gut lesen und verstehen kann. Es gibt nicht nur einen Handlungsstrang, es kommt immer wieder was neues dazu, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, da es einfach nie langweilig wurde. Trotzdem muss man zwischendurch aufpassen, dass man den roten Faden nicht verliert.

Die Geschichte plätschert vor sich hin, man muss also nicht unbedingt groß dabei denken, man kann sich einfach auf die Geschichte einlassen, was dieses Buch für mich zu einem idealen Buch für zwischendurch macht.

Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schlüssig und klar, ich konnte alles gut nachvollziehen. Die Charaktere handeln eben einfach menschlich, trotz dass es in diesem Buch ja auch viel Übersinnliches gibt, was aber Gott sei dank nicht allzu kitschig beschrieben wurde.

Fazit

Ich werde auf jeden Fall noch den ersten Band lesen, da mir das Buch einfach ganz gut gefallen hat und ich es für zwischendurch oder wenn man vorher schwere Kost gelesen hat, einfach optimal finde. Es ist eine nette Geschichte mit netten Charakteren und in sich eben einfach schlüssig. Ich kann „Eine zauberhafte Gabe“ definitiv weiter empfehlen an alle, die mal etwas leichtes lesen wollen oder auch an alle, die gern Liebesgeschichten lesen und auch gern etwas leicht Übersinnliches haben 🙂 .

Hardcover oder Taschenbuch?


Heute habe ich mal wieder eine Frage an euch.

Lest ihr eigentlich lieber Hardcover-Bücher oder lieber Taschenbücher? Da ich zurzeit „Finderlohn“ von Stephen King lese, was ja ein ordentlicher Wälzer als Hardcover ist, kam ich auf diese Frage.

Ich glaube, ich lese grundsätzlich lieber Taschenbücher, irgendwie liegen sie mir sehr viel besser in der Hand und ich finde es bequemer, diese zu lesen. Auch wenn man wie ich immer ein Buch in der Tasche hat, finde ich Taschenbücher praktischer, da diese einfach besser in die Tasche passen und auch durchaus leichter zu tragen sind.

Während ich gerade so mein Regal betrachte, fällt mir auf, dass ich auch wirklich nur sehr wenige Hardcover-Bücher besitze. Ein weiteres Argument dafür ist ja durchaus auch der Preis. Ich finde das immer wieder erstaunlich, der Inhalt ist doch der gleiche. Ich kann aber eher verstehen, dass der Preis bei Hardcover und Taschenbuch so unterschiedlich ist, als dass Ebooks häufig das gleiche wie Prints kosten.

„Für alle Tage, die noch kommen“ von Teresa Discroll war ja ebenfalls ein Hardcover, aber das war sehr viel kleiner als das von Stephen King und meiner Meinung nach sehr viel handlicher. Es hatte aber auch einige Seiten weniger 😀 .

Mich würde interessieren, wie ihr das so seht und würde mich sehr freuen, ein paar eurer Antworten zu lesen 🙂 .

Die Liebe einer Mutter reicht über den Tod hinaus


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Hier kommt meine Rezension zu meinem Gewinn von LovelyBooks 🙂 .

Für alle Tage, die noch kommen

Teresa Discroll

Knaur HC (1.September 2015)

368 Seiten

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Rückseitentext

Wie sage ich meinem Kind, dass ich sterben muss? Gar nicht, beschließt Eleanor, als sie von ihrer Brustkrebserkrankung erfährt. Ihre achtjährige Tochter Melissa soll so lange wie möglich eine unbeschwerte Kindheit haben. Stattdessen sammelt Eleanor Gedanken, Erinnerungen und gemeinsame Erlebnisse in einem Buch, das sie bei ihrem Anwalt hinterlegt. Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter ohne Abschied geht? Auch siebzehn Jahre danach fühlt Melissa sich unvollständig. Gerade hat sie den Heiratsantrag ihres Freundes Sam abgelehnt, den sie doch innig liebt. Da bekommt sie ein kleines Buch zugestellt – ein Buch, aus dem noch einmal ihre Mutter zu ihr spricht. Es ist voller Rezepte, für die Küche und fürs Leben. Und voller Liebe. Melissa beginnt zu verstehen, was Eleanor für sie getan hat. Sie erkennt, wie sehr sie geliebt wurde. Und sie weiß jetzt, dass sie es auch kann: der Liebe vertrauen.

Worum geht es?

Ich möchte euch vor eventuellen Spoilern warnen, lest diesen Abschnitt nur, wenn ihr euch nicht völlig überraschen lassen wollt.

Melissa ist gerade 25 Jahre alt geworden und soll an ihrem Geburtstag in eine Kanzlei kommen, dort wartet etwas Unerwartetes, ein Buch, dass ihre Mutter vor rund 17 Jahren geschrieben hat, kurz vor ihrem Tod.

Selbstverständlich wirft es Melissa erst einmal aus der Bahn, da sie kurz vorher auch den Heiratsantrag ihres Freundes Sam abgelehnt hat und nun ist sie noch verunsicherter. Das Buch löst viele Gefühle in ihr aus, denn Ihre Mutter Eleanor starb, ohne dass sie sich verabschieden konnte, obwohl es durchaus möglich gewesen wäre. Doch Eleanor entschied sich damals, ihrer kleinen Tochter nichts von ihrem Brustkrebs, der schnell streute, zu erzählen. Melissa versucht zunächst, sich allein mit dem Buch zu beschäftigen, doch schnell erzählt sie ihrem Freund Sam davon, der versucht, ihr bei der Trauerbewältigung zu helfen.

Melissas Vater Max leidet auch immer noch unter dem Tod seiner Frau, doch er versucht, neues Glück zu finden. Grundsätzlich haben die beiden ein gutes Verhältnis, doch gibt es auch bei ihnen viele unausgesprochene Dinge.

Melissa muss die Beziehung zu ihrem Freund retten, ihren Vater unterstützen, ihre Jobfrage klären und gleichzeitig die Trauer um ihre Mutter bearbeiten, bis sie auch noch auf ein möglicherweise schreckliches Geheimnis trifft.

Kritische Auseinandersetzung 

Das Buch ließ sich sehr flüssig und schnell lesen, ich mochte die Sprache sowie auch die Schreibweise der Autorin sehr gern. Es gab sehr viel wörtliche Rede, was ich persönlich sehr gut fand. Ich fand dies auch sehr gut gelöst, denn am Ende stand nicht immer „…sagte er“ oder etwas in der Art, ich hoffe ihr wisst, was ich meine 😀 . Jede Figur hatte eine etwas andere Art zu „sprechen“, weswegen ich dabei nicht durcheinander kam.

Die Geschichte an sich war sehr schlüssig und mir gefiel auch die Auflösung am Ende sehr gut. Durch die Leserunde bei LovelyBooks hatte ich mir das Buch in 5 Leseabschnitte geteilt und ich konnte deutlich die Entwicklung der Hauptcharaktere Melissa nachvollziehen, denn ihre Monologe und auch die Dialoge mit ihr verändern sich deutlich, je besser sie versteht und je mehr sie ihre Trauer bewältigt. Das hat mir besonders gut gefallen!

Die Abschnitte von Eleanor und den Teilen ihres Buches waren sehr gut mit dem Rest der Geschichte verwoben, auch wenn sie nicht immer direkt gekennzeichnet waren, konnte man auch hier durch die Schreibweise merken, dass aus der Sicht von jemand anderem geschrieben wurde.

Das Buch enthielt sehr viele Rezepte, die Eleanor mit Melissa teilen wollte (diese leiten häufig auch die Teile aus dem Buch ein) und ich denke, ich werde das ein oder andere mal ausprobieren, da wirklich tolle Rezepte dabei waren, zum Beispiel Käsestangen oder Scones. Ich finde, diese Rezepte machen das Buch auch viel persönlicher und man hat wirklich das Gefühl, ein Buch zu lesen, dass eine Mutter an ihre erwachsene Tochter geschrieben hat.

Die Charaktere waren für mich sehr authentisch, Melissa ist mir letztendlich doch ans Herz gewachsen, obwohl sie mir anfangs nicht so sympathisch war. Man kann wirklich gut nachfühlen, was die Figuren durchgemacht haben müssen und an einigen Stellen kullerten schon ein paar Tränen ( 😦 ).

Fazit

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und somit auch meine erste Leserunde bei LovelyBooks. Ich muss sagen, dass mir das Einteilen in Leseabschnitte gut gefallen hat, da ich so doch mehr auf die Entwicklungen geachtet als ich es sonst tue. Ich glaube, ich werde jetzt öfter Leserunden mitmachen, schon allein deswegen.

Ich kann „Für alle Tage, die noch kommen“ guten Gewissens weiterempfehlen, es ist wirklich ein sehr schönes, emotionales Buch, aber es gibt auch lustige und schöne Momente, also ein gutes Gleichgewicht. Wenn ihr also Lust auf so ein Buch habt, dann probiert es doch hiermit 🙂 .

Ein psychologischer Spannungsroman – DEADLINE –


595670774936546c4c395f714f61736b473167-200x200-0-0Das Genre „Psychologischer Spannungsroman“ ist ein ganz neues Genre, zumindest konnte ich kein anderes Buch finden, dass unter diesem Genre gekennzeichnet ist. Daher musste ich es einfach lesen, um herauszufinden, was das bedeutet 😀 .

Deadline

Renée Knight

Goldmannverlag (27.7.2015)

352 Seiten

Bei Amazon bestellen

Rückentext

Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug …

Cover

Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist grundsätzlich schwarz/weiß gehalten, nur der Name der Autorin und das Genre sind in rot zu sehen. Auf Vorder- und Rückseite ist der Sand des Bildes plastisch dargestellt, es fühlt sich ein bisschen an wie sehr feines Schmirgelpapier. Das ist mal etwas ganz anderes, ich muss aber gestehen, dass es anfangs beim Lesen schon ein seltsames Gefühl war.

Hauptfiguren

Spannend an „Deadline“ finde ich, dass das Buch aus der Sicht des „Opfers“ des „Drohbuches“ ( 😀 ) und auch aus der Sicht des „Täters“ geschrieben ist. So kann man die Gedankengänge der beiden Protagonisten verstehen und dadurch, dass beide Seiten anfangs zeitlich versetzt sind, bekommt man auch einen Blick für die Vorgeschichte. Dazu aber gleich mehr.

Ich muss sagen, mir sind beide Protagonisten absolut unsympathisch, aber zum Ende, als sich die Geschichte auflöst, versteht man durchaus, wie zu dem geworden sind, was sie sind. Auch der Mann von Catherine ist nicht gerade ein netter Charakter, auch wenn man ihn durchaus auch verstehen kann. Im Grunde kann man sagen, das Buch hat hauptsächlich Charaktere, die viele „Fehler“ haben, die aber für den Verlauf der Geschichte nicht schlecht sind.

Kritische Auseinandersetzung

Die ersten ca. 100 Seiten des Buches haben sich für mich sehr in die Länge gezogen, man hatte zwar beide Seiten, aber es gab nur häppchenweise Informationen ohne dass man aber wirklich sagen konnte, worum es denn nun genau ging und was eigentlich das Motiv war. Es war einfach schwer, sich einen Reim darauf zu machen, aber nachher löste sich ja dann doch alles auf und man hatte endlich die Informationen die man brauchte, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Das ganze Buch besteht aus relativ kurzen Kapitel, die mich immer haben weiter lesen lassen, auch in der Zeit, wo mir das Buch eigentlich sehr langweilig vorgekommen ist. Dieses „Informationen zurückhalten“ baut ja auch Spannung auf, da man unbedingt verstehen möchte (so ist es zumindest bei mir).

Der Schreibstil ist sehr flüssig, ich konnte das Buch gut und schnell lesen, nachdem ich mich über die besagten 100 Seiten gequält hatte. Von da an wurde es wirklich sehr interessant und spannend und man konnte mit allem etwas anfangen.

Es gibt einen allwissenden Erzähler, was mir ebenfalls gut gefällt, denn ich denke, wenn die Wechsel mit einem Ich-Erzähler erfolgt wären, hätte man durchaus durcheinander kommen können.

Die ganze Geschichte konnte mich wirklich überzeugen, besonders als es dann eine völlig unerwartete Wendung gab, die erschreckend und gleichzeitig eine tolle Auflösung war. Man kann auf jeden Fall sagen, dass bei diesem Buch nichts ist, wie es scheint.

Fazit

„Deadline“ hat mir wirklich sehr gut gefallen, es war leicht zu lesen und sehr spannend und der ganze Plot war gut durchdacht. Wo jetzt der Unterschied von einem psychologischen Spannungsroman zu einem Thriller ist, kann ich leider nicht genau sagen, ich hoffe aber, dass es noch mehr Bücher zu diesem Genre geben wird und man so vielleicht mehr darüber erfährt. Ich kann „Deadline“ durchaus jedem empfehlen, der gerne Thriller liest, aber auch Lesern, die vielleicht nicht so gern Thriller lesen, da überhaupt kein Blut fließt und es auch nicht angsteinflößend sondern eben einfach nur spannend ist.

Wenn eine Liebeshochzeit zur Zwangsehe wird


wpid-20150901_104102.jpgIch habe dieses Buch, wie ihr vielleicht gestern auf Facebook oder Twitter gesehen habt, gestern als Rezensionsexemplar von Jannes C. Cramer erhalten und naja, was soll ich sagen, es war eindeutig zu kurz 😀

(W)ehe du gehst

Jannes C. Cramer

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (15. August 2015)

Bei Amazon bestellen

 

 

Rückklappentext

Kira leidet unter der übertriebenen Eifersucht, dem Jähzorn und den zunehmenden Handgreiflichkeiten ihres Mannes. Als sie mit der Hilfe ihrer besten Freundin Juliane versucht, aus der Ehe mit Jonas zu fliehen, bringt sie nicht nur sich selbst in Lebensgefahr. Sie ahnt nicht, dass er vor nichts zurückschreckt, um sie zu finden und wieder in seine Gewalt zu bringen. Über das Buch Wer „Die Frauenkammer“ gelesen hat, wird im neuen Thriller von Jannes C. Cramer auf alte Bekannte treffen. Kommissar Frank Holper ist als Teil eines Ermittlerteams an der Aufklärung des Falls um Kira und Jonas Grunwald beteiligt und auch Privatdetektiv Lukas Bender bringt sich, wenige Wochen vor Beginn seiner eigenen kriminellen Geschichte, auf dubiose Weise in die Ermittlungen ein.

Cover

Die obere Hälfte des Covers nimmt der Name des Buches und der Name des Autors ein, auf der unteren Hälfte sieht man einen Tisch oder ein Regal, auf dem ein zerbrochenes Hochzeitsfoto zu sehen ist, davor ein blutiges Messer. Mir gefällt das Cover sehr gut, es passt super zur Geschichte und ich finde die Farben in sich sehr stimmig.

Worum geht es?

Kira und Jonas Grunwald sind verheiratet, aber alles andere als glücklich, zumindest Kira ist es nicht. Jonas ist eifersüchtig, jähzornig, aggressiv und zögert auch nicht davor zurück, nicht nur Worte sprechen zu lassen. Sie versucht, ihm zu entkommen und vor ihm wegzulaufen, mit Hilfe ihrer Freundin Juliane, doch sie hat keine Ahnung, was sie damit lostritt.

Während Kira zunächst in Sicherheit ist, sind dafür viele andere Menschen in Gefahr, denn Jonas findet es natürlich nicht besonders schön, dass er nicht weiß, wo seine Frau ist. Er versucht alles, um seine Frau wieder an sich zu reißen und schreckt vor keiner Tat zurück, von der er glaubt, ihn ans Ziel führen zu können…

Auch die Polizei hat kaum eine Spur und eine spannende Jagd beginnt, um Jonas Grundwald dingfest zu machen und seine Frau und viele Andere vor ihm zu schützen, möglichst ohne weiteres Blutvergießen.

Kritische Auseinandersetzung

„(W)ehe du gehst“ ist ein sehr spannender, kurzweiliger Thriller und mir fiel es sehr schwer, es aus der Hand zu legen, was ihr daran merkt, dass ich es so schnell gelesen habe. Es geht einfach direkt los, ohne allzu viel Vorkenntnisse, doch man kann sich im Laufe des Buches ein gutes Bild von den Protagonisten machen und auch von der Situation an sich. Auch wenn ich etwas traurig bin, dass es schon so schnell zu Ende war, muss ich sagen, dass ich lieber spannende 220 Seiten lese, die mich einfach packen, als 400 Seiten von denen 150 einfach langweilig sind und sich ziehen oder bei denen man das Gefühl hat, dass sie nur geschrieben wurden um das Buch künstlich dick werden zu lassen.

Es ist sehr spannend geschrieben, was mir besonders gut gefallen hat war, dass das Buch nicht direkt in Kapitel eingeteilt ist, sondern in 4 Teile und dann nochmal in Abschnitte zu verschiedenen Zeiten. Bedeutet: Ein Abschnitt fängt beispielsweise mit „22 Stunden vor der Tat“ an oder mit der Tageszeit des jeweiligen Abschnittes. Das hat das Ganze für mich einfach sehr spannend werden lassen und war wie eine Art Countdown, der mich auch am Lesen gehalten hat. Jannes C. Cramer versteht sich scheinbar sehr gut darauf, dem Leser Krümel hinzuwerfen, die er dann begierig aufnimmt um unbedingt herauszufinden, was als nächstes passiert.

Jannes C. Cramer schreibt zudem sehr flüssig, ich konnte es gut und schnell lesen. Außerdem schreibt er nicht nur aus der Sicht eines Protagonisten, sondern beinahe jeder Abschnitt ist aus der Sicht einer anderen Charaktere geschrieben, womit manchmal sogar überrascht wird 🙂 . Man sagt zwar, zu viele Köche würden den Brei verderben, doch hier hat mir das wirklich sehr gut gefallen und Charaktere, die man zunächst vielleicht eher als Nebencharaktere erwartet hätte, wurden so plötzlich zum Erzähler. Besonders schön finde ich, dass ich trotzdem immer wusste, wer gerade der Erzähler ist, denn bei manchen Büchern haben die Autoren dass nicht immer so gut hinbekommen, dass der Leser nicht völlig durcheinander kommt. Auch hier ein großes Lob an den Autoren, dass ist nicht selbstverständlich.

Eigentlich habe ich nur einen Kritikpunkt, nämlich die sehr schnelle Entwicklung von Jonas Grunwald, die damit beginnt, seine Ehefrau zu misshandeln und schon nach ein paar Seiten habe wir es mehr oder weniger mit einem Serienmörder zu tun. Ich habe dies mit Jannes C. Cramer besprochen und er hat mir erklärt, dass diese schnelle Entwicklung daher kommt, dass er in die Enge getrieben wird, wie bei Tieren. Mir ging es zwar immer noch zu schnell, aber ich kann nun verstehen, warum er es so gemacht hat und ich denke, dass es auch zu einem hohen Anteil zu der Spannung beigetragen hat.

Fazit

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich bin froh, es gelesen zu haben, denn es ist ein wirklich spannender Thriller, der gut recherchiert ist und auch ein Grundthema hat, auf das man immer wieder mal aufmerksam machen sollte, denn solche Dinge passieren mitten unter uns.

Alles in allem also eine klare Leseempfehlung von mir 🙂

Bei Lovelybooks findet übrigens auch eine Leserunde zu „(W)ehe du gehst“ statt, vielleicht habt ihr ja Lust, da mitzumachen.

 

#backtohogwarts – Wer kommt mit?


Meine Harry-Potter-Bücher :)
Eine ganze Welt …

Heute ist der 1. September. Klingt erst mal unspektakulär, denn das weiß wohl jeder, der heute schon mal auf sein Smartphone, sein Laptop oder auch nur die Nachrichten gesehen hat.

Doch der 1. September, der ist eigentlich etwas Besonderes, zumindest für solch verrückte Menschen wie mich.

DENN: Am 1. September um elf Uhr fährt jedes Jahr der Hogwartsexpress von Gleis 9 3/4 Richtung Hogwarts 🙂 .

Ja, auch wenn ich mittlerweile 24 Jahre bin (Ich habe mit dem ersten Buch angefangen, als ich 11 Jahre alt war), löst dieser Tag immer noch leicht wehmütige Gefühle in mir aus, denn ich befürchte immer noch, dass Dumbledore oder McGonagall meinen Brief vergessen haben. Oder hat Fawkes ihn vielleicht aufgegessen? Vielleicht befindet er sich auch in den tiefen von Hagrid’s Taschen, man weiß es nicht… 😀 .

Klar ist, dass er mich leider nie erreicht hat und ich somit wohl auch erst mal nicht nach Hogwarts komme (Ich gebe die Hoffnung nicht auf – NIEMALS! 😀 ).

13 Jahre begleitet mich die Geschichte um Harry mittlerweile, das ist mehr als mein halbes Leben und es hat nie aufgehört oder nachgelassen. Manchmal denke ich, ich sei verrückt, aber es gibt so viele Menschen, denen es genauso geht wie mir, also wären wir alle verrückt 😀 .

Wie ist es bei euch so? Mögt ihr Harry Potter und seine Welt? Wann habt ihr angefangen? Ich würde mich freuen, ein paar eurer Geschichten zu lesen, dann können wir gemeinsam traurig sein, dass wir heute leider wieder nicht mitfahren dürfen 😦 .

Ich werde derweil noch ein wenig in Erinnerungen schwelgen und ich habe so das Gefühl, dass ich vielleicht in das ein oder andere Buch heute noch reinschauen werde, zum Beispiel in das hier :

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