Zwei Rezensionen in Einem

Ihr Lieben,

am Montag habe ich von Martin Bühler zwei Rezensionsexemplare zugesendet bekommen, einmal „Der Samenspender“ und „Grenzwertig“. Da diese beiden Bücher sehr kurz sind, möchte ich sie in einer Rezension behandeln. Nur kurz zur Info, da ich dies schon bei einigen Bloggern erlebt habe, die Rezensionen sind nicht so gut ausgefallen, weil es Rezensionsexemplare sind! Ich bin von beiden Büchern überzeugt und sie kosten bei Amazon 0,99 Euro als E-Book, also nichts, für das man eine Meinung schreibt, die nicht der Wahrheit entspricht.

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Ich beginne mit „Der Samenspender“.

„Der Samenspender“ erschien bei Miller E-Books, das Buch hat 70 Seiten und hier geht es zum Amazon-Link.

Amazon-Beschreibung: Ein Samenspender bricht eines der letzten Tabus unserer Gesellschaft: Die Kinderwunscherfüllung mit Hilfe von privater Samenspende.

Dieses Buch gibt die Erfahrungen des Samenspenders Martin1973 wieder, die er real in 15jähriger Tätigkeit erleben durfte. Kommen Sie mit in eine skurrile Welt, über die nur wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist.

Worum geht es?

In „Der Samenspender“ schreibt Martin Bühler über seine 15-jährige Zeit als Samenspender. Es gibt verschiedene kurze Geschichten, die von Bühlers Kundinnen handeln.

Kritische Auseinandersetzung

Martin Bühler nimmt seine Leser mit in eine Welt, die die wenigsten kennen werden, nämlich die private Samenspende. Er schreibt als Ich-Erzähler und ich hatte durch seine Schreibweise das Gefühl, dass er mit mir auf der Couch sitzen würde und mir alles erzählen würde. Das hat mir schon sehr gut gefallen.

Ich finde es toll, dass er so offen mit einem „Tabu-Thema“ umgeht, denn eigentlich gibt es gar keinen Sinn, dass wir es überhaupt noch als solches bezeichnen. Und darum geht es Martin Bühler, seine Leser hinter die Kulissen blicken zu lassen und sie für dieses Thema zu öffnen.

Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass man nicht nur die Schicksale der einzelnen Frauen und Familien kennen lernen konnte, die mit Witz, Ironie aber vor allem mit Ehrlichkeit beschrieben sind, sondern auch über seine eigenen Erfahrungen lesen konnte, zum Beispiel wie es ist, als Samenspender einem Kind zu sagen, wie es entstanden ist und wie viel es an Selbstdisziplin kostet, damit umzugehen, ohne daran zu zerbrechen.

Fazit

Das Buch ist absolut lesenswert und man sollte sich eben nicht vom Titel abschrecken lassen. Es war sehr interessant und überhaupt nicht sexistisch oder anzüglich, sondern informativ und ich habe sogar das ein oder andere gelernt. Da es auch ein recht kurzes Buch ist, hat man es durchaus schnell gelesen oder kann sich die Geschichten einteilen (naja, ihr wisst, ich hab es natürlich in einem Rutsch gelesen 😀 ).

Nun zu „Grenzwertig“.

„Grenzwertig“ hat Martin Bühler selbst verlegt, es hat 58 Seiten, in meiner Ausgabe sind aber auch noch einige Geschichten aus „Der Samenspender“ enthalten. Hier geht es zum Amazon-Link.

Amazon-Beschreibung: Franziska ist vom Schicksal schwer gezeichnet. Eine anfangs schöne Kindheit ist von einer Sekunde auf die andere zu Ende, ein düsteres Kapitel beginnt. Viele Jahre später entscheidet sich die junge Frau, trotz ihres Schicksals eine Familie zu gründen. Eine Familie, die anders ist als herkömmliche Familien. Eine unendlich starke Frau geht ihren Weg, obwohl ihr viele Vorurteile und großes Misstrauen entgegengebracht werden. Sie entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Weg, um ihrem grenzwertigen Kinderwunsch eine Chance zu geben. 

Worum geht es?

In „Grenzwertig“ geht es um eine sehr spezielle Kundin von Martin Bühler, nämlich Franziska, die wegen eines dramatischen Unfalls im Rollstuhl sitzt. Bühler beschreibt hier seine Gedanken und Ängste, aber auch wie eine Freundschaft mit Franziska entsteht und hier zeigt sich vor allem, dass Bühler als privater Samenspender nicht immer nur als solcher fungierte, sondern noch viele andere Aufgaben übernahm.

Kritische Auseinandersetzung

Ich glaube, „Grenzwertig“ hat mir etwas besser gefallen als „Der Samenspender“, aber nur, weil hier so intensiv auf einen bestimmten Fall eingegangen wird, der ganz nebenbei auch noch so interessant ist, wenngleich es auch mehr als erschreckend ist, wie viele Steine eine Frau im Rollstuhl in den Weg gelegt bekommt, wenn sie sich den Wunsch zu einem eigenen Kind erfüllen will. Selbst Bühler hat anfangs Zweifel und ich finde es toll, dass er seine Gedanken so ehrlich aufschreibt und man seinen Gedankengang so gut nachvollziehen kann.

Auch hier geht es wieder darum, die Leserschaft auf ein Thema aufmerksam zu machen, dass zu wenig Beachtung bekommt. Das ist etwas, dass mir an beiden Büchern sehr gut gefallen hat.

Fazit

Auch dieses Buch kann ich euch nur wärmstens empfehlen, es geht wirklich zwischenzeitig ans Herz und trotzdem ist es informativ. Man kann sich in Martin Bühler hineinversetzen, und bekommt einen Blick auf einen Teil unserer Gesellschaft, der viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.

Jeder, egal ob lesbisch, Single oder gehandicapt, jeder Mensch hat das Recht, eine Familie zu gründen und man sollte nie über etwas urteilen, mit dem man sich nicht ausführlich befasst hat.

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