„Girl on the Train“ in einem Zug durchgelesen :D


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Dieses Buch hat mich wirklich von Anfang an gepackt, auch wenn es erst einmal schwierig war, durchzublicken, aber es ist einfach mal ein ganz anderes Buch.

Girl on the Train

Paula Hawkins

Blanvalet-Verlag (15. Juni 2015)

448 Seiten

Amazon-Link

Rückklappentext

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

Worum geht es?

Die Hauptprotagonistin ist Rachel, eine alkoholkranke, depressive Frau, die von ihrem Exmann für eine andere Fraue, Anna, verlassen wurde. Diese leben nun in dem Haus, dass Rachel ausgesucht hatte, das Leben, dass sie sich eigentlich immer gewünscht hatte.

Aufgrund ihrer Alkoholsucht hat Rachel auch ihren Job verloren, doch sie fährt trotzdem jeden morgen mit dem Zug nach London, mit dem sie sonst zur Arbeit fuhr und beobachtet die Menschen und Häuser, an denen sie vorbei fährt. Am liebsten beobachtet sie „Jess“ und „Jason“, die in einem Haus leben, das nur ein paar Häuser weiter steht, als ihr altes Haus. Sie erfindet ein ganzes Leben für die beiden um sich so aus ihrem eigenen Leben heraus zu flüchten und ist sehr entsetzt, als ihre Träume für die Beiden plötzlich zusammen brechen.

Als sie erfährt, dass „Jess“ verschwunden ist, will sie unbedingt helfen, doch die Polizei steht ihrer Aussage sehr skeptisch gegenüber und auch alle Anderen, über die sie versucht, Hilfe zu bekommen, glauben ihr nicht so richtig. Denn Arbeitslosigkeit und das Verlieren ihres Ehemannes sind nicht die einzige Probleme, mit denen Rachel sich das Leben recht schwer gemacht hat, auch dass sie oft lügt hat das Vertrauen zu vielen Menschen zerstört.  Sie verstrickt sich immer mehr in die Ermittlungen und kann einfach nicht mehr aufhören, bis die ganze Geschichte dann eine ungeahnte Wendung nimmt.

Kritische Auseinandersetzung

Was mir besonders an „Girl on the Train“ gefallen hat, war die Anti-Heldin Rachel und auch alle anderen wichtigen Charaktere sind absolut keine Saubermänner mit einer weißen Weste. Es waren einfach wirkliche Menschen, mit ihren Problemen und Fehltritten und es war einfach mal was wirklich anderes.

Dann wird immer wieder aus einer anderen Sicht geschrieben, was zunächst verwirrend ist, aber ich hatte mich recht schnell hineingefunden und ab da war es einfach super. Durch dieses Wechseln musste man sich auch immer wieder Dinge zusammen reimen und am Ende bin ich trotzdem wahnsinnig überrascht gewesen, da ich damit einfach nicht gerechnet hatte, obwohl ich der Meinung war, es durchschaut zu haben. Für mich hat auch eben dieses Wechseln die Geschichte so spannend gemacht, da einer der Sichtweisen auch die des Opfers ist und man so langsam aber stetig immer mehr das Gefühl hatte, dahinter zu blicken.

Da hab ich auch schon das Nächste, das mir einfach super gefallen hat: Ich konnte versuchen, den Fall mit zu lösen. Es hat mir richtig viel Spaß gemacht, zu überlegen, was denn da nun passiert sein könnte und wer es denn war, aber Paula Hawkins hat einige Hinweise gestreut, die dann aber doch zu einem ganz anderen Ergebnis als meinem führten. Ich mag es, wenn man bei Büchern mitdenken kann und auch durchaus mitdenken MUSS, denn das macht es doch meistens sehr viel spannender.

Das Buch hat zwischendurch ein paar Längen, das muss man schon sagen, aber alles in allem war es für mich wirklich sehr spannend und ich hab es in zwei Tagen durchgelesen, da ich einfach unbedingt wissen wollte, was passiert ist. Es ist eben mitten aus dem Leben gegriffen, denn mal ehrlich, jeder, der mit Bus und Bahn unterwegs ist hat doch schon mal aus dem Fenster gesehen und sich gefragt, was hinter den Wänden der Häuser so vor sich geht. Und eben einfach auch die Charakteren, die eben alle nicht  perfekt sind, sondern eher weit davon entfernt, perfekt zu sein. Das macht es für mich zu so einem spannenden, lebensnahem Thriller. Wobei ich persönlich habe mich gefragt, ob es wirklich ein Thriller ist oder nicht eher ein Roman, aber da es als Thriller gekennzeichnet ist, will ich das einfach mal so übernehmen.

Fazit

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und fand das Buch auch sehr spannend, es hat eine gute, lebensnahe Geschichte und tolle Charaktere, die eben nicht so sind, wie viele andere Protagonisten in Büchern. Einzig und allein das gekennzeichnete Genre löst bei mir leichte Zweifel aus, denn da bin ich mir einfach nicht so sicher Habt ihr das Buch schon gelesen? Wie seht ihr das?

Egal, ob es jetzt ein Thriller oder eben doch eher ein Roman ist, ich kann euch das Buch nur ans Herz legen und empfehlen, denn es war eben einfach wirklich sehr spannend und von der Schreibweise mal was ganz anderes. Wenn ihr es bereits gelesen habt, dann schreibt mir doch mal, wie es euch gefallen hat, das würde mich mal interessieren, die Meinungen gehen ja doch etwas auseinander.

Neuerscheinungen September


Und da haben wir es schon wieder, das Ende (naja, fast) eines weiteren Monats. Die Zeit geht wirklich manchmal so schnell rum, im Supermarkt habe ich letzte Woche schon Spekulatius gesehen!

Auch im September gibt es natürlich wieder viele Neuerscheinungen und die, die mich am meisten interessieren, möchte ich euch heute vorstellen.

Mein Highlight für diesen Monat ist definitiv „Finderlohn“ von Stephen King, welches am 8.September erscheint. Die Rezension könnt ihr mittlerweile hier einsehen.

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?

Weiter würde mich auch „Die Spur“ von Richard Laymon interessieren, welches ebenfalls am 8.September erscheint.

Gillian O’Neill ist jung und attraktiv – und sie hat ein ausgefallenes Hobby. Nachts sucht sie nach Häusern, deren Besitzer offensichtlich für längere Zeit verreist sind, und richtet sich dort ein. Das Problem ist nur, dass Gillian dieses Mal das Haus eines Serienkillers erwischt hat – eines Serienkillers, der seine Opfer gerne in die Wildnis verschleppt. In die Finsternis. Wo er ungestört ist. Wo niemand ihre Schreie hört …

Und dann würde ich mir gern noch „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ von Robin Sloan genauer ansehen.

Als Clay Jannon seinen Job als Webdesigner verliert, meldet er sich auf eine Stellenanzeige hin bei Mr. Penumbra, der in San Francisco eine alte, verstaubte Buchhandlung betreibt, die rund um die Uhr geöffnet ist. Clay übernimmt die Nachtschicht, und bald ist ihm klar, dass hier irgendetwas nicht stimmt: Die Kunden kaufen nichts, sondern leihen die Bücher nur aus, drei Stockwerke hohe Regale beherbergen riesige Folianten, die keine Texte beinhalten, sondern nur ellenlange Reihen aus Buchstaben. Nach und nach findet Clay heraus, dass Mr. Penumbra und seine Kunden einem uralten Geheimnis auf der Spur sind. Mit der Unterstützung seiner Freundin Kat und seines ältesten Kumpels Neel, sowie der Weisheit von Mr. Penumbra, macht sich Clay daran, dieses Geheimnis zu lüften. Ein Geheimnis, das bis in die Anfangszeiten des Buchdrucks zurückreicht.

Welche Bücher würden euch so interessieren, die im September veröffentlicht werden? Habt ihr noch Tipps für mich, welche Bücher ich mir noch ansehen sollte? Schreibt es mir einfach in die Kommentare 🙂 .

Bis dann,

Eure Tamy

#wirbloggenbücher – Eine Community-Aktion


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Hallo ihr Lieben,

Vielleicht habt ihr von der tollen Aktion der Bücherblogger bereits etwas gehört, #wirbloggenbücher wurde von Patrizia und Anika ins Leben gerufen. Diese Idee fand ich so super, dass ich einfach gern mitmachen möchte.

Vor einiger Zeit haben 40 Booktuber die Aktion #wirsindbooktube ins Leben gerufen, um einmal genau zur erläutern, was booktuben eigentlich ist und um dies komplett zu machen und die ganze Online-Buchwelt zu erklären, fehlen natürlich noch wir, die Buchblogger.

Auch wir sind ja durch die unterschiedlichsten Wege zum Buchbloggen gekommen und auch hier stellt sich natürlich die Frage: Was ist denn eigentlich dieses ominöse „buchbloggen“? Mit dieser Aktion wollen wir als Community noch stärker zusammen wachsen und der Öffentlichkeit einen Einblick in unser buchiges Hobby ermöglichen. 

1.) Was bedeutet für DICH eigentlich „buchbloggen“? Warum machst DU das eigentlich?

Buchbloggen bedeutet für mich vor allen Dingen eines: Ich habe eine Plattform, auf der ich alles über Bücher schreiben kann, dass ich sonst erzählen würde, ohne das es jemanden aus meinem Umfeld interessiert 😀 .

Klingt hart, ist aber so. Ich habe keine Verwandten oder Freunde, mit denen ich über Bücher spreche, die meisten lesen keine oder nur äußerst selten Bücher. Seit ich meinen Blog führe, kann ich meine Gedanken mit EUCH teilen und mich mit euch, meinen Lesern und anderen Bloggern austauschen, was mir super viel Spaß macht. Ich freue mich, dass ich vielleicht dem ein oder anderen ein Buch empfehlen kann, dass er/sie vielleicht sonst nie gelesen hätte und es tut mir auch einfach gut, das, was ich zu einem Buch loswerden möchte, einfach aufzuschreiben.

Ich liebe Bücher einfach und seit meinem Blog, habe ich noch mehr Lust zu lesen, als ich schon vorher hatte 😀 . Es für einfach ein tolles Hobby, dass ich gern mache und dass ich vor allem so gut, wie es mir eben möglich ist, machen möchte.

2.) Wie bist DU zum buchbloggen gekommen? Was gab dir den Anstoß?

Den Anstoß zum bloggen hat eigentlich mein Freund mir gegeben. Wir saßen auf der Couch und ich hatte gerade ein Buch zu Ende gelesen und wollte eigentlich unbedingt darüber sprechen, doch ihn hat das eben einfach nicht wirklich interessiert und er hörte nur mit halbem Ohr zu. Das hat mich ziemlich geärgert, obwohl ich eigentlich daran gewöhnt bin ( 😛 ) und ich habe mir zum ersten Mal darüber Gedanken gemacht, einen Blog zu führen.

Daraufhin habe ich mir dann einige Blogs angesehen und so tolle Blogs gefunden, dass ich mir dachte, versuch es einfach, du hast ja nichts zu verlieren. Tja und da bin ich nun 🙂 .

3.) Welche Berührungsängste hattest du?

Naja, zunächst hatte ich einfach Angst, dass auch im World Wide Web niemanden interessieren würde, was ich denke. Doch ich dachte mir, dass ich es eben einfach versuchen sollte, denn selbst wenn niemand es lesen sollte, wäre ich es trotzdem an irgendeiner Stelle losgeworden und könnte meine Gedanken zu Büchern wenigstens für mich selbst an einem Ort festhalten.

Doch schnell konnte ich merken, dass es sehr wohl Leute gibt, die sich für meine Gedanken interessieren und die sich mit mir austauschen wollen und das hat mich aufgebaut und heute hab ich gar keine Angst mehr, denn ich weiß, wenn ich nur einen Menschen erreicht habe, dann habe ich schon etwas geschafft und bewirkt. Ich blogge ja noch nicht sehr lange und man kann eben einfach nur besser werden und Bücher sind schließlich auch etwas, wo die Geschmäcker durchaus weit auseinander gehen und man wird immer Menschen ansprechen und andere eben nicht.

4.) Zeig uns doch deinen Buchblogger-Arbeitsplatz, dein Bücherregal, deinen liebsten Leseort, andere buchige Accessoires oder etwas, das für dich immanent wichtig ist zum Buchbloggen.

wpid-20150823_195538.jpgJa, das ist mein Schreibtisch 😀 . Nicht ganz so ordentlich, wie es gern hätte aber naja 😀 . Ich hab dort eben alles, was ich brauche und auch nicht so dringend brauche.

wpid-20150823_195612.jpgDas sind eigentlich meine wichtigsten Hilfsmittel für das Bloggen, Notizbücher und alles, worauf ich noch so schreiben kann. Ich bin nämlich eigentlich ein sehr organisierter Mensch, wenn man sich nicht meinen Schreibtisch anschaut 😀 .

wpid-img-20150414-wa0005.jpegDas ist eins meiner Bücherregale, aber ich muss zugeben, dass es schon ein etwas älteres Bild ist und es mittlerweile so vollgestopft ist, wie es nur eben geht 😀 .

5.) Denk daran zurück, wie du angefangen hast: Welche Tipps würdest du Buchblog-Anfängern geben?

Ich kann einfach nur das weitergeben, dass ich mir auch selbst gesagt habe: Probiert es aus! Ihr habt nichts zu verlieren! Geht mit Geduld an die Sache, erwartet nicht tausende Besucher am Tag, freut euch über jeden Einzelnen und tut einfach das, was ihr eh am liebsten tut: Lest Bücher und seid einfach ihr selbst! 

Print oder eBook?


Hallo ihr Lieben 🙂

Diese Woche habe ich mich mal gefragt, ob ich eigentlich lieber Prints oder eBooks lese. Ich muss ehrlich sagen, ich habe eigentlich fast nur Prints, eBooks habe ich kaum. Auch meinen eReader habe ich schon sehr lange, aber über all die Jahre eigentlich kaum benutzt, doch seit ich blogge, kommt er doch öfter mal zum Einsatz, da ich einfach irgendwann auch keinen Platz mehr in meinem Bücherregal habe 😀 .

Grundsätzlich gefallen mir Prints aber besser, sie riechen so toll, wenn man eines gekauft hat, es fühlt sich gut an, ein Buch in den Händen zu halten und ich finde es toll, dass man sieht, wie viel man schon gelesen hat und wie viele Seiten man noch hat. Klar, das sieht man auch beim eReader, aber irgendwie ist es für mich etwas anderes.

Ich bin allerdings auch sehr stolz auf meine ganzen Bücher und es ist ein tolles Gefühl, wenn sie jeder sehen kann und ich sie zeigen kann. Ich habe noch nie von jemandem gehört, der seinen eReader rumreicht um seine Büchersammlung zu zeigen 😀 .

Praktisch an meinem eReader finde ich aber, dass er so super in die Tasche passt und ich mich nicht entscheiden muss, welches Buch ich mitnehmen möchte, da ja mehrere darauf sind, aber auch hier mag ich es, im Bus zu sitzen und hinter und in einem Print zu verschwinden 🙂 .

Wie ist es bei euch? Was bevorzugt ihr? Und wenn ihr eReader habt, welchen habt ihr denn? Ich würde mir gern einen neuen zu legen, da meiner kein Licht hat, vielleicht habt ihr ja ein paar Tips für mich 🙂 .

Bis dann,
Eure Tamy

Veröffentlicht mit WordPress für Android

Blogtour Tag 2! Interview mit Felizitas Montforts


Nach dem ihr gestern bei der lieben Anna die Rezension von „Lulea und ihre Vertrauten“ lesen konntet, kommt heute der zweite Teil, das Interview mit der Autorin Felizitas Montforts. Viel Spaß 🙂

wpid-wp-1438968313222.jpegDas ist sie 🙂 . Damit ihr auch wisst, wer denn dieses tolle Buch geschrieben hat 😉 .

Liebe Felizitas, es wäre schön, wenn du dich erst einmal vorstellen würdest.

Das mach ich gerne 🙂 Ich heiße Felizitas Montforts, bin 32 Jahre jung und komme aus

Viersen/Dülken in der Nähe der holländischen Grenze. Dort lebe ich mit meinem Mann,

unseren Zwillingen und einer sehr anhänglichen Katze. Manchen wird aber eher die

Stadt Mönchengladbach etwas sagen 😉

Wie bist du auf die Idee zu „Lulea und ihre Vertrauten“ gekommen und was hat dich inspiriert?

Lulea hat eine wirklich lange Entstehungszeit hinter sich. Die allererste Idee kam mir

während eines Rollenspiels. Damals habe ich noch »Das schwarze Auge« gespielt und

hatte als Charakter eine Hexe. Diese legte sich mit einer Fee an und verpasste dem

kleinen Quälgeist eine Ohrfeige. Das Ergebnis was, dass meine Hexe geschrumpft

wurde. Leider wurde dieses Rollenspielabenteuer nie beendet, aber die Idee zu einer

Kurzgeschichte war geboren. Aus der Kurzgeschichte wurde dann ein Buch. Das

dauerte aber mehrere Jahre.

Sind die Charaktere an reale Personen angelehnt? Wie viel von dir steckt in Lulea?

Jein *gg* das Aussehen von Lulea wurde durch ein ganz liebes Mädchen geprägt, die

mittlerweile schon eine junge Frau ist. Sie heißt Luisa und war mein Schulpatenkind. Ich

hatte vorher noch nie eine so wilde rote Lockenpracht gesehen. Sie war absolut die

Inspiration zu Luleas Aussehen. Die Charakterzüge habe ich zum Teil verbrochen.

Lulea hat eindeutig meine Ungeduld abbekommen und das etwas aufbrausende

Temperament, welches ich in dem Alter hin und wieder auch an den Tag legte. Ich

behaupte einfach mal, dass sich das bis heute gelegt hat 🙂 Die anderen Figuren

verkörpern verschiedene gute Eigenschaften, die ich sehr wichtig finde, würde ich da

jetzt aber genauer drauf eingehen, würde das zu viel verraten.

Hast du eine Lieblingsfigur?

Eine Lieblingsfigur habe ich nicht. Ich kann bei jeder Figur einen anderen Charakterzug

ausleben und das Gesamtbild macht die Freunde so liebenswert. Wie unterschiedlich

die Vier sind, wird im zweiten Band besonders deutlich. Weil sich da alle Figuren

weiterentwickeln und die Freundschaft vertieft wird.

Wo arbeitest du an deinen Werken?

Bevor die Zwillinge auf die Welt kamen, habe ich überwiegend ganz klassisch in

meinem Arbeitszimmer am PC gearbeitet. Oft auch während meiner Mittagspause. Jetzt

arbeite ich dort, wo ich die Rasselbande im Auge behalten kann; meistens am

Küchentisch, manchmal auch im Garten. Mit einem Laptop ist man da zum Glück

flexibel.

War Autor immer dein Traumberuf? Wann hast du angefangen zu schreiben?

Absolut ja! Ich war glaube ich neun Jahre alt, als ich anfing Fortsetzungen zu

irgendwelchen Geschichten zu schreiben, die ich damals gelesen habe. Dann kamen

eigene Kurzgeschichten dazu. Von diesem Zeitpunkt an war der Wunsch geboren, als

Autorin zu arbeiten und das ist auch bis heute noch so. Ich könnte mir keinen

schöneren Beruf vorstellen.

Liest du auch gerne? Wer/Was sind deine Lieblingsautoren/Lieblingsbücher?

Ich bin eine absolute Leseratte. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht lese und

meistens lese ich zwei Bücher parallel. Einen direkten Lieblingsautor habe ich nicht.

Wenn mir ein Buch von einem Autor gefällt, dann lese ich von ihm oft mehrere. Ich mag

mich aber nicht auf wenige Autoren festlegen, dafür gibt es einfach viel zu viele gute

Bücher. Ich kann nur sagen, dass ich sehr gerne Fantasy Bücher mag, zwischendurch

mal ein paar Historienromane lese und auch bei Schnulzen nicht nein sage 😉 Ich habe

unter anderem die Harry Potter Bücher, die Panem Trilogie und die Selektion Reihe

verschlungen.

Hast du Vorbilder?

Ein direktes Vorbild habe ich nicht, weil ich niemandem nachahmen oder nacheifern

möchte. Ich möchte meinen eigenen Stil entwickeln. Bewundern tue ich aber einige

Autoren, von denen ich aber nur zwei nennen möchte. Zum einen J.K. Rowling, die ich

für ihre unglaubliche Fantasy bewundere, mit der sie die Harry Potter Bücher

geschaffen hat und dann Sebastian Fitzek für sein unglaubliches Talent, Wendungen so

zu planen, dass ich bis zum Schluss nicht weiß, wer der Bösewicht ist. Ich könnte noch

viel mehr Autoren nennen, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Vielen lieben Dank für das schöne Interview und dafür, dass Du bei der Blogtour mitgemacht

hast 🙂

Dazu kann ich nur sagen, liebe Felizitas, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und es war toll, sich mit dir und auch den anderen Bloggerinnen austauschen zu können 🙂 . Vielen lieben dank an dieser Stelle auch an alle Bloggerinnen 🙂 .

Morgen geht es dann weiter mit der Vorstellung von Lulea 🙂 .

Ich vermisse dich ODER Diese Protagonistin vermisse ich nicht


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Ich habe so viel Gutes von den Thrillern von Harlan Coben gelesen und gehört, dass ich unbedingt auch mal ein Buch von ihm lesen wollte. Doch ich vermute, ich hab genau das Falsche erwischt.

Ich vermisse dich

Harlan Coben

Page&Turner Verlag (2.Auflage, 2015)

508 Seiten

Amazon-Link zum Bestellen

Klappentext

Kat Donovan, Detective bei der New Yorker Kriminalpolizei, ist überzeugter Single, seit sich einst ihre große Liebe einfach aus dem Staub machte. Jetzt, 18 Jahre später, starrt sie fassungslos in die Augen desselben Mannes – auf dem Profilbild einer Dating-Website. Noch während sie überlegt, ob sie ihn kontaktieren soll, wird der Mann auf dem Foto zum Verdächtigen in einem Mordfall – und Kats Ermittlungen führen tief in ihre eigene schmerzhafte Vergangenheit. Währenddessen belauert ein Mörder aus der Ferne jeden einzelnen von Kats Schritten. Denn ihre Nachforschungen drohen einen sorgfältig ausgeklügelten Plan zu stören. Einen Plan, der mit den Sehnsüchten und Hoffnungen einsamer Herzen spielt, bei dem es um viel Geld geht – und der schon so viele Menschenleben gekostet hat, dass es auf eins mehr nicht ankommt …

Worum geht es?

Kat Donovan ist ein Detective bei der New Yorker Polizei, sie hat vor einigen Jahren ihren Vater verloren, dessen Mörder nun im Sterben liegt. Sie will mit ihm sprechen, da sie einen Mafiaboss und einen Auftragsmord vermutet und sie deckt viele Geheimnisse im Laufe des Buches auf, mit denen sie nicht gerechnet hatte.

Nebenbei hat ihre Freundin sie bei einem Online-Dating-Portal angemeldet und während sie Profile durchklickt, findet sie ihren Ex-Verlobten wieder, der sie vor 18 Jahren verlassen hat. Sie schreibt ihn an, doch dieser verhält sich mehr als komisch und sie versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Ihr Verdacht scheint sich bestätigt, als auch noch ein Junge zu ihr aufs Präsidium kommt, um mit ihrer Hilfe seine Mutter zu finden und sich herausstellt, dass sie wahrscheinlich mit ihrem Ex unterwegs ist.

Sie stoßen auf immer mehr vermisste Menschen, nach denen aber scheinbar nie jemand wirklich gesucht hat und decken ein grausiges Geheimnis auf.

Kritische Auseinandersetzung

Ich muss leider sagen, mir hat dieses Buch einfach nicht sonderlich gefallen. Da wäre zunächst die Protagonistin Kat Donovan, eine ca. 40-jährige Polizistin, die viel trinkt, alleine lebt und ihren Vater vor rund 20 Jahren verloren hat. Vielleicht hab ich schon zu viele Bücher gelesen, aber das ist einfach nichts Neues und hauptsächlich Klischee. Mir war Kat von Anfang an irgendwie nicht sympathisch und ich konnte keinen Bezug zu ihr aufbauen.

Für mich gab es auch nicht wirklich spannende Elemente. Die Kapitel werden immer aus einer anderen Sichtweise erzählt, etwas, dass ich eigentlich sehr gerne mag und alle Kapitel, die aus der Sicht der Entführer geschrieben waren, waren wirklich sehr spannend und ich wollte mehr wissen. Auch die Kapitel aus der Sicht der Opfer haben Interesse geweckt und waren so gut geschrieben, dass man das Gefühl hatte, selbst dort zu sein. Diese Orte wurden auch schön beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen konnte. Nur die meisten Kapitel aus Kats Sicht, fand ich einfac h zäh und das lag nicht nur daran, dass ich sie nicht so gern mochte.

Dann die Online-Dating-Sache. Der Plot des Thrillers ist wirklich, wirklich gut und mitten aus dem Leben gegriffen, was beängstigend ist, denn ich denke, dass so etwas wirklich passieren könnte. Aber es geht am Anfang eigentlich nur darum, dass Kat ihren Ex-Verlobten gesehen hat und er sich einfach nicht meldet und als er sich dann meldet, den Kontakt abbricht. Es geht die ganze Zeit um diese Liebesgeschichte und die passt für mich da irgendwie nicht rein. Immer wieder hochspannende Kapitel aus der Sicht der Entführer und dann wie der die Polizistin, die ihrem Verflossenen nachweint. Für mich ist das einfach seltsam. Ich würde sagen, mir geht es einfach nicht genug um den Fall selber. Man hat quasi drei „Plots“, einmal die Entführungen, einmal die Sache mit ihrem Vater und dann auch noch eine Liebesgeschichte. Das war mir einfach zu viel und diese Liebesgeschichte passt meiner Meinung nach einfach nicht dazu.

Die letzten 100-200 Seiten, die fand ich erst richtig gut, auch die Teile aus Kats Sicht, aber davor habe ich mich wirklich ziemlich gequält, was schade ist, denn ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Das Buch war einfach zu lang für so wenig Spannung. Es gab so viele nichtssagende Dialoge und Stellen, die einfach nicht hätten sein müssen, meiner Meinung nach.

Fazit

Ein Thriller mit einem genialen Plot, der leider meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt ist. Ich werde aber definitiv noch ein anderes Buch von Harlan Coben lesen, denn damit gebe ich mich nicht zufrieden. Vielleicht hab ich wirklich einfach nicht das Richtige für mich gewählt und das ist ja nicht die Schuld des Autors.

Habt ihr „Ich vermisse dich“ schon gelesen? Oder andere Bücher von ihm? Schreibt mir gerne in die Kommentare oder bei Facebook, wie ihr dieses oder andere Bücher von ihm fandet, es würde mich wirklich sehr interessieren.

Bis dann,

Eure Tamy

Zentangle ODER In der Ruhe liegt die Kraft


wpid-20150806_125140-1.jpgHeute gibt es mal eine „Rezension“ zu einem etwas anderen Buch, nämlich über ein Buch zum Thema „Zentangle. Ich weiß nicht, inwiefern ihr darüber schon etwas wisst, es ist auf jeden Fall zurzeit ein relativ großer Trend und ich kann das nur zu gut verstehen, denn ich befinde mich auch im „Zentangle“-Fieber! 🙂 Es macht sooo viel Spaß und man beruhigt sich innerlich sehr, auf mich hat es den gleichen Effekt wie Mandalas, welche man übrigens mit „Zentangle“ auch selber machen kann 🙂 .

Zentangle – Zeichnen und Entspannen

Jane Marbaix

Bassermann-Verlag (2015)

128 Seiten

Amazon-Link zum Bestellen

Rückklappentext

Innovativ und entspannend: das ist Zentangle. Die meditative Zeichentechnik hilft ihnen, kurze Ruhepausen im Alltag einzulegen. Anhand einfacher Schritt-für-Schritt-Anleitungen lernen Sie, wie aus wiederkehrenden Formen, Mustern und Linien verschlungene Kunstwerke entstehen. Lassen sie ihrer Kreativität freien Lauf und gestalten sie Zendalas, Karten oder Fotorahmen.

Worum geht es?

Das ist erst mal einfach: Es geht um Zentangle 😀 . Tja, da wisst ihr jetzt Bescheid, was? 😀

Ich erzähl euch zunächst mal was zu Zentangle. Die Zeichentechnik „Zentangle“ wurde von Maria Thomas und Rick Roberts erfunden. Sie leben in den USA und betreiben dort auch eine Schule für Zentangle, auch hier in Deutschland muss es wohl schon einige Lehrer für Zentangle geben, bei denen mal Kurse belegen kann. Maria ist Kalligraphin, Rick lebte 17 Jahre als Mönch. Rick hat sie beim Zeichnen beobachtet und dabei gesehen, wie Ruhig Maria wurde und sich auf die Muster und Formen konzentrierte. Dadurch entstand Zentangle. Die Quelle hierfür ist dieses Buch selbst, da die Enstehungsgeschichte kurz angerissen wird. Auch Jane Marbaix hat Zentangle von Rick und Maria gelernt.

Es gibt wirklich viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Ideen, was man alles mit Zentangle mal ausprobieren kann, am Ende gibt es sogar noch jede Menge Tangles (so werden die Muster genannt), alle wunderbar erklärt, so dass es wirklich jeder verstehen kann. Wer also noch nie getangled (? :D) hat, kann genauso etwas mit diesem Buch anfangen, wie jemand, der einfach nur neue Muster sucht oder eine gute Übersicht haben möchte.

Kritische Auseinandersetzung

Also mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, ich habe schon etwas getangled, bevor ich das Buch hatte und konnte es auch schon ein bisschen, aber vieles was ich gesehen hatt, konnte ich einfach nicht nachzeichnen, mit Hilfe des Buches schaffe ich das aber nun. Übung macht wohl auch hier den Meister.

wpid-20150808_193903.jpgDas hier war mein erster Versuch, den ich MIT Buch gemacht habe, hier habe ich dann gleich die für mich schwierigen Tangles ausprobiert. Jetzt wollt ihr natürlich wissen welche 😀 . Das ganz Linke und das rechts unten. Und das rechts unten finde ich immer noch schwierig, aber es klappt schon besser.

wpid-20150808_193913.jpgHier klappte es dann schon etwas besser und hier habe ich auch mit dem Bleistift schattiert. Das gehört auch zum Tangle, aber das habe ich erst durch das Buch gelernt.

Das gefällt mir auch sehr an Zentangle, man braucht nicht viel dafür. Tangles werden eigentlich auf 9 cm x 9 cm großen Quadraten gezeichnet, aus speziellem Zeichenpapier, aber ich habe zum Üben einfach ganz normale kleine Notizblätter genommen. Es gibt auch spezielle Stifte von Micron doch ich hab auch hier zum üben ganz normale Fineliner genommen. Ich denke aber, wenn man das richtig gut kann, dann sollte man sich vielleicht wirklich die richtigen Stifte dafür kaufen, da die weniger „ausbluten“ sollen, denn das hat mir schon das ein oder andere Zentangle zerstört.

wpid-20150808_193924.jpgDiese Idee habe ich auch dem Buch entnommen, statt diese Quadrate zu machen, weinfach an einer Linie und in ihren Schnörkeln zu Zeichnen. Es gibt ganz tolle Bilder, wie Leute das an Buchstaben gemacht haben. Da kann man also wirklich noch experimentieren. Je länger man das macht, desto mehr wird einem wohl auch selbst dazu einfallen.

wpid-20150808_193934.jpgDiese Idee stammt ebenfalls aus dem Buch, man konnte die Eule super abpausen ( nein, ich hab sie nicht selbst gezeichnet 😦 ) und gestalten. Auch das gefällt mir an dem Buch so gut, zum Üben ist es wirklich sehr gut geeignet. Es gibt wirklich so viel zu lernen und auszuprobieren, da kann man sich ziemlich lange mit beschäftigen. Außerdem macht es süchtig.

Es gibt übrigens auch „von Zentangle inspirierte Kunst“, daran habe ich mich auch mal versucht. wpid-img_20150730_121425.jpg

Das ist, wenn man keine Vorgaben hat, sondern einfach mal drauf los zeichnet. Ihr seht, die Möglichkeiten sind wirklich vielseitig und für jeden ist mit Sicherheit etwas dabei. Ich kann es euch wirklich nur empfehlen, es macht Spaß, es beruhigt und man kann solche tollen Bilder erschaffen.

Fazit

Ich kann euch das Buch einfach nur empfehlen, wenn ihr Zentangle ausprobieren wollt oder eben auch, wenn ihr es schon könnt. Versucht es einfach mal, ihr werdet schon von ganz allein Gefallen an Zentangle finden, da bin ich mir relativ sicher 🙂 .

Bis dann,

Eure Tamy

Zwei Rezensionen in Einem


Ihr Lieben,

am Montag habe ich von Martin Bühler zwei Rezensionsexemplare zugesendet bekommen, einmal „Der Samenspender“ und „Grenzwertig“. Da diese beiden Bücher sehr kurz sind, möchte ich sie in einer Rezension behandeln. Nur kurz zur Info, da ich dies schon bei einigen Bloggern erlebt habe, die Rezensionen sind nicht so gut ausgefallen, weil es Rezensionsexemplare sind! Ich bin von beiden Büchern überzeugt und sie kosten bei Amazon 0,99 Euro als E-Book, also nichts, für das man eine Meinung schreibt, die nicht der Wahrheit entspricht.

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Ich beginne mit „Der Samenspender“.

„Der Samenspender“ erschien bei Miller E-Books, das Buch hat 70 Seiten und hier geht es zum Amazon-Link.

Amazon-Beschreibung: Ein Samenspender bricht eines der letzten Tabus unserer Gesellschaft: Die Kinderwunscherfüllung mit Hilfe von privater Samenspende.

Dieses Buch gibt die Erfahrungen des Samenspenders Martin1973 wieder, die er real in 15jähriger Tätigkeit erleben durfte. Kommen Sie mit in eine skurrile Welt, über die nur wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist.

Worum geht es?

In „Der Samenspender“ schreibt Martin Bühler über seine 15-jährige Zeit als Samenspender. Es gibt verschiedene kurze Geschichten, die von Bühlers Kundinnen handeln.

Kritische Auseinandersetzung

Martin Bühler nimmt seine Leser mit in eine Welt, die die wenigsten kennen werden, nämlich die private Samenspende. Er schreibt als Ich-Erzähler und ich hatte durch seine Schreibweise das Gefühl, dass er mit mir auf der Couch sitzen würde und mir alles erzählen würde. Das hat mir schon sehr gut gefallen.

Ich finde es toll, dass er so offen mit einem „Tabu-Thema“ umgeht, denn eigentlich gibt es gar keinen Sinn, dass wir es überhaupt noch als solches bezeichnen. Und darum geht es Martin Bühler, seine Leser hinter die Kulissen blicken zu lassen und sie für dieses Thema zu öffnen.

Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass man nicht nur die Schicksale der einzelnen Frauen und Familien kennen lernen konnte, die mit Witz, Ironie aber vor allem mit Ehrlichkeit beschrieben sind, sondern auch über seine eigenen Erfahrungen lesen konnte, zum Beispiel wie es ist, als Samenspender einem Kind zu sagen, wie es entstanden ist und wie viel es an Selbstdisziplin kostet, damit umzugehen, ohne daran zu zerbrechen.

Fazit

Das Buch ist absolut lesenswert und man sollte sich eben nicht vom Titel abschrecken lassen. Es war sehr interessant und überhaupt nicht sexistisch oder anzüglich, sondern informativ und ich habe sogar das ein oder andere gelernt. Da es auch ein recht kurzes Buch ist, hat man es durchaus schnell gelesen oder kann sich die Geschichten einteilen (naja, ihr wisst, ich hab es natürlich in einem Rutsch gelesen 😀 ).

Nun zu „Grenzwertig“.

„Grenzwertig“ hat Martin Bühler selbst verlegt, es hat 58 Seiten, in meiner Ausgabe sind aber auch noch einige Geschichten aus „Der Samenspender“ enthalten. Hier geht es zum Amazon-Link.

Amazon-Beschreibung: Franziska ist vom Schicksal schwer gezeichnet. Eine anfangs schöne Kindheit ist von einer Sekunde auf die andere zu Ende, ein düsteres Kapitel beginnt. Viele Jahre später entscheidet sich die junge Frau, trotz ihres Schicksals eine Familie zu gründen. Eine Familie, die anders ist als herkömmliche Familien. Eine unendlich starke Frau geht ihren Weg, obwohl ihr viele Vorurteile und großes Misstrauen entgegengebracht werden. Sie entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Weg, um ihrem grenzwertigen Kinderwunsch eine Chance zu geben. 

Worum geht es?

In „Grenzwertig“ geht es um eine sehr spezielle Kundin von Martin Bühler, nämlich Franziska, die wegen eines dramatischen Unfalls im Rollstuhl sitzt. Bühler beschreibt hier seine Gedanken und Ängste, aber auch wie eine Freundschaft mit Franziska entsteht und hier zeigt sich vor allem, dass Bühler als privater Samenspender nicht immer nur als solcher fungierte, sondern noch viele andere Aufgaben übernahm.

Kritische Auseinandersetzung

Ich glaube, „Grenzwertig“ hat mir etwas besser gefallen als „Der Samenspender“, aber nur, weil hier so intensiv auf einen bestimmten Fall eingegangen wird, der ganz nebenbei auch noch so interessant ist, wenngleich es auch mehr als erschreckend ist, wie viele Steine eine Frau im Rollstuhl in den Weg gelegt bekommt, wenn sie sich den Wunsch zu einem eigenen Kind erfüllen will. Selbst Bühler hat anfangs Zweifel und ich finde es toll, dass er seine Gedanken so ehrlich aufschreibt und man seinen Gedankengang so gut nachvollziehen kann.

Auch hier geht es wieder darum, die Leserschaft auf ein Thema aufmerksam zu machen, dass zu wenig Beachtung bekommt. Das ist etwas, dass mir an beiden Büchern sehr gut gefallen hat.

Fazit

Auch dieses Buch kann ich euch nur wärmstens empfehlen, es geht wirklich zwischenzeitig ans Herz und trotzdem ist es informativ. Man kann sich in Martin Bühler hineinversetzen, und bekommt einen Blick auf einen Teil unserer Gesellschaft, der viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.

Jeder, egal ob lesbisch, Single oder gehandicapt, jeder Mensch hat das Recht, eine Familie zu gründen und man sollte nie über etwas urteilen, mit dem man sich nicht ausführlich befasst hat.

Blogtour!!


Meine Lieben, ich bin schon so aufgeregt 🙂 .

Nächste Woche mache ich bei einer Blogtour mit, zu „Lulea und ihr Vertrauten“ von Felizitas Montforts.

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Wie ihr seht, könnt ihr meinen Beitrag am 14.8.2015 hier lesen, aber schaut euch unbedingt auch die anderen Beiträge an, ich werde euch die Blogs der anderen lieben Bloggerinnen hier verlinken 🙂 . Am Ende gibt es sogar etwas zu gewinnen! Also seid dabei und begleitet mich bei meiner ersten Blogtour 🙂 .

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Der „Mein-Leben-in-Büchern-Tag“


Da ich diesen Tag bei vielen Bloggern verfolgt habe und einige niemand bestimmtes nominiert haben, sondern jeden, der Lust dazu hat, fühl ich mich jetzt einfach mal getaggt 😛 .

1) Suche dir je eins deiner gelesenen Bücher für deine Initialen raus.

Meine Initialen sind T.G. und da ich kein deutsches Buch mit T gelesen habe bisher, wieso auch immer, habe ich mich für die englische Ausgabe vom kleinen Hobbit entschieden, also „The Hobbit“ von Tolkien. Ich denke, dazu muss ich wohl nicht viel sagen, da ihr das alle sicher kennt 🙂 .The Hobbit

Für das G gab ich mich für „Geht doch!“ von Matthias Keidtel entschieden, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich leider keine Ahnung mehr habe, worum es da wirklich ging 😦 .         Geht doch

2) Stell dich vor dein Bücherregal und zähle dein Alter entlang die Bücher ab – bei welchem Buch landest du?

AusgelöschtDie Nummer 24 in meinem Bücherregal ist „Ausgelöscht“ von Cody McFadyen.

Smoky Barrett und die anderen Hochzeitsgäste blicken auf das Brautpaar vor dem Altar. Plötzlich durchbricht Motorenheulen die Stille. Ein schwarzer Mustang hält vor der Kirche. Die Tür öffnet sich, und eine Frau wird auf die Straße gestoßen. Ihr Kopf ist kahl geschoren, die Haut von blutigen Ritzern übersäht. Sie taumelt auf den Altar zu, fällt auf die Knie und stößt einen lautlosen Schrei aus. Die Frau ist vor sieben Jahren spurlos verschwunden. Aber sie kann nicht über das reden, was ihr zugestoßen ist: Jemand hat eine Lobotomie an ihr durchgeführt und zentrale Nervenbahnen ihres Gehirns durchschnitten. Sie ist nicht tot, vegetiert aber als leblose Hülle vor sich hin. Es wird weitere Opfer geben.

Ich persönlich mag diese Reihe nicht so gerne, was aber nichts daran ändert, dass es spannende und gute Thriller sind.

3) Such dir eins deiner Bücher raus, das in deiner Stadt, deinem Bundesland oder in deinem Land spielt!

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Ich wohne in Mönchengladbach, schon mein ganzes Leben. Da darf natürlich ein Buch über Borussia Mönchengladbach nicht fehlen, „Die Raute im Herzen“ ist ein spannender Kriminalroman, der zur Zeit spielt, als der Bökelberg abgerissen wurde und die Borussia in ihre neue Heimat, dem Nordpark umgezogen ist. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Fussball-Fan ist oder einfach nur gern einen guten Krimi liest.

4) Jetzt suche ein Buch heraus, das einen Ort repräsentiert, an den du gerne reisen würdest!

9783551551689_0Das ist ziemlich einfach. Alle Harry-Potter-Bücher, aber insbesondere „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ von Joanne K. Rowling. Warum? Erst einmal liebe ich England, besonders London. Dann würde ich natürlich furchtbar gern mal nach Hogwarts, wie wahrscheinlich jeder Harry Potter Fan, außerdem würde ich gern den Fuchsbau besuchen und die Winkelgasse.. naja eben einfach alles 😀 .

5) Was ist deine Lieblingsfarbe? Fällt dir ein gelesenes Buch ein, dessen Cover in dieser Farbe gehalten ist?

de_DE-timeline-image-harry-potter-und-der-feuerkelch-1333556688Meine Lieblingsfarbe ist orange, aber ich habe leider kein Buch, das komplett orange ist. Das Cover von „Harry Potter und der Feuerkelch“ von Joanne K. Rowling hat aber den größten Anteil an orange, deswegen habe ich dieses ausgesucht.

6) An welches Buch hast du die schönsten Erinnerungen?

51rxttQaubL__SX258_BO1,204,203,200_Ich weiß, es wird langweilig, aber was soll ich machen? Seit mittlerweile 13 Jahren lese ich die Bücher mindestens einmal pro Jahr. Es beinhaltet mehr oder weniger meine ganze Kindheit und meine Jugend und gehört einfach zu mir, wie zu vielen anderen auch.

7) Bei welchem Buch hattest du die größten Schwierigkeiten, es zu lesen?

Wer_bin_ich_-_und_wenn_ja_wie_viele_(Richard_David_Precht,_2007)Das ist einfach, „Wer bin ich und wenn ja, wie viele“ von Richard David Precht. In der elften Klasse haben wir über dieses Buch im Philosophie-Unterricht gesprochen und ich habe mich durchgeqüalt. Aber glaubt mir, ich hab absolut keine Ahnung mehr, worum es ging. Es war wirklich sehr schwer zu verstehen für mich, ich konnte oft die Gedankengänge gar nicht nachvollziehen. Dabei habe ich viele von Freud gelesen und ich dachte immer, dass sei viel anpruchsvoller, aber irgendwie kam ich da besser rein.

8) Welches Buch auf deinem SuB wird dir das größte Gefühl verschaffen, etwas geleistet zu haben, wenn du es gelesen hast?

351_43577_104672_xxlObwohl ich schon viele Bücher von Stephen King gelesen habe, bereitet mir „Es“ große Probleme, ich komme einfach nicht in die Geschichte rein. Ich habe es schon sehr oft versucht, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Daher werde ich sehr froh sein, wenn ich es irgendwann geschafft habe 🙂 .

Auch ich würde gerne jeden taggen, der noch nicht getaggt wurde, aber diesen Tag gern mitmachen würde 🙂

Bis dann,

Eure Tamy