Rezension zu „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ von Gabrielle Zevin

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Die Widerspenstigkeit des Glücks

Gabrielle Zevin

Deutsche Erstausgabe (Juni 2015)

287 Seiten

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Klappentext

Amelia ist Verlagsvertreterin und lernt dabei die eigenwilligsten Buchhändler kennen. Genau so einer ist A. J. Fikry. In seinem Herzen haben nur turmhohe Bücherstapel Platz. Bis er einen ungebetenen Gast entdeckt: Eines Morgens sitzt die zweijährige Waise Maya in der Kinderbuchecke seiner Buchhandlung. Gegen seinen Willen nimmt sich A. J. des kleinen Mädchens an, das sein Leben kurzerhand auf den Kopf stellt. Und auch Amelia wird er nicht so schnell vergessen können …

Cover

Das Cover hat mich direkt angesprochen. Der Hintergrund ist blau mit türkisen Querstreifen, am unteren Rand sieht rundherum viele Bücher, von denen jedes einen Namen oder den Namen eines Autor trägt und jeder wird ein paar davon kennen. Durch den Leuchtturm, den man rechts oben findet, habe ich mich direkt an Urlaub erinnert und es passt natürlich auch zum Buch, da A. J. Fikry auf einer Insel lebt. Und von den Büchern am unteren Rand fühlt sich wahrscheinlich jeder Bücherliebhaber angesprochen 😀 .

Worum geht es?

Dieser Teil kann Spoiler enthalten, wenn ich euch völlig überraschen lassen wollt, lest bitte erst ab „Kritische Auseinandersetzung“ weiter.

A. J. Fikry betreibt eine kleine Buchhandlung auf der Insel Alice, die er mit seiner Frau Nic gekauft und aufgebaut hat. Nic ist jedoch beim einem Autounfall gestorben und seit dem ist sein Leben nicht mehr so, wie es mal war. Er ist launisch und ein Miesepeter, was Amelia Loman, eine Verlagsvertreterin, bei ihrem ersten Besuch in „Island Books“, der Buchhandlung von A. J., auch zu spüren bekommt. Trotzdem kommt es, dass die beiden einander nicht vergessen können. Und dann wird auch noch ein wertvolles Buch von A.J. gestohlen. Doch genau dieser Diebstahl wird A.J.’s Leben verändern, denn Maya, eine zweijährige Weise, wird von ihrer Mutter in A.J.’s Laden abgesetzt, bevor sie sich umbringt.

Erst möchte A.J. sie in Obhut geben, doch er bringt es nicht übers Herz und Maya bleibt bei ihm. Auch Amelia Loman findet wieder den Weg in seinen Laden und er verliebt sich in sie. Maya bekommt so einen wunderbaren Vater und eine Mutter, bis eine schreckliche Diagnose gestellt wird.

Kritische Auseinandersetzung

Zunächst muss ich sagen, dass mir der Aufbau des Romans wunderbar gefallen hat. Am Anfang eines jeden Kapitels gibt A.J. eine Empfehlung für eine Kurzgeschichte an Maya und auch wenn ich nicht alle kannte, hat mich dass dazu angeregt, sie zu googlen. Das hat mir sehr gut gefallen und ich habe ganz nebenbei auch noch ein paar ältere Kurzgeschichten kennen gelernt, die ich sonst vielleicht nie gelesen hätte. Ich muss aber dazu sagen, dass sie mich anfangs auch sehr irritiert haben, da ich immer versucht, einen Zusammenhang mit der Kurzgeschichte und dem Kapitel zu finden, was mir persönlich aber nicht immer gelang. Nach und nach findet man diesen dann aber doch.

Hinzukommt, dass es in diesem Buch natürlich um viele Bücher geht, da der Hauptort eine Buchhandlung ist, was mir als Buchliebhaber natürlich auch gut gefallen hat und man konnte sich selbst an manchen Stellen daran erinnern, als man das Buch selbst gelesen hat ( ich hoffe ihr versteht was ich meine 😀 ).

Die Figuren finde ich auch sehr schön gestaltet, man kann eine deutliche Entwicklung bei A.J. sehen, wie er von einem Miesepeter zu einem liebevollen Vater wird und auch von vielen anderen Bewohnern der Stadt gemocht wird. Bei Maya kann man noch eine viel größere Entwicklung nachvollziehen, da sie am Anfang zwei Jahre alt ist und man sie begleitet, wie sie in das Alter für den Kindergarten, für die Grundschule usw. kommt.

Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war, dass einige Kapitel auch aus der Sichtweise anderer Figuren geschrieben sind. Man hat zwar durchgehend einen allwissenden Erzähler, aber es stehen immer wieder verschiedene Figuren im Focus. Ganz besonders hat mir das Kapitel gefallen, dass aus der Sicht der zweijährigen Maya geschrieben wurde, da mich das an die Kinder im Kindergarten erinnert hat, wenn diese verträumt durch die Gruppe laufen.

Auch die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen, was alles passiert und wie am Ende alles zusammenkommt und aufgeschlüsselt wird, aber das werde ich jetzt hier natürlich nicht genauer besprechen.

Fazit

„Die Widerspenstigkeit des Glücks“ ist einer toller Roman, der sehr gefühlvoll ist und alles über Trauer, Humor, Verzweiflung und jede Menge Liebe enthält. Ich habe gelacht und ich habe auch ein paar Tränchen verdrückt, aber ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen.

Ich hoffe es hat euch gefallen. 🙂

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

 

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