Kurzgeschichte „Der Besuch im Zoo“


Ja, auch ich habe mich schon am Schreiben versucht. Ich habe auch schon viel verworfen, aber den ein oder anderen Text hab ich doch behalten, da er mir ganz gut gefiel. Einen davon würde ich heute gerne mit euch teilen.

Der Besuch im Zoo

„Wann fahren wir denn endlich los, Papa?“, ruft Lotta. Sie steht, noch im Schlafanzug vor Papa und ist schon ganz ungeduldig, denn heute fahren sie in den Zoo.

Papa lacht. „Willst du dich denn nicht erst einmal anziehen und etwas frühstücken?“

Da hat Papa recht. Lotta läuft schnell in die Küche zu Mama und setzt sich auf die Eckbank. Mama hat ihr schon ein Brot geschmiert.

„Los Mama, lass uns schnell frühstücken, damit wir endlich in den Zoo fahren können!“, sagt Lotta. Mama lacht und füttert den kleinen Ben in seinem Hochstuhl.

„Iss anständig, Lotta, du verteilst ja das ganze Brot auf dem Boden.“, sagt Mama.

„Ich freue mich so, Mama, ich hab es auch schon Annika im Kindergarten erzählt, dass wir heute in den Zoo fahren.“, erzählt Lotta aufgeregt.

„Das weiß ich doch, mein Schatz, aber wir müssen uns trotzdem erst anziehen und frühstücken. Ich werde Ben jetzt wickeln und dann helfe ich dir, dich anzuziehen. Und dann geht es los zum Zoo!, ruft Mama und klatscht in die Hände.

Endlich sind alle fertig. Papa packt den Rucksack in den Kofferraum und steigt in das Auto ein. Lotta und Ben sitzen hinten in ihren Kindersitzen, Mama auf dem Beifahrersitz und Papa fährt.

Schon nach kurzer Zeit fragt Lotta: „Wann sind wir da?“.  Mama erklärt ihr, dass sie ungefähr eine halbe Stunde fahren müssen. Lotta weiß nicht genau, wie lang eine halbe Stunde ist, aber es muss sehr lang sein.

Doch dann kommen sie endlich am Zoo an. Die Sonne scheint und es ist warm. Papa hilft Lotta aus dem Auto heraus, während Mama Ben in den Kinderwagen setzt. Lotta würde am liebsten sofort loslaufen, doch Papa hält sie an der Hand. Sie gehen zur Kasse und bekommen Eintrittskarten und einen Lageplan vom Zoo. Der Zoo ist in drei Bereiche aufgeteilt, es gibt ein Tropenhaus, ein Wüstenhaus und eine Unterwasserwelt. Es gibt aber auch Tiere, die nicht in den Hallen wohnen.

Papa möchte gern als erstes in das Wüstenhaus gehen. Auf ihrem Weg dorthin kommen die Vier an den Giraffen vorbei. Die sind riesig und Lotta muss ihren Kopf ganz schön weit nach hinten legen, um die Köpfe der Giraffen zu sehen. Im Gehege ist auch eine Babygiraffe, aber auch die findet Lotta schon sehr groß.

Im Wüstenhaus ist es sehr warm, findet Lotta und auch Mama und Papa ziehen schon ihre Strickjacken aus und hängen sie an Bens Kinderwagen. Lotta versucht, alles zu sehen, doch es gibt so viel zu entdecken. Es gibt große Pflanzen, die Lotta noch nie gesehen hat und überall hört sie Tiergeräusche. Sogar Ben macht große Augen und schaut sich alles an.

Im Wüstenhaus gibt es verschieden Tiere, sie sehen ganz viele verschiedene Schlangen, aber auch große Spinnen, vor denen Mama und Lotta sich ein bisschen ekeln. Lotta entdeckt auch viele Insekten, von denen sie ein paar kennt, aber einige auch noch nie gesehen hat. Dies sind Insekten, die es in unserem Land nicht gibt, da es in unserem Land nicht so warm und trocken ist, wie in der Wüste.

Doch Lotta findet auch Tiere, die sie schon kennt, zum Beispiel Erdmännchen. Ein Erdmännchen sitzt auf einem Stein und schaut zu ihnen herüber. Lotta winkt ihm und Papa macht ein Foto. „Hallo Erdmännchen“, rufen sie ihm zu.

Nach dem Wüstenhaus müssen die Vier erst einmal nach draußen gehen, um zum nächsten Haus zu gelangen. Vor dem Wüstenhaus kommt es Lotta  kalt vor, da es in dem Wüstenhaus wärmer war, als draußen. Trotzdem hat sie Durst und auch Ben möchte etwas trinken, also machen sie eine kurze Pause.

Danach gehen sie in das Tropenhaus. Dort ist es noch wärmer und Lotta hat kurz ein komisches Gefühl beim Luftholen. Papa erklärt, dass das daran liegt, dass die Luft in den Tropen so feucht ist und sie einem dicker vorkommt.

Im Tropenhaus fliegen viele bunte Vögel und es ist sehr laut. Lotta findet das toll und ist ganz begeistert. Sie zwitschern und für Lotta klingt es wie ein Lied. Ben klatscht und freut sich. Auf ihrem Weg kommen sie an einem Teich vorbei, an dem dicke Kröten und auch kleinere Frösche sitzen, die quaken. Lotta mag Frösche nicht, weil sie so glitschig sind.

Am nächsten Wasserloch sehen sie weitere Tiere und Lotta ruft: „Schaut mal, eine Robbe!“ Doch Papa erklärt ihr, dass es keine Robbe ist, sondern ein Otter. Jetzt fällt auch Lotta auf, dass die Tiere einen viel breiteren Schweif haben, als die Robben, die sie im Urlaub an der Nordsee gesehen haben.

Nun haben sie alle Hunger. Draußen vor dem Tropenhaus ist eine große Wiese bis zu einem Wald, in dem die Affen leben. Sie gehen an eine Stelle von der aus sie in den Wald schauen können und machen ein Picknick. Papa legt die Decke auf den Boden und Mama holt Obst und Kekse und Brote aus dem Rucksack.

„Da hat Mama sich aber Mühe gegeben.“, sagt Papa und beißt in ein Brot.

Plötzlich ruft Lotta: „Mama, Papa! Guckt mal, da kommt ein Affe! Der möchte bestimmt auch was haben.“ Der Affe kommt vorsichtig auf sie zu und beobachtet sie beim Essen. Lotta möchte ihn füttern, doch Papa sagt, dass er erst einen Tierpfleger fragen muss, da man Tiere nicht immer füttern darf. Zum Glück ist ein Tierpfleger auch ganz in der Nähe und er erlaubt Lotta, dem Affen eine Banane zu geben.

Mama und Lotta schälen die Banane und Lotta geht ganz langsam auf den Affen zu. Sie hält ihm die Banane hin, „Bitteschön, Affe, die ist für dich.“ Der Affe wartet ein bisschen und greift dann nach der Banane und läuft davon. „Du hast gar nicht „Danke“ gesagt!“ ruft Lotta ihm hinterher und die Erwachsenen lachen. 

Nach dem Picknick gehen sie noch in das Unterwasserhaus. Lotta ist zwar immer noch ganz aufgeregt, weil sie einen Affen gefüttert hat, aber sie möchte auch noch die anderen Tiere sehen. Hier im Unterwasserhaus gibt es dann auch Robben, die von einem Pfleger mit Fischen gefüttert werden. Lotta sieht auch große Haie, aber auch ganz viele bunte Fische in vielen Größen und Farben.

Das war ein toller Tag im Zoo. Ben ist schon im Kinderwagen eingeschlafen und auch Lotta ist jetzt müde. Sie gehen zum Ausgang und steigen ins Auto. „Das war super, Mama! Das müssen wir nochmal machen!“

Ich hoffe, es hat euch gefallen, ihr könnt mir gern eure Meinung in die Kommentare schreiben 🙂 . Würde mich sehr konstruktive Kritik freuen 🙂 .

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

Rezension zu „Schau mir in die Augen, Audrey“ von Sophie Kinsella ODER Auch psychische Krankheiten SIND Krankheiten!


51NQC81OiuL__SX326_BO1,204,203,200_Auf dieses Buch hatte ich mich ja ebenfalls sehr gefreut und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden. Auch wenn es ja eigentlich eher ein Jugendbuch ist, kann ich es wirklich nur zu gern weiterempfehlen, warum, erfahrt ihr später.

Schau mir in die Augen, Audrey

Sophie Kinsella

cbj-Verlag (20. Juli 2015)

384 Seiten

Amazon-Link zum Bestellen

Klappentext

Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft …

Cover

Auf dem Cover sieht man links ein Mädchen mit Sonnenbrille, das vermutlich Audrey darstellen soll, da sie genau wie Audrey eine Sonnenbrille trägt, rechts sieht man ein Haus und einen Garten, was vermutlich das Haus der Familie von Audrey sein soll. Ich finde, dass das Cover total schön zur Geschichte passt und auch sehr ansprechend aussieht. Es ist ja eigentlich einen Jugendbuch und ich kann mir schon vorstellen, dass junge Mädchen dieses Cover gut finden.

Worum geht es?

Vorsicht! Auch hier können Spoiler enthalten sein, zwar nur sehr kleine, aber wer sich ganz überraschen lassen will, liest bitte erst ab „Kritische Auseinandersetzung“ weiter!

Audrey ist ein Mädchen, wie alle anderen. Grundsätzlich. Sie ist hübsch, groß, schlank. Sie trägt immer eine Sonnenbrille. Doch warum? Denn genau das ist es, was Audrey von allen Anderen unterscheidet.

Audrey geht nicht mehr zur Schule und wird im Sommer auf eine neue Schule wechseln, denn sie hatte Probleme mit ein paar grausamen Mädchen. Und die sind auch der Grund, für die Sonnenbrille. Denn Audrey kann aufgrund von Depressionen und Angstattacken keinem mehr in die Augen sehen. Außer ihrem kleinen Bruder Felix.

Sie erschreckt sich bei vielen Dingen und verlässt so gut wie nie das Haus. Doch Audrey hat sehr viel Unterstützung. Ihre Mutter ist sehr liebevoll und verständnisvoll ihr gegenüber, auch wenn sie ein wenig exzentrisch und Daily-Mail-süchtig ist. Ihr Vater ist ebenfalls sehr liebevoll und ruhig, er hat nicht allzu viel zu sagen, seine Frau hat definitiv die „Hosen an“, das scheint ihm aber auch ganz recht zu sein. Dann wäre da noch Audreys großer Bruder Felix. Er ist laut seiner Mutter computerspielsüchtig, was vielleicht auch nicht ganz so weit hergeholt ist, plant aber in diesem Bereich auch seine Karriere. Und dann wäre da noch Felix, Audreys kleiner Bruder. Er ist das Nesthäkchen der Familie und bringt eigentlich jeden zum Lachen.

Wegen ihrer Therapie soll Audrey ein Video ihrer Familie drehen und das macht ihr auch sehr viel Spaß, bis ihr eines Tages jemand vor die Linse läuft – Linus. Franks Kumpel. Und Linus scheint nicht immer nur zum Zocken vorbei zu kommen, denn er möchte auch mehr über Audrey wissen und geht sehr behutsam mit ihr um.

Doch wird Audrey es schaffen, ihre Ängste zu bewältigen und die Sonnenbrille abzunehmen?

Kritische Auseinandersetzung

„Schau mir in die Augen, Audrey“ ist das erste Jugendbuch von Sophie Kinsella und ich denke, wie bei so vielen anderen ihrer Werke, hat sie richtig gute Arbeit geleistet. Die Charakteren sind alle so liebevoll dargestellt und ich hatte sie von Anfang ins Herz geschlossen.

Durch die Erzählweise hat man das Gefühl, ein Teil der Familie zu sein und ich denke, dass jeder, egal in welchem Alter, der dieses Buch liest, jemanden seiner Familie darin wiedererkennen kann. Also ich schon, aber ich werde das natürlich jetzt nicht verraten 😀 .

Toll finde ich auch das Thema, das Kinsella gewählt hat. Depressionen und Panikattacken. Ich glaube, dass diese Themen eigentlich immer mehr in den Vordergrund rücken, aber viele sich nicht trauen oder aus irgendwelchen anderen Gründen diese Themen nicht aufgreifen. Ich persönlich kenne sehr viele Menschen, die genau unter diesen Krankheiten leiden und ja es sind Krankheiten, es hat nichts mit Anstellen oder faul sein zu tun! Mir ist das sehr wichtig, denn auch Krankheiten, die man nicht sehen kann, sind trotzdem Krankheiten. Wie ich schon erwähnte, leiden viele aus meinem Umfeld daran und einige aus meinem früheren Umfeld waren dem gegenüber sehr intolerant. Ihr dürft raten, warum sie nun nicht mehr zu meinem Umfeld gehören. Ich finde es sehr wichtig, dass die Leute auch für solche Themen sensibilisiert werden, und mit einem Jugendbuch setzt Kinsella schon sehr früh an, Toleranz dafür zu entwickeln. Schön ist auch, dass es nicht nur um den „kranken“ Menschen geht, sondern auch gezeigt wird, wie die anderen der Familie auf diese Krankheit reagieren und wie sie auch ihr Leben verändert. Gemeinsam kann man aber auch das schaffen.

Gut finde ich ebenfalls, dass gezeigt wird, dass man nicht immer nur selbst für psychische Krankheiten verantwortlich ist, sondern das andere auch einen Teil dazu beitragen, mit ihrem Verhalten. Hier komme ich auch schon zu meinem einzigen Kritikpunkt: Die große Frage, was Audrey denn nun passiert ist, bleibt offen. Das finde ich einerseits irgendwie gut und interessant, da ihr ja so Alles passiert sein könnte und der Leser seine eigene Erfahrung und Fantasie mit einbringen kann. Andererseits würde ich, neugierig wie ich nunmal bin 😀 , gerne die Antwort kennen.

Fazit

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich kann nicht sagen, dass es wahnsinnig spannend war, aber es war lebensnah, mit Erfolgen und Misserfolgen, mit Charakteren, die einem echt vorkamen. Es war interessant zu sehen, wie Audrey mit ihrer Krankheit umgeht und welche Lösungswege sie ausprobiert und findet und auch, wie viel Hilfe sie dabei bekommt. Ich denke, dass dieses Buch in der Lage ist, Menschen, die ebenfalls darunter leiden, Mut zu machen, dass es nichts Schlimmes ist, psychisch krank zu sein und man sich Hilfe holen darf und muss, ohne sich dafür zu schämen!

Alles in allem ist „Schau mir in die Augen, Audrey“ meiner Meinung nach ein tolles Jugendbuch, aber auch für Erwachsene durchaus geeignet. Und wenn man sich Figuren, wie zum Beispiel Linus anschaut, könnte da manch ein Erwachsener noch etwas von lernen.

Ich hoffe, es hat euch gefallen.

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

Rezension zu „Um Leben und Tod“ von Michael Robotham ODER Wieso hat er das getan?


142_48281_154502_xlENDLICH liegt das Buch in meinen Händen. Das Buch, auf das ich ein Jahr gewartet habe. Ich frage mich, wie Michael Robotham immer so lange zum Schreiben brauchen kann, wo ich es dann in zwei Tagen ausgelesen habe ( 😀 ). ABER, ich bin ein kleines bisschen enttäuscht, warum, erfahrt ihr später.

Um Leben und Tod

Michael Robotham

Goldmann-Verlag (Juli 2015)

474 Seiten

Amazon-Link zum Bestellen

Klappentext

Audie Palmer hat zehn Jahre im Gefängnis verbracht wegen eines bewaffneten Raubüberfalls, bei dem vier Menschen starben und sieben Millionen Dollar verschwanden. Jeder glaubt, dass Audie weiß, wo das Geld ist. Deshalb wurde er nicht nur von seinen Mitinsassen bedroht, sondern auch von den Wärtern schikaniert. Und dann bricht Audie aus – nur wenige Stunden vor seiner Entlassung. Spätestens jetzt sind alle hinter ihm her, dabei will Audie nur ein Leben retten, und es ist nicht sein eigenes …

Cover

Das Cover ist, wie bei fast allen von Michael Robotham’s Bücher, hauptsächlich in schwarz und weiß gehalten, man sieht eine lange Straße und einen Mann der auf ihr läuft, scheinbar auf der Flucht. Dieses Cover passt einfach perfekt zur Geschichte des Buches und ist meiner Meinung nach wunderbar gewählt. Es hilft auch dabei, sich einge Dinge in diesem Buch besser vorstellen zu können, ohne jedoch die eigene Fantasie einzuschränken.

Worum geht es?

Dieser Teil kann kleinere Spoiler enthalten, wenn ihr euch also völlig überraschen lassen wollt, lest bitte erst ab „Kritische Auseinandersetzung“ weiter. Da das Buch das Wissen des Lesers immer weiter aufbaut, kann ich Spoiler leider nicht verhindern.

Audie Palmer sitzt im Gefängnis, 10 Jahre schon. Für einen bewaffneten Raubüberfall, bei dem vier Menschen sterben mussten und die nicht geringe Summe von sieben Millionen Dollar verschwand. Spurlos. Am nächsten Tag soll er entlassen werden, doch Audie bricht aus, um ein Leben zu retten.

Er hatte keine leichte Zeit im Gefängnis, wurde schikaniert und man hat mehr als einmal versucht, ihn zu töten. Alle schieben es darauf, dass die verschiedenen Täter wissen wollten, wo das Geld versteckt ist, doch ist das wirklich der Wahre Grund?

Nachdem Audie entkommen ist, sind alle hinter ihm her und er wird gesucht. Doch er schafft es immer wieder, nicht gefunden zu werden, auch mit einer ordentlichen Portion Glück in seinem Becken voller Pech. Auf wundersame Weise wird auch sein Knastkumpel Moss freigelassen um ihn zu suchen, wo er doch eigentlich lebenslänglich im Gefängnis bleiben muss. Ganz schnell ist klar, dass hier etwas nicht stimmt. Wer hat dazu die Macht? Und wen will Audie eigentlich retten? Eine Flucht mit vielen Hindernissen und guten wie schlechten Bekanntschaften beginnt, doch trotzdem rennt Audie geradewegs auf sein Verderben zu.

Kritische Auseinandersetzung

Naja, was soll ich sagen. Es ist von Michael Robotham und es ist einfach ein grandioses Buch. Vielleicht sogar eines seiner besten Bücher, auch wenn ich etwas enttäuscht bin, dass Joe O’Loughlin und Vincent Ruiz keine Rolle spielen und ich mich so auf die Beiden gefreut hatte. Aber ich muss zugeben, dass auch dieser Fakt das Lesen für mich so spannend gemacht hat, da ich die ganze Zeit gewartet habe, ob die beiden Männer aus Großbritannien noch auftauchen würden.

„Um Leben und Tod“ spielt diesmal in Amerika, doch auch hier ist es Robotham wunderbar gelungen, ein Bild  von Texas zu kreieren, in das man sich einfügen konnte.

Ich finde es toll, das der Leser eigentlich mit kaum Informationen auf diese Reise mit Audie losgeschickt wird und man nach und nach die Informationen sammeln und einordnen muss um daraus schlau zu werden. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und so kommt es, dass man mit Mördern sympathisiert. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass nicht nur aus Audie’s Sicht geschrieben wurde, sondern auch aus Moss‘ Sicht, aus der Sicht der sehr sympathischen FBI-Agentin Furness und noch vielen weiteren Charakteren. Der Leser hat so die Möglichkeit, die Sichtweisen verschiedener Figuren kennen zu lernen und ich finde es immer wieder toll, wie so die Nähe und Sympathie zu einigen Figuren aufgebaut wird und man gleichzeitig andere unsympathisch findet. Die Figuren sind alles in allem einfach sehr menschlich dargestellt, sehr realistisch.

Der Spannungsbogen ist meiner Meinung nach von Anfang ganz weit oben und dort bleibt er auch das ganze Buch über, da es einfach die ganze Zeit spannend ist. Es gibt zwar auch viele Rückblicke, aber ich finde, sie machen die ganze Geschichte erst interessant, da man sich ein Bild von Audie macht und auch einige Dinge erst dadurch versteht.

Besonders gut hat mir persönlich auch gefallen, dass Audie nicht unverschämt viel Glück hatte und es somit nicht zu weit hergeholt war. Er hatte zwar oft Glück, aber passieren auch einige Dinge, die der Leser so mit Sicherheit nicht erwartet hätte und ganz bestimmt kein Glück sind. Die Geschichte ist einfach zu keiner Zeit vorhersehbar und auch als langsam Licht ins Dunkel dringt, passieren noch Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat.

Fazit

Ich persönlich finde, dass man dieses Buch gelesen haben sollte. Es ist so ein toller Thriller, aber ohne übermäßig viel Blutvergießen, weil der Autor denkt, dass die Leser das wollen. DAS ist ein Thriller den Leser wollen, ein Buch, dass man von Anfang bis Ende durchlesen will, bei dem man sich nicht traut, aufzuhören aus Angst, etwas zu verpassen. Die gesamte Zeit ist man gefesselt und vertieft und fragt sich, warum Audie das nur getan hat, einen Tag vor seiner Entlassung zu fliehen. Man fühlt mit, zeitweise habe ich sogar vor Aufregung gezittert, so hat mich das Buch gepackt.

Und auch nur, weil „Um Leben und Tod“ so gut ist, bin ich gewillt, Michael Robotham zu verzeihen, Das Joe O’Loughlin und Vincent Ruiz nicht vorkommen 😀 . Nein im Ernst, dass hat mich schon etwas traurig gemacht.

Ich hoffe, euch hat die Rezension gefallen und ich konnte euch für einen meiner Lieblingsautoren und sein neues Buch begeistern 🙂 .

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

Neuerscheinungen August


Wie auch schon letzten Monat, möchte ich euch gern die Bücher vorstellen, die im August veröffentlich werden und die ich sehr interessant finde. Wenn euch noch mehr einfallen, die ihr sehr interessant findet, dann lasst mich das gerne in den Kommentaren wissen 🙂 .

Zunächst wäre da „Papa“ von Sven Hüsken, welches mich vom Klappentext her sehr interessieren würde.

Rückklappentext

Fürsorglicher Ehemann, liebevoller Vater, psychopathischer Killer!
Vor zwei Jahren wurde Thomas Ried zum Entsetzen seiner ahnungslosen Frau wegen mehrfachen Mordes verhaftet. Jetzt ist er aus der Psychiatrie entkommen. Wenig später taucht eine erste Leiche auf, kunstvoll drapiert, so wie seine Opfer zuvor. Doch diesmal spielt der Serienkiller ein perfides Spiel mit der Polizei und seiner Familie: Bei jeder Leiche finden sich mysteriöse Hinweise. Als Rieds Tochter Lillian verschwindet, bleibt am Tatort ein Polaroidfoto zurück. Darauf zu sehen: ein Schaf und ein Wolf. 

Das Buch gibt es schon länger als eBook, wird aber am 3. August 2015 als Taschenbuch veröffentlicht, was mich freut, da ich eigentlich sehr selten eBooks lese und das Gefühl von einem Buch in meinen Händen definitiv bevorzuge. Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und ich bin gespannt, ob das Buch selbst genauso spannend ist.

Und dann wäre da noch „After forever“ von Anna Todd, welches am 10.August erscheint. Ich habe zwar bisher nur den ersten Band der Reihe gelesen, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass die anderen Bände genauso gut gefallen und ich somit auch den letzten Teil lesen werde 😀 .

Rückklappentext

Life will never be the same …
Die Verbindung zwischen Tessa und Hardin ist so stark wie nie zuvor. Tessa ist längst nicht mehr das süße Good Girl, das sie einmal war. Und Hardin nicht mehr der unberechenbare Bad Guy, in den sie sich leidenschaftlich verliebt hat. Tessa versteht seine gequälte Seele und weiß, dass nur sie ihn beruhigen kann, wenn er ausrastet. Er braucht sie. Doch als die Vergangenheit sie wieder einholt, wird Tessa klar, dass sie ihn nicht retten kann. Zumindest nicht, ohne sich selbst zu opfern …

Und wie sieht es bei euch aus? Freut ihr euch auch auf die beiden Bücher? Oder vielleicht auf ein ganz anderes? Schreibt es einfach in die Kommentare 🙂 . Ich habe euch jeweils auf dem Titel die Amazon-Seite des jeweiligen Buches verlinkt, falls ihr es euch einmal genauer anschauen möchtet 🙂

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

Rezension zu „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ von Gabrielle Zevin


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Die Widerspenstigkeit des Glücks

Gabrielle Zevin

Deutsche Erstausgabe (Juni 2015)

287 Seiten

Amazon-Link zum Bestellen

Klappentext

Amelia ist Verlagsvertreterin und lernt dabei die eigenwilligsten Buchhändler kennen. Genau so einer ist A. J. Fikry. In seinem Herzen haben nur turmhohe Bücherstapel Platz. Bis er einen ungebetenen Gast entdeckt: Eines Morgens sitzt die zweijährige Waise Maya in der Kinderbuchecke seiner Buchhandlung. Gegen seinen Willen nimmt sich A. J. des kleinen Mädchens an, das sein Leben kurzerhand auf den Kopf stellt. Und auch Amelia wird er nicht so schnell vergessen können …

Cover

Das Cover hat mich direkt angesprochen. Der Hintergrund ist blau mit türkisen Querstreifen, am unteren Rand sieht rundherum viele Bücher, von denen jedes einen Namen oder den Namen eines Autor trägt und jeder wird ein paar davon kennen. Durch den Leuchtturm, den man rechts oben findet, habe ich mich direkt an Urlaub erinnert und es passt natürlich auch zum Buch, da A. J. Fikry auf einer Insel lebt. Und von den Büchern am unteren Rand fühlt sich wahrscheinlich jeder Bücherliebhaber angesprochen 😀 .

Worum geht es?

Dieser Teil kann Spoiler enthalten, wenn ich euch völlig überraschen lassen wollt, lest bitte erst ab „Kritische Auseinandersetzung“ weiter.

A. J. Fikry betreibt eine kleine Buchhandlung auf der Insel Alice, die er mit seiner Frau Nic gekauft und aufgebaut hat. Nic ist jedoch beim einem Autounfall gestorben und seit dem ist sein Leben nicht mehr so, wie es mal war. Er ist launisch und ein Miesepeter, was Amelia Loman, eine Verlagsvertreterin, bei ihrem ersten Besuch in „Island Books“, der Buchhandlung von A. J., auch zu spüren bekommt. Trotzdem kommt es, dass die beiden einander nicht vergessen können. Und dann wird auch noch ein wertvolles Buch von A.J. gestohlen. Doch genau dieser Diebstahl wird A.J.’s Leben verändern, denn Maya, eine zweijährige Weise, wird von ihrer Mutter in A.J.’s Laden abgesetzt, bevor sie sich umbringt.

Erst möchte A.J. sie in Obhut geben, doch er bringt es nicht übers Herz und Maya bleibt bei ihm. Auch Amelia Loman findet wieder den Weg in seinen Laden und er verliebt sich in sie. Maya bekommt so einen wunderbaren Vater und eine Mutter, bis eine schreckliche Diagnose gestellt wird.

Kritische Auseinandersetzung

Zunächst muss ich sagen, dass mir der Aufbau des Romans wunderbar gefallen hat. Am Anfang eines jeden Kapitels gibt A.J. eine Empfehlung für eine Kurzgeschichte an Maya und auch wenn ich nicht alle kannte, hat mich dass dazu angeregt, sie zu googlen. Das hat mir sehr gut gefallen und ich habe ganz nebenbei auch noch ein paar ältere Kurzgeschichten kennen gelernt, die ich sonst vielleicht nie gelesen hätte. Ich muss aber dazu sagen, dass sie mich anfangs auch sehr irritiert haben, da ich immer versucht, einen Zusammenhang mit der Kurzgeschichte und dem Kapitel zu finden, was mir persönlich aber nicht immer gelang. Nach und nach findet man diesen dann aber doch.

Hinzukommt, dass es in diesem Buch natürlich um viele Bücher geht, da der Hauptort eine Buchhandlung ist, was mir als Buchliebhaber natürlich auch gut gefallen hat und man konnte sich selbst an manchen Stellen daran erinnern, als man das Buch selbst gelesen hat ( ich hoffe ihr versteht was ich meine 😀 ).

Die Figuren finde ich auch sehr schön gestaltet, man kann eine deutliche Entwicklung bei A.J. sehen, wie er von einem Miesepeter zu einem liebevollen Vater wird und auch von vielen anderen Bewohnern der Stadt gemocht wird. Bei Maya kann man noch eine viel größere Entwicklung nachvollziehen, da sie am Anfang zwei Jahre alt ist und man sie begleitet, wie sie in das Alter für den Kindergarten, für die Grundschule usw. kommt.

Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war, dass einige Kapitel auch aus der Sichtweise anderer Figuren geschrieben sind. Man hat zwar durchgehend einen allwissenden Erzähler, aber es stehen immer wieder verschiedene Figuren im Focus. Ganz besonders hat mir das Kapitel gefallen, dass aus der Sicht der zweijährigen Maya geschrieben wurde, da mich das an die Kinder im Kindergarten erinnert hat, wenn diese verträumt durch die Gruppe laufen.

Auch die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen, was alles passiert und wie am Ende alles zusammenkommt und aufgeschlüsselt wird, aber das werde ich jetzt hier natürlich nicht genauer besprechen.

Fazit

„Die Widerspenstigkeit des Glücks“ ist einer toller Roman, der sehr gefühlvoll ist und alles über Trauer, Humor, Verzweiflung und jede Menge Liebe enthält. Ich habe gelacht und ich habe auch ein paar Tränchen verdrückt, aber ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen.

Ich hoffe es hat euch gefallen. 🙂

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

 

Bücher verkaufen? Oder verschenken?


Heute möchte ich mal ein anderes Thema als Rezensionen behandeln.

Ich habe sehr viele Bücher, einige die ich hüte wie einen Schatz (*röchel… gollum.. 😀 ) aber auch welche, die ich zwar gelesen habe, aber die ich nicht unbedingt behalten möchte. Wieder andere Bücher haben mir persönlich einfach nicht zugesagt und ich habe sie gar nicht zu Ende gelesen.

Nun habe ich vor einiger Zeit versucht, ein paar Bücher bei einem gewissen Onlineportal zu verkaufen. Zunächst schien niemand meine Ware überhaupt auch nur zu sehen, doch dann stellten sich doch ein paar Anfragen ein, in denen es hieß, dass ich meine Bücher viel zu teuer verkaufen wollen würde. Ich habe also nachgedacht und überlegt, ob 5 Euro für ein Hardcover-Buch mit knapp 600 Seiten, dass mich selbst ursprünglich 19,99 Euro gekostet hat und das ich zudem nicht gelesen hatte (vielleicht 20 Seiten, mehr nicht), wirklich zu teuer ist.

Was möchten die Menschen denn? Neue Bücher, am besten auch noch aktuelle Bücher, für so wenig Geld wie möglich? Und am besten dann noch ohne Versandkosten? Ich finde das irgendwie unverständlich. CDs und DVDs und auch vieles andere, kann man gut verkaufen, aber Bücher nicht? Das man nicht viel Geld für ein Buch bezahlen möchte, dass schon fast auseinander fällt, das kann ich gut verstehen, aber Bücher die absolut in Ordnung sind?

Ich finde das sehr schade und es ist ja auch nicht so, als ob man ein Vermögen damit machen wollte. Letztendlich habe ich mich dann dazu entschlossen, die Bücher in eine Bücherbox zu bringen, wo sich jeder einfach Bücher mitnehmen kann und hoffe, dass sich irgendjemand darüber gefreut hat.

Habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht? Und was macht ihr dann, versucht ihr die Bücher zu verkaufen oder verschenkt ihr sie auch? Das würde mich wirklich mal interessieren.

Rezension zu „Remember“ von Izabelle Jardin


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Remember

Izabelle Jardin

Amazon Publishing

396 Seiten

Amazon-Link zum Bestellen

Klappentext

Leah hat eine sehr genaue Vorstellung vom richtigen Mann. Sie will etwas Besonderes! Als Conner Breckwohld, der Juniorchef einer großen Hamburger Reederei, in ihren Laden tritt, ist es um sie geschehen. Ein Blick, ein Date, ein erster Kuss. Und eine Erkenntnis: Er steht kurz vor der Hochzeit mit einer anderen. Leah nimmt Reißaus. Und kann ihn nicht vergessen! Gegen alle Widrigkeiten, gegen ein Jahrzehntelang wohlgehütetes Familiengeheimnis, das eine Verbindung zwischen den beiden unmöglich erscheinen lässt, geht Leah den Weg, den das Herz ihr weist. Bis zu jenem Tag. Als sich alles ändert. Und über diesen Tag hinaus!

Worum geht es?

Hier sind Spoiler enthalten! Wenn ihr euch überraschen lassen wollt, lest bitte erst bei „Kritische Auseinandersetzung“ weiter.

Leah ist eine junge Frau, die dank eines Erbes von ihrem Vater einen kleinen Laden für Segelbedarf, gemeinsam mit ihrer Freundin Mette, auf einer Insel führt. Sie sieht Connor das erste Mal am Hafen, als eine Frau auf dem Weg zu seinem Boot ist und es ist eigentlich augenblicklich um sie Geschehen, da sie schon seine Bewegungen verzaubern. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, kommt er auch noch in ihren Laden, um etwas zu bestellen. Es kommt wie es kommen muss, ein Date, ein Kuss und Leah steht vor der Entscheidung, ob sie sich ihm ganz hingeben will oder nicht. Sie erfährt, dass Connor eine reiche Belgierin heiraten soll und läuft vor ihm weg, denn Leah ist keine Frau für eine Nacht. über die Wintermonate arbeiten Leah und Mette im Teekontor von Leah’s Mutter und auch hier trifft sie wieder auf Connor und kann diesmal nicht widerstehen, trotz dass sie mittlerweile um ein Familiengeheimnis weiß, dass sie aber noch nicht lüften konnte.

Aller Umstände zum trotz, verlieben die beiden sich immer mehr in einander und eine wundervolle Beziehung entsteht zwischen den Beiden. Doch auch hier wartet wieder ein schwerer Schicksalsschlag, kurz vor der angesetzten Hochzeit, die mit dem 11. September 2011 zu tun hat. Doch durch das Band der Liebe, dass sie immer verbindet, können die beiden auch diese Situation durchleben und wieder zu einander finden.

Kritische Auseinandersetzung

Ich möchte damit anfangen, in was für einem wundervollen Stil Izabelle Jardin schreibt. Man liest alles wunderbar flüssig. Die Gefühle der Protagonisten sind einfühlsam beschrieben, so das man alles mitfühlen kann. Auch beschreibt sie die Umwelt sehr genau, so dass man sich alles vorstellen kann, aber trotzdem auch seine eigene Phantasie nutzt. Während der Zeit, die Leah auf der Insel ist, habe ich mich wie im Urlaub gefühlt, als wenn ich selbst dort am Hafen entlang spazieren würde und das Salzige in der Luft riechen und schmecken könnte. Die ganze Zeit über ist man ganz nah an der Geschichte dran und ich denke, dass man das Buch auch deswegen relativ schnell liest (also ich zumindest 😀 ).

Leah als Protagonistin gefällt mir unglaublich gut, da sie eine starke Persönlichkeit ist. Ich hatte anfangs etwas Angst, dass sich alles so entwickeln würde, wie es zur Zeit häufig in erotischen Büchern passiert, aber nein, Leah unterwirft sich nicht und ändert sich auch nicht, um Connor zu gefallen, sondern beide lieben einander, so wie sie sind.

Auch die erotischen Textpassagen fand ich hier sehr gelungen. Sie waren nicht ordinär und auch nicht zu häufig, es war einfach nur Liebe, die zwischen den beiden geschah und das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, da sich „Remember“ nicht einreiht, sondern in diesem Fall wirklich für sich steht.

Das es in „Remember“ wenn man es genau nimmt, zwei Plots gibt, hat mir zunächst nicht so gefallen, aber ich glaube mittlerweile, dass gerade das etwas ist, dass „Remember“ von den meisten anderen Liebesromanen unterscheidet und es eben nicht nur darum geht, wie lange es dauert, bis die Protagonisten zusammen sind, sondern eben auch behandelt wird, was passiert, wenn Schwierigkeiten auftreten.

Fazit

„Remember“ ist für mich eine schöne Liebesgeschichte, die aber auch einmal etwas tiefer und vor allem dem Leser auch unter die Haut geht. Ich persönlich kann das Buch ohne Bedenken weiterempfehlen, auch an die Leser, die vielleicht sagen, dass sie „Kitsch“ nicht gern lesen, denn „Remember“ ist alles andere als „kitschig“. Es sind glaubhafte Hauptcharaktere, die alle liebevoll beschrieben sind und eine „Seele“ haben. Und vor allem geht es auch nicht die ganze Zeit darum, wie toll alles ist, sondern um Schwierigkeiten, die gelöst werden müssen. Das zusammen mit Humor, Liebe und auch Ängsten, machen dieses Buch für mich zu einem Buch, dass man sich auf jeden Fall mal ansehen sollte.

Ich hoffe es hat euch gefallen 🙂 .

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

Rezension zu „Zu wenig Zeit zum Sterben“ von Steve Cavanagh


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Zu wenig Zeit zum Sterben

Blanvalet Verlag

Taschenbucherstausgabe (Juni 2015)

442 Seiten

Amazon-Link zum Bestellen

Klappentext

Vor über einem Jahr hat Strafverteidiger Eddie Flynn vor Gericht einen folgenschweren Fehler begangen – und sich danach geschworen, niemals mehr einen Fall zu übernehmen. Doch nun muss er Olek Volchek, den berüchtigten Paten der New Yorker Russenmafia, gegen eine Mordanklage verteidigen. Volchek droht, Eddies elfjährige Tochter Amy umzubringen, falls er sich weigert. Und so bleiben ihm nur 48 Stunden Zeit, das Unmögliche zu schaffen: die Geschworenen von der Unschuld seines schuldigen Mandanten zu überzeugen, das Leben seiner Tochter zu retten – und Volchek für immer aus dem Verkehr zu ziehen…

Cover

Oben auf dem Cover erkennt man einen Mann, der vermutlich ein Sakko trägt, auch sieht man weiter unten ebenfalls einen Mann im Anzug, der auf ein meiner Meinung nach Gerichtsgebäude zu rennt. Ich finde, dass das Cover wunderbar zum Buch passt, da die meiste Zeit über das Geschehen im Gerichtsgebäude spielt und das Sakko eine tragende Rolle in der Geschichte hat.

Worum geht es?

Strafverteidiger Eddie Flynn hat vor einem Jahr einen Schicksalsschlag erlebt, den er nicht überwinden konnte, ohne zu Alkohol zu greifen, der ihm aber auch nicht half. Seine Frau trennte sich von ihm und seine geliebte Tochter Amy darf er auch nicht mehr so oft sehen. Er wollte nie wieder einen Mandanten verteidigen, doch der Kopf der russischen Mafia von New York, nimmt sich, was er braucht und will.  Eddie wird gezwungen den Fall zu übernehmen, da sie drohen, sonst seine Tochter zu töten, die sie bereits entführt haben. Die Russen beobachten ihn mehr oder weniger die ganze Zeit und Eddie muss versuchen, sich und seine Tochter zu retten, in dem er sein ganzes Geschick, dass er in einem anderen, früheren Teil seines Leben erlernt hat, anwendet. Auch alte Freunde müssen rekrutiert werden, um die Russen hinters Licht zu führen und einen möglichst glimpflichen Ausgang der Sache herbeizuführen.

Kritische Auseinandersetzung

Ich muss zunächst einmal sagen, dass ich von diesem Buch absolut begeistert bin! Es hat mich von Anfang an gefesselt und ich habe richtig mitgefiebert, als wäre ich selbst Eddie und müsse meine Tochter retten.

Anfangs war ich etwas skeptisch, da ich noch nie von Steve Cavanagh gehört hatte (was wohl daran liegt, dass es sein erstes Buch ist 😀 ), doch er schreibt wirklich sehr anschaulich, ohne zu viele Details zu erwähnen, die eigentlich nicht so wichtig sind. Dadurch war es einfach, sich alles wie einen Film vorzustellen und man konnte trotzdem auch ein wenig seiner eigenen Fantasie einfließen lassen. Das Buch beginnt mitten im Geschehen und Hintergrundinformationen erhält man erst nach und nach, was ich persönlich sehr gelungen finde, da man so Eddie als Hauptcharaktere und Erzähler sehr gut kennen lernen kann, ohne direkt alles über ihn und seine Geschichte zu wissen. Dies steigert ebenfalls die Spannung, die der Autor sehr gut zu erzeugen weiß.

Steve Cavanagh ist Anwalt, ich denke das dies dazu führt, dass die rechtlichen Schritte und generell alles rechtliche und gesetzliche, mit dem Eddie zu tun bekommt, sehr gut erklärt sind, was mir aber ebenfalls sehr gut gefällt, da man so ganz nebenbei auch noch etwas lernt. Der Schreibstil hat mich etwas an Michael Robotham erinnert, aber das kann ja nie verkehrt sein :-P.

Was mir auch gut gefällt, ist, dass es nicht allzu viele wichtigen Figuren gibt, man behält wunderbar den Überblick und weiß immer genau, wer gemeint ist.

Trotzdem muss ich sagen, dass mir auch etwas nicht ganz so gut gefallen hat, nämlich das unverschämte Glück, dass Eddie teilweise hat. Manche Dinge (ich will nichts verraten) nehmen eine so gute Wendung, dass es mir fast etwas unglaubwürdig scheint. Aber auch das finde ich nicht ganz so tragisch, das es ja sonst sehr spannend geschrieben ist und man trotzdem mitfiebert und sich freut, wenn es etwas gut geklappt hat.

Fazit

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne einen guten Thriller liest und sich von der Spannung mitreißen lassen will. Es ist sein erstes Werk, doch ich denke, dass ich mir ein weiteres Buch durchaus angucken würde, da Steve Cavanagh mich wirklich überzeugt hat. Also, schaut es euch ruhig mal an, ich denke nicht, dass das ein Fehler ist.

Ich hoffe euch hat es gefallen 🙂

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

Rezension zu „Wer nicht wagt, der liebt nicht“ von Carly Philips


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Wer nicht wagt der liebt nicht

Carly Phillips

Heyne Verlag

Taschenbucherstausgabe (Juni 2015)

317 Seiten

Klappentext

Riley Taylor behält am liebsten die Kontrolle über alles und würde ihr Unabhängigkeit niemals aufgeben wollen – bis sie auf einer Party dem charismatischen Ian Dare begegnet, der sie auf der Stelle fasziniert. Ian hat seine eigenen Dämonen und seit er herausgefunden hat, dass sein Vater jahrzehntelang ein Doppelleben geführt hat, hat er sich geschworen, sein Herz niemandem mehr zu öffnen. Doch die sinnliche Riley erweckt Seiten in ihm, die er bislang nicht an sich kannte – er möchte diese Frau unbedingt haben.

Cover

Das Cover hat einen lachsfarbenen Hintergrund, links unten ist eine junge lächelnde blonde Frau zu sehen, links eine Kommode mit einer Vase. Grundsätzlich spricht mich das Cover an, es wirkt frisch uns sommerlich, dennoch finde ich schade, dass die Frau blond ist und nicht dunkelhaarig ist, wie die Protagonistin Riley.

Worum geht es?

Riley Taylor und Ian Dare haben beide schwere Schicksalsschläge in ihrer Kindheit/Jugend erleiden müssen, weshalb es ihnen schwerfällt, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen. Riley versucht es, mit einem starken Drang nach Unabhängigkeit zu kompensieren, Ian mit Kontrolle über alles und jeden. Die Beiden lernen sich bei der Geburtstagsfeier von Ian’s Vater kennen und fühlen sich augenblicklich zueinander hingezogen, doch Riley’s bester Freund ist Alex Dare, der Halbbruder und Rivale von Ian. Die beiden versuchen, trotz ihrer Vergangenheit und allen anderen Hindernissen, einen Weg zueinander und miteinander zu finden und werden dabei auch durch ihre Charakterzüge immer wieder auf die Probe gestellt.

Kritische Auseinandersetzung

Mir hat das Buch im Grunde gut gefallen und ich habe es innerhalb eines Tages ausgelesen. Die beiden Protagonisten haben mich sehr angesprochen und ich fand schön, dass es aus der Sicht von beiden geschrieben ist, auch wenn die Sichtwechsel nicht immer direkt ganz klar sind. Dies hat die Geschichte spannend zu lesen gemacht und man konnte Riley wie auch Ian gut kennen lernen.

Ich mag die Schreibweise von Carly Phillips sehr gerne, man kann der Geschichte wunderbar folgen und ich hatte nicht das Gefühl, dass es sich irgendwo in die Länge zog.

Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, waren die vielen und meist auch langen und sehr ausführlichen Passagen, in denen die Beiden Sex hatten. Ein bisschen Erotik ist völlig okay und lese ich auch manchmal, aber hier war es oft bis ins kleinste Detail genaustems beschrieben und für meinen Geschmack einfach ein bisschen zu viel. Wer das natürlich gern liest, kommt hier voll auf seine Kosten. 

Fazit

Im Grunde hat mir das Buch recht gut gefallen, sonst hätte ich es nicht so schnell zu Ende gelesen. Die Geschichte ist interessant und spannend und handelt von mir sehr sympathischen Protagonisten. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Liebesgeschichten und auch Familiendramen, so wie auch erotische Literatur liest, denn davon bietet „Wer nicht wagt, der liebt nicht“ so einiges.

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

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Rezension zu „After passion“ von Anna Todd


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After passion

Anna Todd

Heyne Verlag

3. Auflage (März 2015)

701 Seiten

Klappentext

Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington State University trifft sie auf Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Doch er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war.

Cover

Das Cover ist sehr schlicht und elegant gehalten, mattschwarz mit einer glänzenden schwarzen Prägung. Nur „passion“ ist farbig, in diesem Falle pink. Dies ist bei allen Teilen der „After-Reihe“ so, nur die Farbe ändert sich. Mir persönlich gefällt dies sehr gut, da ich finde, dass die Bücher so sehr schick aussehen, auch im Bücherregal.

Worum geht es?

Die beiden Protagonisten sind Tessa Young und Hardin Scott. Sie ist eine strebsame, ehrgeizige junge Frau, die allerdings sehr unter der Fuchtel ihrer Mutter steht, während Hardin ein rebellischer Punk ist, der viele Probleme mit seinem Vater und dessen neuer Frau, sowie ihrem Sohn hat.

Die beiden lernen sich kennen und Tessa fühlt sich von Anfang an zu ihm hingezogen, auch wenn sie sich dies zunächst nicht eingesteht und obwohl sie eigentlich einen Freund hat und Hardin überhaupt nicht ihr Typ ist. Das ganze Buch über gibt es einen Hin und Her zwischen Streit, Liebe und Sex und beide verändern sich scheinbar sehr unter dem Einfluss des Anderen.

Kritische Auseinandersetzung

Zunächst muss ich gestehen, dass dieses Buch eigentlich überhaupt kein Buch ist, das ich normalerweise kaufen würde, doch in diversen Foren und Gruppen wird sehr oft über die Reihe diskutiert, weswegen für mich klar war, dass ich zumindest den ersten Teil lesen wollte.

Und ich muss sagen, dass es mir im Grunde ganz gut gefallen hat. Von Anfang an war ich mitten im Geschehen und Tessa gefällt mir persönlich als Protagonistin sehr gut, da sie im Gegensatz zu anderen Hauptcharakteren, in gewissen anderen erotischen Romanen, nicht ganz so unterwürfig ist und Hardin auch gerne mal ihre Meinung mehr als deutlich sagt.

Dadurch, dass die beiden häufig streiten und es immer Hin und Her zwischen sämtlichen Gefühlen geht, wurde es mir nie langweilig und ich wollte nach jeder Seite wissen, wie es weiter geht. Auch die viele wörtliche Rede trägt dazu bei, dass sich das Buch gut lesen lässt. Trotz der relativ „seichten“ Geschichte finde ich beide Hauptcharaktere sehr interessant gestaltet, vor allem auch durch ihre Vergangenheit und durch die Entwicklung, die im Laufe des Buches stattfindet.

Fazit

Ich bin im Nachhinein froh, das Buch gelesen zu haben. Es hat mich gut unterhalten und ich denke, dass ich auch die anderen Teile lesen werde. Das Buch ist keines, bei dem ich sagen würde, dass man es gelesen haben MUSS, dennoch lohnt es sich, es mal genauer anzuschauen und ich denke, jemand der gerne komplizierte Liebesgeschichten liest, kommt hier voll auf seine kosten. Ich kann aber auch gut die Meinung vieler verstehen, dass das Hin und Her zwischen den Beiden nervig sein kann, denn man fiebert schon oft mit und ich war auch oft verständnislos für das Verhalten der Beiden.

Bis dann,

Eure Tamy 🙂

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