Rezension zu „Der Anschlag“ von Stephen King

Der Anschlag

Stephen King

Heyne Verlag

4. Auflage (10. Juni 2013)

1048 Seiten

Klappentext

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung.

Cover

Das Cover hat einen roten Hintergrund und die obere Hälfte besteht hauptsächlich aus Stephen Kings Namen, wie es bei allen Büchern aus die Auflage ist. Außerdem ist ein halber US-Dollar von 1963 zu sehen, mit der Prägung von John F. Kennedys Profil. direkt an der Münze ist ein Einschussloch. Dies ist genau genommen auch der Kernpunkt der Geschichte, da alles was der Protagonist in diesem Buch tut, darauf hinaus läuft, Kennedy vor dem tödlichen Schuss zu retten.

Worum geht es?

Tja, wie erzählt man kurz und knapp um was in einem 1048 Seiten Roman geht? 😀

Ich beginne einfach mal am Anfang. Jake Epping, der Protagonist, ist Lehrer und hat gerade einer ziemlich schwere Zeit durch gemacht, da seine Frau sich von ihm getrennt hat. Eines Tages ruft Al Templeton ihn an, der ein Diner besitzt und bestellt ihn zu sich. Al hat ein Geheimnis. Das sieht Jake ihm schon an, denn er sieht alt und krank aus und das obwohl ihr letztes Treffen noch gar nicht so lang her ist. Er weiht ihn in sein Geheimnis ein, nämlich das in der Speisekammer seines Diners ein Portal ist, mit dem man ins Jahr 1958 reisen kann, genau genommen zurück zum 9. September 1958 und wenn man zurück kommt, sind in der Gegenwart nur zwei Minuten vergangen. Das klingt natürlich erst einmal unglaublich für Jake, doch Al erklärt ihm alles. Jake soll auf eine Mission zurück ins in die Vergangenheit gehen, um das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern, was, wie Al glaubt, die Zukunft bzw. ihre Gegenwart postiv beeinflussen soll. In der neuen Zeit ist Jake begeistert, alles viel besser, es ist günstiger und überall finden noch tolle Tanzabende statt. Während er darauf hinarbeitet seine Mission zu erfüllen, lernt Jake Sadie Dunhill, eine Bibliothekarin, kennen und lieben. Doch je näher Jake dem Ziel seiner Mission kommt, desto stärker wehrt sich die Vergangenheit selbst dagegen, geändert zu werden.

Kritische Auseinandersetzung

Wie schon bei so vielen Büchern ist Stephen King ein Meisterwerk gelungen.  Ich habe bereits einige von ihm gelesen (naja, verschlungen :D) und es war bei „Der Anschlag“ nicht anders.

Man ist eigentlich von Anfang an mitten geschehen und Jake Epping ist eine sehr sympathische Hauptfigur. King beschreibt die Vergangenheit sehr lebhaft und man hat das Gefühl, selbst im Jahr 1958 zu sein, obwohl viele, wie ich zum Beispiel, zu der Zeit noch lange nicht in Planung waren.

Es gibt ein paar Passagen, die sich etwas in die Länge ziehen, gerade zum Ende hin, aber das hat mich eigentlich nur noch neugieriger auf das Ende gemacht, ich wollte wissen, ob Jake seine Mission gelingt oder nicht.

Besonders gut haben mir auch die vielen Parallelen, beziehungsweise Andeutungen zu anderen Werken von King gefallen, zum Beispiel hält sich der Protagonist einige Zeit in Derry auf, die Stadt, die auch in „Es“ vorkam. Zu „Es“ gibt es noch viele weiter Andeutungen, aber ich möchte euch ja nicht alles vorweg nehmen. 😀

Alles in allem ist „Der Anschlag“ absolut gut durchdacht, was schon der Anfang zeigt, da Jake Epping nicht noch lange auf die Suche nach dem Portal gehen muss, sondern direkt dorthin geleitert wird und somit die eigentliche Geschichte auch direkt losgehen kann.

Fazit

Ich persönlich kann das Buch nur jedem weiterempfehlen, die Seitenzahl schreckt vielleicht erst mal ein wenig ab, aber wenn es dann zu Ende ist, hinterlässt das Buch einen mit einigen Fragen und Gedanken, was ich persönlich an einem Buch aber sehr gern mag. Einordnen in ein Genre finde ich schwierig, es ist ein Roman, es ist aber auch ein Thriller und auch Fantasy. Einfach von allem etwas und somit bestimmt auch für eine Vielzahl an Lesern geeignet Schaut euch dieses Buch auf jeden Fall mal an, scheinbar soll es ja sogar verfilmt werden, was ich wirklich toll finde, auch wenn dieser Film höchstwahrscheinlich nicht an das Buch reichen wird.

Ich hoffe ich konnte euch einen guten Einblick in das Buch vermitteln. 🙂

Bis dann,

Eure Tamy

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2 Kommentare zu „Rezension zu „Der Anschlag“ von Stephen King

  1. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und es war das erste, dass mich wirklich gepackt hat (von den englischen). Besonders Am Ende, also unmittelbar vor dem Anschlag, habe ich wirklich richtig mitgefiebert. Wie die komplette Welt gegen die Protagonisten zu arbeiten scheint, hat mich so mitgenommen wie noch kein Buch zuvor (auch kein deutsches). Leider konnte mich ES (also IT) überhaupt nicht mitnehmen. Die Charakterbeschreibungen haben sich einfach viel zu lange gezogen und am Ende habe ich einfach den Film geschaut.

    Der Anschlag ist jedoch sehr atmosphärisch und ich würde ihn allein wegen dem damaligen Amerika wieder lesen.

    Gefällt mir

    1. Bei „Es“ ging es mir genauso, das steht angefangen im Regal, irgendwie komme ich in die Geschichte nicht richtig rein. Aber „Der Anschlag“ ist wirklich ein sehr gutes Buch, mit einer packenden Geschichte 🙂 aber hab ja schon genug davon geschwärmt 🙂

      Gefällt 1 Person

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