Bemerkenswert

Hallo Welt!


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Mein Name ist Tamy und ich habe mich entschlossen, einen Blog über Bücher zu starten. Ich lese für mein Leben gern und rede auch gerne über meine Bücher, sehr zum Leidwesen meiner Familie😀. Nun ermöglicht mir dieser Blog, meine Gedanken über die Bücher zu teilen und vielleicht interessiert es auch den Ein oder Anderen. Ich freue mich auf viel Spaß und auch gern auf gute Unterhaltungen Mit anderen begeisterten Lesern.🙂

Die Herren der grünen Insel


img_20160813_161410.jpgDie Herren der grünen Insel

Kiera Brennan

Blanvalet Verlag (15. Februar 2016)

960 Seiten

Bestellen bei Amazon

Rückentext

Vier Familien, sechs Jahre Krieg und eine einzige Krone

Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?

Allgemeines zu Buch und Autor

Kiera Brennan ist das Pseudonym einer erfolgreichen Bestsellerautorin, deren Romane bei zahlreichen deutschen Verlagen erschienen sind. Ihr Historienepos Die Herren der Grünen Insel spielt im Irland des Hochmittelalters – eine Epoche, die Brennan seit jeher fesselt. Während langer Irlandaufenthalte hat sie an Originalschauplätzen recherchiert und sich von der wildromantischen Landschaft der Insel inspirieren lassen. (Quelle: Amazon.de)

Ich muss ehrlich zugeben, ich schiebe diese Rezension jetzt schon Ewigkeiten vor mir her, denn leider hat mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen und ich habe mich nur durchgequält. Bis ca. zur Hälfte habe ich irgendwie durchgehalten und danach habe ich wirklich mehr oder weniger nur noch überflogen, denn mich konnte dieses Buch überhaupt nicht packen. Das tut mir schrecklich leid, denn ich bin sicher, in diesem Buch steckt jede Menge Arbeit, aber es kann ja auch nicht jeden Geschmack treffen.

Kritische Auseinandersetzung

Ich möchte mit dem positiven anfangen: Dieses Buch ist sehr gut recherchiert, geschichtlich finde ich es toll wiedergegeben und auch die Landschaft wird sehr schön beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Man hat schon ein wenig das Gefühl, auf der grünen Insel zu stehen und die Hügel und das saftige Gras sehen zu können und das war auch einer der Gründe, warum ich dem Buch so lange eine Chance gegeben habe.

Die Geschichte selbst hat mir dann aber leider schon überhaupt nicht gefallen, wenn ich ehrlich bin, hatte ich oft das Gefühl, gar nicht zu verstehen, worum es überhaupt geht und was eigentlich der Sinn und Zweck des ganzen ist. Es gab immer wieder Sprünge und dann ging es um eine Sache und dann plötzlich schon wieder um etwas anderes, obwohl ich selbst die erste Sache noch gar nicht abgeschlossen hatte. Ich bin ständig durcheinander gekommen und musste jedes Mal überlegen, wo ich denn jetzt genau war, wenn ich das Buch wieder aufgenommen habe.

Die Charaktere sind auch so eine Sache, ich konnte mich auf sie einfach nicht einlassen. Ich musste andauernd nachschauen, wer denn jetzt wieder wer war und wer zu wem gehörte. Bei „Game of Thrones“ ist das zwar auch anfangs schwierig, doch irgendwann wurde es besser, bei „Die Herren der grünen Insel“ konnte ich da aber überhaupt keine Verbesserung sehen. Und ich finde, mit fast 500 Seiten habe ich dem Buch schon genug Chance gegeben, mich vielleicht doch noch zu überzeugen, doch irgendwann kam einfach der Punkt, wo ich wusste, dass ich nur meine Zeit verschwende.

Der Schreibstil im allgemeinen hat mir leider auch nicht zugesagt, ich fand es doch sehr langatmig und anstrengend, es hat mich überhaupt nicht motiviert, weiter zu lesen. Ich lese natürlich jetzt auch nicht so oft Fantasy oder historische Romane, vielleicht lag es ja daran, oder es ist eben einfach kein Buch für mich. Ich will da gar nicht der Autorin die Schuld geben, ich denke, es gibt auch jede Menge Leser, die absolut begeistert sein werden, doch ich gehöre leider nicht dazu.

Fazit

Ich kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen, es würde sich also vielleicht anbieten, noch einmal ein paar andere Rezensionen zu lesen und ansonsten einfach sein Glück zu versuchen. Wer gern so etwas liest und auch nicht mit zu vielen Personen überfordert ist, für den könnte dieses Buch natürlich etwas sein und besonders der Schreibstil ist ja doch immer subjektiv.

 

Blogtour „Sommer der Sternschnuppen“ Tag 2


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Hallo und „Herzlich Willkommen“ zur Blogtour „Sommer der Sternschnuppen“ von Mary Simses. Ich werde euch heute einen etwas anderen Beitrag zum Thema Arbeitslosigkeit zeigen, es wird eine Erzählung aus der Ich-Perspektive geben und am Ende noch einmal einen kurzen Teil, der allgemein gehalten ist. Das ist mal etwas anderes, aber ich hoffe, euch gefällt es. wp-1471175606495.jpeg

Ich stehe auf und bin eigentlich absolut lustlos. Entgegen der allgemeinen Erwartung bin ich immer früh wach, doch das müsste ich wahrscheinlich schon beweisen können. Erst einmal ins Badezimmer, duschen und Zähne putzen, denn mein derzeitiger Karrierestand bedeutet nicht automatisch, ungepflegt zu sein. Auch sauber und ordentlich anziehen gehört zu meinen Fähigkeiten. Vielleicht sollte ich euch erzählen, worum es eigentlich geht. Ich habe einen Termin beim Jobcenter, da ich vor einiger Zeit meinen Job verloren habe. Nun, ich weiß nicht, wie viele von euch schon einmal dieses ausgesprochene „Vergnügen“ hatten, aber ich freue mich nicht besonders darauf. Es ist nicht so, als ob ich nicht gern einen neuen Job hätte, oh nein, im Gegenteil, ich würde mich wahnsinnig darüber freuen, auch darüber, dass mir jemand bei der Jobsuche hilft, nur ist das leider nicht so. Versteht mich nicht falsch, einige, wenn nicht sogar viele Mitarbeiter der entsprechenden Institution werden genau diese Sorte von Sachbearbeiter sein, jemand, der angestrengt hilft und wirklich versucht, auf die Wünsche des zukünftigen Arbeitnehmers einzugehen, doch ist das leider nicht immer so.

Mein Bearbeiter gehört leider gar nicht dazu, er ist zwar sehr gut darin, mir zu sagen, was ich alles nicht tue, doch umso schlechter darin, seinem Job nachzugehen. Gewiss, er hat nicht nur einen Klienten, aber dennoch wäre es schön, einen guten Willen zumindest erahnen zu können. Mir bleibt natürlich dennoch nichts anderes übrig, als zu meinem Termin zu gehen, der im Grunde verschwendete Zeit ist, in der ich Bewerbungen schreiben könnte, statt dort zu warten, bis ich dann irgendwann mal dran bin um dann zu hören, dass ich nicht genug getan habe oder dieses und jenes versuchen sollte, was er beim letzten Mal schon sagte. Also geht’s ab in den Bus und los geht es Richtung Center. Ich habe mir ein Buch mitgenommen, da ich schon davon ausgehe, nicht pünktlich dran zu kommen.

Nun sitze ich also hier, auf doch recht bequemen Stühlen und versuche mein Buch zu lesen, was leider nicht so gut klappt, da es recht laut ist. Das Jobcenter scheint recht gut gefüllt, man merkt, dass die Mitarbeiter einiges zu tun haben. Ich beobachte also meine „Kollegen“, viele sehr gut gekleidet und noch voller Hoffnung, einige in Jogginghose und dreckigem Oberteil, sichtlich genervt. Auch diese Menschen kann ich irgendwo verstehen, doch ein neuer Job ist der beste Weg, um nicht mehr ins Jobcenter zu müssen und den bekommt man schlecht in einem Jogginganzug. Ich beobachte weiter, einige Mitarbeiter laufen mit Kaffeetassen über den Gang und unterhalten sich, lachen, spaßen miteinander und schauen nicht zu den Wartenden. Ich beuge mich etwas vor und kann einem Mitarbeiter dabei zu sehen, wie er in seinem Büro Staub wischt. Sehr reinlich, aber sollte man sich nicht lieber um die ganzen Menschen kümmern?

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Das scheinen einige Andere auch so zu sehen, werden laut, schreien, drängeln sich vor und nehmen keine Rücksicht. Genau das meine ich, mir tun nicht nur die Menschen leid, die auf das Jobcenter angewiesen sind, nein, auch die Mitarbeiter, denn sie haben wirklich viel zu tun und auch wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, so glaube ich, dass nicht jeder Bearbeiter das aus Boshaftigkeit tut, sondern aus Überforderung. Mittlerweile starren fast alle auf ihr Handy, die erstaunlich neu aussehen, fällt mir auf. Ich frage mich ja, wovon das bezahlt werden kann, denn ich für meinen Teil, habe es nicht so leicht, mit meinem Arbeitslosengeld auszukommen, wenn das natürlich auch noch mehr ist, als das Arbeitslosengeld II. Aber nun gut, es geht mich nichts an, aber denken darf ich ja noch, was ich möchte. Endlich kommt mein Sachbearbeiter, doch statt mich zu rufen, nickt er nur und geht in ein anderes Zimmer. Einige Zeit später kommt er raus und geht den Gang entlang, bis ich ihn nicht mehr sehen kann. Ok, ich habe ja keinen Job, ich kann warten. Ich wünschte nur, ich könnte in Ruhe mein Buch lesen, aber dafür ist und bleibt es einfach zu laut.

Dann kommt mein Bearbeiter endlich zurück, geht noch einmal in den Raum und kommt wiederum mit einer Tasse dampfenden, duftenden Kaffees heraus und bittet mich, mitzukommen. Ich stehe auf und gehe hinterher, im Büro setze ich mich auf einen Stuhl, gegenüber seinem Stuhl.

„Guten Tag.“

Oh, okay. „Guten Tag.“

„Haben sie sich beworben?“

„Ja, ich habe einige Bewerbungen versendet, aber bisher kamen nur Absagen zurück. Oder eben nichts.“

„Haben sie denn genug Bewerbungen geschrieben?“

„Nun, ich würde sagen ja, ich möchte unbedingt eine neue Stelle, aber bisher hat es noch nicht geklappt.“

„Dann empfehle ich, noch mehr zu schreiben. Haben sie schon darüber nachgedacht, in einem anderen Berufsfeld zu suchen?“

„Ehrlich gesagt nein, ich mache meine Arbeit gern und würde sie auch gern weiterhin machen.“

„Sie sollten mal darüber nachdenken, in einem anderen Berufsfeld zu suchen. Ich werde ihnen ein paar Stellengesuche ausdrucken.“

„Nun, ich würde lieber in meinem Berufsfeld weitersuchen, da mir dies doch sehr liegt.“

„Ja, das ist ja schön, ich habe ihnen jetzt mal ein paar andere Gesuche ausgedruckt, bewerben sie sich dort und geben sie die beigelegten Formulare hier ab, damit wir sehen können, dass sie sich dort beworben haben.“

„Ich würde mich nur sehr ungern dort bewerben, denn ich mag meinen Job sehr gern.“

„Jetzt bewerben sie sich bitte einfach dort. Dann sind wir für heute fertig. Oder haben sie noch irgendwelche Fragen? Achso, ich muss sie nicht daran erinnern, dass Sanktionen folgen, sollten sie sich dort nicht bewerben.“

Nein, ich habe natürlich keine Fragen und werde mich dort bewerben, aber ich werde trotzdem weiter versuchen, eine Stelle in meinem Beruf zu bekommen. Auf Wiedersehen.“

„Wiedersehen.“wp-1471175606495.jpeg

So, das war nur kurz und ich kann euch versprechen, dass dies aus eigener Erfahrung und aus Erfahrungen meines Bekanntenkreises geschrieben wurde. Ihr seht, Arbeitslosigkeit ist oft sehr schwer für den Menschen, man fühlt sich degradiert, nutzlos und mit jeder Absage wird dieses Gefühl noch schlimmer. Obwohl man einen neuen Job möchte, möchte man auf keinen Fall zum Jobcenter gehen, da einem dort eh nicht geholfen wird. Ich kann euch sagen, ich habe sehr lange versucht, mit dem Jobcenter Arbeit zu finden, doch als ich mich entschloss, es alleine zu versuchen, hatte ich meine neue Stelle innerhalb von ein paar Wochen. Nicht jedem wird es so gehen, doch ich glaube nicht, dass nur mein Bekanntenkreis und ich solche Erfahrungen gemacht haben. Wichtig ist, dass man nicht aufgibt, dass man sich nicht gehen lässt und vor allem: Lasst euch nie von Irgendjemandem einreden, dass ihr nicht gut genug als Mensch seid!

Nun gibt es natürlich auch bei dieser Blogtour wieder etwas zu gewinnen und zwar ein Hörbuch von „Sommer der Sternschnuppen“.wp-1471175859963.jpeg

Gewinnspiel

Finde den Seestern in unseren Beiträgen und verrate uns am Ende der Blogtour wie viele du gefunden hast. Hierzu schicke bitte eine Mail an info@buchreisender.de mit dem Betreff Seestern Teilnahmeschluss: 22.08.2016 24 Uhr.

Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele:
*Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
*Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
*Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
*Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
*Der Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
*Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
*Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
*Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
*Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
*Das Gewinnspiel endet am 22.08.2016 um 23:59 Uhr.
*Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!
*Der Beitrag der Gewinnernennung wird jeweils in der ersten Woche des Folgemonats veröffentlicht.

 

Blogtour „Girl on the train“


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Hallo und „Herzlich Willkommen“ zur Blogtour „Girls on the train“, einer etwas anderen Tour zu einem Buch, dass schon etwas länger im Verkauf ist, aber unbedingt lesenswert ist (zumindest meiner Meinung nach🙂 ). Es gibt natürlich am Ende auch wieder etwas zu gewinnen, aber dazu kommen wir später, zunächst werde ich euch meine Rezension zeigen. Ich muss wohl dazu sagen, ich habe diese Rezension schon vor vielen Monaten geschrieben, aber ich wollte trotzdem bei der Tour mitmachen🙂 .

Dieses Buch hat mich wirklich von Anfang an gepackt, auch wenn es erst einmal schwierig war, durchzublicken, aber es ist einfach mal ein ganz anderes Buch.

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Paula Hawkins

Blanvalet-Verlag (15. Juni 2015)

448 Seiten

Amazon-Link

Rückklappentext

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

Worum geht es?

Die Protagonistin ist Rachel, eine alkoholkranke, depressive Frau, die von ihrem Exmann für eine andere Frau, Anna, verlassen wurde. Diese leben nun in dem Haus, dass Rachel ausgesucht hatte, das Leben, dass sie sich eigentlich immer gewünscht hatte.

Aufgrund ihrer Alkoholsucht hat Rachel auch ihren Job verloren, doch sie fährt trotzdem jeden morgen mit dem Zug nach London, mit dem sie sonst zur Arbeit fuhr und beobachtet die Menschen und Häuser, an denen sie vorbei fährt. Am liebsten beobachtet sie „Jess“ und „Jason“, die in einem Haus leben, das nur ein paar Häuser weiter steht, als ihr altes Haus. Sie erfindet ein ganzes Leben für die beiden um sich so aus ihrem eigenen Leben heraus zu flüchten und ist sehr entsetzt, als ihre Träume für die Beiden plötzlich zusammen brechen.

Als sie erfährt, dass „Jess“ verschwunden ist, will sie unbedingt helfen, doch die Polizei steht ihrer Aussage sehr skeptisch gegenüber und auch alle Anderen, über die sie versucht, Hilfe zu bekommen, glauben ihr nicht so richtig. Denn Arbeitslosigkeit und das Verlieren ihres Ehemannes sind nicht die einzige Probleme, mit denen Rachel sich das Leben recht schwer gemacht hat, auch dass sie oft lügt hat das Vertrauen zu vielen Menschen zerstört.  Sie verstrickt sich immer mehr in die Ermittlungen und kann einfach nicht mehr aufhören, bis die ganze Geschichte dann eine ungeahnte Wendung nimmt.

Kritische Auseinandersetzung

Was mir besonders an „Girl on the train“ gefallen hat, war die Anti-Heldin Rachel und auch alle anderen wichtigen Charaktere sind absolut keine Saubermänner mit einer weißen Weste. Es waren einfach wirkliche Menschen, mit ihren Problemen und Fehltritten und es war einfach mal was wirklich anderes.

Dann wird immer wieder aus einer anderen Sicht geschrieben, was zunächst verwirrend ist, aber ich hatte mich recht schnell hineingefunden und ab da war es einfach super. Durch dieses Wechseln musste man sich auch immer wieder Dinge zusammen reimen und am Ende bin ich trotzdem wahnsinnig überrascht gewesen, da ich damit einfach nicht gerechnet hatte, obwohl ich der Meinung war, es durchschaut zu haben. Für mich hat auch eben dieses Wechseln die Geschichte so spannend gemacht, da einer der Sichtweisen auch die des Opfers ist und man so langsam aber stetig immer mehr das Gefühl hatte, dahinter zu blicken.

Da hab ich auch schon das Nächste, das mir einfach super gefallen hat: Ich konnte versuchen, den Fall mit zu lösen. Es hat mir richtig viel Spaß gemacht, zu überlegen, was denn da nun passiert sein könnte und wer es denn war, aber Paula Hawkins hat einige Hinweise gestreut, die dann aber doch zu einem ganz anderen Ergebnis als meinem führten. Ich mag es, wenn man bei Büchern mitdenken kann und auch durchaus mitdenken MUSS, denn das macht es doch meistens sehr viel spannender.

Das Buch hat zwischendurch ein paar Längen, das muss man schon sagen, aber alles in allem war es für mich wirklich sehr spannend und ich hab es in zwei Tagen durchgelesen, da ich einfach unbedingt wissen wollte, was passiert ist. Es ist eben mitten aus dem Leben gegriffen, denn mal ehrlich, jeder, der mit Bus und Bahn unterwegs ist hat doch schon mal aus dem Fenster gesehen und sich gefragt, was hinter den Wänden der Häuser so vor sich geht. Und eben einfach auch die Charakteren, die eben alle nicht  perfekt sind, sondern eher weit davon entfernt, perfekt zu sein. Das macht es für mich zu so einem spannenden, lebensnahem Thriller. Wobei ich persönlich habe mich gefragt, ob es wirklich ein Thriller ist oder nicht eher ein Roman, aber da es als Thriller gekennzeichnet ist, will ich das einfach mal so übernehmen.

Fazit

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und fand das Buch auch sehr spannend, es hat eine gute, lebensnahe Geschichte und tolle Charaktere, die eben nicht so sind, wie viele andere Protagonisten in Büchern. Einzig und allein das gekennzeichnete Genre löst bei mir leichte Zweifel aus, denn da bin ich mir einfach nicht so sicher Habt ihr das Buch schon gelesen? Wie seht ihr das?

Egal, ob es jetzt ein Thriller oder eben doch eher ein Roman ist, ich kann euch das Buch nur ans Herz legen und empfehlen, denn es war eben einfach wirklich sehr spannend und von der Schreibweise mal was ganz anderes. Wenn ihr es bereits gelesen habt, dann schreibt mir doch mal, wie es euch gefallen hat, das würde mich mal interessieren, die Meinungen gehen ja doch etwas auseinander.

Nun zum Gewinnspiel

Was müsst ihr machen?

Ihr kürt unsere beste Rezension. Das bedeutet, ihr schaut euch alle Rezensionen an und werdet dann eine Mail an die unten angegebene Adresse schicken und schreiben, welche Rezension euch am besten gefallen hat. Aus allen Einsendungen wird dann ausgelost und der Gewinner kann ein Printexemplar von „“Girl on the train“ gewinnen🙂 .

Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele:
*Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
*Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
*Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
*Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
*Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
*Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
*Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
*Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
*Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
*Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
*Das Gewinnspiel endet am 13.08.2016 um 23:59 Uhr.
*Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!
*Der Beitrag der Gewinnernennung wird jeweils in der ersten Woche des Folgemonats veröffentlicht

Blogtourfahrplan

05.08.16 – bei Bücherleser
06.08.16 – bei Bilder Buch Leben
07.08.16 – bei Buchreisender
08.08.16 – bei Ricas fantatstische Bücherwelt
09.08.16 – bei mir

Blogtour „Das Haus, das in den Wellen verschwand“


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Heute begrüße ich euch zu einer ganz besonderen Blogtour zum Buch „Das Haus, das in den Wellen verschwand“ von Lucy Clark. Ich hoffe, die bisherigen Beiträge haben euch gefallen, wir haben uns mit allen sehr viel Mühe gegeben.

Auf meinem Blog haben wir heute einen etwas anderen Beitrag, der sich nicht unbedingt an ein Thema im Buch orientiert, zumindest nur bedingt. Denn unsere Protagonistin zieht in die Welt hinaus und fühlt sich frei. Frei, während sie durch andere Länder schlendert und vor allem, als sie auf der „Blue“ lebt und über die Weiten des Meeres fährt. Ich habe mich also gefragt, was ist denn eigentlich Freiheit für meine Mitblogger? Und das habe ich sie dann natürlich auch gefragt, hier bekommt ihr nun die Antworten🙂 .

„Freiheit: in der Natur zu sein, egal ob auf einem hohen Berg oder am (niederländischen) Meer. Und sonst die kleinen Momente im Alltag in denen ich vollständig Ich sein kann.“ (Vanessa, Meine Fantasy-Bücherwelt)

„Für mich ist Freiheit zu tun was ich möchte, ohne das mich jemand gängelt und ich meine Meinung frei äußern kann. Freiheit ist aber auch einfach mal nur die Natur zu genießen. Ein besonderes Gefühl der Freiheit ist es zusammen it meinem Freund einfach abends bis zum frühen morgen im Garten zu sitzen, Musik zuhören und dabei einen Whisky zu genießen.“ (Sonja, Buchreisender)

„Freiheit ist für mich, meine eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen ohne das sie von irgendjemanden angezweifelt werden und meine Meinung sagen zu dürfen ohne Angst vor einer Strafe haben zu müssen.“ (Janine, Jean Parkers World)

„Für mich ist Freiheit generell zu tun, was ich will. Nicht irgendjemand anderem gerecht zu werden. Momente der Freiheit sind für mich diejenigen, wenn ich etwas erlebe, das ich absolut genieße und keinerlei Erwartungshaltung oder Druck ausgeübt wird. Ich kann keinen Ort benennen, den ich automatisch mit Freiheit verbinde, denn Freiheit ist für mich ein Seelenzustand. Es kann am Meer noch so schön und idyllisch sein, wenn ich weiß, dass ich kochen muss, oder die Kids irgendwelche Bedürfnisse haben, dann kann die Landschaft noch soooo schön sein, ich würde mich dann nie richtig frei fühlen können.“ (Martina, Der Bücherkessel)

„Freiheit bedeutet für mich am Meer zu sitzen mit meinem Lieblingsmenschen und einfach nur das Leben zu genießen, glücklich zu sein und Dinge tun zu können, die ich mir wünsche. Einfach mal Zeit für sich haben, Erinnerungen sammeln und die Welt auch mal Welt sein lassen.“ (Lisa, Die fantastische Bücherwelt)

So, nun würdet ihr vielleicht auch noch gerne wissen, was für mich Freiheit bedeutet. Für mich ist Freiheit, wenn ich keine unangenehmen Verpflichtungen habe, wenn ich vor meinen Buchregal stehe und selbst entscheiden kann, was ich lesen möchte, wenn ich auf dem Balkon sitze, die Sonne scheint und ich einfach mal nichts tun kann. Aber auch, wenn ich mit meinem Freund etwas unternehme und wir frei sind, hin zu fahren, wo wir hin möchten, wenn ich mit meiner Mutter mit den Hunden durch ein Feld laufe und uns die Sonne auf die Köpfe scheint. Freiheit sind viele kleine Momente ohne Zwänge, die uns oft gar nicht so bewusst sind.

Ich hoffe, auch dieser Beitrag war interessant für euch, ich hatte viel Spaß dabei, mich mit diesem Thema mal etwas genauer auseinander zu setzen, auch wenn das natürlich sehr subjektiv ist. Nun gibt es natürlich auch wieder etwas zu gewinnen und zwar ein Print von „Das Haus, das in den Wellen verschwand“. Was ihr dafür tun müsst? Eine Frage beantworten und ich denke, euch ist schon fast klar, welche meine Frage heute ist🙂 .

Was ist für dich Freiheit?

Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele:
*Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
*Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
*Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
*Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
*Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
*Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
*Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
*Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
*Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
*Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
*Das Gewinnspiel endet am 7.8.2016 um 23:59 Uhr.
*Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!
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Blogtourfahrplan

30.07 Exkursion Segeln

04.08 Was bedeutet Freiheit?

 

Weil wir Flügel haben


img_20160801_153904.jpgWeil wir Flügel haben

Vanessa Diffenbaugh

Limes Verlag (24. Mai 2016)

416 Seiten

Bestellen bei Amazon

Rückentext

Das Herz kann sich irren, aber es hört nie auf zu lieben

Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?

Allgemeines zu Buch und Autor

Vanessa Diffenbaugh ist eine verheiratete, 32 jährige Kunsterzieherin und Schriftstellerin. Neben ihrem künstlerischen Engagement ist sie auch sozial sehr engagiert und betreute eine lange Zeit Pflegekinder, welche sie auch in ihrer Familie aufnahm. Dadurch, dass sie selbst lange Zeit in diesem Bereich aktiv war, besitzt ihr Debüt, „die verborgene Sprache der Blumen“, die nötige Authentizität, da sie sich hier des Themas bedient, was es heißt, in Pflegefamilien und Waisenhäusern aufzuwachsen. Zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt Diffenbaugh in Boston. (Quelle: Lovelybooks.de)

Anfangs war es für mich sehr schwer, einen Zugang zu diesem Buch zu finden, da ich die Protagonistin Letty ziemlich unsympathisch fand, doch im Laufe des Buches konnte mich sowohl die Geschichte als auch Letty davon überzeugen, dass mein erster Eindruck der falsche war und ich richtig daran getan habe, dran zu bleiben.

Kritische Auseinandersetzung

Ja, dieses Buch war anfangs für mich wirklich ein rotes Tuch. Ich habe einfach keinen Zugang gefunden, fand die Protagonistin schrecklich und auch der Schreibstil hat mir zunächst nicht zugesagt. Sollte das bei euch auch der Fall sein, bitte, beißt die Zähne zusammen und lest weiter, denn es lohnt sich. Ich konnte es selbst kaum glauben, doch ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen und habe es als sehr gelungen und interessant empfunden. Vor allen der Teil, der aus Alex‘ Sicht geschrieben ist hat mir sehr gut gefallen und er war mir auch von Anfang an sympathisch. Generell sind die Charaktere alle sehr ausführlich und gut beschrieben, jede Figur hat ihre Besonderheiten und mir sind am Ende doch alle ein kleines bisschen ans Herz gewachsen.

Es geht um eine Familiengeschichte, scheint sie anfangs noch verwirrend und teilweise sogar etwas trocken, nimmt sie doch immer mehr an Fahrt auf bis das ganze sich zu einem großen, dramatischen Höhepunkt zusammenrauft, bei dem der Leser keine Ahnung hat, wie das ganze ausgehen könnte. Die Autorin hat mich damit wirklich überrascht, denn auch nach dem ich einen Zugang zum Buch gefunden hatte, hätte ich trotzdem nicht erwartet, dass es dann noch so spannend werden würde.

Was mir im Nachhinein besonders am Buch gefallen hat, sind die beiden hochaktuellen Grundthemen im Buch: junge Mutterschaft und illegale Einwanderer aus Mexiko in Amerika. Zwei Themen, nimmt man das zweite allgemein als Einwanderer, die in der heutigen Zeit immer wieder besprochen werden und uns im Alltag begegnen. Durch dieses Buch hat man die Möglichkeit, beides von der anderen Perspektive aus kennen zu lernen, wie ist es denn, wenn man ein illegaler Einwanderer ist? Und wie ist es, sehr jung Mutter zu werden? Auch wenn man Hilfe bekommt, ist diese Hilfe immer nur gut oder wäre es besser, sich auch mal auf sich selbst zu verlassen? Genau diese Dinge werden hier sehr schön beschrieben und aufgezeigt, weshalb ich glaube, dass dieses Buch definitiv sehr gute Gründe hat, um gelesen zu werden.

Fazit

Wenn man am Anfang durchhält, ein durchaus sehr lesenswertes Buch, mit aktuellen Themen und Blickwinkeln, die man sonst nicht erhält. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm, wenn man sich einmal an ihn gewöhnt hat, außerdem gibt es viele gut beschrieben Entwicklungen der Charaktere, die einen sehr froh machen, wenn man bisschen besser kennt.

 

Die Fliege


img_20160801_153820.jpgDie Fliege

Silvia Stolzenburg

Bookspot Verlag (14. März 2016)

288 Seiten

Bestellen bei Amazon

Rückentext

Stuttgart, Anfang Juni 2015: Der vorgezogene Sommerurlaub von Oberkommissarin Anna Benz wird an einem Montagmorgen kurz nach fünf Uhr abrupt beendet. Offenbar haben Wanderer in einem Waldstück bei Stuttgart einen Toten gefunden, dessen Zustand Rätsel aufgibt.

„Wenn so etwas möglich wäre, würde ich sagen, jemand hat versucht, ihn mehr als einmal zu töten“, urteilt die Rechtsmedizinerin nach einem ersten Blick auf die Leiche. Kurz darauf bringt die Obduktion ans Licht, dass der Mann von zahlreichen Waffen verletzt worden ist. Die Tiefe und Schwere der Wunden lässt zudem darauf schließen, dass man es offensichtlich mit mehreren – teils unentschlossenen – Tätern zu tun hat.

Anna Benz und ihr Kollege Markus Hauer beginnen zu ermitteln. Was steckt hinter dem brutalen Mord? Wurde der Tote Opfer eines makabren Rituals? Lief eine Mutprobe aus dem Ruder? Oder streift eine Horde mordlustiger Irrer durch die Gegend? Fragen über Fragen, die Anna und Markus schon bald in ein Labyrinth aus widersprüchlichen Fährten führen ….

Allgemeines zu Buch und Autor

Dr. phil. Silvia Stolzenburg studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie dort über zeitgenössische Bestseller. Kurz darauf machte sie sich an die Arbeit an ihrem ersten Roman. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitet sie als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb, fährt leidenschaftlich Rennrad, gräbt in Archiven oder recherchiert vor Ort bei Kripo, LKA, SEK und der Rechtsmedizin – immer in der Hoffnung, etwas Spannendes zu entdecken. (Quelle: Amazon.de)

Dies ist der Nachfolger von „Tödliche Jagd“ und auch dieser Teil hat mir gut gefallen. Es war ein sehr spannender Krimi mit einem interessanten Thema und vor allem einen guten Schreibstil.

Kritische Auseinandersetzung

„Die Fliege“ zeichnet sich vor allem durch die sehr gute Schreibweise aus, wie ich sie auch schon vom ersten Band her kannte. Es macht einfach Spaß, Silvia Stolzenburgs Bücher zu lesen, man ist mitten im Geschehen und die ermittlerischen Schritte werden sehr genau beschrieben, ohne jedoch zu langweilen oder nicht verständlich zu sein. Der Spannungsbogen zieht sich durch das ganze Buch und da die Autorin es immer wieder schafft, den Leser etwas glauben zu machen, was nicht so ist, versucht man immer weiter herauszufinden, wie es denn jetzt wirklich sein könnte, ist also die ganze Zeit am Geschehen.

Auch dieses Buch beginnt wieder, wenn wir diesmal auch anfangs erst einmal eine Fliege kennen lernen. Dieses erste Kapitel hat mich wirklich fasziniert, es war ziemlich eklig, aber ich war trotzdem gebannt. Alleine dafür hat sich dieses Buch schon gelohnt, denn mir ist ein Schauer über den Rücken gelaufen. Doch auch im weiteren Verlauf des Buches kommen immer wieder besonders faszinierende Momente, die ihr aber natürlich selbst lesen sollt.

Die Charaktere sind auch im zweiten Band sehr gut beschrieben und es geht ebenfalls sehr oft um die persönlichen Dinge der Ermittler, was mir ja schon in „Tödliche Jagd“ sehr gut gefallen hat. Band zwei knüpft nahtlos an den ersten Band an, dennoch würde ich sagen, dass man die Bände nicht unbedingt in der Reihenfolge lesen muss, da die Fälle an sich abgeschlossen sind.

Ob mir dieser zweite Band jetzt besser gefallen hat als der erste, würde ich nicht unbedingt sagen, denn beide Geschichten waren sehr spannend und interessant, der einzige Unterschied war, abgesehen natürlich vom Fall, dass man die Charaktere schon kannte und so schon ein wenig Vorwissen hatte.

Fazit

Auch den zweiten Teil der Anna-Benz-Reihe kann ich durchaus weiterempfehlen, wer einen soliden und spannenden Krimi möchte, aber auch Charakter-Geschichte mag, der kann hier auch getrost zugreifen und wird nicht enttäuscht werden.

Blogtour „Noel&Noelle“ Tag zwei


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Hallo, ich begrüße euch zum zweiten Tag unserer Blogtour zu „Noel&Noelle“ von Nicky P. Kiesow. Ich hoffe, der gestrige Beitrag hat euch gefallen und ihr konntet etwas Interessantes über die Entstehung eines Buches erfahren. Heute werdet ihr ein kleines bisschen über das Drachendorf erfahren, in dem die Geschichte spielt.

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Diese Zeichnung wurde von Franziska Junghans erstellt

Hier könnt ihr euch zumindest schon mal einen Eindruck von Drachendorf verschaffen, wenn es im Buch selbst natürlich auch noch viel genauer beschrieben wurde.

Wie ihr seht und wie es auch im Buch beschrieben wird, besteht Drachendorf aus drei großen und langen Felsbrocken, die wie aufeinander gelegt wirken. Auf dem obersten Felsbrocken befindet sich zudem noch eine Burg, die allerdings etwas beschädigt ist, sich für die Drachen aber noch durchaus eignet.

Die Berge sind über und über mit wunderbar frischem, grünem Gras bedeckt (ich stelle mir das Grün so vor, wie irische Wiesen) und Pflanzen. Alles wirkt frisch und lebendig, man kann quasi beim Lesen spüren, wie reichhaltig die Vegetation in Drachendorf sein muss. Dies mag durchaus auch an einer großen Besonderheit liegen, denn an einer Seite des Berges befinden sich unzählige Wasserfälle, die den Berg hinabfließen, um dann in einen glasklaren See zu münden. (Alleine wegen dieser Beschreibung würde ich gerne mal hin😀 ). Er ist so klar, dass Noelle beim Flug über Drachendorf Fische im See sehen kann. Außerdem liegt der See zusätzlich an einer Seite auch noch an einem Wald. Die Drachen nutzen diesen See auch zum Baden, bietet sich ja auch an.

Doch das ist nicht die einzige Besonderheit: Im Berg sind überall Höhleneingänge, in denen die Drachen leben. Die Drachen haben also „kleine“ „Wohnungen“, in denen sie sich im Berg zurückziehen können, was vermutlich auch bei Gefahr ein Vorteil ist, auch wenn man im Buch die Information bekommt, dass Menschen eigentlich nicht in der Lage sind, diesen Berg zu erklimmen.

Nun möchte ich euch noch einen bestimmten Teil des Berges beschreiben, der „Landebereich“, in den Noelle zuerst eintritt. Er ist unglaublich groß (naja, da müssen ja auch riesige Drachen Platz finden) und die Decken reichen unheimlich hoch. Und diese Decken sind über und über mit wunderschönen Edelsteinen besetzt, während es in der Mitte des Raumes einen weißen Bassin, bzw. ein weißes Becken gibt, dass aus weißem Stein gefertigt wurde und mit Malereien und filigranen Zeichnungen verziert ist. Hier sitzt auch die Drachenkönigin Dahle, die Noelle gleich am ersten Tag kennen lernt, doch wie es von hier an weiter geht, dass müsst ihr schon selber lesen🙂 .

Natürlich gibt es auch bei dieser Blogtour wieder etwas zu gewinnen, wenn ihr die jeweiligen Tagesfragen beantwortet. Meine Frage lautet:

Würdet ihr auf einem Drachen nach Drachendorf fliegen?

Zu gewinnen gibt es Folgendes:

1 signiertes Band Noel 1 oder Noel 2
2x Doppelband als Ebook und
3x Ebook Noel 1 und
3x Ebook Noel 2

Teilnahmebedingungen

*Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
*Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
*Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
*Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
*Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
*Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
*Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
*Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
*Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
*Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
*Das Gewinnspiel endet am 07.08.2016 um 23:59 Uhr.
*Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!
*Der Beitrag der Gewinnernennung wird jeweils in der ersten Woche des Folgemonats veröffentlicht

Blogtourfahrplan

30.07 Behind the Scenes bei Sonja
31.07 Eine Tour durch Drachendorf bei mir
01.08 Drachenkunde bei Marina
02.08 Die Nestlinge bei Tatii
03.08 Eine außergewöhnliche Reise bei Martina
04.08 Eure Fragen an Nicky P. Kiesow bei Nadja

Ich würde euch außerdem noch gern darauf aufmerksam machen, dass es heute ein Hangout mit der Autorin gibt und zwar auf Nico’s Kanal! Schaut doch mal vorbei🙂

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Blogtour „Die Löffel-Liste“ Tag 6


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Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum sechsten Tag der Blogtour zu „Die Löffel-Liste“. Ich hoffe sehr, dass euch die bisherigen Beiträge gut gefallen haben und wir euch auf dieses tolle und etwas andere Buch neugierig machen konnten. Heute werde ich mich mit den Geschichten in diesem Buch befassen, die mit dem Thema „Gerechtigkeit“ zu tun haben.

Fortmachen von Maryanne Becker

Die Autorin: Maryanne Becker, geboren und aufgewachsen in Ostbelgien, lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in Berlin. Neben Sach- bzw. Fachbüchern zum Thema Hörschädigung schreibt sie Romane, die in der belgisch-deutschen Grenzregion spielen und auf den Zeitraum 1914 bis 1960 fokussieren. Darüber hinaus ist sie in einigen Anthologien mit Kurzgeschichten präsent.       

Leseprobe:

Fortmachen

„Fortmachen, wir müssen fortmachen“, brabbelte Großvater auf seinem dreibeinigen Schemel nehmen dem Ofen. Von der Notwendigkeit, endlich hier fortzumachen, war seit Jahren die Rede, und in letzter Zeit legte Großvater mehr Nachdruck auf seine Worte, indem er mit dem Fuß auf den lehmigen Boden unserer Behausung stampfte.

„Du musst hier fortmachen, sobald die Kleinen aus dem Gröbsten raus sind“, waren Mutters letzte Worte, bevor sie im dreizehnten Kindbett ihr von Arbeit und Schwangerschaften geschwächtes Leben aushauchte. Außer mir hatten zwei Brüder das Kleinkindalter überlebt und ich war froh, nicht noch mehr Kletten mitschleppen und unnütze Esser ernähren zu müssen.

Ebenso wie die anderen Bewohner unseres kleinen Weilers, der ob seiner Bedeutungslosigkeit die Bezeichnung Schtetl nicht verdiente, war Vater ein mittelloser Handwerker, dessen Aufträge und Einkünfte vom Wohlergehen der anderen Dörfler abhingen. Als Mutter noch lebte, gab es Bier und Schnaps am Sonntag, seit ihrem Dahinscheiden aßen wir sonntags Kartoffeln.

Fortmachen, fortmachen, das war mein Ziel von klein auf, und ich war gewillt, alles daran zu setzen, von einem der feinen Herren, die hin und wieder unseren Ort aufsuchten, entdeckt zu werden. In die weite Welt hinaus wollte ich. Als feine Dame eines feinen Herren. Die hübschesten und kräftigsten Mädchen aus dem Ort wurden auserwählt, um – wie es hieß – in der Ferne ein besseres Leben zu beginnen. Die Wehklagen der verlassenen Mütter bezeichneten die Zurückgebliebenen als Käseschmus, sinnloses Gerede.

Alte Sünden von Marlene Geselle

Die Autorin: Marlene Geselle liebt neben der Landschaftsfotographie das Schreiben von historischen Romanen und Kurzkrimis. Spielen bei Ersteren die Menschen in ihrer Zeit und ihre vielfältigen Schicksalen die Hauptrolle, glänzt sie bei Letzteren durch scharfe Augen und gelungene Protagonisten, die so überzeichnet sind, dass sie uns fast schon wieder real vorkommen. In ihrem Debütroman geht es an die obere Donau und in jene Alemannensiedlung, aus der das heutige Sigmaringen hervorgegangen ist. Im Winter des Jahres 451 n. Chr. gibt es nur ein Thema: Attilas Heer auf dem Durchmarsch nach Gallien.

Leseprobe:

Alte Sünden

Ich sollte nicht hier sein auf der Krebsstation, niemand sollte hier sein. Aber ich bin es nun einmal und muss sehen, wie ich meine letzten Wochen nutze. Bitte bedauert mich nicht, davon habe ich nichts.

Auf dem Flur ist es still. Zu dieser nachtschlafenden Stunde döst selbst die Krankenschwester ein wenig, warum auch nicht. Schichtdienst ist scheiße und verschleißt den Menschen. Aber ich will jetzt nicht von kaputter Gesundheit reden, von harten Jobs und davon, welche Fehler man besser andere machen lässt. Da bin ich kein guter Ratgeber.

Fehler. Mein schlimmster Fehler liegt mehr als zwanzig Jahre zurück und zeigt noch heute Wirkung. Natürlich nicht direkt, aber indirekte Wirkungen sind die wirklich miesen. Und sie treffen diejenigen, die wir am meisten lieben, am meisten schützen müssen.

Mein Bettnachbar schläft den Schlaf der Gerechten, wenn man das sagen kann bei der Menge Morphium, die regelmäßig in seinem Tropf landet. Tagsüber ist er nur noch stundenweise klar im Kopf. Ich muss mich zwingen, nicht ausgerechnet jetzt darüber nachzudenken.

Meine Meinung

Wir haben hier zwei ganz verschiedene Geschichten, in denen es aber um das gleiche Grundthema geht: Gerechtigkeit. In der ersten Geschichte geht es um ein junges Mädchen, dass aus seinem traurigen und armen Dasein auszubrechen versucht, was jedoch nicht so klappt, wie sie es sich vorstellt, ich möchte aber nicht zu viel verraten. Sie kommt in eine weitere schwierige Lage, doch kann sich mit der Hilfe von einer eigentlichen Straftat gegen ihren Peiniger helfen, was ihre Art von Gerechtigkeit ist. Dies sollte man auf jeden Fall immer beachten, Gerechtigkeit ist oft subjektiv, jeder hat ein anderes Empfinden dafür und etwas, dass für den einen gerecht ist bedeutet noch lange nicht, dass es auch für andere gerecht ist.

In der zweiten Geschichte geht es um einen krebskranken Mann, der ebenfalls sehr ungerecht behandelt wird/wurde und auch versucht er, gerecht zu sein und doch auf eine gewisse Art und Weise „Rache“ zu nehmen, doch tut er dies alles aus einem eigentlich guten Grund. Diese Geschichte ist in meinen Augen ein wenig kontrovers im Hinblick auf Gerechtigkeit, da ich den Mann durchaus sehr gut verstehen kann, dennoch sind seine Mittel vielleicht nicht gerade die Richtigen.

Beide Geschichten haben mir sehr gut gefallen und ich kann euch nur empfehlen, sie zu lesen, aber natürlich auch das Buch im Ganzen. Wichtig ist, alle Geschichten auch einmal zu hinterfragen, gerade diese beiden Geschichten sollte man von allen Seiten betrachten, da, wie ich bereits sagte, Gerechtigkeit oft subjektiv ist und nicht jeder alles genauso sieht.

Gewinnspiel:

Natürlich müsst ihr auch bei dieser Blogtour wieder eine Frage beantworten. Die Frage für meinen Beitrag lautet:

Wie wichtig ist euch Gerechtigkeit und wie wahrt ihr sie?

Die Gewinne:

1. Preis – 2 x 1 Print von der Löffel-Liste

2. Preis – 1 Print von Fasanthiola von Ursula Dittmer + kleine Überraschung

3. Preis – 1 Print der Fantasy-Anthologie „Der Laubkönig erzählt“ von Sinje Blumenstein + kleine Überraschung Klänge aus dem Schneckenhaus

 4. Preis – 1 Hörbuch von Maryanne Becker – Klänge aus dem Schneckenhaus

 5. Preis – Kaffeebecher mit dem Logo der Krimianthologie der „Mörderische Schwestern: Nix zu verlieren“

Teilnahmebedingungen

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
  • Das Gewinnspiel endet am 26.7.2016 um 23:59 Uhr.

 

 

Blogtour „Sherman’s End“ Tag 8


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Herzlich Willkommen zum achten Tag unserer Blogtour zu „Sherman’s End“ von C. R. Schmidt. Ich hoffe sehr, die bisherigen Beiträge haben euch gefallen (ich fand sie großartig!) und ich kann euch auch heute etwas interessantes zum Thema „Mensch gegen Kriegsmaschinen“ erzählen. Dieses Thema nimmt einen durchaus nicht unwichtigen Aspekt im Buch an, aber das werdet ihr sehen, wenn ihr es selbst lest🙂 . Und vergesst nicht, dass ihr ein Exemplar dieses Buches bei dieser Blogtour gewinnen könnt, wenn ihr es schafft, das Rätsel zu lösen🙂 .

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Ein Krieg ist natürlich immer eine schreckliche Sache, die die meiste Zeit absolut unsinnig und unnötig ist. Selbstverständlich gibt es immer wieder Anliegen, für die man vielleicht im ersten Moment einen Krieg für !notwendig“ hält, beispielsweise wenn es um Gleichberechtigung geht, doch wie wir beispielsweise an Martin Luther King gesehen haben, kann man auch ohne Gewalt gegen etwas kämpfen.

tank-449772_640Doch da dies bei den meisten Menschen noch nicht angekommen ist, arbeiten die Forscher der einzelnen Nationen unentwegt an einer besseren Kampfausrüstung, „bessere“ Bomben, „bessere, effizientere“ Panzer, Gewehre und was man auch immer alles so braucht, um einen krieg zu führen. Mittlerweile wird natürlich auch an Robotern gearbeitet, die anstelle von Menschen in den Krieg ziehen könnten oder an deren Seite kämpfen könnten. Fakt ist, diese „Maschinen“ haben selbstverständlich den großen Vorteil, dass sie nicht sterben können. Doch auch ein Gewissen haben sie nicht, verspüren keine Trauer oder Angst. Sie wären also deutlich bessere Soldaten als Menschen.

Der Kampf „Mensch gegen Maschine“ wird schon lange ausgetragen und wir müssen ehrlich sein, der Mensch wird immer mehr verdrängt. Immer mehr Dinge laufen mit Maschinen automatisch und ersetzen hunderte von Arbeitnehmern, die dementsprechend nicht mehr gebraucht werden und versuchen müssen, eine andere Möglichkeit zu finden, Geld zu verdienen. Im Krieg wäre es natürlich auf der einen Seite sehr gut, wenn eben keine Menschen sondern Maschinen losziehen müssten, doch wäre es natürlich sehr schwer für ärmere Nationen, die eben nicht so viel Geld in die Forschung investieren können, ihr Land zu verteidigen, denn auch hier wird höchstwahrscheinlich, trotz der Intelligenz des Menschen, die Armee der Maschinen einen großen Vorteil haben.

Es ist also immer eine Frage der Sichtweise, des Blickwinkels, den wir auf etwas werfen, der uns entscheiden lässt oder uns ratlos macht, was besser oder schlechter ist. Denn auf der einen Seite ist die Forschung natürlich sehr gut, besonders in der Hinsicht auf Maschinen, die Arbeiten erledigen können, die für Menschen viel zu gefährlich sind oder ihnen nicht möglich sind, gleichzeitig ziehen wir uns so selbst einen Gegner auf, die Maschinen, die zwar (noch) keine „richtige“ Intelligenz aufweisen können, dennoch aber bereits jetzt schon stärker sind als wir, mehr erledigen können als wir und vor allem keine Gefühle wie Erschöpfung oder Müdigkeit kennen, was sie sowohl für ganz gewöhnlich Arbeitgeber als auch für ein Kriegsheer sehr viel wichtiger machen, als wir es sein könnten.

Noch ist es natürlich nicht ganz so stark, wie es noch werden könnte, doch auch auf ein solches Szenario, in dem die Maschinen die Menschen verdrängen könnten (zumindest aus einigen Bereichen), sollten wir uns einstellen.

Gewinnspiel

Löse unser Rätsel:
„Plastik, Holz, auch oftmals Stahl,
Fügt man hierfür zusammen.
Es fehlt auf keinem Karneval,
Ist in jeder Schiri-Hand,
Für manche braucht man Flammen,
Ein mancher wurd‘ schon so genannt.“
*Die Lösung bitte bis zum 14.07.2016 um 23:59 Uhr an info@buchreisender.de Betreff: „Sherman’s End“*
und gewinne

1 Print „Sherman’s End“ von C.R. Schmidt

Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele:

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 14.07.2016 um 23:59 Uhr.
Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!
Der Beitrag der Gewinnernennung wird jeweils in der ersten Woche des Folgemonats veröffentlicht

04.07. – C. R. Schmidt über „Sherman’s End“

Auf allen Blogs

05.07. – Sherman’s End

http://www.lesemappe.blogspot.de/

06.07. – Das Weltenkonzept

http://www.die-fantastische-buecherwelt.de/

07.07. – Sprachliche Besonderheiten

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08.07. – Leseerwartung

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09.07. – Hud & Archie

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10.07. – Die apokalyptischen Reiter

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11.07. – Mensch gegen Kriegsmaschinen

https://tamysbuecherwelt.wordpress.com/

12.07. – C. R. Schmidt

Auf allen Blogs

 

Nicht von dieser Welt


img_20160703_124543.jpgNicht von dieser Welt

Arne Ulbricht

KLAK Verlag; Auflage: 1 (26. Februar 2016)

290 Seiten

Bestellen für Amazon

Rückentext

Heinz ist ein Single, der gern liest, Schach spielt und seinen Hund verwöhnt. Ein Mann, der weder Handy noch Fernseher besitzt, nicht auf Facebook ist und sich nicht für Fußball interessiert. Seinen Lebenstraum, junge Menschen als Lehrer für Sprache und Literatur zu begeistern, hat Heinz eigentlich längst begraben…
Doch plötzlich steht er in einem Klassenraum eines Gymnasiums der Generation Selfie und WhatsApp gegenüber. Dort sitzen Olaf und seine Freunde, die die Schüler gegen Heinz aufwiegeln und vor keiner Eskalation zurückschrecken. Aber da sind auch sein skurriler Kollege Sker und vor allem zwei Schüler, die seinen Schutz brauchen. Vor einer Klassenfahrt hofft Heinz auf einen Neuanfang. Doch es kommt anders und Heinz entschließt sich, den Schülern in diesem Psychokrieg eine grausame Lektion zu erteilen.

Allgemeines zu Buch und Autor

Arne Ulbricht, geboren 1972 in Kiel, ist Lehrer und Autor. In seinen viel diskutierten Büchern Lehrer: Traumberuf oder Horrorjob? (2013) und Schule ohne Lehrer (2015) setzt er sich kritisch mit dem Schulbetrieb auseinander. Seine zahlreichen Kolumnen und Artikel sind im Sammelband Lehrer, ein unverschämt attraktiver Beruf (2015) erschienen, und sein Buch Lesen ist cool! (2016) ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Vor- und Selbstlesen.
Nicht von dieser Welt ist Arne Ulbrichts erster veröffentlichter Roman.
www.arneulbricht.de (Quelle: Amazon.de)

Ich kann zu diesem Buch eigentlich gar nicht so viel schreiben, zumindest weiß ich noch nicht, wie ich es ausdrücken soll. Es hat mich in seinen Bann gezogen, es hat mir einen sehr sympathischen, wenn auch etwas „seltsamen“ Protagonisten gegeben und mich dann völlig entsetzt und sprachlos zurückgelassen.

Ich habe dieses Buch von KLAK Verlag als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt bekommen. Hiermit bedanke ich mich noch einmal dafür.

Kritische Auseinandersetzung

In diesem Buch liegt das Hauptaugenmerk auf dem Protagonisten. Er ist eigentlich ein absoluter Antiheld, er ist „seltsam“, still, ein „Außenseiter“ und jemand, der sich nicht anpassen will. Doch genau das macht ihn sympathisch. Er WILL sich nicht anpassen, es ist nicht so, als wenn er nicht könnte. Sein größter Wunsch, zumindest interpretiere ich das so, ist akzeptiert zu werden und zwar genau so, wie er ist. Doch das klappt nicht so ganz, obwohl er ganz sicher kein schlechter Mensch ist, sondern einfach nur seine Eigenarten hat, die ihn aber irgendwie liebenswert machen. Mir hat Heinz als Charakter einfach sehr gut gefallen und ich würde mich im wirklichen Leben sehr gern mit ihm unterhalten, denn ich glaube, er hätte zu vielen Dingen etwas zu sagen.

Der Schreibstil des Autors ist grandios. Von der ersten Seite an hatte er mich in seinen Bann gezogen und obwohl im Nachhinein betrachtet gar nicht allzu viel passiert, war es sehr spannend und ich musste unbedingt wissen, wie es weiter geht. Trotz das wenig passiert, passiert aber eben  doch immer irgendwas, was mich persönlich am Lesen gehalten hat. Ich mag vor allem die Beschreibungen der anderen Charaktere und dass alles aus Heinz‘ Sicht geschrieben ist. Ich finde die Ich-Perspektive in diesem Fall unwahrscheinlich gut gewählt, da man so noch mehr mit dem Protagonisten verbunden ist und sich noch besser in ihn hineinversetzen kann.

Vom psychologischen Aufbau her maße ich mir an zu schreiben, dass dieses Buch ein Meisterwerk ist. Man ist „live“ dabei, wie es mit Heinz immer weiter bergab geht, wie aussichtslos die Situation für ihn wird, aber auch wie er immer wieder versucht, einen Weg zu finden und genauso oft Steine von der Außenwelt in den Weg gelegt bekommt. Und das Ende hat mich dann einfach nur noch sprachlos gemacht, vor allem aber, weil ich Heinz verstehen konnte. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemanden, der so etwas tut, verstehen könnte, aber wenn jemand wirklich das erleben würde, was ihm wieder fährt, wäre die ganze Sache immer noch schrecklich grausam, aber sie wäre irgendwo dennoch ein ganz kleines bisschen nachvollziehbar, im Grunde unseres Herzens. Aber lest das Buch selbst, ich denke, ihr werdet verstehen, was ich meine.

Fazit

Ein absolut lesenswertes Buch, dass mich immer noch beschäftigt und das ich wahrscheinlich nie vergessen werde. Ich kann es euch einfach nur empfehlen.